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Donnerstag, 24. Mai 2018

Insel-Rundtour und Quassel-Abend

20.5.

Spontan entscheiden wir uns heute mit unseren Campingplatz Bekannten noch eine Insel Rundtour zu machen. Nach einer Stunde Fahrt kommen wir an einem tollen Leuchtturm an, der am allerletzten Zipfel einer Landzunge steht. Dort machen wir erstmal Picknick.
Gestärkt steigen wir die letzten paar Meter zum Leuchtturm hinauf. Die Sonne drückt ziemlich stark.
Die Aussicht ist wunderbar. Ein paar Fotos und dann laufen wir schon wieder zum Auto. Das gute daran, wenn man mit anderen Leuten unterwegs ist...man bekommt auch mal ein Familienfoto!

Nun überlegen wir, was wir machen. Der eigentliche Plan war ja zum Acheron Fluss zu fahren. Aber das wären jetzt noch 3 Stunden Fahrt und der Tag ist schon nicht mehr ganz jung. Nach einigem Hin und Her entscheiden wir uns dafür, noch mit zu einem tollen Strand zu fahren. Vielleicht essen wir dort Abendessen und fahren dann noch weiter.

Wir kommen an dem Strand an...tolles türkises Wasser, weiße Steine und weiße Berge...doch am Parkplatz knöpfen sie uns gleich mal 10 Euro ab. Hmpf...na dafür bleiben wir aber die ganze Nacht!

Am Strand und beim Baden wird die Laune wieder besser und mit voranschreitender Tageszeit nimmt die Anzahl der Touristen rapide ab.
Wir essen noch gemütlich Abendbrot mit unserer Inselbekanntschaft und nachdem endlich alle Kinder schlafen, sitzen wir Großen bei Schokolade, Bier für die Männer und Limonade für die Frauen, zusammen und quasseln über alles was uns durch den Kopf geht.

Ein schöner Tag mit netten Menschen!

21.5.

Nach dem gemeinsamen Frühstück heißt es Abschied nehmen...wieder einmal. Unser Ziel ist der Acheron Fluss...deren Ziel die Fähre nach Hause.
Wir winken und wünschen gute Heimfahrt...we stay in touch!

Auf dem Weg zum Acheron legen wir noch einen Badestopp ein. Ganz flach geht es hier ins Wasser. Es gibt so was ähnliches wie Sand...zumindest können die Kinder herrlich rum matschen. Das Matzel steht bis zu den Knien im seichten Wasser und spielt.
Ich steh im Camper und koche Mittagessen.
Mit einem Mal höre ich das Matzel furchtbar schreien und jammern und dann schreit auch der Mann auf.
Ich renne raus und sehe wie das Matzel weinend beim Mann auf dem Arm ist. Dann ruft der Mann mir zu...hol mal Foto, hier das Tier wollte gerade das Matzel holen. Ich renne zurück und hole Foto. Und dann sehe ich den Tintenfisch, wie er im seichten Wasser dahingleitet. Urks...ich bekomm auch gleich eine Gänsehaut. Der Mann erzählt mir dann, dass der Tintenfisch schon einen seiner Arme um das Bein vom Matzel geschlungen hatte. Er hat sie dann hoch gehoben und da hing er immer noch an ihrem Bein. Dann hat er es abgestreift und da fiel der Tintenfisch zurück ins Wasser.
Was für ein Schreck...
Aber dem Matzel geht es gut, keine Verletzungen und keine bleibende Angst vor Wasser. Ziemlich schnell danach stand sie wieder spielend im Wasser und ich bin vor ihr Patrouille gelaufen.

Gegen Abend erreichen wir Glyki am Acheron,wo wir noch einiges einkaufen. Direkt am Fluss finden wir einen recht schönen Stellplatz. Morgen werden wir den Fluss erkunden.

Liebe Grüße
Eure Kati nebst Mann, Matzel und Motte

Samstag, 5. Mai 2018

Wo das Handy nicht mehr als ein Fotoapparat ist

03.05.

An einem stürmischen Tag verlassen wir die Insel Elafonisos mit der Fähre...fast so stürmisch wie bei der Ankunft.
Das erste geplante Ziel...Monumavasie, bestaunen wir nur durch das Autofenster. Die Kinder schlafen und da Schlaf tagsüber meist zu kurz kommt, lassen wir sie schlafen und fahren weiter. Ich kann mal auf den Beifahrersitz krabbeln und meine ganze Aufmerksamkeit der vorbei fahrenden Landschaft widmen.

Das nächste Ziel ist eine einsame Bucht bei Richea. Den Tipp haben wir von einer Familie am Stellplatz bei den Höhlen von Diros bekommen.
Die Landschaft ist wunderschön, aus den Hügeln werden nun richtige Berge von beachtlicher Höhe, wundervolle Täler dazwischen, mal eng und steil, mal weit und grün.
Wir fahren durch das Dorf Richea durch und kommen auf eine schmale Straße. Nun geht es steil nach unten. Über 8 km geht es in engen Serpentinen bergab. Die Berge sind beeindruckend.
Und dann tut sich zwischen den Bergen eine Bucht auf...klares Wasser, weiße Steine...wirklich schön. Für mich steht sofort fest...hier bleiben wir, gern auch länger als nur eine Nacht.
Ich checke erstmal die Vorräte, wie lange wir mit Brot und Co hinkommen...
Leider sieht es da etwas eng aus. Wir haben ja nirgends angehalten um die Kinder nicht zu wecken.

Aber wir erkunden erstmal den Strand und die nähere Umgebung.
Als wir zum Camper zurück kommen, kommt gerade das Motorrad vom Campingplatz in Finikounda, dessen Nummernschild wir gefunden hatten. Wie klein ist doch die Insel.
Auf jeden Fall entscheiden die sich auch hier zu bleiben und fahren noch mal hoch ins Dorf um das  Auto zu holen. Und frech wie wir sind, fragen wir sie, ob sie uns ein Brot mitbringen könnten. Gar kein Problem, natürlich machen sie das...brauchen wir sonst noch was.? Äh Tomaten? Na klar, kein Problem, bis später.

Super. Camper helfen sich!
Wir chillen den Nachmittag am Strand. Mann und Matzel erkunden durch klettern die Umgebung.
Es ist wirklich so schön hier! Und...es gibt keinen Empfang am Handy. Herrlich, endlich komm ich mal zum lesen.

04.05.

Strand, Steine, Sonne, schlafen, klettern, baden, essen...so sieht unser Tag aus. Einfach mal die Seele baumeln lassen.
Gegen Abend testen wir alle unsere Außendusche und krabbeln frisch geduscht ins Bett.

Eure müde Kati...denn die Motte schläft so unruhig und ist so oft wach...gähn.
Mit der auch müden Motte und dem Mann und dem Matzel.

Montag, 23. April 2018

Ein Strand ganz für uns allein

22.4.

Nach den letzten Tagen der Faulenzerei hatten wir heute richtig Lust etwas zu unternehmen. Der Mann kommt vom joggen zurück und meint, wir können auf den höchsten Berg in der Nähe oder zu einer einsamen Bucht wandern...wir entscheiden uns für die Bucht.

Gleich nach dem Frühstück packen wir die Kraxen. Eigentlich haben wir nur eine Kraxe, aber wir haben uns noch eine ausgeliehen. So können Matzel und Motte in den Kraxen hocken und Mama und Papa dürfen schleppen.
Wir packen also ein : belegte Brote, Wassersack, Obst, Gemüse, Kekse, Erste Hilfe Set, Wickelzeug, Sandspielzeug, Picknickdecke, Fotoapparat und Handys. Dann wandern wir los.

Es geht über den Berg, vorbei an der Kirche, hinein in den Ort Finikounda und auf der anderen Seite des Ortes wieder hinaus. Über eine Treppe erreichen wir etwas Höhe und haben somit endlich mal eine schöne Aussicht.

Das Matzel liebt ja ihre Kraxe. Sobald es heißt, wir gehen wandern, will sie sofort in das Ding rein. Das wird sicher noch einige Tränen geben, wenn sie mal zu schwer dafür wird und die Kraxe dann an die Motte abgeben muss. Oh je.

Zunächst laufen wir an einer Straße entlang, bevor wir in eine alte ruhige Straße einbiegen. Es geht ziemlich bergauf und wir schwitzen ganz schön.
Ich trage das erste mal die Motte in der Kraxe und muss erstmal die entsprechenden Muskeln aufbauen! Puh.

Wir passieren die örtliche inoffizielle Müllkippe, allerhand Bauschutt und alles mögliche andere wird einfach in eine ruhige Ecke gefahren und abgeladen...schlimm!

Inzwischen haben wir einen Schotterweg erreicht und peilen als Zwischenziel einen alten Turm an. Über einen schmalen Pfad durch einen Olivenhain erreichen wir diesen auch. Wir machen eine kleine Rast, genießen die Aussicht und schauen uns den Turm an.

Doch dann wollen wir zum Strand. Wir folgen einem schmalen Pfad bergab und erreichen ein paar Kletterfelsen, über die wir noch klettern müssen...doch die Bucht ist schon in Sichtweite.
Noch ein Sprung und wir stehen im Sand von einem herrlichen einsamen Strand.

Im einzigen schattigen Fleck lassen wir uns nieder und verputzen erstmal alle Leckerbissen, die wir eingepackt haben.
Dann machen wir uns alle nackig und gehen baden, buddeln uns nacheinander ein, joggen am Strand und sammeln Stöcke und Steine. Hat schon was so ein Strand ganz für uns allein!

Doch irgendwann müssen wir das Paradies trotzdem wieder verlassen. Wir packen alles wieder ein, lassen die Zwerge aufsitzen und los geht's. Wir finden einen schmalen Trampelpfad an der Küste entlang. Der ist zwar ziemlich zugewachsen und stachelig, aber wir sparen so reichlich Höhenmeter und Umweg. Der Mann schlägt immer mit einem langen Stock auf den Weg um Schlangen zu vertreiben.

So erreichen wir bedeutend schneller als auf dem Hinweg Finikounda, wo wir uns mit Camper Nachbarn zum Abendessen treffen.

Im Sonnenuntergang spazieren wir über den letzten Hügel hinüber zum Campingplatz.

Unter Geschrei werden die müden Kinder noch schnell geduscht, mein sonnenverbrannter Rücken wird noch eingecremt und dann liegen wir alle erschöpft in den Betten. Ein schöner Tag! Ein perfekter Abschied, denn morgen wollen wir weiter.

Es grüßt euch eure Kati mit Mann, Matzel und Motte

Samstag, 14. April 2018

Urlaubsamnesie

13.4.

Jetzt geht es langsam los...das Vergessen von Zeit und Datum und Wochentag. Ich will gerade schreiben, was wir gestern gemacht haben und starre auf die Buchstaben. Dabei versuche ich mir krampfhaft in Erinnerung zu rufen, was gestern für ein Tag war, wo wir waren und was wir gemacht haben.
Doch zum Glück fällt es mir wieder ein. Auch dank eines bestimmten Nachrichtendienstes...denn wir halten die Familie daheim regelmäßig auf dem Laufenden.

Also wir waren in einer Bucht...einer Lagune...an einem Traumstrand...am Voidokilia Beach. Ich hab mal ein Screenshot von Google Maps gemacht.

Der Weg dort hin ist nur ein Feldweg und ziemlich holprig. Als es nicht mehr weiter zu fahren geht, sehen wir, dass wir uns den Traumstrand wohl mit einigen anderen teilen werden müssen. Es parken dort allerhand Autos.

Ich koche schnell ein Mittagessen und dann packen wir alles für Picknick und Badespaß zusammen.
Den Nachmittag verbringen wir dann an diesem tollen Strand. Der Eindruck vom Paradies wird nur durch den starken Wind und die Berge an angeschwemmten Seegras getrübt.

Am späten Nachmittag suchen wir uns einen Campingplatz. Leider hat der, den wir uns raus gesucht hatten, noch geschlossen. Also landen wir auf dem nächstgelegenen Campingplatz. Der ist zwar direkt am Meer...aber leider auch direkt an der Straße. Und genau gegenüber von unserem Platz steht wohl ein Ferienhaus....scheinbar leer, doch irgendwie wurde die Alarmanlage ausgelöst. Alle 5 Minuten schallt ein Uiuiuiuiuiui zu uns rüber. Idylle ist anders...aber für eine Nacht ist es ok und die Müdigkeit macht die Ohren bald taub für dieses Geräusch.

Ruhige Nacht für euch...
Eure Kati nebst Rest