Montag, 29. Januar 2018

#26 Wasser: von oben, von unten, von der Seite...Mala Paklenica

Bevor wir demnächst schon wieder auf große Reise gehen, sollte ich vielleicht erstmal den Bericht über unsere erste Elternzeit beenden...

19.05.2016
Das Matzel scheint heute erhöhtes Schlafbedürfnis zu haben...gegen 9 Uhr fangen wir mit dem Frühstück an, während das Matzel noch tief und fest schlummert. Als wir dann anfangen die Sachen für die heute geplante Wanderung zu packen, wird sie endlich wach.
Der Himmel ist heute bewölkt, doch es ist trocken (noch) und warm.
Endlich radeln wir los. Das Matzel schon in der Kraxe, radeln wir zum Eingang 2 des Nationalparks Paklenica.


Dort stellen wir die Räder ab und kaufen uns ein Ticket. Schon wandern wir auf einem gemütlichen Wanderweg los.

Vielleicht sollte ich erwähnen, dass Paklenica "kleine Hölle" bedeutet...
Außerdem gibt es die Mala Paklenica (die "kleine kleine Hölle") und die Velika Paklenica (die "große kleine Hölle") gibt. Das "groß" und "klein" bezieht sich dabei auf die Enge der jeweiligen Schlucht. Beschreibend kann man sagen, es handelt sich um zwei Schluchten, die weit ins Gebirge hinein reichen...durch diese Schluchten läuft alles Wasser ins Tal und ins Meer hinab. Deshalb ist es auch nur im Sommer möglich die Schlucht Mala Paklenica zu bewandern. Der Wanderweg führt im Prinzip durch das Flussbett.
Das nur am Rande...

Wir gehen also weiter auf dem gut markierten Wanderweg, mal im Flussbett, mal direkt daneben. In Sichtweite passieren wir immer wieder riesige Höhlen. Eine schauen wir uns mal genauer an.


Die Schlucht wird immer enger und die links und rechts aufragenden Bergwände immer höher. Der Weg geht nun nur noch durch das Flussbett. Der Himmel zieht nun leider immer mehr zu. Bei einem Regenschauer stellen wir uns unter einen Felsvorhang unter.


Das Flussbett hat teilweise ziemlich tiefe "Badewannen", die mit kristallklarem Wasser gefüllt sind. Im Hochsommer sicher ein absoluter Badegnuss. Wobei man dann sicher nicht so allein, wie wir jetzt, auf dem Weg sein wird...








Durch den Regenguss ist nun auch das Laub der tiefhängenden Bäume und Büsche nass, so dass wir bei jeder Berührung von Laub nun auch von den Seiten nass werden.


Meine Stimmung sinkt zunehmend...das Wetter wird immer feuchter, der Weg auch. Durch die Regengüsse fließt immer mehr Wasser die Berge hinab in die Schlucht und das Wasser im Flussbett steigt an. Wir waten knöcheltief durch Wasser. Es ist rutschig, mal tief, mal flach, mal breit und langsam fließend, mal eng und schnell fließend. Wir hüpfen oder klettern von Stein zu Stein und versuchen einigermaßen trocken zu bleiben.


Das Matzel sitzt in ihrer Kraxe und ist total still. Sie beobachtet mit großer Aufmerksamkeit die Umgebung und unsere Wanderung, das Wasser, das nasse Laub. Sie ist der Hammer...ich bin so langsam mit den Nerven am Ende, da das Wasser immer mehr wird und kein Ende des Weges in Sicht...wenn sie nun auch noch weinen würde...ich würde mich heulend daneben stellen.

Die Anspannung steigt und eigentlich wünschen wir uns nur noch, das Tal zu verlassen.
Endlich führt der Weg rechts aus dem Fluss den Berg hinauf in eine Scharte. Wir laufen eine Weile bergan durch die Scharte auf einem gut begehbaren Weg. Endlich erreichen wir einen Wegweiser mit Hinweisen auf die weitere Wegstreckendauer.
Jetzt erst gönnen wir uns eine Pause...ein Müsliriegel für uns und Mittagsbrei für das Matzel...es ist 15.30 Uhr.


Das Matzel ist arg kalt, wir rubbeln sie warm, ziehen nasse Sachen aus und huscheln sie in die Daunenweste vom Matzel-Papa. Ich hab so ein schlechtes Gewissen, sie ist so kalt...hoffentlich wird sie nicht krank. Was für eine Tour, eine Tor-Tour.

Jetzt geht es gemütlich bergab, bei leichten Schauern. Das Matzel ist gut drauf, plappert fröhlich mit dem Matzel-Papa...die haben Spaß, die zwei!
Wir haben einen tollen Blick aufs Meer und sehen auf der Landzunge vor uns ein Gewitter aufziehen. Mir stellt es erneut die Nackenhaare auf. Es zieht langsam aber sicher zu uns herüber, kriecht die Berge hinauf. Zum Glück kommen wir gut voran und erreichen bei leichtem Nieselregen 18.00 Uhr die Fahrräder.

Ich bin einfach nur froh, vom Berg runter und aus der Schlucht raus zu sein. So beeindruckend die Schlucht auch war, so furchteinflößend empfand ich doch auch das immer mehr werdende Wasser.

Wieder auf dem Campingplatz wird heiß geduscht und das Matzel heiß gebadet. Dann gibt es riesen Portionen Nudeln für alle und schon fallen wir
erschöpft ins Bett!
Gute Nacht!

Eure



Mittwoch, 29. März 2017

Hart und oder aber fair?


Durch Zufall zappte ich nach einem langweiligen Krimi auf das Erste und sofort hatten Frank Plasberg und seine Gäste meine Aufmerksamkeit. Es ging um künstliche Befruchtung: gesetzliche Hintergründe, theologische Aspekte...Erfahrungsberichte. Sehr spannend, interessante Gäste und viele Erinnerungen wurde geweckt. Eine Filmemacherin berichtet von ihrem langen Weg zum Wunschkind, der sich mit 46 Jahren und mit Hilfe einer Eizellspende, endlich erfüllt hat. Auf Grund ihres Alters und weil sie und ihr Partnerschaft nicht verheiratet sind, erhielten sie keinerlei Unterstützung seitens Land und Krankenkasse. Ein langer Weg...eine Spirale aus der man nicht raus kommt, wie sie es beschreibt. Aufhören kam für sie, gegen den ehrlichen Rat ihres Arztes, nicht in Frage.
Hätte ich aufhören können? Wie hätten wir nach den 3 kassenunterstützen Versuchen und am Ende aller eingefrorenen Eizellen weiter gemacht, wenn es bis dahin nicht geklappt hätte? Wäre für uns ein Ausbruch aus der Spirale möglich gewesen? Hätten wir weitere Versuche aus eigener Tasche gezahlt?
Ich weiß es nicht...woher soll man auch wissen, wie man entschieden hätte. Man hangelt sich in dieser Zeit ja auch eher von Situation zu Situation, von anstehender Entscheidung zur nächsten nötigen Entscheidung.
Auf die Frage, wie sie diese Zeit durchgestanden hat, antwortet sie, dass sie das zurückblickend gar nicht genau sagen kann.
Ich habe mir auch schon oft die Frage gestellt, woher ich die Kraft für die zahlreichen Versuche und die wiederkehrenden Enttäuschungen genommen habe...trotzdem wieder nach vorn schauen zu können und weiter zu gehen. Und auch ich kann nur sagen...ich weiß es nicht. Man macht einfach immer weiter. Der große Wunsch nach einem Kind ist Antrieb und Kraftdepot. Die Spirale aus Spritzen, Medikamenten, Ultraschall, Punktion, Befruchtung, Transfer, Wartezeit und schließlich Tests hält einen fest umklammert und zeigt keinen Weg da raus. Würde man aufhören, wäre das Gleichbedeutend die Aufgabe des Wunsches. So lange man aktiv ist, etwas aktiv für die Erfüllung des Wunsches tut, ist man nicht untätig und hat immer noch eine Chance auf Erfüllung des Wunsches.
Der lange Weg zum Wunschkind ist ein Teil meines Lebens und hat mich auch zu dem Menschen gemacht, der ich bin. Ich kann es nicht streichen, nicht leugnen, nicht vergessen und nicht schönen.
Für uns hat sich der lange Weg absolut gelohnt und ich bin jeden Tag dankbar für das große Glück, welches wir mit unserem Matzel erfahren dürfen. Es hat sich einfach sowas von gelohnt!

Eure

Montag, 20. März 2017

Mamalila - Erfahrungsbericht

Eine Tragejacke - ein Erfahrungsbericht

Schon vor der Geburt unseres Matzels war für mich klar, dass ich eine Tragemama sein möchte. Das Matzel ganz dicht an der Brust oder später auch auf dem Rücken tragen, das war für mich selbstverständlich. Tragen an sich bietet zahlreiche Vorteile, auf die an unzähligen Stellen schon ausführlich eingegangen wurde...und ich mir das somit hier erspare.
Ich liebe das Tragen und das Matzel hat sich immer gern tragen lassen. Am Anfang im Tuch vorn und später in einer Trage vorn am Bauch und auf dem Rücken.
Selbst jetzt würde ich sie gern immer mal wieder tragen, doch die erneute starke Wölbung in meiner Körpermitte lässt das leider nicht mehr zu.

Das Matzel ist im Juni geboren, somit stand die Frage einer Jacke lange nicht im Raum. Erst mit Beginn des Herbstes fing ich an mich mit Tragejacken zu beschäftigen. Ich habe mich mit Freundinnen unterhalten und im Internet belesen. Schnell war mir klar, dass es ein "Allrounder" sein sollte.
Eine reine Regenjacke kam für mich nicht in Frage, da sie nicht nur vor Nässe sondern auch vor Wind und vor Kälte bis zu einem gewissen Grad schützen sollte.

Dann hat mich erstmal der Preis erschrocken...für so eine Jacke kann man einiges an Kohle lassen. Doch als ich dann die Mamalila Softshelljacke das erste mal gesehen und probiert habe, war ich eigentlich schon überzeugt und der Preis schien mir absolut gerechtfertigt.

Warum will ich kurz erläutern:
1. Sie ist schick.
Auch für Mamas ist es ab und an wichtig nicht wie ein Lumpensack rumzulaufen. Die Mamalila Softshelljacke gibt es in tollen Farben, sie ist schmal geschnitten (trägt somit nicht auf, wie manch andere Tragenjacken, deren Umfang einfach nur vergrößert wurde) und hat viele kleine Details, die Freude machen.

2. Sie ist ein "Allrounder".
Im Prinzip ist die Softshelljacke für fast alle Wetter geeignet. Für Regen, Wind und auch bei kaltem Winterwetter hält sie noch gut warm...Fleecejacke drunter und schon ist man auch dafür gut gerüstet.

3. Sie ist vielseitig ohne Ende.
Selbst ohne Tragling trage ich die Jacke fast täglich, wenn das Wetter es verlangt. Durch den schmalen Schnitt ist sie auch ohne Trageeinsatz sehr schön anzusehen und durchaus tragbar.
Die Vielseitigkeit äußert sich weiterhin durch die 2 Einsätze und die 2 Tragemöglichkeiten.

2 Einsätze bedeutet, man bekommt zur Jacke einen Babyeinsatz und einen Schwangereneinsatz dazu. Somit ist die Jacke in fast allen Lebenslagen tragbar - schwanger, unschwanger, mit und ohne Tragling.

2 Tragemöglichkeiten bedeutet, der Babyeinsatz ist auf dem Bauch und auf dem Rücken einsetzbar. Man öffnet den Reißverschluss entweder am Bauch oder auf dem Rücken, zieht den Babyeinsatz ein und fertig. Somit kann man die Jacke wirklich lange tragen, auch wenn der Tragling schon an Größe und Gewicht zugelegt hat, so dass ein Tragen am Bauch nur noch schwer möglich ist.

Klar, es bedarf etwas an Übung und/oder Unterstützung für das Anziehen der Jacke mit dem Tragling auf dem Rücken, aber mit der Zeit bekommt man das gut hin.

4. Zahlreiche funktionelle und schicke Details.
Mamajacke:
Der zusätzliche Stehkragen hält am Hals gut warm. Die Kapuze ist verstellbar, so dass sie auch bei Regen am Kopf nicht verrutscht und gut trocken hält. Die Kaupze ist abnehmbar, was beim Tragen auf dem Rücken auch zu empfehlen ist, da der Tragling sonst immer die Kapuze im Gesicht hat. Am Ärmelsaum befindet sich ein zusätzliches Bündchen, welches zusätzlich gut vor Wind schützt. Die großen Taschen bieten Platz für allerhand Kleinkram, den man als Mama immer griffbereit haben muss. Sie sind auch mit Reißverschlüssen verschließbar...da kann somit nichts verloren gehen. Der Reißverschluß am Rücken ist gut abgedeckt, so dass es auch dort nicht reinregnen kann.
Ein Kordelzug am Saum verhindert Zugluft von unten.
Am Ärmelsaum befindet sich ein aufgesticktes Mamalila-Logo, sehr dezent und schick.

Babyeinsatz:
Der Babayeinsatz verfügt ebenfalls über einen Stehkragen und eine Kapuze. Der Stehkragen hat einen Kordelzug, so dass man um den Kopf des Traglings alles gut zuziehen kann, damit es nirgends rein zieht. Die Kapuze kann in der Größe verstellt werden. Somit ist sie auch schon von kleinen Traglingen gut tragbar.
Die Jacke lässt sich auch mit Tragling gut anziehen, da der Babyeinsatz komplett geöffnet werden kann.

Schwangereneinsatz:
Der Schwangereneinsatz kann vorn in den Reißverschluß eingezogen werden und erweitert somit die Jacke im nötigen Bereich. Das schöne an dem Einsatz ist, dass auch hier auf schmalen sportlichen Schnitt geachtet wurde. Es ist sozusagen nicht nur ein großer breiter Streifen, sondern der Streifen ist nur dort breiter, wo in der Schwangerschaft Bedarf besteht...in der Körpermitte. Der Halsausschnitt bleibt schmal und somit ist man weiterhin gut vor Wind und Regen geschützt.


Matzel mit 11 Monaten auf dem Rücken
Hier ist das Matzel gerade mal 4 Monate

Fazit:
Für mich ist die Jacke ein absoluter Zugewinn und ich möchte sie nicht mehr missen. In der Übergangszeit gehört sie fest zu meiner Alltagskleidung und ich fühle mich damit immer gut angezogen. Der Preis ist meiner Meinung nach absolut in Ordnung, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist absolut stimmig.
Meine Empfehlung habt ihr also!

Vielen Dank an Maria für die Idee zu diesem Beitrag.

Eure

Mittwoch, 1. März 2017

Ordnung ist das halbe Leben!

Schon als das Matzel anfing feste Nahrung zu sich zu nehmen, dachte ich mir, dass etwas nicht stimmt.
Während unserer Elternzeitreise hat sie zunehmend bei uns mitgegessen, am liebsten natürlich Nudeln aber auch sehr gern Reis und alles mögliche an Gemüse und Obst, was der Essenstisch halt so zu bieten hatte.
Wenn so ein kleines Würmchen anfängt mit den Händen Essen in die Essluke zu stopfen, geht das natürlich nicht ohne das ein oder andere Kleckern. Das ist ja auch absolut kein Problem, erst recht nicht, wenn man draußen sitzt.

Doch hatte eine Flugnudel erst einmal die unendlichen Weiten des Fußboden erreicht, war das Unglück komplett. Wild gestikulierend und jammernd machte das Matzel auf die am Boden liegende Leckerei aufmerksam. Da sich über die Dauer des Essens mit Sicherheit noch die ein oder andere Flugnudel dazu gesellen würde, winkten wir ab und erklärten dem Matzel, dass das überhaupt nichts mache und wir einfach am Ende des Essens alle Flugnudeln wieder einsammeln würden.
Doch so einfach wir Erwachsenen uns das auch denken....nö nö...so einfach ist es nicht. Keine weitere Nudel fand den Weg in den Matzelmund, selbst mit gutem Zureden oder füttern war da nichts zu machen. Der Blick des Matzels hing an der auf dem Boden liegenden Nudel und der große Zeigefinger zeigte immer wieder in die Blickrichtung, "da da da" tat sie außerdem lautstark kund.
Es war nichts zu machen, zuerst musste die Nudel aufgehoben werden, bevor das Matzel in Ruhe weiter essen konnte.

Was will ich eigentlich damit sagen? Nun ja, ich bin fasziniert von dem Ordnungssinn unserer Tochter. Ihr fallen Dinge auf, die anders sind als sie gehören und sie kann nicht anders, als es in Ordnung zu bringen.

Neulich im Supermarkt:
Im Gang vor dem Regal steht eine Kiste mit Flaschen Rapsöl. Die Flaschen stehen fein in Reih und Glied in der Kiste...bis auf Eine. Die ist umgekippt. Das Matzel entdeckt die umgekippte Flaschen, zeigt darauf, ein entsetztes, mitleidiges "ooohhhh" kommt aus ihrem Mund und schon hockt sie sich hin, hängt sich in die Kiste und angelt nach der Flasche um sie zu den anderen wieder in die Reihe zu stellen. Hochzufrieden kann sie nun an der Kiste vorbei gehen.

Solche Momente gibt es sehr oft in unserem Alltag und jedes Mal wundere und freue ich mich über dieses wunderbare Geschöpf, dem es wichtig ist, kleine Dinge in Ordnung zu bringen. Für uns kleine Dinge, die in ihrer noch so kleinen Welt sicherlich viel mehr Bedeutung haben, als in unserer. Wir würden mit Sicherheit einfach achtlos an der umgekippten Flasche vorbei gehen. Es wird sich ja schließlich schon ein anderer drum kümmern.

Ich hoffe und wünsche mir für das Matzel, dass sie diesen Blick für die "kleinen" Dinge im Leben, die man einfach und schnell in Ordnung bringen kann, nicht verliert.

Eure

Mittwoch, 15. Februar 2017

Ein Hauch von Leichtigkeit

Ich liebe den Winter, keine Frage. Ich bin im Winter geboren und bin eigentlich ein richtiger Winterfan. Ich mag es wenn die Luft vor Kälte knistert, die Eiskristalle in der Sonne funkeln, an Bäumen jeder Ast von Frost ummantelt ist, die Luft rein und klar ist...einfach toll.
Ich bin da auch nicht wirklich eine Frostbeule...anziehen kann man schließlich immer was und Bewegung hält warm.

Doch ich gebe zu, in den letzte Wochen wurde die Kleidungsauswahl durch den zunehmenden Bauchumfang immer eingeschränkter. Aber gerade an sehr kalten Tage, bei Ausflügen in den Schnee oder bei Spaziergängen mit dem Matzel (bei denen man mehr steht als geht) hatte ich mehrere Schichten übereinander an: eine Strumpfhose und eine Leggings drüber, obenrum Langarmshirt, Wollpulli, Daunenjacke (die gerade noch so zu ging). Bei dem letzten Ausflug bei kaltem Wetter hatte ich dann sogar die Skihose vom Matzel-Papa an, die hat nämlich Hosenträger...da kann sie wenigstens nicht rutschen, auch wenn der Hosenstall sperrangelweit aufklafft.
Ja ja...lacht ihr nur!
Auf jeden Fall fühlte ich mich in diesen Schichten immer arg steif und Bewegungsunfähig, zusätzlich zu der zunehmenden Einschränkung durch Bauch und Rücken (-schmerzen) und Luftmangel. Ich fühlte mich schwerfällig!

Heute jedoch...ist die Schildkröte aus ihrem Winterschlaf erwacht und hat den Kopf und die noch etwas steifen Ärmchen und Beinchen aus dem Panzer gestreckt. Die Sonne strahlt, es sind gefühlt 10°C...es duftet nach Frühling. Ich konnte auf die inzwischen eh zu enge Daunenjacke verzichten, die schöne weite Softshell-Tragejacke von Mamalila fühlte sich so viel weicher und leichter an. Die dicken Stiefel blieben zu Hause, leichte Turnschuhe durften Frühlingsluft schnuppern. Mütze weg, Schal weg, Handschuhe weg...alles nicht nötig heute.

Wo ich mich die letzten Tage noch mühsam vorwärts gequält habe, jeder Schritt mich zum schnaufen brachte, jedes bücken zum Matzel anstrengend war...da war heute Leichtigkeit. Beschwingt liefen meine Füße vorwärts, ein Lächeln lag auf meinen Lippen, die Augen blinzelten in der Sonne.
Ich fühlte mich 5kg leichter. Klar, der Bauch ist noch genauso groß wie letzte Woche (oder eher größer :D), der Rücken schmerzt immer noch und etwas zügigere Fortbewegung lassen mich schnaufen wie ein altes Walross...doch das Gefühl zählt und das war gut!

Ich freue mich auf den Frühling.



Freut ihr euch auch auf den Frühling? Was mögt ihr am Frühling besonders? Ich freue mich auf eure Kommentare!!

Eure



Montag, 13. Februar 2017

#25 Wo die Berge das Meer küssen

18.05.2016

Wir sind hier ja bei Dunkelheit angekommen und wussten somit gar nicht recht, was uns erwartet. Doch bei aufgehender Sonne werden wir sehr positiv überrascht.
Ein wirklich schöner Campingplatz, direkt am Meer und den Bergen, ruhig gelegen, super Sanitärbereich, sogar mit Babywaschraum, nettes Personal...nix zu meckern.

Noch vorm Frühstück parken wir um und sichern uns einen herrlichen Platz direkt am Meer, direkt am Spielplatz, mit herrlichem Blick auf die Berge .... den Nationalpark Paklenica.


Die Sonne strahlt von einem absolut blauen Himmel, die vorhandene Waschmaschine ist riesig und somit ist das die erste Amtshandlung heute....das zweite mal Wäsche waschen in unserem Urlaub.


Wir chillen und warten bis die Wäsche trocken ist, was bei dem Wetter wahnsinnig schnell geht. Am Nachmittag spazieren wir am Strand lang und erkunden zu Fuß die nähere Umgebung.


Zum Abendessen treffen wir Oma und Opa, die sich auf einem anderen Campinplatz in der Nähe eingerichtet haben. Wir genießen im Sonnenuntergang unser Dasein....



Demnächst erzähl ich euch von der nervenaufreibenden Wanderung entlang der Male Paklenica....
Bis bald
Eure

Mittwoch, 8. Februar 2017

"Die Geschichte deines Lebens"

Heute gibt es mal eine Buchempfehlung von mir. Aber es handelt sich nicht um ein Buch im klassischen Sinne, denn bevor man drin lesen kann, muss man es selbst füllen.

Ich war auf der Suche nach einem Buch, in das ich wichtige Ereignisse im Leben des Matzels eintragen kann, auch über das 1. Lebensjahr hinaus. Die meisten "Juchhu das Baby ist da"-Bücher enden mit dem 1. Lebensjahr. Das fand ich total schade, denn auch nach dem 1. Geburtstag passiert noch so viel... laufen lernen, sprechen lernen, so viele "erste-Male" und auch "letzte-Male"...und ganz viele andere spannende Dinge. Andere Dinge ändern sich, Schlafgewohnheiten, Lieblingsessen, Lieblingsspielzeug.
Als dann meine Tante meinte, ich solle immer alles schön aufschreiben...für später..., kam in mir die Frage auf...ja schon, aber wohin schreiben?

Ich bin also in einen großen namenhaften Buchladen gegangen und hab gestöbert. Zuerst war ich etwas enttäuscht, denn das Angebot beinhaltete natürlich zum Großteil Bücher für das 1. Lebensjahr. Die spannende Entwicklung eines Kindes ist doch mit dem 1. Lebensjahr nicht zu Ende!

Doch dann fiel mir ein schönes Buch in die Hände, verschlossen mit einem Strick, großes Format, Titel "Die Geschichte deines Lebens". Das klang interessant.


Es beginnt natürlich mit Mama und Papa, der Schwangerschaft, der Geburt. Wie verlief die Schwangerschaft, wie war die Kennenlernzeit, das nach-Hause-kommen, die ersten Besucher, was war gerade in den Nachrichten zum Zeitpunkt der Geburt. 


Für jedes Lebensjahr gibt es eigenes Kapitel mit sich ähnelnden Seiten. Es gibt einige leere Seiten, die es ermöglichen Fotos einzukleben, zu malen, zu schreiben und ebenso gibt es viele Seiten, die konkrete Fragen stellen. Das finde ich persönlich richtig gut, denn es erleichtert das Eintragen für mich immens. Es wird nach den schönsten Momenten, nach Schreckmomenten, nach tollen Erlebnissen, nach Reisen, nach Lieblingsessen, Lieblingsbuch, nach Zu-Bett-Geh-Ritualen uvm. gefragt.


Das Design ist schlicht, nicht zu bunt, in dezenten Pastellfarben. Klein Stichworte helfen als Denkanstöße der Kreativität etwas auf die Sprünge.


Die Entwicklung hinsichtlich Sprache und Motorik kann auch festgehalten werden. 


Am Ende jedes Lebensjahres gibt es natürlich eine Geburtstagsparty. Diesem Event ist eine extra Seite gewidmet: für Fotos, Gästelisten und allem was sonst an so einem Tag wichtig ist.


Was ich besonders schön finde, ist der kleine Briefumschlag in jedem Lebensjahr-Kapitel. "Was ich dir sagen möchte" gibt die Möglichkeit für einen Brief, eine persönliche Botschaft, liebe Worte...alles was einem so wichtig ist und beim resümieren des letzten Jahres durch den Kopf geht.


Das Buch endet mit dem 18. Lebensjahr, der Volljährigkeit. Es folgen noch Seiten für eigene Einträge des Kindes und Platz für Familienrezepte.


Die Vorstellung, meinem Matzel zum 18. Geburtstag dieses Buch schenken zu können, erfüllt mich mit großer Freude. Es soll gefüllt sein mit vielen schönen Anekdoten, mit Bildern, Andenken an gemeinsame Unternehmungen und Reisen, mit gemeinsam erstellten kreativen Höchstleistungen, auch mit den nicht so schönen Erinnerungen ("worauf hätte man letztes Jahr verzichten können?") oder ehrlichen Rückblicken ("was würde man rückblickend anders machen?").

Fazit: Ein sehr schönes Buch mit viel Platz zum selbst ausfüllen, aber auch mit guten Anregungen zum ausfüllen. Sehr schön gestaltet, stabil gebunden. Eine lohnenswerte Anschaffung für alle, die auch nach dem 1. Lebensjahr Entwicklungsschritte ihrer Kinder festhalten möchten. Auch der Preis dafür ist meiner Meinung nach absolut in Ordnung.

Ich hoffe, ich werde auch weiterhin noch Zeit finden, das Buch zu pflegen und mit wertvollen Erinnerungen füllen.

Eure

Dienstag, 7. Februar 2017

Uhrwerke? Kleine Maschinen?

Funktionieren Kinder wie Uhrwerke? Müssen wir sie nur gut genug lenken und steuern, damit sie laufen wie eine gut geschmierte Maschine? Brauchen sie nur klare Regeln und Befehle, nach denen sie sich richten müssen?
Oder sind Kinder Menschen wie du und ich? Sind sie Menschen mit verschiedenen Stimmungen und Launen? Mit guten und nicht so guten Tagen? Mit Freud und Leid? Menschen, die mal besser und mal nicht so einfach in den Schlaf finden?
Das Matzel liegt ungefähr jeden Abend zur selben Zeit im Bett, plus minus...
Aber gerade unter der Woche, wo wir am nächsten Tag alle früh raus müssen und sie für die KiTa fit sein sollte, achten wir schon darauf. Es hat sich inzwischen auch ein recht festes Ritual eingespielt, welches in den Grundzügen jeden Abend wiederholt wird.

An vielen Tagen läuft das richtig gut. Nach dem Vorlesen und Lied singen möchte sie in ihr Bett und dann braucht man nicht neben dem Bett sitzen bleiben, dann kann sie allein noch ein Buch anschauen oder mit ihrem Teddy erzählen bis sie einschläft.
Nun ist es aber so, dass wir an manchen Tagen stark vom üblichen Ritual abweichen. Dann braucht sie noch was zu trinken, muss noch mal Pippi machen, möchte noch mal auf Mamas Schoß geschaukelt werden, möchte noch ein Buch vorgelesen haben....und und und...da kann es schon mal über eine Stunde dauern, bis sie zur Ruhe kommt und in den Schlaf findet.

Natürlich bin ich dann bei ihr und versuche, so gut ich kann, ihr zu helfen zur Ruhe zu kommen. Ich nehme sie auch zum dritten Mal aus ihrem Bettchen, schaukel sie auf meinem Schoß und singe in Dauerschleife La Le Lu. Schließlich wird es einen Grund für ihr Aufgewühltsein geben. 
Vielleicht das viele toben mit Papa vorm zu Bett gehen, oder in der KiTa war es besonders aufregend, oder die Zähne tun weh...oder oder oder.

Klar, gerade an Tagen, wo ich selber müde und kaputt bin, bedarf es da schon eine ganze Menge an Geduld... Aber ist das nicht das was Erwachsensein ausmacht? Der Unterschied zwischen Kind und Erwachsenen? Dass wir in der Lage sind, Gefühle zu kontrollieren und auf andere Menschen einzugehen, einfühlsam zu sein? Kinder sind ihren Emotionen vollkommen wehrlos ausgesetzt, sie können sie noch nicht steuern, sie können nur darauf reagieren...danach handeln...

Wie ist es nun mit dem Uhrwerk, den gut geschmierten Maschinen?
Braucht das Matzel die Nähe, Geborgenheit und  Aufmerksamkeit? Oder braucht es klare Grenzen, wo Schluss ist mit vorlesen, schaukeln und im Bett spielen? Braucht es eine klare Ansage, dass jetzt Schluss ist und liegen geblieben wird?

Ich sage Nein! Zumindest nicht so krass, wie ich es beschrieben habe. 
Natürlich gibt es auch mal eine Ansage wie "nach dem Toilettengang geht es aber gleich wieder ins Bett" oder "wenn du das Buch fertig angeguckt hast, mach ich das große Licht aus" oder "Leg dich mal hin, ich singe dir was vor". Aber niemals würde ich ihr die Bitte nach Nähe und Geborgenheit verweigern.

Wenn das Matzel abends allein im Bett liegt und mich braucht, nach Mama ruft oder weint, dann gehe ich natürlich zu ihr hin und versuche ihr zu helfen, für sie da zu sein. Was lernt sie denn, wenn ich nicht hin gehe? Dass Kommunikation zwecklos ist? Dass sie sagen kann, wenn sie ein Problem hat und es aber keinen interessiert?

Ich werde mich kaum erdreisten, zu behaupten, ich hätte Ahnung vom Einschlafen von Kindern, oder ich könne sogar Ratschläge dazu erteilen. Da gibt es genug sogenannte Fachleute, die schon einen Berg Bücher dazu verfasst haben (z.B. das umstrittene Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen"), von denen ich nicht ein einziges gelesen habe. Das einzige worauf ich an solchen Abenden höre ist mein Bauch...und natürlich mein Herz!

Bildquelle: Kinderherzgedanke
In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Tag und einen ebenso schönen Abend!
Eure
 

Dienstag, 31. Januar 2017

#24 Sonnenuntergang in Zadar



17.05.2016

Genug des Luxus...auf zu neuen Zielen.
So richtig gibt es hier nichts mehr für uns anzufangen und den Luxus haben wir nun erstmal genug genossen, so dass wir uns heute wieder auf den Weg machen. Ohne wirklich festes Ziel, mal sehen, wohin es uns treibt.

Nach einem morgendlichen Abschiedsbad im Swimmingpool heißt es Auf Wiedersehen sagen zu Oma und Opa und dann gehts los. Kaum sind wir los gefahen, schläft das Matzel tief und fest. Schwimmen am Morgen kann auch echt ermüdend sein.


Und so fahren wir über die Landstraße Richtung Nationalpark Paklenica im Velebit Gebirge. Herrliche Landschaften ziehen an uns vorbei. An Ortschaften, die wir eventuell anschauen wollten, fahren wir vorbei...denn das Matzel schläft und schläft.

Als sie schließlich aufwacht, legen wir einen Stopp auf einem Campingplatz direkt am Meer ein. Wir essen hier Mittag und verbringen den Nachmittag am Strand.


Am späten Nachmittag fahren wir weiter Richtung Küstenstadt Zadar. Wir haben von Freunden und Bekannten gehört, dass Zadar sehr sehenswert sein soll und so halten wir hier an und schauen uns die Stadt an.
Natürlich wie immer ohne Plan schlendern wir am frühen Abend die Promenade entlang, einmal quer durch die Altstat, vorbei an historischen Gebäuden, etlichen Kirchen und Marktplätzen. Alles schön anzusehen...aber auch sehr voll von Touristen.




Zum Abendessen genießen wir riesige Pizzen und anschließend zieht es uns wieder an die Promenade, wo sich immer mehr Menschen versammeln um einen wunderschönen Sonnenuntergang zu beobachten.
Noch ist das Matzel gut drauf, so dass auch wir auf das "zischen" (der Moment, wenn die Sonne das Meer küsst) warten und erst dann wieder weiter fahren.



Auf der Küstenpromenade befindet sich ein tolles maßstabsgerechtes Modell unseres Sonnensystems. Die Sonne ist eine große Fläche aus Sonnenkollektoren und die Planeten darum sind ebenfalls in die Steinpromenade eingelassen. Sehr beeindruckend...wie groß die Sonne, wie winzig die Planeten doch sind.


Spät nachts erreichen wir den Nationalpark Paklenica und überlegen, einfach irgendwo anzuhalten und zu schlafen. Doch es ist alles viel zu besiedelt, es ergibt sich nicht wirklich eine einsame Möglichkeit für uns zum wild campen. Also suchen wir einen Campingplatz und finden sogar einen direkt am Meer (Camp Pisak), wo auch noch jemand am Empfang sitzt und uns wenigstens schnell einen Platz für die Nacht zeigen kann. Wir parken, klappen das Bett aus und schlafen.
Wir sind gespannt, welche Umgebung uns bei Tageslicht erwartet.

Eure





Montag, 30. Januar 2017

#23 Luxus-Domizil

15.05.2016

Nun wird es Zeit, dass wir mal wieder Matzel-Oma und Matzel-Opa treffen. Die haben sich inzwischen im Camp Belvedere bei Trogir häuslich eingerichtet.
Als wir dort ankommen sind wir schon von der Größe des Platzes geflasht. Ein großes Empfangsareal mit Schranke und Wachdienst und ein nicht weniger großes Empfangsgebäude sollen Sicherheit und hohen Standard vermitteln.

Wir suchen erstmal den Wohnanhänger von Oma und Opa und checken später ein. Terrasse für Terrasse schlängeln wir uns Richtung Meer nach unten immer auf der Suche nach Oma und Opa. Alles ist sehr ordentlich, sauber und gepflegt, aber auch noch relativ leer. Auch hier hat die Hauptsaison noch nicht begonnen, an vielen Stellen des Campingplatzes wird noch gebaut, repariert, verschönert.
Schließlich finden wir Oma und Opa und platzieren uns direkt neben sie. Platz genug ist da noch überall.

Welch eine Wiedersehensfreude...die Hunde wissen kaum wohin vor lauter Schwanzwedeln, Oma und Opa herzen natürlich zuerst das Matzel und schließlich auch uns.
Jetzt wird erst mal gequatscht und gequasselt, was wir bei einem ausführlichen Mittagessen im Restaurant des Campingplatzes fortsetzen.


Am Nachmittag machen wir einen schönen Spaziergang an der Küste entlang. Ausklingen lassen wir den Tag bei Eis, Boote gucken, Spielplatz und einfach nur zusammen sein.



16.05.2016

Wir verbringen einen weiteren Tag in diesem Luxus-Domizil, was übrigens auch über Wellness-Duschen und einem tollen Babywaschraum verfügt.
Nach einem sehr ausgiebigen Frühstück, schnappen wir uns Hut und Brille und machen uns auf die Suche nach einem einsamen Strand zum baden. Trotz starker Besiedlung werden wir fündig, doch nur dem Matzel ist es warm genug zum baden.



Bei einem Spaziergang nach dem Mittagessen können wir noch eine ziemlich große Schlange uns unbekannter Art bei seinem Sonnenbad bewundern. Sie lässt sich gar nicht stören von uns.


Eure