Mittwoch, 31. Juli 2013

Verloren

Soll ich jetzt direkt zum Punkt kommen oder erstmal ne ordentliche Story drumherum labern? Ich entscheide mich fürs labern...

Wie war unser Urlaub? Er war schön, sehr schön. Wir hatten absolut perfektes Strandwetter, viel Sonne, viel blauen Himmel, fantastisches Wasser, gutes Essen, super liebe Menschen um uns und einfach mal ganz viel Zeit um einfach in den Tag hinein zu leben und uns treiben zu lassen.
Ich habe oft an die zwei kleinen Zellbündel in mir gedacht, auf meinen Bauch gefasst und gehofft, dass es ihnen gut geht und dass sie es sich schön gemütlich bei mir machen. Aber sonst: tiefenentspannt, würde ich es mal nennen. Ich bin positiv und absolut zuversichtlich, ich träume gute Träume, positive Träume. Das tut gut, fühlt sich so schön an.

Dann rückt der Testtag immer näher und in mir wächst die Unruhe.
Die dann folgenden 2 Tage waren absolut Nervenaufreibend. Ich habe nicht vor, die Tage nun im Detail wiederzugeben.
Um es zusammenzufassen: die beiden Schwangerschaftstests, die ich mache, zeigen hauchdünne, zarte Linien im "Testfeld".
Dank "Tante Google" schwanke ich damit 48 Stunden lang zwischen Hoffnung (denn "ein Strich ist ein Strich, egal wie dünn") und Angst (denn "der Test zeigt auch bei einem Glas Wasser an, dass es schwanger ist"). Es kommt immer nur auf die entsprechenden Wortkombinationen im Suchfenster an.
Mit diesem Ergebnis rufe ich in der Klinik an und lasse mir einen Termin für Blutuntersuchung und Ultraschall geben, in zwei Tagen. Zur Sicherheit decke ich mich weiteren Tests ein, für jeden Tag einen. Ja, nennt mich paranoid oder selbstzerstörerisch...ich bin Ingenieurin, ich brauche vollständige Testreihen.

In der folgenden Nacht habe ich einen Traum, doch das ist nun ein unschöner Traum. Ich bekomme schmerzvoll meine Mens und erlebe im Traum, wie ich mit dieser Information in der Klinik anrufe und neue Instruktionen bekomme. Gegen 6:30Uhr wache ich auf...es zieht im Unterleib. Ich geh ins Bad, eigentlich um meine Testreihe fortzusetzen. Und dann bin ich einfach nur geschockt und wundere mich, lache noch ein verzweifeltes Lachen "hah, das kann doch jetzt nicht wahr sein, gute Träume werden doch auch nie wahr"....ich habe meine Mens bekommen. Testreihe mit negativem Ergebnis abgeschlossen...
Wie unter Schock leg ich mich wieder ins Bett und schlafe nach einer gefühlten Ewigkeit sogar wieder ein. Bis dahin frage ich mich mehr als einmal, warum ich nicht weinen muss. Bin ich schon so abgestumpft, bin ich einfach irgendwie erleichtert Gewissheit nach den letzten zwei Chaostagen zu haben?
Ich kann mir die Fragen nicht beantworten.

Als mein Mann aufwacht, sag ich es ihm und dann kommen auch die Tränen...der Knoten des Frustes, der Wut, des Warums und der Traurigkeit platzt mit voller Wucht.

Was muss man dazu nun noch sagen? Mir fällt nichts weiter dazu ein.

Kommentare:

  1. Ach Mist....gib die Hoffnung nicht auf. Leider wissen wir meistens nicht, woran es liegt, dass die Kleinen sich nicht festbeißen.
    Liebe Grüsse
    Hanni

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  2. Ach, Sch****. Das tut mir wirklich leid. Ich drück dich mal und wünsche dir, dass deine Lieben dich jetzt auffangen können.

    Liebe Grüße,
    ZweiLinien

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  3. Oh nein, das kann doch nicht wahr sein.
    Tröstende Worte dafür zu finden, ist schwer, der Schmerz ist trotzdem da. Aber ihr werdet sicher wieder nach vorne schauen können, zu zweit schafft ihr das!
    Alles Liebe vom Küken!

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  4. Ach Mist, das tut mir sehr leid für Euch!
    Schön, dass Ihr einen tollen Urlaub hattet - aber diese Worte sind nun wohl wenig tröstend :(
    Kopf hoch und nicht aufgeben - wir kämpfen weiter!
    Alles Liebe, Lene

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  5. Hallo meine süße, jetzt kommen mir einfach die Tränen... Ich hatte so gehofft mit euch! Bitte lass dich davon nicht entmutigen!!! Du musst weiter für euren Traum kämpfen!
    Denk immer dran:
    Wenn etwas rum ist, weine ich, bin traurig und denke vorne geht's weiter.
    Ich hab dich lieb.
    Deine CC

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  6. Danke für eure tröstenden Worte!! Es tut immer gut, zu wissen, man steht mit seinen Sorgen, Ängsten und Gefühlen nicht allein in der Welt. Niemand kann einem die Tränen und die Trauer abnehmen, aber es zu teilen, tut schon gut! LG Webril!!

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