Freitag, 19. April 2013

Weiß wie Schnee

Ich habe gut geschlafen, wow...wer hätte das gedacht. Vielleicht lags am Baldrian, den ich gestern Abend vorsorglich genommen habe, vielleicht aber auch daran, dass man sich immer mehr an das Prozedere gewöhnt. Es läuft immer alles in einem wiederkehrendem Kreislauf ab, man tut immer das gleiche, die aufkommenden Emotionen sind immer die gleichen, das Ergebnis ist immer das gleiche.

Ich halte heut morgen wieder einen schneeweißen Test in der Hand. Klar zittern wieder meine Hände und mir ist ganz schummerig vor Aufregung. Aber das ebbt recht schnell ab und ich fühle mich wieder "normal". Fühlen kann ich irgendwie direkt nach dem Test nichts. Eigentlich schlimm, wie schnell man dann einfach weiter macht, waschen, frühstücken, fertig machen fürs Büro, läuft alles automatisch.
Mein Mann und ich umarmen uns, er meint zum Ergebnis "war ja klar". Ich erinnere ihn an die Hoffnung, die wir nicht aufgeben dürfen und an den Fall einer Bekannten, die mit ähnlichen Bedingungen und gleicher Behandlung vor kurzem schwanger geworden ist, es kann also so klappen. Er meint "nur bei uns nicht".

Ich zitiere an dieser Stelle mal eine liebe Freundin "Verdammte Scheiße!!!" (mit 3 Ausrufezeichen)

Nächstes greifbares Ziel: Beratungsgespräch in einer reichlichen Woche.