Montag, 16. Dezember 2013

Resignation?!

[Resignation, die]: das Resignieren; das Sichfügen in das unabänderlich Scheinende
Quelle: Duden.de

Seit Tagen ist da so ein Gefühl in mir...nun kann ich es endlich betiteln. Resignation.

Ich beschreibe mal kurz, wie es mir geht und dann begebe ich mich auf die Suche nach einem Grund.
Ein Kind zeugen, sich als Paar bewusst dafür zu entscheiden, ein Kind bekommen zu wollen, das sollte etwas schönes sein. Etwas was mit Glück, Freude und froher Erwartung zu tun hat. Zumindest entspricht das meiner romantischen Vorstellung vom "Eltern werden".
Bei uns hat der Kinderwunsch zu 90% mit Ängsten, Ärzten und Enttäuschungen zu tun. Im Moment bin ich an einem Punkt, wo ich denke, ich kann das nicht noch mal durchstehen! Durch die Pause habe ich wohl gemerkt, wie anstrengend und belastend die letzten Monate mit den Versuchen schwanger zu werden, wirklich waren. Das Auf und Ab der Emotionen, die Hoffnung und die erneute Enttäuschung, das kostet scheinbar doch enorme Kraft. Mehr, als einem in dem Moment bewusst wird.
Heute streubt sich alles in mir, das nochmal durchmachen zu müssen. Die Gedanken an die erneute Behandlung im Januar, die vielen Arzttermine, das Leben danach auszurichten, dass bangen, das hoffen, das warten, die Tränen...all das jagt mir jetzt schon einen Schauer über den Rücken.
Schaff ich das alles nochmal? Und wenn ja...wird es sich dann lohnen oder wird am Ende wieder nur Enttäuschung sein?


Und nun zur Ursachenforschung:
Weihnachtszeit? Gefühle werden mindestens 3fach so stark wahrgenommen wie zu "normalen" Zeiten? Alles und jeder ist hypersensibilisiert...es knirscht und kracht an allen Ecken und Enden. "Jahresendkoller" hat eine Freundin es gestern genannt. Kann es einfach "nur" das sein und ab Januar ist alles wieder gut? Kann ich dann wieder Hoffnung haben? Bin ich dann wieder stark genug für den weiteren Weg?



Kommentare:

  1. Hey...
    ich wünsche es dir, dass du im neuen Jahr wieder Hoffnung hast. Allerdings muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich mir das letzte halbe Jahr diese Gedanken mache. Ähm da war Weihnachten noch nicht mal ansatzweise in Sicht ;)
    Und es stimmt - eigentlich ist doch so einen Babyplanung voller Glück...bei uns sind es Termine, Trauer, blanke Nerven, Hormonspeck, Frustration...aber mir hat mal jemand liebes einen schönen Kommentar hinterlassen...und sie hat irgendwie recht. Wir müssen es auch als Chance sehen...ich gebe zu das fällt mir immernoch manchmal schwer, ich verschwinde oft in meinem Nest und tu mir leid, weil wir so oft schon enttäuscht wurden...ab Januar streck ich eine Nase wieder raus - und tu es mir nochmal an ;)
    Hab trotzdem ein schnuckeliges Weihnachten...
    Lg

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  2. Liebe Webril,
    Es tut mir leid, hier Resignation zu lesen. Es erfordert viel Kraft, jedesmal wieder von vorne anzufangen. Wichtig ist, dass der Weg, den du gehst, sich für dich richtig anfühlt. Ich denke, du brauchst vielleicht noch ein bisschen Zeit, aber dann...du wirst sehen... dann kannst du gar nicht mehr abwarten, endlich weiterzumachen.
    Ich drück dich
    Hanni

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