Dienstag, 31. Januar 2017

#24 Sonnenuntergang in Zadar



17.05.2016

Genug des Luxus...auf zu neuen Zielen.
So richtig gibt es hier nichts mehr für uns anzufangen und den Luxus haben wir nun erstmal genug genossen, so dass wir uns heute wieder auf den Weg machen. Ohne wirklich festes Ziel, mal sehen, wohin es uns treibt.

Nach einem morgendlichen Abschiedsbad im Swimmingpool heißt es Auf Wiedersehen sagen zu Oma und Opa und dann gehts los. Kaum sind wir los gefahen, schläft das Matzel tief und fest. Schwimmen am Morgen kann auch echt ermüdend sein.


Und so fahren wir über die Landstraße Richtung Nationalpark Paklenica im Velebit Gebirge. Herrliche Landschaften ziehen an uns vorbei. An Ortschaften, die wir eventuell anschauen wollten, fahren wir vorbei...denn das Matzel schläft und schläft.

Als sie schließlich aufwacht, legen wir einen Stopp auf einem Campingplatz direkt am Meer ein. Wir essen hier Mittag und verbringen den Nachmittag am Strand.


Am späten Nachmittag fahren wir weiter Richtung Küstenstadt Zadar. Wir haben von Freunden und Bekannten gehört, dass Zadar sehr sehenswert sein soll und so halten wir hier an und schauen uns die Stadt an.
Natürlich wie immer ohne Plan schlendern wir am frühen Abend die Promenade entlang, einmal quer durch die Altstat, vorbei an historischen Gebäuden, etlichen Kirchen und Marktplätzen. Alles schön anzusehen...aber auch sehr voll von Touristen.




Zum Abendessen genießen wir riesige Pizzen und anschließend zieht es uns wieder an die Promenade, wo sich immer mehr Menschen versammeln um einen wunderschönen Sonnenuntergang zu beobachten.
Noch ist das Matzel gut drauf, so dass auch wir auf das "zischen" (der Moment, wenn die Sonne das Meer küsst) warten und erst dann wieder weiter fahren.



Auf der Küstenpromenade befindet sich ein tolles maßstabsgerechtes Modell unseres Sonnensystems. Die Sonne ist eine große Fläche aus Sonnenkollektoren und die Planeten darum sind ebenfalls in die Steinpromenade eingelassen. Sehr beeindruckend...wie groß die Sonne, wie winzig die Planeten doch sind.


Spät nachts erreichen wir den Nationalpark Paklenica und überlegen, einfach irgendwo anzuhalten und zu schlafen. Doch es ist alles viel zu besiedelt, es ergibt sich nicht wirklich eine einsame Möglichkeit für uns zum wild campen. Also suchen wir einen Campingplatz und finden sogar einen direkt am Meer (Camp Pisak), wo auch noch jemand am Empfang sitzt und uns wenigstens schnell einen Platz für die Nacht zeigen kann. Wir parken, klappen das Bett aus und schlafen.
Wir sind gespannt, welche Umgebung uns bei Tageslicht erwartet.

Eure





Montag, 30. Januar 2017

#23 Luxus-Domizil

15.05.2016

Nun wird es Zeit, dass wir mal wieder Matzel-Oma und Matzel-Opa treffen. Die haben sich inzwischen im Camp Belvedere bei Trogir häuslich eingerichtet.
Als wir dort ankommen sind wir schon von der Größe des Platzes geflasht. Ein großes Empfangsareal mit Schranke und Wachdienst und ein nicht weniger großes Empfangsgebäude sollen Sicherheit und hohen Standard vermitteln.

Wir suchen erstmal den Wohnanhänger von Oma und Opa und checken später ein. Terrasse für Terrasse schlängeln wir uns Richtung Meer nach unten immer auf der Suche nach Oma und Opa. Alles ist sehr ordentlich, sauber und gepflegt, aber auch noch relativ leer. Auch hier hat die Hauptsaison noch nicht begonnen, an vielen Stellen des Campingplatzes wird noch gebaut, repariert, verschönert.
Schließlich finden wir Oma und Opa und platzieren uns direkt neben sie. Platz genug ist da noch überall.

Welch eine Wiedersehensfreude...die Hunde wissen kaum wohin vor lauter Schwanzwedeln, Oma und Opa herzen natürlich zuerst das Matzel und schließlich auch uns.
Jetzt wird erst mal gequatscht und gequasselt, was wir bei einem ausführlichen Mittagessen im Restaurant des Campingplatzes fortsetzen.


Am Nachmittag machen wir einen schönen Spaziergang an der Küste entlang. Ausklingen lassen wir den Tag bei Eis, Boote gucken, Spielplatz und einfach nur zusammen sein.



16.05.2016

Wir verbringen einen weiteren Tag in diesem Luxus-Domizil, was übrigens auch über Wellness-Duschen und einem tollen Babywaschraum verfügt.
Nach einem sehr ausgiebigen Frühstück, schnappen wir uns Hut und Brille und machen uns auf die Suche nach einem einsamen Strand zum baden. Trotz starker Besiedlung werden wir fündig, doch nur dem Matzel ist es warm genug zum baden.



Bei einem Spaziergang nach dem Mittagessen können wir noch eine ziemlich große Schlange uns unbekannter Art bei seinem Sonnenbad bewundern. Sie lässt sich gar nicht stören von uns.


Eure

#22 kleine Pilgerwanderung

14.05.2016

Dunke Wolken ziehen heute am Himmel entlang, doch noch bleiben wir vom Regen verschont. Somit entscheiden wir uns für die Kraxe und eine Wanderung in die Gegend hinter dem Campingplatz.


Bei herrlichem Sonnenschein wandern wir los und das Ziel ist vorerst eine kleine Kirche in einem ca. 2 km entfernt gelegenen Dorf.
Auf dem Weg erwischt uns der Regen dann doch. Wir stellen uns bei einem der zahlreichen leerstehenden Sommerhäuschen unters Vordach und warten den Schauer geduldig ab. Gleich danach strahlt die Sonne wieder.


Ziemlich schnell erreichen wir dann die Kirche und spazieren eine Runde drumherum. In die Kirche rein können wir leider nicht, denn da wird gerade eine Trauung vorbereitet. Ein schöner Grund für Zutrittsverbot.
Etwas unschlüssig stapfen wir da rum. Wir finden einen Wanderwegweiser. Darauf wird die Kapelle Sveti Vido in 45 Minuten Fussweg ausgezeichnet. Das klingt doch nach einem machbaren Ziel. Auf geht's!


Wir wandern immer der Wegmarkierung entlang und da es sich scheinbar um einen häufig begangenen Pilgerweg zu der Kapelle handelt, ist der Weg sehr gut ausgebaut und sogar in Sandalen gut begehbar. Wobei das keine Empfehlung sein soll, ruhig mal mit Sandalen wandern zu gehen!! Normalerweise machen wir so etwas auch nicht...eigentlich wollten wir ja nur zu der Kirche spazieren.



In zahlreichen Serpentinen geht es steil bergauf und schließlich erscheint in einer Scharte auf 693m Höhe die wundervolle kleine Kapelle. Die Kapelle ist verschlossen, doch wir nutzen den Vorplatz für eine ausführliche Rast. Die Aussicht ist wunderbar, wir lassen uns die mitgebrachten Leckereien schmecken, genießen die Sonne und bekommen Besuch von einem sehr zutraulichen Schmetterling. Herrlich, so lässt es sich aushalten!!




Der Rückweg gestaltet sich wenig spektakulär. Wir wandern den gleichen Weg zurück zum Campingplatz.
Eine wirklich unerwartet sehr schöne Wanderung!!

Bis bald, eure

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Kindliche Freude

Wir haben einen Herrnhuter Stern im Wohnzimmer am Fenster hängen. Einen herrlich roten Stern. Der Matzel-Papa hat eine Zeitschaltuhr dran gebaut und somit erleuchtet der Stern früh morgens bis zum Tageslicht und natürlich abends ab Einbruch der Dämmerung.

Schon beim aufhängen des Sterns herrschte beim Matzel große Aufregung und ein Freudenschrei jagte den nächsten. Als der Stern dann noch leuchtete war das Matzel kaum zu halten. Mit großen Augen stand sie vor dem Stern, zeigt mit ausgetrecktem Arm darauf und rief immer wieder lauthals "Daaaaaa" oder "ooooorrrrrr".

Als Erwachsener kennt man Freude über etwas Schönes in etwa so:
Man nimmt es zur Kenntnis und freut sich, mal mehr mal weniger laut. Man lächelt oder strahlt, ein warmes Gefühl breitet sich in der Herzgegend aus. Sieht man das Objekt der Freude erneut, erstrahlt sicherlich erneut ein Lächeln auf dem Gesicht, eventuell fühlt man das wärmende Gefühl in der Brust noch mal.
Doch bei häufigerem Betrachten erblast die sichtbare Freude immer mehr. Das positive Gefühl am Objekt der Freude bleibt erhalten, doch der Ausdruck der Freude wird immer weniger sichtbar. Irgendwann ist die Freude abgestumpft und das Objekt der Freude wird Teil des Lebens und unserer schönen Erinnerungen.

Ganz anders beim Matzel....
Früh morgens, das Matzel ist gerade erwacht und kommt auf Papas Arm aus dem Kinderzimmer in den Flur. Es ist noch ganz dunkel in der Wohnung, nur der Stern, der strahlt. Man hört ein "Daaaaaa" und ein "Steraaaa" (Stern) durch die Wohnung hallen. Offensichtliche große Freude beim erspähen des Objektes der Freude!

Nachmittags, das Matzel kommt aus der KiTa nach Hause und sitzt auf dem blauen Hocker in der Garderobe und lässt sich aus dem dicken Schneeanzug und Stiefeln helfen. Da erblickt sie den Stern, der noch gar nicht leuchtet und wieder ruft sie aus voller Kehle "Daaaaa" und "ooorrrrrr".

Später am Nachmittag, wir spielen im Wohnzimmer und es wird zunehmend dunkler. Plötzlich macht es 'klack' und der Stern erleuchtet. Das Matzel hat Ohren wie ein Luchs, der Kopf dreht sich blitzschnell zum Stern, streckt Arm und Zeigefinder Richtung Stern und ruft erneut mit großer Inbrunst "Steraaaaa" und "Daaaaa". Ja da leuchtet er, der Stern.

Abends, das Matzel stapft im Schlafanzug durch den Flur auf dem Weg in ihr "Bettaa" (Bett). Was erspäht sie auf dem Weg dorthin natürlich? Es ist nicht schwer zu erraten. Erneut verleiht sie ihrer großen Freude lauthals Ausdruck.

Und so gibt es noch viele kleine Momente, in denen sie sich zum Stern dreht und ihn voller Freude betrachtet und ihr Entzücken darüber mit ihren Worten zum Ausdruck bringt.

Und mit dem neuen Tag beginnt alles von vorn...

Wer kann das als Erwachsener noch? Sich so langanhaltend und ausdauernd und vor allem so euphorisch über etwas freuen? Ich glaube, die wenigsten von uns. Und das ist eigentlich schade. Doch im "Alltag", zwischen all dem Stress, den Erledigungen, den Aufgaben des täglichen Lebens bleibt die Zeit für ein wenig Freude meistens auf der Strecke.
Es muss ja nicht die lautstarke Äußerung der Freude sein, doch die Freude, die in unserem Herzen und unseren Gedanken wohnt...die darf gern ganz lange erhalten bleiben.

Ich freue mich auf den Moment, wenn wir an unserem Weihnachtsbaum die Kerzen anzünden!

In diesem Sinne wünsche ich euch ein wundervolles, friedvolles Weihnachten im Kreise eurer Liebsten!!


Eure


Mittwoch, 21. Dezember 2016

#21 Bergauf bergauf und nochmals bergauf

13.05.2016

Entgegen der Wettervorhersage strahlt die Sonne von einem herrlich blauen Himmel. Wir packen den Anhänger, schnallen das Matzel fest und radeln die Straße entlag nach Omis, der nächstgelegenen größeren Stadt. In Omis fließt der Fluss Cetina aus der weitläufigen Schlucht in die Adria. 
Wir wollen uns den Flusslauf etwas genauer anschauen  also radeln wir am Ufer entlang.

Die ersten 6 km radeln wir wohlgemut und easy die ruhige schmale Asphaltstraße am Fluss entlang. Es geht gut voran, schnell kommen wir am ersten Restaurant an, was wir für das Mittagessen in Betracht gezogen hatten. Doch es ist erst ein bisschen was nach 10 Uhr...zu früh zum rasten. Auf Werbeschildern am Straßenrand wurde auf ein Restaurant in 6,5 km Entfernung aufmerksam gemacht. Das klingt gut...und bisher kamen wir ja so gut voran, dann schaffen wir die Strecke auch noch locker bis zum Mittagessen. Gesagt und losgeradelt.

Doch von nun an gings bergauf...in unendlich vielen Serpentinen geht es immer weiter hinauf. Wir strampeln und schnaufen und hangeln uns von Werbeschild mit Kilometerangabe zu Werbeschild. Leider scheinen sie eine andere Streckeneinheit zu verwenden als unser Fahrradtacho. Denn immer nachdem wir uns ca. 2 km aufwärts gekämpft haben, nimmt die verbleibende Kilometeranzahl auf den Werbeschildern nur um 1 km ab. Verflixt aber auch. Also weiter strampeln und Zähne zusammen beißen.

Doch tolle Aussichten in die Schlucht der Cetina und ins Hinterland entschädigen in regelmäßigen Abständen für die Strapazen.


Irgendwann erreichen wir doch tatsächlich das Restaurant, stärken uns, sammeln neue Kräfte und lassen uns über den Rückweg von den Ortskundigen beraten.
Doch dörfliche Kroaten sind Autofahrer und neigen dazu Entfernungen und Steigungen falsch einzuschätzen. Also radeln wir entgegen der Empfehlung im Bogen weiter durchs Hinterland um irgendwann wieder an die Küste zu gelangen.

Nach jeder erneuten Steigung sagt der Matzel-Papa so etwas wie "das war aber jetzt der letzte Anstieg"...nur um nach der nächsten Kurve unrecht gehabt zu haben.


Doch irgendwann war es wirklich die letzte Steigung und wir passieren die Gebirgskette an der Küste.Wir legen am scheinbar höchsten Punkt noch eine herrliche Rast im Grünen ein um uns dann gemütlich bergab kullern zu lassen.


Wir erreichen die Küstenstraße und bald darauf auch den Campingplatz.


Es war echt anstrengend und ab und ab ne echte Plackerei....aber wie immer auch sehr schön und am Ende verbleibt nur eine gute Erinnerung an einen wunderschönen Tag!

Eure

Das Matzel außer Haus

Irgendwann ist es einmal so weit....zwischen all den vielen "zum ersten Mal", die im Leben eines Babys und Kleinkindes ja quasi eigentlich jeden Tag passieren, gibt es auch ein "zum ersten Mal außer Haus"...also über Nacht meine ich.
Ein Feiertag stand an und Matzel-Papa und ich planten einen Tag nur für uns Zwei: gemütliches Frühstück und Saunatag. Eine herrliche Vorstellung.
Dann hatte ich plötzlich die Idee 'Warum den Tag für Zwei nicht schon am Abend vorher beginnen lassen?' !
Wir könnten gemeinsam essen gehen...und ins Kino...ungeahnte Möglichkeiten, was man ohne Kind alles unternehmen könnte, spielten sich zwischen all den Ängsten, die sich damit ebenfalls in meinen Kopf schoben, vor unseren Augen ab. Die Idee reifte zum Plan, die Ängste und Sorgen blieben.
Müssen nur noch Oma und Opa mitspielen. Natürlich war der Oma sofort die Sorge 'oh je...schaffen wir das' ins Gesicht geschrieben, aber trotzdem wagten sie sich an dieses Experiment und willigten ein.

Der Tag rückte näher. Der Tisch im Restaurant wurde reserviert, die Kinokarten gekauft.

Dann kam die Nacht vor 'außer Haus'...
In mir wuchs ein mulmiges Gefühl heran und Fragen wie "ist es nicht zu früh?"..."ist das Matzel nicht noch zu klein?"..."was wenn sie nach Mama ruft?"...trieben mich um, ebenso wie ein bisschen ein schlechtes Gewissen von wegen "abschieben".

 Die Nacht vor der Oma+Opa-Nacht war natürlich mega anstrengend. Das Matzel war ziemlich häufig wach und hat nach Mama gerufen, nichts konnte sie beruhigen außer im Wackel-Stuhl sitzen und kuscheln. Erst nach einer gefühlten Ewigkeit schlief sie wieder ein und mein Sorgen-Kloß im Hals wurde dicker.

Am frühen Nachmittag packte ich die Sachen von dem Matzel, schrieb eine Gute-Tipps-Liste und es fühlte sich arg seltsam an. Es fühlte sich nach eine großen Kind an, dass immer selbstständiger wird, nicht nach einem Baby, was mein Matzel doch noch ist, oder?

Oma und Opa kamen, holten die Tasche und die guten Tipps ab und machten sich auf den Weg zur KiTa um auch das Matzel abzuholen. Ich verdrückte eine kleine Träne und schluckte den dicken Kloß im Hals einfach runter....vorerst.

Später am Nachmittag kam der Matzel-Papa nach Hause...ohne das Matzel...ein wirklich komisches Gefühl. Aber wir sind frohgemut, schließlich zeigten die letzten Statusnachrichten von Oma und Opa ein gut gelauntes Matzel, und so machten wir uns auf den Weg ins Restaurant. Nur wir Zwei...das fühlte sich mal wieder nach Paar an, ein schönes Gefühl...was in letzter Zeit viel zu kurz gekommen ist.
18:50 Uhr kommt die Nachricht, dass der Opa gerade das Matzel ins Bett bringt. Ok...schön!
19:00 Uhr schreibt der Opa "Matzel schläft"
WIE BITTE??? Das ging ja flott...so schnell schläft sie zu Hause von 50 Nächten vielleicht einmal ein! Das fängt ja sehr gut an. Der dicke Sorgen-Kloß schrumpft ein minikleinesbisschen.


Nach dem Essen gehen wir ins Kino und schicken eine letzte Nachricht, ab wann wir wieder erreichbar sind, Richtung Oma und Opa.
Als der Film zu Ende ist, schaue ich hektisch aufs Handy...nichts, keine Nachricht...und Oma und Opa schlafen mit Sicherheit schon.

Ich lege das Handy auf meinen Nachttisch und lasse es auf Vibration, damit ich auch ja keinen Notruf verpasse!

Am nächsten Morgen erwache ich gegen 7:30 Uhr weil eine Nachricht reinvibriert kommt. Darin steht "Guten Morgen, das Matzel hat super geschlafen und war kurz nach 6 Uhr wach. Jetzt frühstücken wir und dann geht der Opa mit dem Matzel auf den Spielplatz. Schönen Tag euch!"
Oh wie schön...ein großer Stein fällt mir vom Herzen und so kann ich ganz beruhigt den Wellness-Tag mit dem Matzel-Papa genießen!

Und die Moral von der Geschicht'....was bei Mama und Papa wird zum Problem, kann bei Oma und Opa locker gehn ;-)

Eure

#20 unverhofft kommt öfter als man denkt

12.05.2016

Das vorhergesagte schlechte Wetter hat uns eingeholt und wir erwachen bei Nieselregen und trüben Himmel. Somit nutzen wir den Tag als Reisetag und fahren auf der Halbinsel Peljesac wieder Richtung Festland. Das grobe Ziel ist Split, mal sehen, wie weit wir kommen.


Wir befinden uns nun sozusagen schon wieder auf dem Heimweg. Wer hätte das gedacht, selbst viel Zeit vergeht schneller als man denkt.

Das Matzel schläft im kuscheligen Autositz schnell ein und so kommen wir gut voran. Bei Dauerregen erreichen wir Makarska. Hier kennen wir uns ja schon etwas aus. Bei unserem letzten Besuch war auch nicht so tolles Wetter: 11° und Schnee auf den Bergen hinter Makarska.

Zwischen Pfützen hüpfend bewegen wir uns durch Makarska und flüchten schnell in eine Pizzeria, wo wir uns lecker Mittagessen schmecken lassen.

Schnell fahren wir weiter mit dem Ziel auf dem nächsten schönen Campingplatz zu bleiben. Ca. 10 km vor der Stadt Omis reißt plötzlich der Himmel auf, die sinkende Sonne strahlt und rechts neben der Straße taucht ein Campingplatz auf, Camp Sirena. Wir schauen uns um und entschließen uns schnell hier zu bleiben, schließlich hat die Sonne uns den Platz gezeigt. Ein wirklich schön gelegener Campingplatz, nahe am Meer, terrassenförmig angelegt, in viele kleine Ruheoasen geteilt, recht leer.


Wir stellen das Auto ab, schnappen uns Schaufel, Eimer und Handtuch und machen uns auf den Weg zur Badestelle. Ein Traum von Sonne, Meer und Kies! Wir gehen sogar alle 3 noch baden.

Wer hätte das heute morgen beim erwachen im Nieselregen und Pfützenhüpfen in Makarska gedacht?


Eure

Dienstag, 20. Dezember 2016

#19 Rührei, Sahnetorte und MarcoPolo

10.05.2016

Wir verlassen Vela Luka und fahren auf der Insel Korcula Richtung Korcula City. In der Nähe von Korcula City wollen wir noch mal übernachten um uns morgen Korcula anzuschauen. Eine Campingplatz-Empfehlung ist noch geschlossen, aber wir finden ca. 7 km vor Korcula einen sehr hübschen familiären Campingplatz.


Am Nachmittag machen wir noch einen Spaziergang in einen Nachbarort, zu dem ein sehr hübscher kleiner Hafen gehört. Später genießen wir unser Dasein auf dem Campingplatz...das Matzel ist absolut ausgelastet mit Blätter und Steinen sortieren.


Die Wirtin meint es sehr gut mit uns und schenkt uns 6 frische Hühnereier und ein riesiges Stück ihrer Geburtstagstorte. Lecker...zum Abendessen gibt es Rührei mit Sahnetorte.

11.05.2016

Heute begeben wir uns auf die Spuren von Marco Polo und schauen uns seine angebliche Geburtsstadt Korcula etwas genauer an. Die Stadt trägt nicht umsonst den Beinamen "kleines Dubrovnik", denn die Stadt direkt am Meer ist ähnlich aufgebaut und erinnert mit den zahlreichen kleinen Gassen, einer hohen Stadtmauer wirklich sehr an Dubrovnik.


Es weht ein starker Wind und wir finden Schutz zwischen den Häusern der Altstadt. Es ist recht ruhig, wenig Touristen sind unterwegs. Hier spürt man noch gut, dass es erst Vorsaison ist. Aber das kommt uns nur entgegen, wir mögen große Menschenmengen nicht unbedingt.



Überall in der Altstadt wird der Name Marco Polo ordentlich vermarktet, es gibt "Marco Polo Shops" noch und nöcher und kann dort alles mögliche, was irgendwie mit dem Weltenbummler zu tun haben könnte, kaufen.


Wir bekommen Hunger und suchen die Gassen nach einem kuscheligen trockenen Restaurant ab, denn inzwischen hat es angefangen zu regnen. Zufällig werden wir direkt neben dem Wohnhaus von Marco Polo fündig und lassen es uns gut schmecken.


Kaum sind wir fertig mit dem Mittagsmahl kommt die Sonne wieder durch und wir erkunden weiter die Altstadt. Viel gibt es nicht mehr zu sehen, denn Korcula ist bedeutend kleiner als Dubrovnik.



Wir verlassen die Stadt und schauen uns noch die naheglegene Badebucht Lumbarda an. Es weht ein starker Wind und baden ist nicht möglich. Doch die Brandung ist beeindruckend. Wir beobachten die Wellen eine Weile und machen einen kleinen Spaziergang die Bucht entlang.


Die schlechte Wettervorhersage für die kommenden Tage treibt uns von der Insel weg und wir verlassen die Insel mit der 18 Uhr Fähre Richtung Orebic. Natürlich landen wir wieder auf dem Campingplatz Ponta, denn wo es schön war, kehrt man gern hin zurück.


Den Abend lassen wir bei Sonne, Melone und Wellenbeobachtung ausklingen.


Eure

Donnerstag, 24. November 2016

Nächtliche Gedanken

Heute morgen 4 Uhr....das Matzel schreit wie am Spieß in ihrem Bettchen. Ich laufe in ihr Zimmer, hebe sie aus ihrem Bettchen und da ist erstmal wieder Ruhe. Ich trage sie im dunkeln durchs Wohnzimmer, sie zeigt mir den Mond "Da....Moooon", den Wäscheständer auf dem Balkon "Daaaa" und den Peziball hinterm Esstisch "Ballll". Ich setze mich da mit ihr drauf und hüpfe ein wenig auf und ab. Sie kuschelt sich an meine Brust und schaut aus dem Fenster....ein Moment der keine Worte braucht.

Doch mir werden Beine und Arme schwer, meine Augenlider zieht es nach unten, ich bin so müde. Ich frage das Matzel, ob sie mit zu Mama und Papa ins Bett möchte. Sie nimmt den Nucki raus "Papaaa?". Wir gehen ins Schlafzimmer. Ich lege sie in unsere Mitte, sie fängt an zu weinen und macht das Zeichen für 'trinken'. Ich biete ihr die Trinkflasche mit Tee an. Sie weint und schiebt sie weg. "Möchtest du eine Milchflasche?" "Ja!"
Also trage ich sie in die Küche und mache ihr eine Flasche mit Milch warm. Sie zeigt voller Vorfreude auf die Flasche und sagt ihren Namen. Wieder in unserem Bett nuckelt sie die Flasche leer und weint wieder als sie leer ist. Sie zeigt Richtung Küche, denn dort gibt es schließlich noch mehr Milch. Schließlich beruhigt sie sich, wälzt sich hin und her und setzt sich auf um sich letztendlich ganz eng an mich ran zu kuscheln und nach einem zärtlichen "Mama" endlich ruhiger zu werden. Ich singe ganz leise, fast flüsternd "La le lu....".

Da liegt sie, dieser so kleine und hilflose, warme Körper ganz dicht an meinen gekuschelt, ich halte sie im Arm, spüre wie sich ihr Körper beim atmen hebt und senkt, wie ihr Atem immer gleichmäßiger wird. Während ich müde und doch schlaflos ihrem Atem lausche und ins Dunkel starre, denke ich an einen Post, den ich neulich gelesen habe: "Schlaflos".

Egal, wie müde man ist, egal wie erschöpft, wenn unser Kind uns nachts braucht, sind wir da...ohne Fragen, ohne Klagen, einfach da. Wir tragen, wir wiegen, wir singen, wir streicheln, wir sind einfach da. Wenn sich dann dieses kleine Wesen an mich kuschelt, zärtlich ein "Mama" nuschelt, da habe ich einfach nur ein Lächeln auf meinem Gesicht und fühle eine unbeschreiblich große Wärme in meinem Herzen!!

Eure müde


Mittwoch, 23. November 2016

Was es wird...

Nun da sich das Bäuchlein langsam gut sichtbar nach außen wölbt, ist der zu erwartende Nachwuchs kaum noch zu verbergen.
Und nach den zahlreichen Glückwünschen, die einen dann erreichen, gibt es zwei Fragen, die eigentlich sofort im Anschluss kommen.

1. Wann ist es denn so weit?
Diese Frage beantworte ich gern. Natürlich nicht mit dem konkreten Datum....den Fehler hab ich bei Wunschkind 1 gemacht. Rings um den Termin wurde ich ständig mit Fragen bombardiert, ob es schon da wäre, wann es denn komme, es wäre doch jetzt langsam Zeit, ach mach dich nicht verrückt, es kommt schon...usw. usf. Man ist schließlich selbst schon aufgeregt und nervös genug. Und wenn das Schatzl dann endlich auf der Welt ist, gibt es doch kaum etwas schöneres als endlich stolz allen Familienmitgliedern und Freunden den neuen Erdenbürger vorzustellen.

Womit wir zur Frage Nr. 2 kommen:
Wisst ihr schon was es wird?
Zuerst freue ich mich über die Diskretion, die in dieser Frage mit schwingt. Schließlich könnte die Frage auch "Was wird es denn?" lauten. Doch so versucht der Fragende erstmal herauszufinden, wie offen man dieser Frage selbst gegenüber steht. Man erkundigt sich also zuerst, ob es überhaupt schon bekannt ist. Diese Frage kann ich bisher nur mit einem ehrlichen "Nein" beantworten.
Dann wird natürlich sofort "Aber ihr lasst es euch schon sagen, oder?" nachgeschoben. Diese Frage kann ich ehrlich mit "Ja" beantworten. Die Namenssuche wird sich so schon arg schwierig gestalten, so können wir den Schwierigkeitsgrad immerhin halbieren.
Und dann die Forderung "Na wenn ihr es dann wisst, dann schreibst du mal...ja?"
Äähhh...nein?!
Meiner Meinung nach geht das nur die werdende Mama, den werdenden Papa und eventuell ganz enge Familienmitglieder etwas an. Seht ihr das anders? Ich denke, so viel Diskretion und Privatsphäre sollte man einem Elternpaar eingestehen, dass man einfach nicht erwartet, dass das Geschlecht des ungeborenen Kindes aller Welt mitgeteilt wird. Ein kleines süßes Geheimnis, dass man, so denke ich zumindest, akzeptieren sollte.

Während unserer langen Kinderwunschzeit gab es für mich schon Tabus, die natürlich immer noch gelten. Niemals würde ich ein kinderloses Paar fragen, warum sie keine Kinder haben. Niemals würde ich eine Familie, mit einem Kind fragen, warum sie nur ein Kind haben. Niemals würde ich einer Single-Frau sagen, dass es langsam Zeit für Kinder wäre...Tabus, Privatsphäre, die ich respektiere.
Warum ist das so? Weil ich ganz genau weiß, wie es im Herzen sticht und im Magen grummelt, wenn man solche Fragen gestellt bekommt...

Im Falle einer Schwangerschaft tut so eine Frage sicherlich nicht so weh, doch die Privatsphäre eines Paares wird dadurch, in meinen Augen, trotzdem verletzt.

Wie seht ihr das?

Ich freue mich auf eure Meinungen!
Bis bald, eure