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Donnerstag, 30. Januar 2014

Back with a broken leg

Na guuuut, ganz so schlimm ist es dann doch nicht. Es ist nur ein Zeh und nicht das ganze Bein (aber "toe" reimt sich ja nicht auf back ;-) ). Und es ist auch nicht beim Skifahren passiert, sondern in der Sauna, oder um genauer zu sein, davor.
Doch der Reihe nach:
Tag 2 unseres gut gestarteten Winterurlaubs. Ich habe einen wunderbaren Tag auf der Piste hinter mir, es fetzt, Wetter passt, alle sind nett....einfach gut. Dieser Abend muss natürlich mit einem herrlichen Gang in die Sauna beendet werden.
Also rein in die Dusche, ordentlich abgeseift, wieder raus aus der Dusche und dann forschen Schrittes Richtung Sauna. Dann kommt alles zusammen (im wahrsten Sinne des Wortes): mein nackter Fuß gleitet über die glitschigen Fliesen, mein ebenfalls nacktes Hinterteil landet mit einem lauten platsch auf dem Boden und mein linker Fuß versucht noch mit aller Kraft die Saunatür aus dem Weg zu räumen....tja, die Saunatür war dann wohl unnachgiebiger als mein mittlerer Zeh, welcher nach der Kollision in eine Richtung zeigt, die er vorher so noch nie angezeigt hat. AUTSCH!
In einem Anflug von Wahnsinn (auch Schock genannt) greife ich nach meinem schiefen Zeh und richte ihn wieder auf. Mein Großhirn vermittelt mir die irrsinnige Vorstellung, alles würde einfach wieder gut sein, wenn nur der Zeh erstmal wieder gerade wäre. War es aber nicht! Zumal ich die komplette Aufrichtung dann doch irgendwie nicht hinbekommen habe.
Mein Mann hilft mir auf einen Stuhl...einen Korbstuhl mit Frontneigung. Was ich damit sagen will...nun ja, ich sitze heulend und zitternd, gerade mal notdürftig mit einem Handtuch bedeckt auf diesem Stuhl und starre auf meinen schiefen Zeh, ein zukünftiger Chirurg versucht sich in erster Diagnose und beguckt ebenfalls meinen Zeh...da kippt der Stuhl unter mir weg....ich sitze wieder mit nacktem Hinterteil auf dem Boden und denke innerlich, wie bescheuert die hier alle eigentlich sind, mich auf SO einen Stuhl zu setzen.
Mein Schamgefühl habe ich schon bei meinem Sturz vor der Saunatür mit dem Fuß weggeschleudert, also was solls.
Nachdem alle mal meinen Zeh beguckt haben, mir ihr Mitgefühl ausgedrückt haben, hilft mein Mann mir in Klamotten und ins Auto, mit welchem wir dann zum Arzt fahren.
Mein Zeh bekommt eine Betäubungsspritze bevor er noch das letzte Stück wieder gerade gerückt und mit Tape am Nachbarzeh festgebunden wird.
Von nun an darf ich die Berge, den Schnee, die Sonne und alles was es sonst noch so im Winterurlaub gibt, von der Talstation, durchs Fenster unserer Hütte oder durch Autoscheiben bewundern. Herrlich, soviel Zeit zum lesen, häkeln, rumsitzen, nachdenken. Ganz toll!
Aber hey...die ARME Schwangere konnte ja auch nicht Skifahren. Sie hatte mein vollstes Mitgefühl!

So viel zu meinem Urlaub....ich bin tiefentspannt und auch sonst ist alles total toll *grins von einem Ohr zum anderen* /Ironie aus!

Außerdem möchte ich euch noch was mit auf den Weg geben....den gestrigen Spruch des Tages, einer Freundin, die ganz plötzlich und unerwartet einen Untermieter im Uterus hat:
"Damit ist ja meine Theorie, dass es am besten ist, wenn man so gar nicht daran denkt, bestätigt!"

Ihr lieben Mitfühlenden, ich denke, der Großteil von euch wird meine Worte verstehen und sich in etwa vorstellen können, wie es mir geht und was mir bei solchen Worten im Kopf rum geht.

Für alle Anderen:
No Way!

Schönen Abend noch!

Freitag, 17. Januar 2014

Fachsimpeln II und Sorgenwellen

Teil 2 der Kategorie Fachsimpeln. Und heute, meine lieben LeserInnen widmen wir uns der Genetik. *Brille hochschieb*
Ein hochspannendes Thema, welches auch bei unerfülltem Kinderwunsch eine nicht unerhebliche Rolle spielt. *räusper*
Warum untersucht man die Genetik?
 Nun ja, wie wir alle schon im Biologieunterricht gelernt haben, werden bei der Befruchtung einer Eizelle die Chromosomen der Frau und des Mannes zusammengewürfelt, auf das was Neues entstehe.
Nun können schon dort Ursachen liegen, warum es zum Beispiel erst gar nicht zu einer Verschmelzung kommt oder die Weiterentwicklung einer befruchteten Eizelle stören.
Die genetische Beratung dient somit der Abklärung eventueller genetischer Ursachen der Sterilität sowie eventuell erhöhter genetischer Risiken für ein Kind.
Mit anderen Worten, man schaut ganz tief rein und weiß dann, ob es passt und wenn es passt, ob es Risiken für das Ungeborene gibt.
Kann einem sowas Angst machen? Ja! Mir schon.
Was ist wenn es nicht passt? Wenn es von ganz tief drinnen schon vorbestimmt ist, dass wir zwei uns nicht verschmelzen sollen?
Was ist wenn es passt und sich aber Risiken für das Ungeborene ergeben? Aufgeben? Trotzdem weiter machen und auf Glück hoffen, was uns schließlich schon lange genug verwehrt bleibt?
Ich weiß es nicht. Wir werden sehen, sagte der Stumme zum Blinden.
Am 04.Februar ist der Termin bei der Humangenetik. Das Ergebnis wird dann sicher eine Weile auf sich warten lassen.

Und sonst so?
Wir fahren morgen in den Winterurlaub. Bis hierhin alles gut. Bis gestern Vormittag alles gut. Gestern Abend hat sie mich dann gnadenlos überrollt, die Sorgenwelle.
Wir fahren mit einer ganzen Gruppe von Leuten in den Winterurlaub. Viele Menschen in unserem Alter und jünger. Viele davon schon Eltern, eine Schwangere.
Versteht ihr jetzt was ich meine?
Letztes Jahr war einer davon noch Single, dieses Jahr bringt er seine schwangere Freundin mit.
Letztes Jahr war ich felsenfest überzeugt, dieses Jahr schwanger zu sein. Ich bin es nicht, noch nicht.

Bis gestern Vormittag war alles bestens, ich war ganz und gar bei mir, glücklich in meinem Dasein. Doch dann kam, völlig unbeeindruckt von meinem neuen Lebensmut, die Sorgenwelle. Ich weiß, ich wiederhole mich. Ich finde nur grad eben nicht so die richtigen Worte. Ich frage mich halt, wie es sein wird, die ganze Zeit das junge Glück der werdenden Mutter und des werdenden Vaters und ihren Bauch vor meiner Nase zu haben. Klar, ich werde mein Nicht-Mutter-Dasein genießen, unbeeinflusst Skifahren, lange auf bleiben, mir den ein oder anderen Drink genehmigen...aber trotzdem....

Ski Heil!