Mittwoch, 18. April 2018

Flamingos und Finderlohn

15.4. Finikounda

Wir müssen erstmal die nähere Umgebung erkunden. Also packen wir die Zwerge in den Fahrradanhänger und laufen los. Gleich nach der Einfahrt zu Campingplatz geht ein Weg ab, der führt über einen Berg, vorbei an einer Kirche, durch eine enge Gasse und schon steht man im Zentrum von Finikounda.
Wir schlendern die Hauptstraße entlang und beäugen skeptisch die vermeintlich offenen Läden und Restaurants. Dann verlassen wir schon wieder das Zentrum und entdecken einen tollen Spielplatz. Hier verweilen wir ein bisschen. Die Kids toben ordentlich rum.
Doch irgendwann bekommen wir Hunger und suchen nach einer Taverne, wo wir etwas zu essen bekommen.
Alles sieht so zu aus...oder zumindest nicht so, als ob man etwas zu essen bekommen könnte. Ich geh dann einfach in ein Fischrestaurant rein und frage, ob sie was zu essen für uns haben. Der Mann nickt und öffnet eine Kühlbox voll mit frischem Fisch. Wir suchen uns 3 Fische aus, bestellen noch Salat und Pommes und dann wird die Küche für uns angeheizt.
Am Ende stehen allerhand Leckereien auf unserem Tisch: Salat mit eingelegtem Feta, gegrillte Dorade mit Zitrone, Pommes und Brot. Es schmeckt alles hervorragend.

16.4. und 17.4.

Badetage auf dem Campingplatz. Nur unterbrochen von kleinen Ausflügen zum örtlichen Supermarkt, um frische Vorräte aufzufüllen. Der Supermarkt ist übrigens super ausgestattet hier...man bekommt wirklich alles, was man braucht.
Ist immer ganz lustig, da in dem Supermarkt nur eine, maximal zwei Personen arbeiten...wird man von der einen Person quasi verfolgt.
Man kommt rein und wird begrüßt. Man geht zum Obst und Gemüse, da steht der Mitarbeiter hinter der Waage und tütet das Obst ein und wiegt es ab. Man geht weiter zu Fleisch und Käse, da steht plötzlich der Mitarbeiter hinterm Tresen und bedient einen. Man geht weiter durch die Regale zur Kasse...tadaa...da steht er wieder wie hin gezaubert und wartet aufs abkassieren.

18.4. Methoni

Gestern habe ich beobachtet, wie eine Camper Nachbarin etwas mit Pinsel und Farbe bemalte. Ich bin dann einfach mal rüber gegangen und habe es mir angeschaut. Und ich fand wunderschöne Schlangen und Krokodile aus Stöcken in den schönsten Farben und toll verziert.
Ein tolles Hobby.
Heute morgen haben wir dann hier ein paar Fruchthülsen gefunden. Ich weiß leider weder, wie der Baum noch wie die Frucht heißt. Doch die Hülse hat einen langen Hals und einen dicken geschwungenen Körper und erinnert sofort an einen Schwan oder einen Flamingo. Also bring ich die Fruchthülsen zu der Nachbarin gebracht und frage, ob sie uns die anmalen würde. Sie ist sofort Feuer und Flamme.
Wir machen jetzt erstmal einen Ausflug. Mal sehen, was uns bei unserer Rückkehr erwartet.

Wir radeln inzwischen erstmal nach Methoni. Das ist ein ca. 10 km entfernter etwas größerer Ort mit einer großen Burg. Die Fahrt dort hin gestaltet sich recht beschwerlich, denn es geht ordentlich bergauf und bergab.
Die Burg kann man schon von weitem sehen, ein sehr imposanter Bau.
Wir radeln ein bisschen drumherum. Man könnte auch rein gehen, für ein Eintrittsgeld von nur 2 €...aber da die Kinder das nicht so interessiert, sparen wir uns das.
Noch ne kurze Rundfahrt durch das Zentrum und dann zum Spielplatz, dass interessiert die Kinder nämlich.
In der Nähe vom Spielplatz bekommen wir auch was leckeres zum Mittagessen. Obwohl auch hier die Restaurants recht einsam aussehen, ist alles aus der Karte bestellbar und frisch und sehr lecker!
Nach dem Mittagessen radeln wir wieder zurück und die Zwerge nutzen das gleich zum Mittagsschlaf. Zum Glück, denn da können wir mal in Ruhe radeln. Mal kein ständiges Gemecker...zu kalt, zu eng, zu langweilig, zu hungrig, Motte macht dies, Motte macht das, Durst und ich weiß nicht was noch alles...das meiste geht im Fahrtwind unter...hihi.
Auf jeden Fall seh ich doch auf einer kleinen Straße direkt am Meer, im vorbei fahren noch so im  Augenwinkel ein Nummernschild am Straßenrand liegen, welches ich dem Motorrad eines Nachbarn vom Campingplatz zuordnen kann. Ich pack es in den Fahrradanhänger und weiter geht die Fahrt.
Wir fahren noch nach Finikounda, essen ein leckeres E i s bevor wir schließlich wieder auf dem Campingplatz ankommen.
Auf unserem Tisch stehen schon zwei wunderbar rosarote Flamingos. Einer für die Motte, einer fürs Matzel. Echt toll sind die geworden!

Das Nummernschild bringen wir auch noch zu dem Motorradfahrer. Der hat den Verlust noch gar nicht bemerkt und freut sich sehr über das Mitbringsel. Zur Belohnung gibt's eine Tafel Schokolade für uns alle. Das Matzel freut sich scheckig. Alle glücklich, Tag vorbei!

Eure Kati plus Rest

Montag, 16. April 2018

Unser Tagesablauf

Inzwischen sind wir ja doch schon 2,5 Wochen unterwegs und wenn wir mal auf einem Campingplatz bleiben, dann pendelt sich ziemlich schnell ein Rhythmus ein...ich nenne es mal vorsichtig Alltag. Vielleicht interessiert es euch ja, wie unser Tag so aussieht.

Irgendwann zwischen 7 und 8 Uhr wachen die Kinder auf...gähn...ich könnte gut noch länger schlafen.
Dann tauschen wir erstmal die Kinder. Soll heißen, die Motte geht nach unten zu. Papa und das Matzel klettert rauf zu mir.
Dann ist erstmal kuscheln angesagt. Das Matzel und ich, wir müssen ja nachholen, dass wir uns die ganze Nacht nicht gesehen haben. Also kuscheln wir oder spielen ein Spiel oder schauen ein Buch an.

Dann wird Frühstück gemacht. Ich setze Teewasser auf und räume Geschirr hin und her. Der Mann setzt nacheinander die Kinder auf den Topf und zieht sie dann an.

Gefrühstückt wird natürlich draußen. Der Rest steht schnell auf dem Tisch und schon essen wir mehr oder weniger gemütlich...je nachdem wie die Kinder drauf sind.

Aufräumen, Zähne putzen und der Abwasch...das kann alles warten, jetzt geht es erstmal ans Meer. Steine werfen, Muscheln oder irgendwas anderes sammeln...das Wetter studieren, die Nachbarskinder begrüßen, Smalltalk halten.
Irgendwann wird die Mama dann doch mal aktiv und räumt auf. Spätestens kurz vorm Mittagessen.
Wenn wir etwas unternehmen wollen, kommen wir natürlich einigermaßen schneller in die Puschen. Wobei dann trotzdem immer so viel ansteht, dass wir nicht vor 10.30 oder 11 Uhr los kommen.

Die Kinder spielen dann hier vorm Camper und die Mama kocht das Mittagessen. Was es da bei uns immer so gibt..darauf will ich später noch mal gesondert eingehen. Weil die Möglichkeiten ja doch etwas begrenzt sind und hier Kreativität gefragt ist...wobei die Kinder sicherlich am wenigsten enttäuscht wären, wenn es jeden Tag Nudeln mit Tomatensauce gäbe.

Nach dem Mittagessen ist Ruhe angesagt. Entweder ich nehm die Motte in die Trage damit sie bisschen schläft. Oder wir packen beide in den Fahrradanhänger und drehen zu Fuß oder per Rad ne Runde.
Oder Mittagsschlaf fällt aus...zumindest für das Matzel ist das ab und an ok. Aber so nach 2 bis 3 Tagen, ist die Erschöpfung deutlich zu spüren und dann ist ein Mittagsschlaf mal wieder dringend notwendig.

Das letzte Essen liegt schon ewig zurück, also wird nun gevespert. Obst, Kuchen, Kekse...was unsere Vorräte so bieten.

Natürlich geht's dann wieder ans Meer. Außer wir waren bis dahin noch gar nicht unterwegs, dann machen wir uns spätestens jetzt noch mal in die Spur. Etwas einkaufen oder einfach nur so ein paar Meter laufen oder Fahrrad fahren. Das muss schon sein.

Nach dem Abendessen wird noch gespielt...meistens mit den anderen Kindern.

Später wird je nach Verschmutzungsgrad der Kinder geduscht oder nur das Gesicht und die Hände gewaschen. Zum duschen nehmen wir immer unsere Abwaschschüssel mit...die kann man gut zur Badewanne umfunktionieren. Da muss man die Motte nicht auf den Boden setzen oder die ganze Zeit auf dem Arm halten. Und das Matzel liebt es sowieso total in der kleinen Wanne zu hocken.

Mama und Motte verziehen 

Sonntag, 15. April 2018

Hafenstadt und Kirche

14.4.

Zügig nach dem Frühstück verlassen wir den lauten Campingplatz wieder und fahren in die Hafenstadt Pýlos.
Hier schauen wir uns ein bisschen um...nichts spektakuläres. Die Interessen von Groß und Klein unterscheiden sich etwas.
Groß möchte den Hafen und die Boote ansehen.
Klein möchte in dem Hubschrauber Fahrgerät hinter dem örtlichen Kiosk sitzen und am Lenkrad drehen und bunte Knöpfe drücken.
Also bilden wir Interessengemeinschaften...Mann spaziert durch den Hafen und ich bleibe mit Matzel und Motte am Hubschrauber und warte geduldig, bis genug Knöpfe gedrückt wurden.

Wir essen dann noch ein E i s...noch kann das Matzel nicht buchstabieren und so können wir uns so noch heimlich darüber austauschen, ob wir jetzt ein E i s essen wollen oder nicht.

Dann bekommt das Matzel noch einen neuen Sonnenhut mit rundum Schutz.
Und schon spazieren wir wieder zum Auto.

Für den frühen Nachmittag hatten wir eigentlich eine kleine Wanderung zu einer Kirche auf einem Berg hinter der Stadt geplant. Doch die Sonne sticht arg und es ist gefühlt so warm, dass wir uns dagegen entscheiden. Wir wollen den als Feldweg ausgeschriebenen Weg so weit wie möglich mit dem Auto hoch fahren und dann dort Picknick machen.

Gesagt, getan...unser Camper kämpft sich den Berg hoch...Kurve für Kurve geht es weiter hinauf. Plötzlich steigt uns ein unsäglicher Gestank in die Nase und überall schwirren Fliegen rum. Nach der nächsten Kurve wird der Grund dafür offensichtlich...die örtliche Müllkippe...mitten im Gebirge, ein Zaun, ein Bagger und Berge von Müll.

Na gut...wir fahren weiter bergauf, in der Hoffnung den Gestank hinter uns zu lassen.
Und nach weiteren zwei Kurven taucht schon die Kirche vor uns auf. Wir steigen aus und laufen zur Kirche. Leider ist sie verschlossen und der ganze Garten ringsherum ist voll mit Ziegenkacke...bäks.
Doch wir lassen uns die Laune nicht verderben. Der Mann verjagt noch einen streunenden Hund und dann machen wir es uns auf einer Mauer unter Olivenbäumen gemütlich und genießen unsere Leckereien.
Hinter der Kirche geht ein Wanderweg hinauf zu einem Aussichtspunkt. Den nehmen wir natürlich noch mit. Die Aussicht ist wirklich toll.
Das Matzel wandert den kurzen Weg an meiner Hand hinauf bis zum Aussichtspunkt und wieder hinunter und erklärt mir in Dauerschleife, dass sie ein richtiger Wandrer ist.
Inzwischen brennt die Sonne wirklich gnadenlos und wir wollen nur wieder zurück in den Schatten.

Zurück am Camper...wir fahren wieder hinab zur Hauptstraße und steuern unser letztes Ziel für heute, den nächsten Campingplatz, an.
Nach dem wir uns zwei angeschaut haben, werden wir beim dritten fündig...der perfekte Platz....oder naja, fast perfekt...gibt WLAN nur an der Rezeption. Aber das hat auch sein Gutes!
Der Platz ist direkt am Meer, ruhig, hat Wiese und Kies als Belag, super Sanitärräume...und es sind schon zwei andere Familien da...hier bleiben wir!

Nach einer ausführlichen Begrüßungsrunde bei den umliegenden Campern...kommen wir für heute langsam zur Ruhe.

Seid herzlich gegrüßt
Eure Kati mit Mann, Matzel und Motte

Samstag, 14. April 2018

Urlaubsamnesie

13.4.

Jetzt geht es langsam los...das Vergessen von Zeit und Datum und Wochentag. Ich will gerade schreiben, was wir gestern gemacht haben und starre auf die Buchstaben. Dabei versuche ich mir krampfhaft in Erinnerung zu rufen, was gestern für ein Tag war, wo wir waren und was wir gemacht haben.
Doch zum Glück fällt es mir wieder ein. Auch dank eines bestimmten Nachrichtendienstes...denn wir halten die Familie daheim regelmäßig auf dem Laufenden.

Also wir waren in einer Bucht...einer Lagune...an einem Traumstrand...am Voidokilia Beach. Ich hab mal ein Screenshot von Google Maps gemacht.

Der Weg dort hin ist nur ein Feldweg und ziemlich holprig. Als es nicht mehr weiter zu fahren geht, sehen wir, dass wir uns den Traumstrand wohl mit einigen anderen teilen werden müssen. Es parken dort allerhand Autos.

Ich koche schnell ein Mittagessen und dann packen wir alles für Picknick und Badespaß zusammen.
Den Nachmittag verbringen wir dann an diesem tollen Strand. Der Eindruck vom Paradies wird nur durch den starken Wind und die Berge an angeschwemmten Seegras getrübt.

Am späten Nachmittag suchen wir uns einen Campingplatz. Leider hat der, den wir uns raus gesucht hatten, noch geschlossen. Also landen wir auf dem nächstgelegenen Campingplatz. Der ist zwar direkt am Meer...aber leider auch direkt an der Straße. Und genau gegenüber von unserem Platz steht wohl ein Ferienhaus....scheinbar leer, doch irgendwie wurde die Alarmanlage ausgelöst. Alle 5 Minuten schallt ein Uiuiuiuiuiui zu uns rüber. Idylle ist anders...aber für eine Nacht ist es ok und die Müdigkeit macht die Ohren bald taub für dieses Geräusch.

Ruhige Nacht für euch...
Eure Kati nebst Rest

Freitag, 13. April 2018

Ein erster Abschied

12.4.

Kaum unterwegs schon müssen wir das erste Mal Abschied nehmen. Unsere lieb gewonnenen Camping Nachbarn reisen heute ab. Den ganzen Vormittag verbringen wir noch gemeinsam, die Kinder spielen noch herrlich zusammen, wir erzählen noch bisschen...und dann naht der Zeitpunkt, wo es heißt, wir müssen uns verabschieden.
Sie haben den Wohnanhänger gepackt, im Auto ist auch alles verstaut und schon stehen wir alle da und tauschen gute Wünsche und Telefonnummern aus.
Dann steigen sie ein...es wird fleißig gewunken, die Kinder winken auch was die Ärmchen her geben...und schon rollt das Gefährt vom Campingplatz.
Tschüss Ihr Lieben, wir haben uns sehr gefreut, mit euch ein paar Tage zu verbringen. Es war herrlich entspannt und die Kinder haben so toll zusammen gespielt und gezankt. Unser Grillabend war so lecker und gemütlich.
Vielleicht kreuzen sich unsere Lebenswege mal wieder!

Wir essen spät Mittag und verbringen den Rest des Nachmittags bei blauem Himmel am Strand...die Zwerge spielen ausdauernd im Sand und panieren sich gegenseitig.
Am Abend packen wir und verlassen diesen schönen Ort, an dem wir ein paar wunderschöne Tage verbracht haben.

Wir fahren nur eine Stunde zu einem Parkplatz direkt am Meer...essen gefülltes Maisbrot im Halbdunkel auf einer Bank direkt am Strand und beobachten die immer größer werdende Anzahl an Sternen.
Ich versuche dem Matzel Sternbilder zu erklären, aber sie starrt immer nur ins Dunkel und fragt....Wo?

Beim bettfertig machen fragt sie dann immer wieder... Mama, wie war das mit den Schnuppersternen?
Ich hatte versucht, ihr Sternschnuppen zu erklären.

Ein langer Tag geht zu Ende.

Liebe Grüße
Eure Kati mit Mann, Matzel und Motte

Mittwoch, 11. April 2018

Schrecklich schön - ganz schön schrecklich

10.4. und 11.4.

Gestern und heute waren wir mit den Fahrrädern unterwegs. Die Zwerge haben wir im Anhänger verstaut und dann ging es los.

Gestern mussten wir uns ordentlich bergauf kämpfen um im nächsten größeren Ort Kastro unsere Vorräte aufzufüllen. Ungefähr 45 Minuten strampelten wir die gemächlich ansteigende Straße bergauf. Gut, dass ich nur meinen Luxuskörper da hoch bringen muss und nicht noch einen schweren Anhänger zu ziehen hab.
Oben angekommen, machten wir erstmal Rast in einem schattigen Platz mitten im Zentrum des Ortes.
Dann erkundeten wir die Einkaufsmöglichkeiten...es gab einen Fleischer, einen Bäcker, 2 Gemüsehändler und einen Supermarkt...alles was man braucht. Beim Gemüsehändler verweilten wir ein bisschen, denn der gute Mann sprach gut deutsch und hatte viel zu erzählen.
Auch beim Bäcker blieben wir ein bisschen, denn der hatte Vögel in einem Käfig im Schaufenster stehen...zwei herrlich bunte Wellensittiche.
Der Besuch im Supermarkt verlief weniger spektakulär...außer, dass die Kassiererin uns mit österreichischem Dialekt begrüßte und verabschiedete.

Die Fahrt zurück zum Campingplatz verlief bedeutend schneller als hoch...wir kullerten rasend schnell bergab.

Am Abend grillten wir gemeinsam mit unseren Camping Nachbarn...ein wirklich schöner Tag!

Heute haben wir eine Radtour am Strand entlang gemacht. Wir fanden das toll...der Sand ist schön fest, keine Steigung, ließ sich gut fahren.
Nur fanden es die Zwerge irgendwie nicht so toll. Beide total müde, nur am meckern. Dem Matzel wäre langweilig, alle Bücher sind schon durch geschaut.
Die Motte brüllt aus Prinzip wenn sie angeschnallt ist.
Es war also ein ständiges anhalten, Versuche es allen Recht zu machen und weiter fahren.
Schließlich guckte das Matzel auf dem Handy Fotos und die Motte hatte nen Apfel in der Hand...Ruhe kehrte ein.
Und als wir dann schließlich wieder auf einer Straße fuhren, grunzten beide friedlich.

Um aber noch konkreter auf den Posttitel einzugehen...
Die Landschaft hier ist wirklich wunderschön. Sandstrand, seichtes Meer, sauberes Wasser....oder zumindest klares Wasser, sanfte Hügel, bewaldet, hier und da stechen Zypressen heraus...wirklich schön.
Doch es macht mich wirklich traurig, es frustriert mich absolut und macht mich wütend, wie die Menschen hier mit dieser Natur umgehen.
Überall liegt Müll rum...Plastikmüll in allen Formen und Varianten, Bauschutt hinter jedem Abhang. Es ist so traurig. Plastikflaschen noch und nöcher...
Auf den Feldern angebaute Zucchinipflanzen sind unter ellenlangen Plastikschläuchen geschützt vor was weiß ich. Die Pflanze an sich wächst aus einem Loch in einer Plastikfolie, die Pflanze und Erde voneinander trennt. Die Reste dieser schwarzen Folie vom Vorjahr sieht man zerhäckselt zwischen den Erdklumpen und am Wegesrand und überhaupt überall.
In einem Loch in der Sanddüne sind mehrere Platten Styropor gestopft. Überall entdeckt man solche Schrecklichkeiten...ich könnte die Liste noch lange fortführen.

Vor den Augen der Menschen, in diesem Falle den Touristen, wird alles geputzt und fein gemacht, und hinterm Gartenzaun stapelt sich der Müll. Einfach nur schrecklich!

Bis bald
Viele liebe Grüße von uns Vieren

Montag, 9. April 2018

Orangenbaum und Osterlamm

8.4.

Nicht nur die Sanitärräume auf dem Campingplatz Kato Alissos sind äh... naturbelassen, der gesamte Platz entspricht dieser Beschreibung. Es stehen allerhand Orangenbäume, Zitronenbäume und Mandarinenbäume herum...alle voll mit reifen Früchten, die scheinbar keiner haben will.
Wir pflücken erstmal eine zur Kostprobe...wow, so lecker, süß und so saftig. Davon wollen wir mehr.
Mit dem Sandeimer der Kinder gehen wir zum ernten. Wir pflücken Orangen und Blutorangen und Zitronen.
Den Mandarinenbaum haben wir leider erst entdeckt, als unsere Kapazitäten schon erschöpft waren.
Wir können gar nicht genug bekommen von den süßen und saftigen Früchten. Das Matzel isst ein Stück nach dem anderen und auch die Motte genießt die saftige Frucht zwischen ihren kleinen Zähnen. Der Saft tropft ihr vom Kinn.

Hab ich gestern schon erwähnt, dass hier gerade Ostern ist? Traditionell wird hier an Ostern ein Lamm am Spieß gebraten. Das wird über Stunden zelebriert und dazu gibt's Blitzknaller und laute Musik.
Der Besitzer vom Campingplatz veranstaltet so ein Fest. Da gibt's was zu gucken für die Mädels. Schon spannend, wenn dort so ein Lämmchen über dem Feuer hängt.
Die tanzenden Griechen sind hin und weg von unseren zwei blonden Zwergen. Die strohblonden Haare und eisblauen Augen vom Matzel sorgen für wahre Begeisterung und Liebesschwüre. Und die Motte wird durch die Gegend getragen und zur Musik geschaukelt...sie lässt es geduldig geschehen...und ich auch.

Trotz der Einladung zum mitfeiern, zahlen wir uns reisen ab. Das Ziel ist ein Campingplatz direkt am Sandstrand...

Bis morgen
Viele Grüße von uns Vieren

Samstag, 7. April 2018

Ankunft in Griechenland

7.4. 

Letzte Nacht haben wir noch die Grenze nach Griechenland überquert. Nach den zahlreichen Grenzüberquerungen in den letzten Tagen, kann ich behaupten, dass wir hier die längste Zeit gebraucht haben, die meisten Menschen gesehen haben, am häufigsten die Pässe zeigen mussten und uns am unwohlsten gefühlt haben.

Gegen 1:30 Uhr morgens erreichten wir die Grenze. Es herrschte allerhand Trubel. Es standen mehrere Busse auf den Parkplätzen, die durchsucht wurden und deren Passagiere alle im Grenzbereich rum standen und rauchten.
Wir fuhren an die recht kurze PKW Schlange und beobachteten, was mit den PKW vor uns gemacht wurde.
Alle mussten den Kofferraum öffnen, Dachgepäckboxen mussten geöffnet werden, Männer mit Taschenlampen leuchteten in alle Ecken und unter die Autos.

Schließlich waren wir an der Reihe. Der Mann stieg aus und reichte dem Mann hinter dem Fenster die Papiere. Der fragte den Mann...wo ist Kati?... Mann zeigte auf mich auf dem Beifahrersitz. Der Mann hinterm Fenster fragte...wo sind die Kids?...auf den Rücksitzen. Der Mann hinterm Fenster bat meinen Mann ihn anzusehen und die Brille abzunehmen.
Die Pässe wurden gescannt.
Wir bekamen sie schließlich zurück und durften 2 m weiter fahren.
Einer der Männer mit den Taschenlampen, der sich weder ausweist noch irgendwie als Grenzbeamter zu erkennen ist, verlangte erneut den Pass vom Fahrer und die Fahrzeugpapiere. Dann öffnete er die Schiebetür. Die Motte war inzwischen wach und weinte. Ungern wollte ich sie in diesem Moment stillen. Ich versuchte sie so zu beruhigen, was einigermaßen glückte.
Der Mann mit der Taschenlampe stand nun im Camper und leuchtete überall hin und öffnete die Schränke. Immerhin entschuldigte er sich als er die schlafenden Kinder bzw. das nunmehr nur noch eine schlafende Kind, an leuchtete.
Es schien alles ok. Wir bekamen alle Papiere zurück und durften weitere 10 m fahren.
Erneut ein Fenster, viele Menschen. Zollkontrolle. Der Mann gab erneut alle Papiere ab. Der vermeintliche Beamte fragte, ob wir Alkohol oder Zigaretten dabei hätten...haben wir nicht. Wir wurden durch gewunken. Na immerhin.
Es ist 1:55 Uhr.

Die Nacht verbrachten wir unspektakulär auf einem Parkplatz.

Die Suche nach einem Campingplatz gestaltete sich etwas kompliziert. Wir fuhren den ersten auf unserer Empfehlungsliste an...wir finden gerade so die Einfahrt zwischen den zahlreichen Bars und Restaurants direkt an der Strandpromenade. Doch gleich stürmt ein Mann auf uns zu und erklärte uns, dass dieser Campingplatz seit 7 Jahren geschlossen ist...
Also weiter: Nummer zwei auf der Empfehlungsliste ist noch geschlossen. So langsam wurde ich nervös. Die Kinder waren müde, hungrig...seit dem Frühstück schon wieder fast 3 Stunden vergangen.

Nummer 3 ist schon an der Straße groß ausgeschildert und es steht 'open' dran. Das klang gut. Wir fahren rein...hier bleiben wir auf jeden Fall erstmal, egal wie er aussieht.
Die Sanitärräume....ja gut, sauber und warm Wasser...also alles bestens.

Wir fahren noch in den nächsten großen Ort und kaufen reichlich frisches Obst und Gemüse ein. Und dann machen wir es uns gemütlich.
Wir erkunden die nähere Umgebung und den Strand. Die Strandhütten haben auch schon bessere Zeiten gesehen...überall liegen Bambusstöcke rum.

Morgen ist hier orthodoxes Ostern. Da wird traditionell ein Lamm gebraten...mal sehen, wie das wird. 

Liebe Grüße

Eure Kati mit Mann, Matzel und Motte

Montenegro und Albanien

6.4.

Wir haben Kroatien inzwischen verlassen und sind in einer Etappe durch Montenegro und Albanien gefahren.

Nach einem Vesper mit reichlich Obst und Haferflockenkeksen sind wir gestartet. Die Zwerge waren so ko von dem sonnigen Tag und einer kleinen Wanderung auf den örtlichen Berg...oder nennen wir es mal Anhöhung, so dass beide ziemlich schnell schliefen.

Die Grenze nach Montenegro erreichten wir ziemlich schnell und dann ging es immer an der Küste entlang quer durchs Land.
Montenegro hinterlässt einen positiven Eindruck bei mir. Es wirkt auf den ersten Blick wohlhabender als Kroatien. Es gibt auch hier allerhand Bauruinen und vollgemüllte Ecken. Doch im Großen und Ganzen wirkt es ordentlicher und sortierter. Gut...was kann man schon über ein Land sagen, wenn man nur mal durchgefahren ist. Aber vielleicht legen wir ja auf dem Rückweg einen Stopp ein.

Es gibt deutlich weniger sogenannte Auto Camps als in Kroatien. Doch dafür gibt es wahre Prachtbauten von Hotels...riesig erheben sie sich in engen Buchten, verglast mit unzähligen Balkonen. Hotel an Hotel steht dort auf engstem Raum...da mag man sich kaum vorstellen, wie voll die wenigen Strände im Sommer sind.
Kurz vor der Grenze zu Albanien waren die Kinder wieder wach und wir haben auf einem kleinen Parkplatz neben der Straße Abendbrot gegessen und einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachtet.

Da unsere Vorräte stark dezimiert sind, kauften wir noch schnell in einem Mini Market etwas ein...Gurken, Tomaten, Äpfel, Birnen, Joghurt, Trinkwasser und Waffeln. Ich hätte gern etwas Gemüse fürs morgige Mittagessen gehabt...doch außer Kohl und Zwiebeln gab es nichts derartiges.
Doch immerhin bekamen die Kinder, kaum das wir den Laden betreten haben, einen Lolli geschenkt. Das Matzel war ganz aus dem Häuschen.

Ja und Albanien, dazu kann ich leider nur noch weniger sagen...ich war hauptsächlich damit beschäftigt, den Kindern in den Schlaf zu helfen...
Die schlechten Straßen, die kurvige Fahrt, die ständigen Geschwindigkeitswechsel...das alles trägt nicht wirklich dazu bei, dass die Kinder gut einschlafen. Auf der heimischen Autobahn funktioniert das deutlich besser.

Ich empfand Albanien als dunkles Land...immerhin sind wir nachts durch gefahren...hihi...
Nein, ernsthaft, es ist bei weitem nicht so hell erleuchtet wie deutsche Städte bei Nacht. Außerdem sind die Häuser viel weiter auseinander. Straßenlaternen sind zwar vorhanden, doch zum Großteil ausgeschaltet. Die einzige Beleuchtung in den Städten sind kleine Lichter, die an jedem Haus angebracht sind...und stark beleuchtete Tankstellen, von denen zahlreich vorhanden ist.

Die Straßen sind die Hölle, kaputt und schlecht markiert und beschildert. Geschwindigkeitsbeschränkungen scheinen keinen zu interessieren, Fernlicht ausschalten bei Gegenverkehr wird auch überbewertet.

Heute Nacht wollen wir auf jeden Fall noch nach Griechenland rein fahren und dann erstmal die erstbeste Gelegenheit zum übernachten nutzen. Morgen suchen wir uns dann einen Campingplatz für die nächste Pause auf unserem Weg nach Peleponnes.

Bis bald
Eure Kati nebst Familie

Donnerstag, 5. April 2018

Erste Woche schon vorbei...

Heute vor einer Woche sind wir gestartet. Was haben wir gemacht? Was haben wir erlebt? Wo sind wir?

Zuerst sind wir ja zu Schwager und Schwägerin nach Heilbronn gefahren, um dort die Osterfeiertage zu verbringen. Das war richtig schön, die Kinder haben sich alle super verstanden und eine tolle Zeit zusammen verbracht.

Sonntagnachmittag hieß es dann alles zusammen packen, nochmal alle in die Badewanne und nach dem Abendessen ging es los.
Der Plan war: Kilometer machen während die Kinder schlafen. Viel später als gedacht schlummerten endlich beide Zwerge und unser Camper Bolek wurde vom Mann sicher durch die Berge gelenkt.
Auch meine Augen wurden immer schwerer, so dass ich leider die Fahrt über den Pass und durch den Schnee verpasst habe...na ja, war vielleicht auch gut so.

Gegen 2 Uhr wachte das Matzel auf und kam nicht mehr in den Schlaf. Also suchten wir uns einen Parkplatz und richteten alles zum schlafen her. Schnell kehrte Ruhe ein.

Nach einem Frühstück im Camper, räumten wir zusammen und fuhren noch gut 200 km bis nach Bled in Slowenien. Auf dem Campingplatz waren wir vor 2 Jahren auch schon und haben ihn positiv in Erinnerung.
Die Sonne strahlte, es war herrlich warm....so 13°C und die Kinder spielten gut gelaunt.
Leider war der Campingplatz nicht ganz so schön, wie bei unserem letzten Besuch. Es wurden Stellplätze aus Kies zurecht planiert und dazwischen liegen große Flächen Erdreich brach...ohne Gras oder anderen Bewuchs. Bei Regen die schönste Schlammwüste.

Trotz Mittagsschlaf waren wir alle recht zeitig müde, so dass unser Tag nach dem Abendessen mit waschen und Zähne putzen direkt endet.

Ruhetag...Sonne, Wind, warmes Wetter...wir blieben noch in Bled und verbrachten den Tag größtenteils am See mit Steine rein schmeißen, Schwäne und Enten füttern und Essen.
Wir wollten eine weitere Nachtetappe angehen und starteten nach dem Abendessen mit müden Kindern weiter Richtung Süden.
Die Motte war ziemlich müde und schlummert ziemlich schnell ein. Doch das Matzel hielt gut durch und ich hab das gesamte Buch-Repertoire von vorn nach hinten und von hinten nach vorn vorgelesen.
Schließlich hab ich ihr doch einen Trickfilm an gemacht und nun sank auch sie immer tiefer im Sitz zusammen. Endlich schliefen beide und wir kamen auf der inzwischen schon kroatischen ziemlich leeren Autobahn gut voran.

Doch irgendwann konnten wir nicht mehr auf der Autobahn weiter fahren...es ging kurvig über die Landstraße weiter. Davon wurden die Kinder immer wieder wach, so dass wir uns entschieden auf einem Parkplatz an der Straße zu übernachten.

Am nächsten Morgen weckten uns die donnernden LKW, doch das Wetter und der tolle Ausblick über das Flussdelta bei Dubrovnik entschädigten für den knapp bemessen Nachtschlaf.
Wir fuhren noch mal gut 170 km über Land bis zu einem Campingplatz in Molunat...direkt am Meer.
Ja gut, der Campingplatz ist nicht der Schönste, zumindest was die Sanitärräume angeht...aber trotzdem beschließen wir hier eine längere Pause einzulegen.

Heute haben wir einfach nur in den Tag hinein gelebt...haben Muschelsuppe mit Gänseblümchen gekocht, Matschepampe im Regen gemacht, mit allerhand geworfenen Steinen den Meeresspiegel angehoben und durch stolpern die Hafeneinfahrt vermessen...ein rundum gelungener Tag.

Morgen wollen wir weiter...Montenegro und Albanien durchfahren und dann sind wir schon in Griechenland...zumindest ist das der Plan.

Liebe Grüße
Eure Kati mit Mann, Matzel und Motte in Kroatien

Donnerstag, 29. März 2018

Packen für 3 Monate

Was nimmt man denn alles mit, wenn man für 3 Monate von Campingplatz zu Campingplatz einmal bis Griechenland und zurück tingeln möchte?

Also grundsätzlich gilt für mich die Devise, ich packe wie für einen 14 - Tage - Urlaub. Mehr kann man eh nicht mitnehmen.

Die wichtigsten Dinge sind meiner Meinung nach folgende:
- Ausweise, Gesundheitskarten und alles was man sonst so an Dokumenten braucht
- eine Reiseapotheke, die alles wichtige abdeckt....soll heißen: Fieberzäpfchen für die Kleinen, Paracetamol für die Großen, was gegen Insektenstiche, Wund- und Heilsalbe, Nasenspray für die Kleinen und die Großen, Pflaster in allen Farben und Formen, Durchfallmedikament, Globuli für Erkältung und andere Wehwehchen und Schmerzsalbe für die alternden Gelenke.
- ein Satz Klamotten für jedes Familienmitglied und fast jede Wetterlage...soll heißen, dass wir die Schneeanzüge zu Hause gelassen haben.
- Sonnencreme und Sonnenhüte
- Laufrad und Sandspielzeug
- Fahrräder plus Fahrradanhänger
- Bücher, Bücher und noch mal Bücher...damit meine ich Kinderbücher. Ich hab mir zwar auch ein Buch mitgenommen, aber große Hoffnungen auf Zeit zum lesen, mach ich mir nicht.
- Badesachen, Schwimmärmel, Handtücher und die Strandmuschel
- Waschzeug für Mensch und Wäsche
- Windeln...ja leider können wir darauf noch nicht verzichten.
- all meine gewohnten Koch- und Küchenutensilien sowie sämtlicher Inhalt des Kühlschranks
- Schuhe, hatte ich schon Schuhe? Wanderschuhe, Sandalen und Lederpuschen bzw. Barfußschuhe für die Kinder, Crocs für uns.
- unser schönes kuscheliges Bettzeug.

Jetzt hab ich irgendwie doch fast alles aufgezählt, statt mich auf das Wichtigste zu begrenzen. Allerdings beschränkt man sich schon beim packen auf das Wichtigste, denn Platz ist nicht unbegrenzt vorhanden.

Bis ganz bald
Eure Kati

Mittwoch, 28. März 2018

Reisevorbereitungen...oder der Versuch einen 4-Personen-Haushalt in einen Camper zu bekommen

Diesmal wollen wir es wissen...3 ganze Monate wollen wir auf kleinstem Raum wohnen, leben, lieben und sicher ab und an auch mal leiden.
Unser Camper ist inzwischen bedeutend komfortabler ausgestattet als der noch vor 2 Jahren. Er verfügt über 4 Schlafplätze, Küche und Duschklo. Also eigentlich alles was man so zum Leben braucht.
Aber das ist auch absolut notwendig, denn inzwischen sind wir ja auch zu Viert. Mama, Papa, fast 3 jähriges Matzel und die fast 1 jährige Motte.
So wollen wir uns also wieder auf große Reise begeben...diesmal länger und weiter. Das grobe Ziel ist Griechenland, die Halbinsel Peleponnes. Da soll es sehr einsam sein...genau richtig für uns.

Und deshalb sind wir die letzten Wochen und Tage fleißig am vorbereiten und packen. Angefangen hab ich schon Mitte Januar. Ich hab Listen geschrieben: Bad, Küche, Matzel, Motte...Listen für Klamotten, Listen für Besorgungen, Listen für die Nachbarin, Listen mit Dingen, die noch zu erledigen sind. So fing es an...jedesmal, wenn uns etwas einfiel, was mitkommen muss...kam es auf die entsprechende Liste.

Im Nachhinein betrachtet, finde ich das eine gute Lösung, um den Überblick zu behalten und vielleicht nichts zu vergessen.
Wenn etwas erledigt, eingekauft oder schlussendlich eingepackt war, wurde es von der Liste gestrichen.

Morgen soll es nun los gehen. Schon gestern Abend kamen Matzel und Motte nur schwer in den Schlaf...schließlich liegt etwas Anspannung und Aufregung in der Luft. Und gerade die Große will davon nichts verpassen.

Bis spät in die Nacht wurden noch Sachen ins Auto geschleppt, Dinge die wir ne Weile nicht brauchen in den Keller geschleppt, Vorräte sortiert, Wäsche gelegt und und und.

Heute ging es dann für das Matzel noch mal in die KiTa. Der letzte Tag für eine ganze Weile. Da muss man sich natürlich ordentlich verabschieden. Möhren Muffins für jedes Kind...die hatte ich gestern auch noch nebenbei gebacken.

Für die Mama gab es allerhand zu tun...Oster-Deko wegräumen, Küchenutensilien zusammen packen, Balkon aufräumen, Gefrierschrank ausräumen und abtauen, Spielzeug und Bücher packen, Nachbarin einweisen, zwischendurch die Motte bespaßen, füttern und zum Mittagsschlaf überreden, die Wohnung bisschen aufräumen, Nähmaschinen einmotten...und schließlich die letzten Dinge im Camper verstauen.

Viel zu tun...doch mit jedem Punkt der erledigt ist, steigt die Vorfreude.

Man liest sich!
Bis bald.
Eure Kati

Montag, 29. Januar 2018

#26 Wasser: von oben, von unten, von der Seite...Mala Paklenica

Bevor wir demnächst schon wieder auf große Reise gehen, sollte ich vielleicht erstmal den Bericht über unsere erste Elternzeit beenden...

19.05.2016
Das Matzel scheint heute erhöhtes Schlafbedürfnis zu haben...gegen 9 Uhr fangen wir mit dem Frühstück an, während das Matzel noch tief und fest schlummert. Als wir dann anfangen die Sachen für die heute geplante Wanderung zu packen, wird sie endlich wach.
Der Himmel ist heute bewölkt, doch es ist trocken (noch) und warm.
Endlich radeln wir los. Das Matzel schon in der Kraxe, radeln wir zum Eingang 2 des Nationalparks Paklenica.


Dort stellen wir die Räder ab und kaufen uns ein Ticket. Schon wandern wir auf einem gemütlichen Wanderweg los.

Vielleicht sollte ich erwähnen, dass Paklenica "kleine Hölle" bedeutet...
Außerdem gibt es die Mala Paklenica (die "kleine kleine Hölle") und die Velika Paklenica (die "große kleine Hölle") gibt. Das "groß" und "klein" bezieht sich dabei auf die Enge der jeweiligen Schlucht. Beschreibend kann man sagen, es handelt sich um zwei Schluchten, die weit ins Gebirge hinein reichen...durch diese Schluchten läuft alles Wasser ins Tal und ins Meer hinab. Deshalb ist es auch nur im Sommer möglich die Schlucht Mala Paklenica zu bewandern. Der Wanderweg führt im Prinzip durch das Flussbett.
Das nur am Rande...

Wir gehen also weiter auf dem gut markierten Wanderweg, mal im Flussbett, mal direkt daneben. In Sichtweite passieren wir immer wieder riesige Höhlen. Eine schauen wir uns mal genauer an.


Die Schlucht wird immer enger und die links und rechts aufragenden Bergwände immer höher. Der Weg geht nun nur noch durch das Flussbett. Der Himmel zieht nun leider immer mehr zu. Bei einem Regenschauer stellen wir uns unter einen Felsvorhang unter.


Das Flussbett hat teilweise ziemlich tiefe "Badewannen", die mit kristallklarem Wasser gefüllt sind. Im Hochsommer sicher ein absoluter Badegnuss. Wobei man dann sicher nicht so allein, wie wir jetzt, auf dem Weg sein wird...








Durch den Regenguss ist nun auch das Laub der tiefhängenden Bäume und Büsche nass, so dass wir bei jeder Berührung von Laub nun auch von den Seiten nass werden.


Meine Stimmung sinkt zunehmend...das Wetter wird immer feuchter, der Weg auch. Durch die Regengüsse fließt immer mehr Wasser die Berge hinab in die Schlucht und das Wasser im Flussbett steigt an. Wir waten knöcheltief durch Wasser. Es ist rutschig, mal tief, mal flach, mal breit und langsam fließend, mal eng und schnell fließend. Wir hüpfen oder klettern von Stein zu Stein und versuchen einigermaßen trocken zu bleiben.


Das Matzel sitzt in ihrer Kraxe und ist total still. Sie beobachtet mit großer Aufmerksamkeit die Umgebung und unsere Wanderung, das Wasser, das nasse Laub. Sie ist der Hammer...ich bin so langsam mit den Nerven am Ende, da das Wasser immer mehr wird und kein Ende des Weges in Sicht...wenn sie nun auch noch weinen würde...ich würde mich heulend daneben stellen.

Die Anspannung steigt und eigentlich wünschen wir uns nur noch, das Tal zu verlassen.
Endlich führt der Weg rechts aus dem Fluss den Berg hinauf in eine Scharte. Wir laufen eine Weile bergan durch die Scharte auf einem gut begehbaren Weg. Endlich erreichen wir einen Wegweiser mit Hinweisen auf die weitere Wegstreckendauer.
Jetzt erst gönnen wir uns eine Pause...ein Müsliriegel für uns und Mittagsbrei für das Matzel...es ist 15.30 Uhr.


Das Matzel ist arg kalt, wir rubbeln sie warm, ziehen nasse Sachen aus und huscheln sie in die Daunenweste vom Matzel-Papa. Ich hab so ein schlechtes Gewissen, sie ist so kalt...hoffentlich wird sie nicht krank. Was für eine Tour, eine Tor-Tour.

Jetzt geht es gemütlich bergab, bei leichten Schauern. Das Matzel ist gut drauf, plappert fröhlich mit dem Matzel-Papa...die haben Spaß, die zwei!
Wir haben einen tollen Blick aufs Meer und sehen auf der Landzunge vor uns ein Gewitter aufziehen. Mir stellt es erneut die Nackenhaare auf. Es zieht langsam aber sicher zu uns herüber, kriecht die Berge hinauf. Zum Glück kommen wir gut voran und erreichen bei leichtem Nieselregen 18.00 Uhr die Fahrräder.

Ich bin einfach nur froh, vom Berg runter und aus der Schlucht raus zu sein. So beeindruckend die Schlucht auch war, so furchteinflößend empfand ich doch auch das immer mehr werdende Wasser.

Wieder auf dem Campingplatz wird heiß geduscht und das Matzel heiß gebadet. Dann gibt es riesen Portionen Nudeln für alle und schon fallen wir
erschöpft ins Bett!
Gute Nacht!

Eure



Mittwoch, 29. März 2017

Hart und oder aber fair?


Durch Zufall zappte ich nach einem langweiligen Krimi auf das Erste und sofort hatten Frank Plasberg und seine Gäste meine Aufmerksamkeit. Es ging um künstliche Befruchtung: gesetzliche Hintergründe, theologische Aspekte...Erfahrungsberichte. Sehr spannend, interessante Gäste und viele Erinnerungen wurde geweckt. Eine Filmemacherin berichtet von ihrem langen Weg zum Wunschkind, der sich mit 46 Jahren und mit Hilfe einer Eizellspende, endlich erfüllt hat. Auf Grund ihres Alters und weil sie und ihr Partnerschaft nicht verheiratet sind, erhielten sie keinerlei Unterstützung seitens Land und Krankenkasse. Ein langer Weg...eine Spirale aus der man nicht raus kommt, wie sie es beschreibt. Aufhören kam für sie, gegen den ehrlichen Rat ihres Arztes, nicht in Frage.
Hätte ich aufhören können? Wie hätten wir nach den 3 kassenunterstützen Versuchen und am Ende aller eingefrorenen Eizellen weiter gemacht, wenn es bis dahin nicht geklappt hätte? Wäre für uns ein Ausbruch aus der Spirale möglich gewesen? Hätten wir weitere Versuche aus eigener Tasche gezahlt?
Ich weiß es nicht...woher soll man auch wissen, wie man entschieden hätte. Man hangelt sich in dieser Zeit ja auch eher von Situation zu Situation, von anstehender Entscheidung zur nächsten nötigen Entscheidung.
Auf die Frage, wie sie diese Zeit durchgestanden hat, antwortet sie, dass sie das zurückblickend gar nicht genau sagen kann.
Ich habe mir auch schon oft die Frage gestellt, woher ich die Kraft für die zahlreichen Versuche und die wiederkehrenden Enttäuschungen genommen habe...trotzdem wieder nach vorn schauen zu können und weiter zu gehen. Und auch ich kann nur sagen...ich weiß es nicht. Man macht einfach immer weiter. Der große Wunsch nach einem Kind ist Antrieb und Kraftdepot. Die Spirale aus Spritzen, Medikamenten, Ultraschall, Punktion, Befruchtung, Transfer, Wartezeit und schließlich Tests hält einen fest umklammert und zeigt keinen Weg da raus. Würde man aufhören, wäre das Gleichbedeutend die Aufgabe des Wunsches. So lange man aktiv ist, etwas aktiv für die Erfüllung des Wunsches tut, ist man nicht untätig und hat immer noch eine Chance auf Erfüllung des Wunsches.
Der lange Weg zum Wunschkind ist ein Teil meines Lebens und hat mich auch zu dem Menschen gemacht, der ich bin. Ich kann es nicht streichen, nicht leugnen, nicht vergessen und nicht schönen.
Für uns hat sich der lange Weg absolut gelohnt und ich bin jeden Tag dankbar für das große Glück, welches wir mit unserem Matzel erfahren dürfen. Es hat sich einfach sowas von gelohnt!

Eure

Montag, 20. März 2017

Mamalila - Erfahrungsbericht

Eine Tragejacke - ein Erfahrungsbericht

Schon vor der Geburt unseres Matzels war für mich klar, dass ich eine Tragemama sein möchte. Das Matzel ganz dicht an der Brust oder später auch auf dem Rücken tragen, das war für mich selbstverständlich. Tragen an sich bietet zahlreiche Vorteile, auf die an unzähligen Stellen schon ausführlich eingegangen wurde...und ich mir das somit hier erspare.
Ich liebe das Tragen und das Matzel hat sich immer gern tragen lassen. Am Anfang im Tuch vorn und später in einer Trage vorn am Bauch und auf dem Rücken.
Selbst jetzt würde ich sie gern immer mal wieder tragen, doch die erneute starke Wölbung in meiner Körpermitte lässt das leider nicht mehr zu.

Das Matzel ist im Juni geboren, somit stand die Frage einer Jacke lange nicht im Raum. Erst mit Beginn des Herbstes fing ich an mich mit Tragejacken zu beschäftigen. Ich habe mich mit Freundinnen unterhalten und im Internet belesen. Schnell war mir klar, dass es ein "Allrounder" sein sollte.
Eine reine Regenjacke kam für mich nicht in Frage, da sie nicht nur vor Nässe sondern auch vor Wind und vor Kälte bis zu einem gewissen Grad schützen sollte.

Dann hat mich erstmal der Preis erschrocken...für so eine Jacke kann man einiges an Kohle lassen. Doch als ich dann die Mamalila Softshelljacke das erste mal gesehen und probiert habe, war ich eigentlich schon überzeugt und der Preis schien mir absolut gerechtfertigt.

Warum will ich kurz erläutern:
1. Sie ist schick.
Auch für Mamas ist es ab und an wichtig nicht wie ein Lumpensack rumzulaufen. Die Mamalila Softshelljacke gibt es in tollen Farben, sie ist schmal geschnitten (trägt somit nicht auf, wie manch andere Tragenjacken, deren Umfang einfach nur vergrößert wurde) und hat viele kleine Details, die Freude machen.

2. Sie ist ein "Allrounder".
Im Prinzip ist die Softshelljacke für fast alle Wetter geeignet. Für Regen, Wind und auch bei kaltem Winterwetter hält sie noch gut warm...Fleecejacke drunter und schon ist man auch dafür gut gerüstet.

3. Sie ist vielseitig ohne Ende.
Selbst ohne Tragling trage ich die Jacke fast täglich, wenn das Wetter es verlangt. Durch den schmalen Schnitt ist sie auch ohne Trageeinsatz sehr schön anzusehen und durchaus tragbar.
Die Vielseitigkeit äußert sich weiterhin durch die 2 Einsätze und die 2 Tragemöglichkeiten.

2 Einsätze bedeutet, man bekommt zur Jacke einen Babyeinsatz und einen Schwangereneinsatz dazu. Somit ist die Jacke in fast allen Lebenslagen tragbar - schwanger, unschwanger, mit und ohne Tragling.

2 Tragemöglichkeiten bedeutet, der Babyeinsatz ist auf dem Bauch und auf dem Rücken einsetzbar. Man öffnet den Reißverschluss entweder am Bauch oder auf dem Rücken, zieht den Babyeinsatz ein und fertig. Somit kann man die Jacke wirklich lange tragen, auch wenn der Tragling schon an Größe und Gewicht zugelegt hat, so dass ein Tragen am Bauch nur noch schwer möglich ist.

Klar, es bedarf etwas an Übung und/oder Unterstützung für das Anziehen der Jacke mit dem Tragling auf dem Rücken, aber mit der Zeit bekommt man das gut hin.

4. Zahlreiche funktionelle und schicke Details.
Mamajacke:
Der zusätzliche Stehkragen hält am Hals gut warm. Die Kapuze ist verstellbar, so dass sie auch bei Regen am Kopf nicht verrutscht und gut trocken hält. Die Kaupze ist abnehmbar, was beim Tragen auf dem Rücken auch zu empfehlen ist, da der Tragling sonst immer die Kapuze im Gesicht hat. Am Ärmelsaum befindet sich ein zusätzliches Bündchen, welches zusätzlich gut vor Wind schützt. Die großen Taschen bieten Platz für allerhand Kleinkram, den man als Mama immer griffbereit haben muss. Sie sind auch mit Reißverschlüssen verschließbar...da kann somit nichts verloren gehen. Der Reißverschluß am Rücken ist gut abgedeckt, so dass es auch dort nicht reinregnen kann.
Ein Kordelzug am Saum verhindert Zugluft von unten.
Am Ärmelsaum befindet sich ein aufgesticktes Mamalila-Logo, sehr dezent und schick.

Babyeinsatz:
Der Babayeinsatz verfügt ebenfalls über einen Stehkragen und eine Kapuze. Der Stehkragen hat einen Kordelzug, so dass man um den Kopf des Traglings alles gut zuziehen kann, damit es nirgends rein zieht. Die Kapuze kann in der Größe verstellt werden. Somit ist sie auch schon von kleinen Traglingen gut tragbar.
Die Jacke lässt sich auch mit Tragling gut anziehen, da der Babyeinsatz komplett geöffnet werden kann.

Schwangereneinsatz:
Der Schwangereneinsatz kann vorn in den Reißverschluß eingezogen werden und erweitert somit die Jacke im nötigen Bereich. Das schöne an dem Einsatz ist, dass auch hier auf schmalen sportlichen Schnitt geachtet wurde. Es ist sozusagen nicht nur ein großer breiter Streifen, sondern der Streifen ist nur dort breiter, wo in der Schwangerschaft Bedarf besteht...in der Körpermitte. Der Halsausschnitt bleibt schmal und somit ist man weiterhin gut vor Wind und Regen geschützt.


Matzel mit 11 Monaten auf dem Rücken
Hier ist das Matzel gerade mal 4 Monate

Fazit:
Für mich ist die Jacke ein absoluter Zugewinn und ich möchte sie nicht mehr missen. In der Übergangszeit gehört sie fest zu meiner Alltagskleidung und ich fühle mich damit immer gut angezogen. Der Preis ist meiner Meinung nach absolut in Ordnung, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist absolut stimmig.
Meine Empfehlung habt ihr also!

Vielen Dank an Maria für die Idee zu diesem Beitrag.

Eure