Oh man, ich bin so aufgeregt, ich weiß kaum noch, wie ich still sitzen soll, geschweige denn mich konzentrieren.
Heute ist noch mal eine letzte Kontrolle vor der Punktion. Die Ärztin ist hellauf begeistert....und ich erst ;-) !
Die GMSH ist bei 12 (!!) mm, das ist echt super klasse. Alle relevanten Follikel sind bei 19 - 21 mm., also auch alle super schön ausgereift. Perfekte Voraussetzungen würde ich mal sagen.
Ich frage die Ärztin noch ein paar Details zur Punktion und Befruchtung ab. Mir werden also alle Eizellen entnommen, alle befruchtet und dann die 2 besten wieder zurückgegeben. Der Rest wird eingefroren für weitere Versuche ohne Stimulation.
Die Punktion wird der Herr Doktor übernehmen, von mir aus, da schlaf ich ja ;-) ! Den Transfer wird auch der Doktor machen, denn meine Ärztin hat Urlaub. Ich wünsche ihr einen schönen Urlaub. "Wir sehen uns" meinte sie...ich hoffe nicht so schnell wieder...
Heut Abend soll ich mir den Rest aus dem Spritzenpen pünktlich 18Uhr spritzen. Dan pünktlich 20:15Uhr soll ich per Spritze den Eisprung auslösen. Durch diese Spritze wird das Ei in dem Follikel darauf vorbereitet, dass es Diesen demnächst verlassen wird. Das muss genau 36 Stunden vor der Punktion passieren. Diese Spritze darf mein lieber Mann mir wieder geben, denn die ist länger und dicker und beinhaltet viel mehr Flüssigkeit. Das schaff ich nicht allein...
Alles organisatorische bespricht die Schwester mit mir.
Ich bekomme allerhand Listen und Fragebögen (wieder mal). Am Freitag 7:30Uhr sollen wir da sein. Ich darf 12 Stunden vorher nichts essen, 6 Stunde vorher nichts trinken...kein Bonbon, kein Kaugummi...nichts. Oha...
Ich bin viel zu aufgeregt um zu wissen, ob ich irgendeine Frage gerade vergesse zustellen. War da noch was? Ich habe nicht die geringste Ahnung...
Zusatzinfo Punktion:
Bei der Punktion werden alle Eizellen aus den Follikeln entnommen. Dabei werden entsprechende Werkzeuge eingeführt und durch die Scheidenwand "gebohrt". Per Ultraschall sieht der Herr Doktor, wo sich die Eizellen befinden und kann diese dann absaugen. Es wird nichts aufgeschnitten und es muss nichts genäht werden. Das ganze wird unter Vollnarkose gemacht.
Ich bin aufgeregt, ich bin aufgeregt....äh nein falsch....ich bin gaaanz ruhig und entspannt... (das wird mein neues Mantra).
So denn, ich meld mich Freitag...bestimmt.
Ein Blog über den langen Weg des Kinderwunsches, bis hin zur Erfüllung des Traumes und nun über das Leben mit Kindern, als Familie.
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Mittwoch, 10. Juli 2013
Dienstag, 5. März 2013
März 2013: 4. Insemination
Am Sonntag habe ich den ganzen Tag ein mehr oder weniger starkes ziehen und stechen auf der linken Seite im Unterleib. Hüpft mein Eichen doch schon einen Tag zu früh? Ich hoffe nicht, dann wäre der Versuch hinüber. Pünktlich 14Uhr bekomm ich meine Auslösespritze verpasst, tut wieder gar nicht weh, mein Mann hat das inzwischen gut drauf. Innerhalb 24-36 Stunden nach der Spritze soll nun das Ei hüpfen, wenn es noch nicht gehüpft ist.
Montag: Tag der Insemination
Ich gönne mir einen ruhigen Vormittag, zumindest ist das Plan. Die Sonne strahlt heut mit aller Kraft, das erste mal seit ziemlich langer Zeit....ich interpretiere das als gutes Zeichen ;-)
Mein Mann lässt mich schlafen, während er wie immer 6Uhr aufsteht und auf Arbeit fährt. 9Uhr geht er in die Klinik um seine Probe abzugeben. Er ruft mich an, es ist alles gut gelaufen, er musste kaum Zeit im Wartezimmer verschwenden.
Ich nutze den freien Vormittag nun doch für einige Erledigungen, Wäsche waschen, Staub wischen, aufräumen. Dann fange ich an mich "vorzubereiten". Ich gehe duschen, mache ein bisschen Wellness, alles ganz in Ruhe. Draußen ist Frühling, herrlich.
Ich verzichte auf das Fahrrad und nutze den Weg zur Klinik für einen Spaziergang. Zu meiner Verwunderung bin ich echt entspannt, wahrscheinlich kommt schon Routine auf. Pünktlich 11.30Uhr sitze ich im Wartezimmer, es ist sehr viel los und ich muss länger als sonst warten. Nun werde ich doch nervös, schließlich sind schon fast 24 Stunden seit der Spritze vorbei und ich habe ja immer noch Bedenken, ob das Ei nicht doch schon eher gehüpft ist. Endlich werde ich und 2 andere Frauen aufgerufen. Als erstes geht ein Paar in den OP...beim ersten Mal waren auch noch zu zweit. Die andere Frau und ich sitzen vor dem OP. Auf seltsame Art und Weise fühle ich mich mit ihr verbunden.
Ich zähle die Minuten, ich möchte endlich wissen, ob es vorbei ist oder doch noch nicht.
Dann werde ich aufgerufen. Wir schauen das Spermiogramm an, die Ärztin meint, es sind 8% schnell vorwärts bewegliche und immerhin 67% langsam vorwärts bewegliche Schwimmer unterwegs. Insgesamt können wir 6,75 Mio kleine Schwimmer auf die Reise schicken. Ich freue mich, ich hatte mir 7 Mio gewünscht, fast erfüllt.
Dann schauen wir per Ultraschall den Follikel an, er ist riesig: 31x34 mm, wow...kein Wunder das es zieht und drückt. Die Ärztin meint, er wird durch die Spritze aufgebläht und das Ei befindet sich quasi mitten im Sprung. Ich bin erleichtert, dass es noch nicht vorbei ist und empfinde den Zeitpunkt für nahezu perfekt.
Der Muttermund will nicht so wie die Ärztin will und es tut doch ganz schön weh diesmal...aber es ist schnell vorbei. Wir schauen, wo die Schwimmer sind und ich sehe die weiße Flüssigkeit in meiner Gebärmutter und wünsche in Gedanken eine gute und erfolgreiche Reise.
Im Ruheraum liegen zwei junge Frauen, die gerade eine Gebärmutterspiegelung hinter sich haben, sie stehen am Anfang der Diagnose. Sie sind interessiert und ich erzähle, somit habe ich keine Zeit für meinen eigenen Gedankenstrudel.
Auf dem Weg nach hause schaue ich mir die Werte des Spermiogramms an, sehe die neue Diagnose: OAT 1°, schaue auf die Werte, bin der Meinung, die Diagnose ist falsch. Es sieht alles so gut aus. Doch dann fällt mir ein, dass die Diagnose auf Grund der Werte vor der Aufbereitung gestellt wird. Und diese Werte sehen wirklich nicht sehr gut aus. Zu hause vergleiche ich die Werte mit den bisherigen...die Diagnose ist natürlich richtig. Die Tendenz der stetigen Verbesserung ist diesmal nicht bestätigt. Und nun? Keine Ahnung was ich grad fühlen soll, schließlich haben wir mehr Schwimmer losgeschickt als jemals zuvor...und nur das zählt. Punkt.
Den Rest des Tages verbringe ich mit einer Freundin und ihren Kindern, wir gehen Eis essen, weil Frühling ist. Das tut gut.
Abends flattert eine Nachricht ins Haus, die mich mehr umwirft als sonst. Eine Freundin erwartet im August Nachwuchs. Ich freu mich für sie, keine Frage. Jedes Kind ist ein Segen und großes Glück. Aber für mich hat die Sache immer zwei Seiten. Die des Freuens für die Glückliche und die andere Seite. Die andere Seite besteht aus Traurigkeit, Neid und auch ein bisschen Wut. Auf keinen Fall Wut auf die Freundin, um Gottes willen. Wut auf die Situation, Traurigkeit über die Situation. Die hohe Dosis Schwangerschaftshormonone, die ich gestern gespritzt bekommen habe, tut ihr übriges.
Ich weine, kann mich kaum beruhigen...es tut weh. Morgen wirds wieder besser sein, hoffe ich.
Zusatzinfo:
Die Auslösespritze enthält 5000 Einheiten HCG. HCG ist das Schwangerschaftshormon, welches auch den zweiten Strich auf einen Schwangerschaftstest zaubert und bei einigen Frauen während der ersten Wochen für Übelkeit oder ähnliches sorgt. HCG bildet sich mit Beginn einer Schwangerschaft und die Konzentration im Blut verdoppelt sich ca. alle 2 Tage. Eine Schwangere Frau hat ca. in der 6./7. Woche einen so hohen HCG-Wert. Nur das bei einer Schwangeren der Wert gemächlich ansteigt, ich bekomm ihn auf einmal verpasst.
Nun beginnt wieder die Zeit des Wartens. Noch bin ich ganz ruhig, nehme mir fest vor, es diesmal auch zu bleiben. So ist zumindest der Plan.
Montag: Tag der Insemination
Ich gönne mir einen ruhigen Vormittag, zumindest ist das Plan. Die Sonne strahlt heut mit aller Kraft, das erste mal seit ziemlich langer Zeit....ich interpretiere das als gutes Zeichen ;-)
Mein Mann lässt mich schlafen, während er wie immer 6Uhr aufsteht und auf Arbeit fährt. 9Uhr geht er in die Klinik um seine Probe abzugeben. Er ruft mich an, es ist alles gut gelaufen, er musste kaum Zeit im Wartezimmer verschwenden.
Ich nutze den freien Vormittag nun doch für einige Erledigungen, Wäsche waschen, Staub wischen, aufräumen. Dann fange ich an mich "vorzubereiten". Ich gehe duschen, mache ein bisschen Wellness, alles ganz in Ruhe. Draußen ist Frühling, herrlich.
Ich verzichte auf das Fahrrad und nutze den Weg zur Klinik für einen Spaziergang. Zu meiner Verwunderung bin ich echt entspannt, wahrscheinlich kommt schon Routine auf. Pünktlich 11.30Uhr sitze ich im Wartezimmer, es ist sehr viel los und ich muss länger als sonst warten. Nun werde ich doch nervös, schließlich sind schon fast 24 Stunden seit der Spritze vorbei und ich habe ja immer noch Bedenken, ob das Ei nicht doch schon eher gehüpft ist. Endlich werde ich und 2 andere Frauen aufgerufen. Als erstes geht ein Paar in den OP...beim ersten Mal waren auch noch zu zweit. Die andere Frau und ich sitzen vor dem OP. Auf seltsame Art und Weise fühle ich mich mit ihr verbunden.
Ich zähle die Minuten, ich möchte endlich wissen, ob es vorbei ist oder doch noch nicht.
Dann werde ich aufgerufen. Wir schauen das Spermiogramm an, die Ärztin meint, es sind 8% schnell vorwärts bewegliche und immerhin 67% langsam vorwärts bewegliche Schwimmer unterwegs. Insgesamt können wir 6,75 Mio kleine Schwimmer auf die Reise schicken. Ich freue mich, ich hatte mir 7 Mio gewünscht, fast erfüllt.
Dann schauen wir per Ultraschall den Follikel an, er ist riesig: 31x34 mm, wow...kein Wunder das es zieht und drückt. Die Ärztin meint, er wird durch die Spritze aufgebläht und das Ei befindet sich quasi mitten im Sprung. Ich bin erleichtert, dass es noch nicht vorbei ist und empfinde den Zeitpunkt für nahezu perfekt.
Der Muttermund will nicht so wie die Ärztin will und es tut doch ganz schön weh diesmal...aber es ist schnell vorbei. Wir schauen, wo die Schwimmer sind und ich sehe die weiße Flüssigkeit in meiner Gebärmutter und wünsche in Gedanken eine gute und erfolgreiche Reise.
Im Ruheraum liegen zwei junge Frauen, die gerade eine Gebärmutterspiegelung hinter sich haben, sie stehen am Anfang der Diagnose. Sie sind interessiert und ich erzähle, somit habe ich keine Zeit für meinen eigenen Gedankenstrudel.
Auf dem Weg nach hause schaue ich mir die Werte des Spermiogramms an, sehe die neue Diagnose: OAT 1°, schaue auf die Werte, bin der Meinung, die Diagnose ist falsch. Es sieht alles so gut aus. Doch dann fällt mir ein, dass die Diagnose auf Grund der Werte vor der Aufbereitung gestellt wird. Und diese Werte sehen wirklich nicht sehr gut aus. Zu hause vergleiche ich die Werte mit den bisherigen...die Diagnose ist natürlich richtig. Die Tendenz der stetigen Verbesserung ist diesmal nicht bestätigt. Und nun? Keine Ahnung was ich grad fühlen soll, schließlich haben wir mehr Schwimmer losgeschickt als jemals zuvor...und nur das zählt. Punkt.
Den Rest des Tages verbringe ich mit einer Freundin und ihren Kindern, wir gehen Eis essen, weil Frühling ist. Das tut gut.
Abends flattert eine Nachricht ins Haus, die mich mehr umwirft als sonst. Eine Freundin erwartet im August Nachwuchs. Ich freu mich für sie, keine Frage. Jedes Kind ist ein Segen und großes Glück. Aber für mich hat die Sache immer zwei Seiten. Die des Freuens für die Glückliche und die andere Seite. Die andere Seite besteht aus Traurigkeit, Neid und auch ein bisschen Wut. Auf keinen Fall Wut auf die Freundin, um Gottes willen. Wut auf die Situation, Traurigkeit über die Situation. Die hohe Dosis Schwangerschaftshormonone, die ich gestern gespritzt bekommen habe, tut ihr übriges.
Ich weine, kann mich kaum beruhigen...es tut weh. Morgen wirds wieder besser sein, hoffe ich.
Zusatzinfo:
Die Auslösespritze enthält 5000 Einheiten HCG. HCG ist das Schwangerschaftshormon, welches auch den zweiten Strich auf einen Schwangerschaftstest zaubert und bei einigen Frauen während der ersten Wochen für Übelkeit oder ähnliches sorgt. HCG bildet sich mit Beginn einer Schwangerschaft und die Konzentration im Blut verdoppelt sich ca. alle 2 Tage. Eine Schwangere Frau hat ca. in der 6./7. Woche einen so hohen HCG-Wert. Nur das bei einer Schwangeren der Wert gemächlich ansteigt, ich bekomm ihn auf einmal verpasst.
Nun beginnt wieder die Zeit des Wartens. Noch bin ich ganz ruhig, nehme mir fest vor, es diesmal auch zu bleiben. So ist zumindest der Plan.
Donnerstag, 14. Februar 2013
Februar 2013: 3. Insemination
Und schon finden wir uns im Februar wieder. Die dritte Runde steht unmittelbar bevor. Das alte Sprichwort sagt ja, dass angeblich aller guten Dinge 3 sein sollen. Aber bis hier hin waren die ersten 2 Dinge nicht unbedingt gut. Aber die Hoffnung ist groß, dass das "3. Ding" gut wird.
Ich fange schon an Zyklustag 1 an Tage zu zählen, wann könnte mein Eisprung sein, passt es mit den Wochentagen? Ich will einfach, dass es diesmal besser geplant abläuft. Aber wieder einmal soll es anders kommen als geplant.
Beim Tagezählen komme ich auf den wohl besten Termin für die IUI an einem Freitag. An genau diesem Freitag ist mein Mann dienstlich unterwegs. Er muss schon Donnerstag mittag losfahren. Also bete ich den Zyklusgott für ein schnelles Eichen an. Leider erhört mich der Zyklusgott nicht.
Zyklustag 11: Folli-TV
An einem Mittwoch noch im Januar geh ich zur ersten Ultraschalluntersuchung. Ich habe ein ungutes Gefühl, dass es noch nicht so weit ist, und Freitag würde ja nicht klappen. Mein Gefühl trügt mich wieder mal nicht, leider. Der Folli ist bei knapp 17mm, d.h. er bräuchte eigentlich noch 2 - 3 Tage zur Reifung. Die Ärztin meint, dass wir dann am Freitag die Insemination machen. Ich erkläre ihr die Situation, dass eigentlich nur der Donnerstag noch gehen würde...
Sie schlägt mir dann vor, die Auslösespritze nicht wie üblich einen Tag vor der IUI zu machen, sondern am Morgen vor der IUI und dann am Donnerstag mittag die IUI durchzuführen. Ich solle mir allerdings im klaren sein, dass die Bedingungen dann nicht ideal sind. Wir sollten dann unbedingt Freitag abend nochmal "nachlegen". Ich stimme dem Ablauf zu.
Ich gehe nach hause mit einem grummeln im Bauch. Warum kann denn nicht einmal alles passen?
Zyklustag 12: Insemination
Mein Mann geht morgens in die Klinik und gibt seine Probe ab. Er hat kein gutes Gefühl...denkt, dass es sich nicht wieder verbessert hat, denkt, dass es wieder schlechter ist. Wir werden sehen. Er macht sich auf den Weg zur Dienstreise.
Mit gemischten Gefühlen mach ich mich auf den Weg in die Klinik, das dritte mal zur Insemination, das zweite mal allein. Ich habe mich schön angezogen, fühle mich gut, selbstbewusst und stark.
Ohne lange Wartezeit werde ich heute direkt in den OP gebracht. Eine andere junge Ärztin macht heut die Insemination. Sie meint das Sperma dauert noch 3 Minuten, wird ganz frisch aufbereitet. Wir schauen im Ultraschall nach dem Follikel. Er ist kaum mehr gewachsen, gerade knapp 18mm, aber schön rund. Wenn so ein Follikel wächst, ist er oval, kurz vorm Sprung wird er kreisrund. Was man nicht alles lernt.
Die Ärztin ist gut gelaunt, wir scherzen und lachen, es ist eine entspannte Stimmung. Die Schwester kommt mit dem ganz frischem Sperma. Ich liege da und warte, während die Schwester Handschuhe anzieht. Dann geht es los. Ich habe noch keine Ahnung, wie viele Schwimmer auf die Reise gehen. Wir hatten noch keine Zeit das Spermiogramm anzuschauen.
Wir sprechen währenddessen über die Wiener-Studie, dass Lachen die Befruchtung fördert, ich muss lachen, trau mich kaum...ich habe Angst, ich könnte "etwas" verlieren. Wir schauen wieder mit dem Ultraschall, ob alles angekommen ist. Ist es. Es geht wieder los.
Wir schauen noch auf das Spermiogramm "das sieht absolut in Ordnung aus" meint die Ärztin. Die Gesamtanzahl hat sich mehr als verdreifacht, ich freu mich. Unterm Strich können wir 3 Mio Schwimmer auf die Reise schicken.
Im Ruheraum bin ich meinen Gedanken ausgeliefert. Ich starre auf die Zahlenwerte und versuche mir die vom letzten Mal ins Gedächtnis zu rufen. Ich weiß sie nicht mehr, aber ich sehe das T neben dem Wort Diagnose. Das O und das A sind weg. Aus 3 Einschränkungen ist eine geworden, es geht bergauf!! Ein hoffnungsvolles Lächeln auf meinem Gesicht.
Den Rest des Tages mache ich es mir daheim gemütlich, gönne mir einen entspannten Tag voller Nichtstun.
Dann beginnt der Kreis des Wartens erneut. Ich habe so ein gutes Gefühl diesmal. Die ersten 7 Tage bin ich absolut entspannt und richtig gut drauf. Natürlich achte ich auf all die bekannten Zeichen...oder sind sie diesmal nicht doch ein wenig anders, nein das zwicken und kneifen, das rummorren und drücken im Unterleib, das hatten wir alles so schon mal, oder? Ich bin erfüllt von Zuversicht, ich weiß nicht warum, aber es ist so und es fühlt sich gut an.
Noch 5 Tage bis zum Test...ich werde langsam unruhig. Ich fange an schlechter zu schlafen, wache oft auf. Meine Brüste fangen an weh zu tun...so spät erst? Sonst war das doch eher, das bedeutet sicher was gutes.
3 Tage vor dem Test habe ich einen wunderbaren Traum. Ich bringe einen wundervollen Jungen zur Welt, es ist ein schöner Traum, nach dem Aufwachen bin ich ganz erfüllt. Ich erzähle meinen Mann, dass ich eine anstrengende Nacht hatte. Er fragt, ob ich etwa eine Geburt hatte. Ich liebe ihn!
Einen Tag vorm Test, ich wache auf, nach einer sehr unruhigen Nacht, bin völlig gerädert und ungeduldig. Ich muss es jetzt wissen, diese Ungewissheit frisst mich auf.
Ich teste....negativ. Bin enttäuscht, ich habe so fest mit einem zweiten Strich auf dem Test gerechnet, ich war so sicher.
Ich fange schon an Zyklustag 1 an Tage zu zählen, wann könnte mein Eisprung sein, passt es mit den Wochentagen? Ich will einfach, dass es diesmal besser geplant abläuft. Aber wieder einmal soll es anders kommen als geplant.
Beim Tagezählen komme ich auf den wohl besten Termin für die IUI an einem Freitag. An genau diesem Freitag ist mein Mann dienstlich unterwegs. Er muss schon Donnerstag mittag losfahren. Also bete ich den Zyklusgott für ein schnelles Eichen an. Leider erhört mich der Zyklusgott nicht.
Zyklustag 11: Folli-TV
An einem Mittwoch noch im Januar geh ich zur ersten Ultraschalluntersuchung. Ich habe ein ungutes Gefühl, dass es noch nicht so weit ist, und Freitag würde ja nicht klappen. Mein Gefühl trügt mich wieder mal nicht, leider. Der Folli ist bei knapp 17mm, d.h. er bräuchte eigentlich noch 2 - 3 Tage zur Reifung. Die Ärztin meint, dass wir dann am Freitag die Insemination machen. Ich erkläre ihr die Situation, dass eigentlich nur der Donnerstag noch gehen würde...
Sie schlägt mir dann vor, die Auslösespritze nicht wie üblich einen Tag vor der IUI zu machen, sondern am Morgen vor der IUI und dann am Donnerstag mittag die IUI durchzuführen. Ich solle mir allerdings im klaren sein, dass die Bedingungen dann nicht ideal sind. Wir sollten dann unbedingt Freitag abend nochmal "nachlegen". Ich stimme dem Ablauf zu.
Ich gehe nach hause mit einem grummeln im Bauch. Warum kann denn nicht einmal alles passen?
Zyklustag 12: Insemination
Mein Mann geht morgens in die Klinik und gibt seine Probe ab. Er hat kein gutes Gefühl...denkt, dass es sich nicht wieder verbessert hat, denkt, dass es wieder schlechter ist. Wir werden sehen. Er macht sich auf den Weg zur Dienstreise.
Mit gemischten Gefühlen mach ich mich auf den Weg in die Klinik, das dritte mal zur Insemination, das zweite mal allein. Ich habe mich schön angezogen, fühle mich gut, selbstbewusst und stark.
Ohne lange Wartezeit werde ich heute direkt in den OP gebracht. Eine andere junge Ärztin macht heut die Insemination. Sie meint das Sperma dauert noch 3 Minuten, wird ganz frisch aufbereitet. Wir schauen im Ultraschall nach dem Follikel. Er ist kaum mehr gewachsen, gerade knapp 18mm, aber schön rund. Wenn so ein Follikel wächst, ist er oval, kurz vorm Sprung wird er kreisrund. Was man nicht alles lernt.
Die Ärztin ist gut gelaunt, wir scherzen und lachen, es ist eine entspannte Stimmung. Die Schwester kommt mit dem ganz frischem Sperma. Ich liege da und warte, während die Schwester Handschuhe anzieht. Dann geht es los. Ich habe noch keine Ahnung, wie viele Schwimmer auf die Reise gehen. Wir hatten noch keine Zeit das Spermiogramm anzuschauen.
Wir sprechen währenddessen über die Wiener-Studie, dass Lachen die Befruchtung fördert, ich muss lachen, trau mich kaum...ich habe Angst, ich könnte "etwas" verlieren. Wir schauen wieder mit dem Ultraschall, ob alles angekommen ist. Ist es. Es geht wieder los.
Wir schauen noch auf das Spermiogramm "das sieht absolut in Ordnung aus" meint die Ärztin. Die Gesamtanzahl hat sich mehr als verdreifacht, ich freu mich. Unterm Strich können wir 3 Mio Schwimmer auf die Reise schicken.
Im Ruheraum bin ich meinen Gedanken ausgeliefert. Ich starre auf die Zahlenwerte und versuche mir die vom letzten Mal ins Gedächtnis zu rufen. Ich weiß sie nicht mehr, aber ich sehe das T neben dem Wort Diagnose. Das O und das A sind weg. Aus 3 Einschränkungen ist eine geworden, es geht bergauf!! Ein hoffnungsvolles Lächeln auf meinem Gesicht.
Den Rest des Tages mache ich es mir daheim gemütlich, gönne mir einen entspannten Tag voller Nichtstun.
Dann beginnt der Kreis des Wartens erneut. Ich habe so ein gutes Gefühl diesmal. Die ersten 7 Tage bin ich absolut entspannt und richtig gut drauf. Natürlich achte ich auf all die bekannten Zeichen...oder sind sie diesmal nicht doch ein wenig anders, nein das zwicken und kneifen, das rummorren und drücken im Unterleib, das hatten wir alles so schon mal, oder? Ich bin erfüllt von Zuversicht, ich weiß nicht warum, aber es ist so und es fühlt sich gut an.
Noch 5 Tage bis zum Test...ich werde langsam unruhig. Ich fange an schlechter zu schlafen, wache oft auf. Meine Brüste fangen an weh zu tun...so spät erst? Sonst war das doch eher, das bedeutet sicher was gutes.
3 Tage vor dem Test habe ich einen wunderbaren Traum. Ich bringe einen wundervollen Jungen zur Welt, es ist ein schöner Traum, nach dem Aufwachen bin ich ganz erfüllt. Ich erzähle meinen Mann, dass ich eine anstrengende Nacht hatte. Er fragt, ob ich etwa eine Geburt hatte. Ich liebe ihn!
Einen Tag vorm Test, ich wache auf, nach einer sehr unruhigen Nacht, bin völlig gerädert und ungeduldig. Ich muss es jetzt wissen, diese Ungewissheit frisst mich auf.
Ich teste....negativ. Bin enttäuscht, ich habe so fest mit einem zweiten Strich auf dem Test gerechnet, ich war so sicher.
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