Montag, 24. Oktober 2016

#13 Regen, Regen stört uns nicht, tropft er uns auch ins Gesicht...

02.05.2016

Der sowieso schon sehr trostlos wirkende Campingplatz in Prapratno bekommt durch den Dauerregen und die tiefhängenden grauen Wolken ein noch unschöneres Bild.
In einer kleinen Regenpause machen wir einen kleinen Spaziergang zum Strand direkt vorm Campingplatz und dem nahegelegenen Fähranleger.

Der Strand sieht furchtbar aus, nie und nimmer würde ich hier ein Kind im Sand spielen lassen. Alles ist über und über mit Müll bedeckt: Plasteflaschen und was der Wind sonst noch so aus dem Meer an die Küste treibt. Grauselig und traurig, einfach nur traurig!

Mit der Fähre kann man zur Insel Mljet fahren, auf der sich ein Nationalpark befindet. Wir schauen uns um und orientieren uns etwas, denn voraussichtlich morgen wollen wir mal da rüber fahren.

Nach dem Mittagessen hält es uns nicht mehr im Auto. Wir packen uns in Regenklamotten und das Matzel in den Fahrradanhänger und radeln nach Ston, was ca. 6km entfernt liegt und eine sehr schöne alte Stadtmauer hat.



Natürlich geht uns auch noch unser einziger Regenschirm kaputt!
Wir besichtigen die Stadtmauer, die wirklich recht imposant ist. Vom höchsten Punkt hat man einen tollen Blick auf große Salzplantagen und das Festland. Wir latschen die komplette Mauer ab und auch noch den alten Dorfkern am Fuße der Mauer.



Schließlich wird es einfach nur ungemütlich und kalt und wir radeln zurück zum Auto. Alles bei Dauerregen versteht sich. Das Matzel hat es zum Glück schön gemütlich und trocken in ihrem Anhänger. Leider gefällt es ihr nicht so besonders bei geschlossenem Verdeck zu fahren...schließlich sieht man so bedeutend weniger von der Welt.

Nach einer heißen Dusche machen wir es uns in der Kuschelarea gemütlich.

Bis bald,
Eure

Freitag, 21. Oktober 2016

#12 Chillen und bummeln

30.04.2016

Heute heißt es Abschied nehmen. Abschied von dem schönen Campingplatz Male Ciste, der tollen Lage am Meer und von Oma und Opa, aber das nur vorerst.
Nach einem gemeinsamen Frühstück haben wir überhaupt keine Eile. Die Sonne strahlt so wie nur sie es kann von einem blauen Himmel. Also suchen wir uns erstmal noch eine einsame Bucht und planschen, sonnen und chillen.


 Erst am frühen Nachmittag haben wir genug in der Sonne geaalt und somit starten wir weiter Richtung Süden. Ein konkretes Ziel gibt es erstmal nicht...

Irgendwann während der Fahrt entscheiden wir uns nach Dubrovnik zu fahren. Wir erreichen die Halbinsel Babinkuk, auf der sich der einzige Zeltplatz in Dubrovnik befindet, am frühen Abend. Die Sonne scheint noch herrlich und wir genießen einen ruhigen Abend.

01.05.2016

Oh nein...grauer Himmel, Nieselregen. Mit mäßiger Laune packen wir zusammen und quälen uns mit dem Auto in die Innenstadt, die nach einem Marathon komplett verstopft ist. Doch letztendlich finden wir noch einen Parkplatz in Nähe der Altstadt.
Mit Regenjacken und dem Matzel in der Kraxe stapfen wir etwas planlos durch die Altstadt. Hier ne Kirche, da ne Kathedrale, viele hohe Mauern, enge Gassen und erstaunlich viele Touristen, trotz früh im Jahr und schlechtem Wetter.






Mittagessen genießen wir einem schönen und trockenem Restaurant und das Matzel erobert alle Herzen um uns herum im Sturm.
Den Gang über die Stadtmauer sparen wir uns, wir wären dort oben dem Regen komplett schutzlos ausgeliefert.
 Am frühen Nachmittag haben wir uns genug nasse Füße geholt und weiter geht die Fahrt. Erst wieder etwas nordwärts, dann biegen wir links ab auf die Halbinsel Peljesac. Gegen Abend erreichen wir bei Regen und Sturm den eher nicht so schönen Campingplatz in Prapratno.

Bis bald, Eure

Montag, 12. September 2016

#11 Unterschätzt!

29.04.2016

Den gestrigen Tag haben wir einfach nur die Seele baumeln lassen. Wir haben ganz viel Zeit mit Oma und Opa verbracht, waren am Strand, haben Steine ins Wasser geworfen und die Füße gebadet. So was halt...und sonst nichts.

Doch heute rufen die uns Berge. Die Wettervorhersage verspricht nicht zu warmes doch sonniges Wetter. Wir wollen den Velika Kapela besteigen. Der Velika Kapela ist 1155m hoch. Klingt jetzt nicht so viel, doch wenn man bedenkt, dass wir uns auf dem Campingplatz auf Meereshöhe, sozusagen auf 0m, befinden, dann ist es doch allerhand.

Viel zu spät kommen wir los...erst 11 Uhr ist alles gepackt und das Matzel in der Kraxe verstaut. Doch egal, der Tag ist jung und es wird ja spät dunkel.
Wir laufen zuerst in das Bergdorf hinauf, biegen dann Richtung Informationstafel ab und halten uns dann rechts, wo wir vor 2 Tagen links gegangen sind.
Zuerst folgen wir den Wegmarkierungen auf einem schmalen Pfad. Irgendwann sehen wir keine Wegmarkierungen mehr und die von den Kühen ausgetretenen Pfade werden immer schmaler und unwegsamer. Na super, das geht ja gut los.Wir haben uns also verirrt. Stapfen durch hohes Gras, kriechen durch dichtes Gebüsch, kämpfen uns hohe Böschungen hinauf.

Zum Glück hat der Matzel-Papa das GPS-Gerät bei der Hand. So sehen wir immer den Weg, auf den wir zurück müssen und wo wir gerade sind. Also weiter vorwärts kämpfen. Das Matzel hat anfänglich gut geschlafen, doch das unwegsame Gelände holt selbst sie in ihrer Sänfte aus dem Schlaf. Doch sie ist gut gelaunt, kommentiert alles mit ihrem Babygeplapper und bestaunt neugierig die Umgebung.


Schließlich kommen wir wieder auf einen guten Wanderweg mit zahlreichen Markierungen. Jucchhuuu....von nun an wird immer erst die nächste Wegmarkierung gesucht, bevor wir weiter gehen! Das Gelände wird ja immer steiler und da möchte ich mich nicht noch mal verirren!


Der Weg wird nun schnell sehr steil und doch schneller als gedacht erreichen wir den Grat auf 1000m. Das erhellt die Stimmung ungemein, denn die letzten 150hm können ja nun nicht mehr so schlimm werden. Wir machen eine Rast in der Scharte und genießen die Aussicht auf die andere Seite der Bergkette. Wahnsinn, überall seichte spitze Hügel, dahinter ansteigende rauhe Bergketten, einfach ein schöner Anblick. Wir lassen das Matzel ein bisschen rumkrabbeln, natürlich permanent an der Hand!! Hier geht es überall steil hinab.



Von nun an kann man nicht mehr von einem Weg sprechen. Es geht über Geröllfelder mal steil bergauf, mal eben, mal bergab. Die Wegmarkierungen dienen zur groben Orientierung, von Weg ist hier keine Spur. Teilweise ist es ziemlich ausgesetzt, geht direkt neben dem Weg hinab. Der Ausblick ist genial, doch irgendwie haben dafür wenig Sinn.


Das Gestolper über den Grat zieht und zieht sich. Inzwischen geht es auf 15 Uhr zu und noch kein Gipfel in Sicht. Uns wird immer unbehaglicher und wir überlegen zwischenzeitlich, ob es nicht besser wäre umzukehren. Doch eigentlich ist umkehren nicht wirklich eine Alternative. Also stolpern und klettern wir weiter über das Gestein.

Zum Glück ist das Matzel immer noch super drauf. Sie mumpelt Kekse, plabbert fröhlich rum, erzählt mit dem Papa und beobachtet neugierig ihre Umgebung.


Wir kämpfen uns weiter und mir stehen Anstrengung und Ängste nun förmlich ins Gesicht geschrieben. Doch da....ein Steinhaufen mit der Beschriftung "Sutvid 1155m" - der Gipfel - ENDLICH! Es ist inzwischen schon 16 Uhr.
Da das Matzel gerade wieder eingeschlafen ist, verweilen wir nur kurz für ein Gipfelfoto und machen uns direkt an den Abstieg.


Der Abstieg gestaltet sich anfänglich sehr steil und geht ebenso über Geröllfelder wie schon der Aufstieg. Doch nun sind wir besser gelaunt und ein wenig euphorisch, dass wir das nun auch noch schaffen. Schnell wird das Gelände etwas seichter und es geht in zahlreichen Serpentinen bergab. Inzwischen schmerzen die Knie und erst recht die Füße. Ab und an legen wir eine kurze Rast ein, in der wir uns die restlichen Müsliriegel und Kekse teilen.



Schließlich erreichen wir die Wegquerung zu dem stillen Bergdorf, in dem wir abgebogen sind. Auf dem breiten Weg mitten durch einen sehr alten Olivenhain legen wir noch mal eine ausführliche Rast ein. Wir essen alles was wir noch haben und lassen das Matzel die örtlichen Steine und Grasbüschel erkunden.


Im Stechschritt geht es dann zügig voran und gegen 19.30Uhr erreichen wir den Campingplatz, wo wir schon mit sorgenvollem Blick von Oma und Opa erwartet werden.

Dann noch eine große Portion Nudeln, eine herrliche Dusche und schon gehts ab in die Kuschelarea!

Zurückblickend war es wirklich eine sehr schöne Wanderung, bei tollem Wetter, wundervoller Aussicht. Wir haben den Weg über den Grat in Länge und Anspruch komplett unterschätzt! Doch wir haben es geschafft und darauf können wir stolz sein. Und noch viel stolzer können wir auf unser Matzel sein. Meine Nerven lagen zwischenzeitlich schon etwas blank und wenn das Matzel dann noch Probleme mit ihrer Situation gehabt hätte...ich wäre eventuell ein wenig durchgedreht. Doch sie hat super durchgehalten, hat kaum mal gemeckert, gar nicht geweint. Einfach ganz groß unsere Kleine!!

Ein spannender Tag geht zu Ende!

Eure

Donnerstag, 8. September 2016

#10 pro Tag eine gute Tat....

27.04.2016

Leider strahlt die Sonne heute nicht so herrlich wie gestern. Doch wir lassen uns davon nicht die Laune verderben und machen uns auf, die Bergwelt zu erkunden.
Wir packen das Matzel in die Kraxe und marschieren eine schmale Bergstraße zu einem kleinen, sehr hübschen und ursprünglichem Bergdorf hinauf.

Leider sehen wir rechts und links von der Straße immer wieder absolut schockierende Müllhalden. Bauschutt und alles mögliche andere an Müll wird einfach wahllos im Hinterland abgeladen. Das macht uns echt traurig, denn die Landschaft hier ist so schön und wird so wenig geachtet.

Das kleine Bergdorf wirkt sehr verlassen und ist herrlich ruhig. Doch hier und da schaut mal ein Bewohner aus seinem Häuschen und beäugt uns neugierig. Mitten im Dorf geht ein Weg rechts ab ins Grüne. Und dort steht doch tatsächlich eine Informationstafel mit Wanderwegen. Wir verschaffen uns einen Überblick und entscheiden uns dafür, eine mit 45 Minuten ausgeschriebene Wanderung zu einer kleinen Kapelle zu gehen.


Gleich hinter der Informationstafel befindet sich ein Brunnen. Der Matzel-Mann schaut sich das genauer an (normale männliche Neugierde an schwarzen Löchern?) und sieht, dass da drin eine Schlange schwimmt. Da wir davon ausgehen, dass es sich nicht um eine Wasserschlange handelt und sie sich selbst diesen kargen Ort zum verweilen ausgesucht hat, suchen wir ein Hilfsmittel zur Schlangenrettung. Ein langer Stock scheint uns geeignet. Wir angeln nach der Schlange und legen sie auf dem Brunnenrand ab. Da liegt sie nun, von dem kalten Wasser ganz steif. Wir beäugen sie eine Weile und wandern dann weiter. Hoffentlich fällt die Schlange nicht wieder in den Brunnen.


Der Weg führt uns nun bald sehr steil in zahlreichen Serpentinen über steiniges Gelände den Berg hinauf. Ich schnaufe wie sonst was, dabei hab ich gar nichts weiter zu tragen. Aber die Vorschwangerschafts-Ausdauer ist noch längst nicht wieder erreicht. Matzel-Mann mit Matzel in der Kraxe läuft voraus, locker und leicht, als würde er auf einer Ebene spazieren. Immerhin schwitzt er etwas.
Man erkennt schnell den Grat, auf dem die Kapelle stehen soll.
Und wirklich, nach ca. 45 Minuten erreichen wir die Reste der sicherlich mal sehr schönen gewesenen Kapelle Sv. Petar. Eine kleine Madonnenfigur lässt noch erahnen, dass hier mal eine Kapelle stand.




Wir machen hier Rast, lassen das Matzel mal ein paar Steinhügel erklimmen. Sie bekommt gar nicht genug vom Herumklettern und Berge besteigen. Sie streckt dazu ihr Bein waagerecht nach vorn und hofft dann einfach, dass die Arme, die sie halten, sie den Berg hochziehen.


Für den Abstieg wählen wir einen gemütlichen längeren Weg, der uns an etlichen verlassenen Häusern, Ruinen und alten Olivenhainen vorbei führt.


Endlich kommen wir wieder im Tal und auf dem Campingplatz an, wo wir schon aufgeregt von Oma und Opa erwartet werden. Die haben sich nämlich von unserer Beschreibung des tollen Campingplatzes herlocken lassen.

Bis bald, eure

Dienstag, 6. September 2016

#9 Ein perfekter Tag

26.04.2016

Sonne satt und blauer Himmel wecken uns schon zeitig. Heute frühstücken wir draußen und das genießen wir nach dem langen Regen sehr.


Bald nach dem Frühstück hält uns nichts mehr an Ort und Stelle. Wir müssen raus und die Gegend erkunden. Also packen wir einen Snack in den Rucksack und das Matzel in die Trage und auf gehts. Eigentlich wollen wir immer an der Küste entlang, doch sehr steiniges Küstengelände zwingt uns dazu ein Stück auf der Straße zu laufen.
Doch nach kaum 200 m kommen wir wieder an die Küste und erleben endlos lange Kiesstrände, ein ruhiges Meer, herrliche Weitsicht und weit und breit keine Menschenseele. Wir sind komplett allein.
 Die zahlreichen und auch sehr großen Campingplätze mit den unzähligen "Mobile-Homes" sind alle noch geschlossen. Alles liegt verlassen.



Wir wandern die Küste entlang bis zur nächsten Mini-Ortschaft. Hier gibt es doch tatsächlich mal keinen Einkaufsladen, wer hätte das gedacht. Dafür Ferienwohnungen und Apartmenthäuser dicht an dicht. Im Hochsommer möchte ich das hier wahrlich nicht unbedingt erleben.
Wir lassen das schlafende Örtchen hinter uns und kommen auf einen wunderschönen Wanderweg, der uns die Steilküste hinauf führt. Was für eine Aussicht. Und es ist so warm. Das tut so gut nach den kühlen verregnten Tagen. Fast schon wieder zu warm...

Wir folgen dem Weg bis zur nächsten Bucht. Leider erreichen wir die nicht, da an dem Weg fleißig gebaut wird und wir an der Baustelle umkehren müssen. Ach ja...da waren Menschen. Ortsansäßige, die alles für den Touristenansturm vorbereiten.

Doch egal, eine Bucht ist so schön wie die andere. Also gehen wir den Weg zurück zu der anderen Bucht. Am absolut einsamen Kiesstrand lassen wir uns nieder und lassen einfach nur die Seele baumeln.
Das Matzel hat kaum Zeit sich um den leckeren Babybrei zu kümmern. Schließlich gibt es hier unzählbar viele Steine, die alle betrachtet, gekostet, geworfen, geschoben und umgewühlt werden wollen.
Die Sonne scheint so warm, dass wir getrost die Füße in die Adria stecken können. Hach, so kann es gern bleiben!



Irgendwann machen wir uns dann doch wieder auf den Weg Richtung Campingplatz. Diesmal wollen wir es entlang der Küste versuchen. Am Ende ist es alles machbar, wenn auch mit der ein oder anderen Klettereinlage und nassen Füßen, was aber bei den inzwischen gefühlt sehr warmen Temperaturen eher angenehm und erfrischend ist.


Hoffentlich bleibt uns die Sonne jetzt ein wenig erhalten!

Eure


#8 Makarska und Schnee

24.04.2016

Niesel, Piesel, Dauerregen. So wie es gestern Abend aufgehört hat, geht es heute weiter. Es regnet, ganz sacht und leise. Zum Glück ist es nicht wirklich kalt und es weht kein Wind, so dass wir uns gut unterm Vordach aufhalten können.
Es gibt da allerhand zu entdecken, Gras, Steine und und und. Doch irgendwann wird uns der Platz unter dem 4x5m Vordach dann doch zu eng und so machen wir uns auf um die nähere Umgebung zu erkunden.

Komisch was hier alles so rumliegt und wächst...

Wir machen einen herrlichen Strandspaziergang, immer an der Küste entlag, bis zur nächsten Ortschaft und wieder zurück. Das Matzel hat es schön trocken, in der Trage beim Papa unterm Schirm.

Spaziergang im Regen

Am späten Nachmittag hört es kurz auf zu regnen, so dass wir uns nochmal unterm Vordach hervorwagen und einen Spaziergang in die andere Richtung machen. Dabei machen wir die ein oder andere kuriose Entdeckung kroatischer Baukunst.

"Anpassung an die Gegebenheiten"
Am Abend reisen 4 slowenische Wohnmobile an und deren Fahrer erklären uns, dass dieser Campingplatz eigentlich noch bis morgen geschlossen ist. Aha! Und das bei weit geöffnetem Tor.
Der Gedanke daran, dass immer noch nur eine Toilette geöffnet ist, bei der neuen Anzahl an Gästen, lässt kurz meine Nackenhaare sträuben. Morgen reisen wir ab!

25.04.2016

Über Nacht ist es kalt geworden, richtig kalt...gefühlt richtig kalt. Morgens haben wir so ca. 9°C. Arschkalt...finden wir. Kälteeinbruch, überall in Kroatien, doch danach soll wohl der Sommer kommen. Na wir werden ja sehen.
Heute ist es auf jeden Fall erstmal kalt. Wir packen alles zusammen und machen  nach einem schnellen Frühstück den Abflug. Irgendwie haben wir jetzt doch keine Lust mehr, den Campingplatz-Eigentümer kennenzulernen.
Bei stark bedecktem Himmel erreichen wir Makarska. Eine mittelgroße Hafenstadt. Schon beim durchfahren sehen wir: es gibt einen Lidl und einen dm!! Wow, das fetzt ja.
Doch zuerst suchen wir uns einen Parkplatz am Hafen und machen einen Spaziergang. Warm eingepackt, bei kühlen 11°C. Die Berge hinter der Stadt haben allesamt weiße Gipfel. So haben wir uns Urlaub im Süden nicht vorgestellt. Aber man muss es nehmen wie es kommt. Also bewegen wir uns, das erwärmt die Glieder.

Makarska liegt in einer Bucht und wir spazieren diese entlag bis wir aus der Stadt raus kommen und noch etwas weiter zu einem Aussichtspunkt.

Warm eingekuschelt

Im Hintergrund: Makarska

Anschließend lassen wir es uns nicht nehmen noch in den dm zu gehen. Dort ist es wenigstens warm! Und: es gibt kostenloses W-Lan für dm-Kunden!! So was gibts in Deutschland nicht. Während wir ziellos durch die Gänge stöbern, das Sortiment mit Deutschland vergleichen (alles gleich, oft sogar mit der deutschen Verpackung), checken wir Emails und melden uns bei Oma und Opa. Nach den 30 Minuten kostenlosem W-Lan verlassen wir die Drogerie, ohne was gekauft zu haben...wir haben ja alles dabei.

Inzwischen ist es Mittag und wir verlassen Makarska weiter Richtung Süden. Mittagsrast machen wir an einem Feldweg, abseits der Hauptroute und mit Aussicht.
Der Papa hat keine Lust mehr zum fahren, also übernimmt das Matzel.


Ohne festes Ziel, auf der Suche nach einem schönen Campingplatz, fahren wir die Küstenstraße weiter gen Süden.
Zufällig finden wir dann einen richtig tollen Campingplatz: Camp Male Ciste! Wir fahren bei anhaltendem Regen auf den Platz und schauen uns um. Nur ein anderer Camper steht noch da. Der Platz ist direkt am Meer, mit toller Aussicht, eine wundervoll gestaltete Anlage mit viel Liebe zum Detail. Als ich mir dann noch die sanitären Einrichtungen ansehe, bin ich Feuer und Flamme. Ein Traum an Sauberkeit und Komfort.
Aber wir fahren erstmal weiter und machen uns noch ein Bild von anderen Campingplätzen in der Nähe. Auch von dem, wo wir wissen, dass Oma und Opa dort demnächst ankommen werden. Doch der ist viel zu teuer, zu groß und irgendwie unschön. Ich bin jetzt eh "vorbelastet" von kitschigen Toilettenschildchen und Lavendel-Gestecken auf dem Waschbeckenrand. Also wieder zurück zu Male Ciste.
Hier bleiben wir erstmal.
Leider regnet es immer noch, andauernd seit Mittag. Wir hocken alle im Bus und bekommen ganz langsam einen Lagerkoller. Als dann noch Sturm aufkommt, liegen die Nerven fast blank. Irgendwann hab ich die Nase voll und hose das Matzel ordentlich an. Der Matzel-Papa zieht sogar lange Unterhosen und Fleece-Pullover an. Dann schick ich die beiden raus an die Luft, damit ich wenigstens in Ruhe Abendessen kochen kann.
Der Sturm bläst schließlich die Regenwolken weg und am Abend sehen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang, der Wetterbesserung verspricht!


Ich genieße dann noch die kochendheiße Regendusche bevor wir uns alle zufrieden in der Kuschelarea aneinander kuscheln.

Eure


Montag, 5. September 2016

Campen mit Baby?

Als unser Matzel 2,5 Monate alt war, haben wir das erste mal mit ihr auf einem Campingplatz im Auto übernachtet. Es war Sommer, es war warm...wir sahen kein Problem.
Wir packten Windeln, Schlafzeug, Spieluhr ins Auto und fuhren los.
Am frühen Abend erreichten wir den Campingplatz und checkten ein. Die Frau an der Rezeption "oh so ein kleines Ding...habt ihr euch das gut überlegt?" Äääähhh, ja? Was spricht denn dagegen? Mal ehrlich! Frische Luft ist doch fast so gut wie Muttermilch für die Zwerge und wo sie letztendlich zum Nachtschlaf gebettet werden, ist den Minis mit Sicherheit noch herzlich egal.
Wir machten also einen tollen Spaziergang am See, kochten uns ein leckeres Abendessen (Nudeln, was sonst?) und kuschelten uns alle zusammen zum schlafen in die Kuschelarea.

Für uns überhaupt kein Problem. Für manche eine unüberwindbare Barriere (im Kopf).
Auch während und nach unserer Elternzeit in Kroatien stießen wir immer wieder auf Meinungen wie

- "oh, das ist doch sicherlich total anstrengend mit dem kleinen Baby" (nicht anstrengender als zu Hause ... es isst, es schläft, es kackt, es spielt...all das tut es auch zu Hause...und überhaupt, wieso "anstrengend"?)

- "habt ihr denn da keine Angst?" (wovor denn, bitte? Mama und Papa sind rund um die Uhr um Kind drumherum, mehr Fürsorge erfährt es daheim auch nicht, wenn nicht sogar weniger davon, dann zu Hause ist immer irgendwas, was man zu tun hat und das einen vom Kind weg lockt - klar, es kann hinfallen, sich die Nase aufschlagen (beim Matzel wars die Lippe), eine Beule holen...aber all das kann zu Hause, auf dem Spielplatz, etc. genauso passieren)

- "und wenn es krank wird?" (dann wird es auch wieder gesund)

- "muss man da nicht total viel einpacken?" (das allerdings, zumindest wenn man sich nicht darauf verlässt, dass es ja doch alles zu kaufen gibt - aber letztendlich ist es so: Pampers gibt es weltweit, in jedem Mini-Mini-Tante-Emma-Laden in Hinter-Kroatien gab es Windeln und Babybrei, wenigstens eine Sorte...das nächste mal verlassen wir uns mehr darauf!)

Man erlebt miteinander viel wundervolle Dinge, man lernt sich als Familie komplett neu kennen. Schließlich ist man nicht mehr nur Paar, sondern auch Eltern. Jeden Tag entdeckt man etwas neues an seinem Kind und kann sich so intensiv mit dem Zwergl auseinander setzen, wie es mMn zu Hause nicht möglich ist.
Und die positiven Aspekte für das Kind sollte man nicht außer Acht lassen! Frischluftzufuhr ohne Grenzen, Fürsorge hoch 2, entdecken, entdecken, entdecken, Offenheit gegenüber anderen Menschen. Klingt komisch, doch ich denke, dass dies ungemein dazu beiträgt, dass ein Kind offen und relativ angstfrei (abgesehen von der natürlichen und gesunden Scheu beim Kennenlernen neuer Menschen) auf andere Menschen zugehen kann. Unserem Matzel ist fremdeln so gut wie fremd (ha ha...Wortwitz).

Schon lange vor der Schwangerschaft war ich immer der Meinung, dass die meisten Grenzen hinsichtlich "was man mit Kindern zusammen machen kann und was nicht" im Kopf der Eltern oder den Meinungsbildnern bestehen. Ich hatte natürlich keine Ahnung, wie ich dann tatsächlich darüber denken würde, wenn einmal ein Kind da wäre. Doch ich bin froh, dass wir offen in die Welt gehen und nicht sagen "das geht nicht", bevor wir es nicht probiert haben!

Wie seht ihr das? Erlebt ihr Grenzen seitens Außenstehender? Was macht ihr mit euren Kids, wo andere vielleicht den Kopf schütteln?
Ich freu mich auf eure Storys!

Eure

Dienstag, 30. August 2016

#7 Das erste mal Meer!

23.04.2016

Abschied ist ein scharfes Schwert... *sing* Aber sicherlich werden wir Oma und Opa ganz bald wieder sehen. Die beiden bleiben noch hier, uns zieht es weiter gen Süden...ans Meer!

Nach einem verregntem Frühstück packen wir wieder ein mal alles in den Lolek und verabschieden uns von Oma und Opa. Das Matzel schläft, kaum dass wir vom Campinplatz runter gefahren sind.

Erstes Etappenziel: Split.
Wir erreichen die Küstenstadt recht zügig und kurz nach unserer Ankunft reißt der Himmel auf und die Sonne zeigt sich. Auf einem Parkplatz nahe der Küste kochen wir Mittagessen. Noch ist es recht kühl und wir hocken im Bus zum essen.
Gleich nach dem Essen zieht es uns ans Meer. Wir kraxeln die Steilküste direkt hinterm Parkplatz runter um es endlich zu sehen.
Und da zeigt es sich uns, blau, schön und etwas unruhig, das Meer! Das Matzel schaut ganz aufgeregt und zeigt immer wieder hin zu dem Meer. So viel Wasser, das hat sie noch nicht gesehen. Wahrscheinlich würde sie es am liebsten anfassen, kosten und planschen. Doch die Küste ist hier sehr steinig und wir kommen gar nicht richtig ans Wasser ran.


Wir verweilen hier noch ein bisschen und genießen diesen Anblick der Weite, der uns von nun an eine Weile begleiten wird. Und das ist auch gut so!

Split schauen wir uns dann auch noch etwas genauer an, den Hafen, den Marktplatz, die Altstadt. Aber viel Zeit verbringen wir hier nicht. Ein harscher Wind bläst uns um die Ohren und außerdem zieht es uns weiter.


Unser heutiges Tagesziel ist Camp Krvavica in der Makarska Riviera. Schon auf der Fahrt dort hin fängt es an zu regnen. Als wir das Camp erreichen, regnet es immer noch. Das Tor zum Camp steht weit offen, wir fahren hinein. Keine Menschenseele ist zu finden. Eine Toilette und eine Dusche ist aufgeschlossen, Warmwasser ist dank Solar vorhanden. Am Tor hängt ein Schild, wenn bei der Anreise niemand da ist, soll man sich einfach einen Platz suchen und am nächsten Tag komme dann jemand. Na gut...dann suchen wir uns einen Platz, genug Auswahl haben wir ja!
Wir platzieren uns so, dass wir gut das Vordach abspannen können. Denn es regnet ganz sacht ohne Wind, allerdings ziemlich andauernd, den restlichen Nachmittag und Abend, die folgende Nacht. Somit verbringen wir den Rest des Tages einfach nur unterm Vordach. Zum Glück haben wir den schönen Teil des Tages super genutzt!!

Eure