Donnerstag, 24. November 2016

Nächtliche Gedanken

Heute morgen 4 Uhr....das Matzel schreit wie am Spieß in ihrem Bettchen. Ich laufe in ihr Zimmer, hebe sie aus ihrem Bettchen und da ist erstmal wieder Ruhe. Ich trage sie im dunkeln durchs Wohnzimmer, sie zeigt mir den Mond "Da....Moooon", den Wäscheständer auf dem Balkon "Daaaa" und den Peziball hinterm Esstisch "Ballll". Ich setze mich da mit ihr drauf und hüpfe ein wenig auf und ab. Sie kuschelt sich an meine Brust und schaut aus dem Fenster....ein Moment der keine Worte braucht.

Doch mir werden Beine und Arme schwer, meine Augenlider zieht es nach unten, ich bin so müde. Ich frage das Matzel, ob sie mit zu Mama und Papa ins Bett möchte. Sie nimmt den Nucki raus "Papaaa?". Wir gehen ins Schlafzimmer. Ich lege sie in unsere Mitte, sie fängt an zu weinen und macht das Zeichen für 'trinken'. Ich biete ihr die Trinkflasche mit Tee an. Sie weint und schiebt sie weg. "Möchtest du eine Milchflasche?" "Ja!"
Also trage ich sie in die Küche und mache ihr eine Flasche mit Milch warm. Sie zeigt voller Vorfreude auf die Flasche und sagt ihren Namen. Wieder in unserem Bett nuckelt sie die Flasche leer und weint wieder als sie leer ist. Sie zeigt Richtung Küche, denn dort gibt es schließlich noch mehr Milch. Schließlich beruhigt sie sich, wälzt sich hin und her und setzt sich auf um sich letztendlich ganz eng an mich ran zu kuscheln und nach einem zärtlichen "Mama" endlich ruhiger zu werden. Ich singe ganz leise, fast flüsternd "La le lu....".

Da liegt sie, dieser so kleine und hilflose, warme Körper ganz dicht an meinen gekuschelt, ich halte sie im Arm, spüre wie sich ihr Körper beim atmen hebt und senkt, wie ihr Atem immer gleichmäßiger wird. Während ich müde und doch schlaflos ihrem Atem lausche und ins Dunkel starre, denke ich an einen Post, den ich neulich gelesen habe: "Schlaflos".

Egal, wie müde man ist, egal wie erschöpft, wenn unser Kind uns nachts braucht, sind wir da...ohne Fragen, ohne Klagen, einfach da. Wir tragen, wir wiegen, wir singen, wir streicheln, wir sind einfach da. Wenn sich dann dieses kleine Wesen an mich kuschelt, zärtlich ein "Mama" nuschelt, da habe ich einfach nur ein Lächeln auf meinem Gesicht und fühle eine unbeschreiblich große Wärme in meinem Herzen!!

Eure müde


Mittwoch, 23. November 2016

Was es wird...

Nun da sich das Bäuchlein langsam gut sichtbar nach außen wölbt, ist der zu erwartende Nachwuchs kaum noch zu verbergen.
Und nach den zahlreichen Glückwünschen, die einen dann erreichen, gibt es zwei Fragen, die eigentlich sofort im Anschluss kommen.

1. Wann ist es denn so weit?
Diese Frage beantworte ich gern. Natürlich nicht mit dem konkreten Datum....den Fehler hab ich bei Wunschkind 1 gemacht. Rings um den Termin wurde ich ständig mit Fragen bombardiert, ob es schon da wäre, wann es denn komme, es wäre doch jetzt langsam Zeit, ach mach dich nicht verrückt, es kommt schon...usw. usf. Man ist schließlich selbst schon aufgeregt und nervös genug. Und wenn das Schatzl dann endlich auf der Welt ist, gibt es doch kaum etwas schöneres als endlich stolz allen Familienmitgliedern und Freunden den neuen Erdenbürger vorzustellen.

Womit wir zur Frage Nr. 2 kommen:
Wisst ihr schon was es wird?
Zuerst freue ich mich über die Diskretion, die in dieser Frage mit schwingt. Schließlich könnte die Frage auch "Was wird es denn?" lauten. Doch so versucht der Fragende erstmal herauszufinden, wie offen man dieser Frage selbst gegenüber steht. Man erkundigt sich also zuerst, ob es überhaupt schon bekannt ist. Diese Frage kann ich bisher nur mit einem ehrlichen "Nein" beantworten.
Dann wird natürlich sofort "Aber ihr lasst es euch schon sagen, oder?" nachgeschoben. Diese Frage kann ich ehrlich mit "Ja" beantworten. Die Namenssuche wird sich so schon arg schwierig gestalten, so können wir den Schwierigkeitsgrad immerhin halbieren.
Und dann die Forderung "Na wenn ihr es dann wisst, dann schreibst du mal...ja?"
Äähhh...nein?!
Meiner Meinung nach geht das nur die werdende Mama, den werdenden Papa und eventuell ganz enge Familienmitglieder etwas an. Seht ihr das anders? Ich denke, so viel Diskretion und Privatsphäre sollte man einem Elternpaar eingestehen, dass man einfach nicht erwartet, dass das Geschlecht des ungeborenen Kindes aller Welt mitgeteilt wird. Ein kleines süßes Geheimnis, dass man, so denke ich zumindest, akzeptieren sollte.

Während unserer langen Kinderwunschzeit gab es für mich schon Tabus, die natürlich immer noch gelten. Niemals würde ich ein kinderloses Paar fragen, warum sie keine Kinder haben. Niemals würde ich eine Familie, mit einem Kind fragen, warum sie nur ein Kind haben. Niemals würde ich einer Single-Frau sagen, dass es langsam Zeit für Kinder wäre...Tabus, Privatsphäre, die ich respektiere.
Warum ist das so? Weil ich ganz genau weiß, wie es im Herzen sticht und im Magen grummelt, wenn man solche Fragen gestellt bekommt...

Im Falle einer Schwangerschaft tut so eine Frage sicherlich nicht so weh, doch die Privatsphäre eines Paares wird dadurch, in meinen Augen, trotzdem verletzt.

Wie seht ihr das?

Ich freue mich auf eure Meinungen!
Bis bald, eure

Dienstag, 22. November 2016

#18 Küstenwanderung

 09.05.2016

Das Wetter ist herrlich, Sonne satt, blauer Himmel, es könnte nicht besser sein. Wir wandern immer an der Küste entlang von Bucht zu Bucht bis nach Vela Luka City. Der Weg ist echt schön, erst sehr schmal und naturbelassen, dann immer breiter werdend....für Spaziergänger geeignet.


Am Wegesrand gibt es tolle Villen, Strandhäuser und Pflanzen zu bewundern. Manche Kakteen und Agaven sind wirklich von erstaunlicher Größe.


Ach guck mal...die Familie als Ganzes. Vela Luka City, unser Ziel, im Hintergrund.


Nach einem reichlichen Mittagessen in Vela Luka treten wir gemütlich den Rückweg an. Wir finden am Weg eine herrliche einsame Badestelle, wo wir alle erstmal eine ausführliche Mittagsruhe genießen. 


Als alle ausgeschlafen haben, wird gebadet und geplanscht was das Zeug hält. Das Matzel kennt wieder keine Furcht und sitzt gemütlich im kühlen Nass. Wir finden kleine Einsiedlerkrebse und allerhand Muscheln.




Ausklingen lassen wir den Tag wieder auf der Overlook-Terrasse auf dem Sanitärhaus. Ein herrlicher Sonnenuntergang nach einem wunderschönen Tag!


Eure


Donnerstag, 17. November 2016

#17 Radtour mit Hindernissen

08.05.2016

Bei herrlichstem Sonnenschein packen wir den Fahrradanhänger und schwingen uns auf die Räder. Wir wollen einen Küstenradweg Richtung Vela Luka erkunden.
Der Weg ist wirklich wunderschön. Es geht immer an der Küste entlang, mal über Asphalt, mal über Schotter, durch kleine Örtchen, durch Wälder, Bucht für Bucht radeln wir die Küste ab.


Es könnte so wundervoll sein!
Leider gefällt es dem Matzel heute überhaupt nicht in ihrem Anhänger. Sie ist müde, findet nur leider keine Ruhe in der sitzenden Position. Der Kopf fällt nach vorn, bei jedem Huckel wacht sie wieder auf. Immer wenn wir über Asphaltstraße fahren, entspannt sie sich und schläft ein, doch sobald wir wieder über etwas holprigeres Gelände fahren, wacht sie auf und schreit...sie ist einfach komplett unzufrieden mit ihrer Situation.

Also bleibt uns nichts anderes übrig, als sie auf dem nächsten asphaltierten Stück Straße zum schlafen zu bringen...der Matzel-Papa fährt dazu mit ihr das Stück Straße mehrfach ab...und dann eine Pause einzulegen. Also rasten wir im Schatten und warten bis das Matzel ausgeschlafen hat, in der Hoffnung, sie hat dann bessere Laune.


Irgendwann erreichen wir dann tatsächlich Vela Luka, endlich kann das Matzel aus dem Anhänger raus. Wir essen gemütlich Mittag, gehen im Hafen spazieren und lassen das Matzel schön auf einem Spielplatz toben.




Leider wird der Rückweg zum Campingplatz dann sehr unschön. Das Matzel ist total unentspannt im Fahrradanhänger, wir halten alle 200m an und versuchen ihr etwas Gutes zu tun, irgendwie ihre Situation zu verbessern, so dass sie sich wohler fühlt. Doch nichts hilft....die Nerven sind arg angespannt. Wir versuchen nur schnell zurück zu kommen, damit sie endlich aus dem Anhänger raus kann.

Den Rest des Tages ruhen wir uns aus...

Eure

Donnerstag, 10. November 2016

"Ihr werdet euch umgucken..."

Neulich war abends eine Freundin zu Besuch, zum gemütlichen Filmabend, vorher natürlich lecker essen und bisschen schwatzen...ein richtiger Frauenabend eben.
Natürlich kommt unser Gespräch auch zu meiner Schwangerschaft...und da fällt der Satz, der mir seit diesem Gespräch immer wieder im Kopf herumgeistert "Ihr werdet euch ganz schön umgucken, wenn erst das zweite Baby da ist. Ein Kind ist gar nichts, aber zwei und dann auch noch in so kurzem Abstand...das ist absolut stressig."
Ist ja grundsätzlich keine so verkehrte Aussage...aber erklärend sollte ich vielleicht hinzufügen, dass meine Freundin kinderlos ist. Auch nicht unbedingt gewollt, doch aber kinderlos.

Wenn ich den Satz jetzt aufschreibe, klingt er gar nicht mehr so hart. Aber warum beschäftigt er mich dann schon seit Tage immer wieder?

Vielleicht weil es meine eigenen Ängste benennt? Vielleicht weil ich mir wirklich einen Kopf mache, ob ich unserem Wunder-Wunschkind dann noch gerecht werden kann, oder ob ich dem Winzling die Aufmerksamkeit nebem dem Wunder-Wunschkind geben kann, die es braucht? Vielleicht weil ich jetzt schon manchmal so müde bin und mich dann frage, wie das erst mit zwei Kindern werden soll? Oder vielleicht nervt es auch nur, dass ich kluge Ratschläge und Hinweise bekomme, von jemanden der auch nur von anderen gehört hat? Warum lass ich mich von so einem blöden Kommentar so umtreiben? Warum kommt es nicht einfach ins Schubfach "gehört und gut"?

Ich habe nichts weiter geantwortet, außer "ich bin immer der Meinung, dass es auch ein wenig Einstellungssache ist, ob man etwas als Stress empfindet oder nicht".

Niemand kann vorher sagen, wie etwas werden wird. Außer Nostradamus vielleicht, aber selbst der lag nicht immer richtig.
Unser Wunder-Wunschkind war / ist ziemlich unkompliziert, hatte kaum mal Bauchweh, ist auch sonst nicht weinerlich sondern mehrheitlich gut drauf...ein "einfaches" Kind. Somit sind wir da eventuell ein wenig verwöhnt. Mit dem Winzling kann es alles anders werden, das ist mir klar. Doch als Mutter ist man doch Anpassungsfähig und erst recht stark wie ein Elefant. Man schafft viel mehr, als man sich selbst zugetraut vorher hätte. Außerdem sind wir (zumindest in den meisten Fällen) nicht allein.
Wir haben Männer, die Väter sind und ihren Anteil an Fürsorge leisten.
Wir haben Eltern, Omas und Opas, die sich auf die Enkel freuen und helfen, wenn sie gebraucht werden.
Wir haben Freunde, die einem gerade in der Eingewöhnung unterstützend unter die Arme greifen.

Sicherlich wird es eine Umstellung werden, klar, wäre auch komisch, wenn nicht. Doch deshalb freuen wir uns nicht weniger auf den Winzling und wir alle, und vor allem ich als Mutter, werden unser Bestes tun, um mit dieser neuen Herausforderung zu wachsen und sie zu meistern!

Ihr lieben Mehrfach-Mamis....wie habt ihr das Ankommen eines neuen Familienmitgliedes empfunden? Was haben euch für Gedanken während der Schwangerschaft begleitet? Waren da nur Freude und Liebe oder auch Ängste vor der neuen Herausforderung? Ich würde mich freuen, von euch zu lesen!

Eure


Dienstag, 8. November 2016

#16 Radtour nach Orebic und # Übersetzen

06.05.2016

Heute machen wir eine gemütliche Radtour nach Orebic. Wir radeln an der Küste entlang und schauen uns die Promenade an. Große Schiffe gibt es zu bestaunen und viele Steine ins Wasser zu werfen.



Zum Mittagessen lassen wir uns Steak und Garnelen in einem Restaurant an der Promenade schmecken. Das Matzel kostet alles und verzaubert wieder alle Gäste und Kellner. Bei einem gemütlichen Spaziergang durch die Altstadt gönnen wir uns ein riesiges Eis. Ein rundum schöner entspannter Tag!

07.05.2016

Heute hat der Matzel-Papa Geburtstag und zur Feier des Tages fahren wir heute weiter :D. Wir wollen das Festland verlassen und in Orebic auf die Insel Korcula übersetzen. Die Fähre geht erst 13 Uhr, noch genugend Zeit für einen Strandbesuch. Wir genießen den einsamen Strand und verabschieden uns dann von diesem wundervollen Fleckchen Erde.


Pünktlich 13 Uhr legt die Fähre ab und nur 30 Minuten später erreichen wir die Insel Korcula. Das Matzel staunt nicht schlecht, als wir plötzlich übers Wasser fahren.


Wir wollen die Insel "von hinten aufrollen" und fahren somit gleich durch bis zum westlichsten Örtchen, nach Vela Luka. Etwa 5 km außerhalb von Vela Luka befindet sich ein herrlich abgelegener, total einsamer, sehr familiärer Campingplatz...das Mindel Camp. Wir werden hier super freundlich empfangen, das Matzel wird gleich in die Familie integriert und darf super süße Nachwusch-Schildkröten bewundern... "Look Matzel, look" ... der Camping-Wart ist ganz verliebt in das Matzel "look at this blue eyes....".
Die Schildkröten findet das Matzel echt spannend und noch etwas grobmotorisch grabscht sie nach den süßen kleinen Tieren. Gut, dass die auch schon einen Panzer haben!

Wir suchen uns einen schönen Platz, richten uns ein und erkunden am Nachmittag die nähere Umgebung und die Strände. Leider ist  auch hier noch gut erkennbar, dass Vorsaison ist. Es liegt viel Müll und Dreck an den Stränden rum, leider!! Außerdem sind die Strände hier sehr steinig und steil....nichts für uns verwöhnte Kiesstrand-Gänger.



Den Sonnenuntergang genießen wir auf dem Sanitärhaus, der "Overlook"-Terrasse!

Eure

Donnerstag, 3. November 2016

Nebenher

Hey...wusstet ihr schon...ich bin wieder schwanger. Der Weg zum 2. Wunschkind war bisher bei weitem nicht so steinig wie der zum 1. Wunschkind.
Die Geburt unserer Tochter war ja (leider) ein Kaiserschnitt und so mussten wir ein Jahr warten, bevor eine neue Schwangerschaft ohne die Gefahr, dass die Narbe aufgehen könnte, möglich ist.
Erst kam es uns arg lang vor, ein ganze Jahr warten zu müssen. Schließlich haben wir schon so lange auf das Matzel gewartet, wer weiß, wie lange wir auf Wunschkind 2 warten müssen. Und jünger werden wir ja auch nciht mehr. Wir wollten so schnell wir möglich mehr Kinder um uns herum haben.
Doch schlussendlich war es gar nicht so schlecht das Jahr zu warten. Wie sagt man so schön..."das sind die Zwerge aus dem gröbsten raus".
Wir haben also (ungefähr) das Jahr gewartet und sind dann schon zeitnah wieder in die KiWu-Klinik gegangen. Und ganz schnell ist man wieder im alten Rhythmus, Tage zählen, Ultraschalltermine, Transfer, wieder Tage zählen und warten, Bluttest. Zum Glück hatten wir noch Eisbärchen, so dass mir die Hormonspritzerei erspart blieb.
Tja und dann....tadaaa, schon nach dem 2. Transfer war der Schwangerschaftstest dick und fett positiv.


Inzwischen bin ich schon in der 14. SSW und so langsam wölbt sich der Bauch und Übelkeit und Müdigkeit lassen langsam nach.

Doch um zum eigentlichen Thema dieses Posts zu kommen...nebenher.
Der Lebensmittelpunkt bei der 1. Schwangerschaft war die Schwangerschaft, zumindest war das bei mir so. Meine Gedanken drehten sich so gut wie ständig um das kleine Wesen, was ich unter meinem Herzen trug. Geht es ihm gut? Mach ich alles richtig? Hört es mich? Spürt es meine Hand auf dem Bauch? Hoffentlich mach ich nichts, was ihm schadet! usw. usf.

Der Lebensmittelpunkt nun bei der 2. Schwangerschaft ist das Matzel. Natürlich denke ich jetzt auch an das süße kleine Wesen in meinem Bauch und frage mich, ob es ihm gut geht. Doch wenn dann eher abends, im Bett, wenn es ruhig um mich herum wird, wenn das Matzel schläft, der Haushalt so weit erledigt ist, aufgeräumt ist, der nächste Tag vorbereitet ist...dann wandern meine Hände auf meinen Bauch und ich horche in mich zum Winzling hinein.

Manchmal plagt mich ein bisschen das schlechte Gewissen deswegen. Schon ungeboren bekommt der Winzling weniger Aufmerksamkeit als die große Schwester. Und das tut mir leid.
Aber ich denke auch, dass das wahrscheinlich einfach so ist. Der Alltag läuft weiter, das Matzel fordert uns und wir kümmern uns.
Ich denke, mit wachsendem Bauch wird der Winzling sich wortwörtlich mehr Platz in unserem Leben einräumen und ein weiterer Teil unserer Familie werden.

Wie seht ihr das? War / ist das bei euch ähnlich? Wie geht ihr damit um? Ich freue mich auf eure Kommentare.

Eure

Mittwoch, 2. November 2016

#15 Die Suche nach dem perfekten Campingplatz #Wasch- und Badetag

04.05.2016

Den ganzen Vormittag verbummeln wir mit frühstücken, duschen, packen und spielen. Doch irgendwann ist alles erledigt und wir gehen wieder auf Tour. Das geplante Ziel Žuljana erreichen wir recht schnell und wir schauen uns den uns empfohlenen Campingplatz an.
Der kleine Strand in einer schönen Bucht ist toll, der Platz an sich klein und familiär, doch die neuen Sanitäranlagen sind noch im Bau und die alten lassen für unseren Geschmack arg zu wünschen übrig. Dafür ist der Preis zu hoch....hier bleiben wir nicht.

Mittagspause machen wir an einem herrlichen Rastplatz mit toller Aussicht auf das Meer. 


Anschließend fahren wir die Halbinsel Peljesac weiter Richtung "Ende der Insel". Hier und da kommen wir an Autocamps vorbei, überall wird fleißig gebaggert und umgebaut. Alle Camps sind noch geschlossen, doch man würde "für uns das Klo aufschließen"....äääh, danke...weiter gehts.
Und dann kurz vorm runterfallen von der Insel werden wir auf ein Schild zu einem Campingplatz aufmerksam, fahren die kleine enge Straße hinein und kommen an zwei sehr schönen, sauberen und gepflegten Campingplätzen raus.
Wir beschauen uns beide ausführlich, reden mit beiden Besitzern und entscheiden uns schließlich für den mit der schöneren Aussicht: Camp Ponta. Herrlich, hier fühlen wir uns wohl. Tolle, ordentliche Anlage, schöne Aussicht, saubere Sanitäranlagen und ein kurzer Weg zu einem absolut tollen und einsamen Strand!
Den Rest des Tages genießen wir das Sein!


05.05.2016

Auch heute genießen wir es einfach, dass die Sonne scheint und wir uns haben. Vormittags erkunden wir Strand und Wasser. Das Matzel badet wieder unerschrocken im kalten Meer.


Nachmittags ist große Wäsche angesagt. Das erste mal seit wir los gefahren sind, waschen wir unsere Wäsche. Herrlich!
Liebe Grüße
Eure

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Bleibender Eindruck

Während der Schwangerschaft und der Geburt lernt man einige Hebammen kennen. Manche flüchtig auf der Station, manche ganz intensiv während der Entbindung und während der Nachsorge. Jede dieser Hebammen hinterlässt einen Fußabdruck in unserem Leben.

Neulich lag ich abends wach und konnte nicht einschlafen. Ich lag da und dachte, meine Gedanken schweiften ab und plötzlich war ich wieder im Krankenhaus. Ich war bei den Momenten vor der Geburt unserer Tochter, vor meinem inneren Auge lief alles noch mal ab.Und dabei dachte ich natürlich auch an die Hebammen, die mich und meine Tochter auf diesem Weg begleitet haben.

Da war zuerst die Hebamme, die uns zur Vor- und Nachsorge betreut hat. Eine sehr liebe Frau mit viel Erfahrung und vielen aufzubrauchenden Worten. Sie quasselte unheimlich viel. Wir mussten manchmal dazwischen grätschen, wenn wir unsere Frageliste abarbeiten wollten. Aber sie strahlte eine große Ruhe und Ausgeglichenheit aus. Sie tat gut.

Während der Zeit im Kreissaal durfte ich 2 Hebammen "näher" kennenlernen.
Ich möchte mit Hebamme 2 beginnen. Die Hebamme der Frühschicht. Sie lernte ich erst kennen, als ich schon eine Nacht im Krankenhaus verbracht hatte, die zweite durchgemachte Nacht...
Ich lag dauerhaft am CTG, mein  Kopf dröhnte vor Schmerzen und mein Blutdruck war viel zu hoch. Die Wehen, die über Nacht eingesetzt hatten und mich hoffnungsvoll auf eine baldige Entbindung blicken ließen, waren bis zum Morgen so gut wie wieder weg.
Und da war sie...Hebamme 2. Eine Seele von Mensch, einfühlsam, liebevoll, so freundlich, lächelnd. Sie hat sich gekümmert, mich informiert, mir Mut zugesprochen. Sie tat gut.
Leider war ihre Schicht irgendwann zu Ende.

Und da komme ich nun zu Hebamme 1. Die Hebamme der Spätschicht.
Die junge Frau mit dem eingefrorenen Gesicht hatte uns schon am Abend zuvor in den Kreissaal aufgenommen. Dezent genervt informierte sie uns, dass sie dann gleich das Gel für die Einleitung auftragen würde...? Das war zwischen Arztgespräch und Visite und es war bis dahin noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurden, weder von uns noch vom Arzt.
Ich war froh, als ich vorerst auf Station kam und Hebamme 1 erstmal nicht mehr sehen musste.
Doch sie kam wieder, am nächsten Tag, nachdem Hebamme 2 Feierabend hatte.
Inzwischen hatte ich Wehen und die Abstände verkürzten sich rapide. Mein Kopf dröhnte immer noch vom viel zu hohen Blutdruck und den zwei langen Nächten, die hinter mir lagen. Ich lag also da, an Bett und CTG gefesselt und wehte vor mich hin, ich atmete und stöhnte, wie es mir halt gut tat. Und da sagte sie es...den Satz, der sich in mein Gedächtnis eingebrannt hat und mich bis heute, mehr als 16 Monate nach diesem Erlebnis, noch nicht in Ruhe lässt. Ich wehte und atmetet und stöhnte und da sagte sie "das sind aber noch keine richtigen Geburtswehen" ...

Von ihr flaks daher gesagt...von mir bis heute unverdaut.

Ich fühlte mich in dem Moment noch schwacher und hilfloser, als ich mich eh schon fühlte. Bin ich vielleicht gar nicht in der Lage eine Geburt durchzustehen? Bin ich jetzt schon viel zu empfindlich? Reagiere ich über auf das bisschen Gewehe? Ist mein Gestöhne und veratmen übertrieben?
Doch ich fühlte auch ein kleines bisschen Wut in mir aufsteigen. Woher wollte sie wissen, wie sich die Wehen für mich anfühlten? Was gab ihr das Recht über meine Art mit den Wehen umzugehen, zu urteilen? Mir war nach heulen zumute...

Ist diesen Frauen bewusst, wie prägsam sie auf uns wirken? Ist ihnen klar, dass sich ein Erlebnis wie eine Geburt in das Gedächtnis einer Frau einbrennt? Die Worte von den Hebammen um uns, wir nehmen sie vielleicht nur halb wahr, und doch reagieren wir auf sie und speichern Gesagtes ab.
Ich werde diese Frau und ihre Worte nie vergessen und das tut nicht gut.

Habt ihr ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht? Ich freue mich auf eure Kommentare.

Eure

Dienstag, 25. Oktober 2016

#14 Strampeln was die Beine hergeben

03.05.2016

Heute wollen wir die Insel Mljet per Fahrrad erkunden. Wir nehmen 12 Uhr die Fähre auf die Insel. Da sich der Nationalpark Mljet im Süden der Insel, 30 km entfernt vom Fähranleger, befindet, verzichten wir darauf und schauen uns lieber den Norden der Insel an.


 Der Himmel hängt voller schwerer Wolken, doch zum Glück behalten die ihren Regen heute mal bei sich.
Der Matzel-Papa hat eine Rundtour ausgesucht, die wir abradeln wollen. Die Straßen sind sehr wenig befahren doch es geht sehr viel und steil bergauf. Wir schnaufen uns die Berge hoch und werden schnell mit einem tollen Ausblick belohnt.


Wir biegen dann nach rechts ab und kommen so auf einen sehr ruhigen Waldweg, der an der Küste auf der Rückseite der Insel entlang führt. Es ist total einsam und wunderschön. Das Gelände ist leider nicht so toll zum fahren, so dass wir nur sehr langsam voran kommen. Die immer wieder vorhandenen Steigungen rauben uns die Kräfte.
Leider ist zusätzlich das Matzel nicht so gut drauf. Sie jammert und meckert in ihrem Anhänger rum. Alle 2 Minuten halten wir an und versuchen herauszufinden, was ihr nicht gefällt. Erst als wir die Gurte sehr locker machen, die Seitenfenster aufmachen und ihr die Picknickdecke in den Rücken stopfen scheint sie zufriedener. Sie kann nun besser raus schauen und kommt an ihre Utensilien wie Trinkflasche, Spielzeug etc. heran.



Nach gefühlt vielen geradelten Stunden und etlichen Bergen erreichen wir das Örtchen Babino Polje. Ein kleines verschlafenes Dorf, immerhin mit einem Supermarkt. Wir kaufen Kekse und Trinkjoghurt...ich habe Hunger und brauche Energie. Vor dem örtlichen Campingplatz, der noch geschlossen hat, machen wir noch mal Rast und essen unsere letzten Vorräte auf. Das Matzel bekommt noch einen leckeren Obst-Getreide-Brei und kann mal wieder ein bisschen rumkrabbeln.

Von nun an gehts bergab.
Da die Zeit nun doch schon ziemlich fortgeschritten ist, machen wir uns zügig auf den Rückweg zur Fähre. Wir wissen ja nicht, was uns noch an Steigungen erwartet. Doch der Rückweg zur Fähre ist mehr als angenehm. Erstens kommt endlich die Sonne heraus und wärmt unsere müden Glieder und zweitens geht es bergab. Wir kullern quasi die restlichen 10 km bergab und genießen die Landschaft um uns herum. Das Matzel schläft.



Mit reichlich Zeitpuffer erreichen wir die Fähre und genießen in der Hafenkneipe noch ein Getränk sowie die letzten Sonnenstrahlen. Pünktlich 19 Uhr steigen wir wieder auf die Fähre. Auf der Rückfahrt werden wir mit einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt. Ca. 1 Stunde später erreichen wir den Campingplatz - erschöpft aber glücklich und zufrieden!


Eure

Montag, 24. Oktober 2016

#13 Regen, Regen stört uns nicht, tropft er uns auch ins Gesicht...

02.05.2016

Der sowieso schon sehr trostlos wirkende Campingplatz in Prapratno bekommt durch den Dauerregen und die tiefhängenden grauen Wolken ein noch unschöneres Bild.
In einer kleinen Regenpause machen wir einen kleinen Spaziergang zum Strand direkt vorm Campingplatz und dem nahegelegenen Fähranleger.

Der Strand sieht furchtbar aus, nie und nimmer würde ich hier ein Kind im Sand spielen lassen. Alles ist über und über mit Müll bedeckt: Plasteflaschen und was der Wind sonst noch so aus dem Meer an die Küste treibt. Grauselig und traurig, einfach nur traurig!

Mit der Fähre kann man zur Insel Mljet fahren, auf der sich ein Nationalpark befindet. Wir schauen uns um und orientieren uns etwas, denn voraussichtlich morgen wollen wir mal da rüber fahren.

Nach dem Mittagessen hält es uns nicht mehr im Auto. Wir packen uns in Regenklamotten und das Matzel in den Fahrradanhänger und radeln nach Ston, was ca. 6km entfernt liegt und eine sehr schöne alte Stadtmauer hat.



Natürlich geht uns auch noch unser einziger Regenschirm kaputt!
Wir besichtigen die Stadtmauer, die wirklich recht imposant ist. Vom höchsten Punkt hat man einen tollen Blick auf große Salzplantagen und das Festland. Wir latschen die komplette Mauer ab und auch noch den alten Dorfkern am Fuße der Mauer.



Schließlich wird es einfach nur ungemütlich und kalt und wir radeln zurück zum Auto. Alles bei Dauerregen versteht sich. Das Matzel hat es zum Glück schön gemütlich und trocken in ihrem Anhänger. Leider gefällt es ihr nicht so besonders bei geschlossenem Verdeck zu fahren...schließlich sieht man so bedeutend weniger von der Welt.

Nach einer heißen Dusche machen wir es uns in der Kuschelarea gemütlich.

Bis bald,
Eure

Freitag, 21. Oktober 2016

#12 Chillen und bummeln

30.04.2016

Heute heißt es Abschied nehmen. Abschied von dem schönen Campingplatz Male Ciste, der tollen Lage am Meer und von Oma und Opa, aber das nur vorerst.
Nach einem gemeinsamen Frühstück haben wir überhaupt keine Eile. Die Sonne strahlt so wie nur sie es kann von einem blauen Himmel. Also suchen wir uns erstmal noch eine einsame Bucht und planschen, sonnen und chillen.


 Erst am frühen Nachmittag haben wir genug in der Sonne geaalt und somit starten wir weiter Richtung Süden. Ein konkretes Ziel gibt es erstmal nicht...

Irgendwann während der Fahrt entscheiden wir uns nach Dubrovnik zu fahren. Wir erreichen die Halbinsel Babinkuk, auf der sich der einzige Zeltplatz in Dubrovnik befindet, am frühen Abend. Die Sonne scheint noch herrlich und wir genießen einen ruhigen Abend.

01.05.2016

Oh nein...grauer Himmel, Nieselregen. Mit mäßiger Laune packen wir zusammen und quälen uns mit dem Auto in die Innenstadt, die nach einem Marathon komplett verstopft ist. Doch letztendlich finden wir noch einen Parkplatz in Nähe der Altstadt.
Mit Regenjacken und dem Matzel in der Kraxe stapfen wir etwas planlos durch die Altstadt. Hier ne Kirche, da ne Kathedrale, viele hohe Mauern, enge Gassen und erstaunlich viele Touristen, trotz früh im Jahr und schlechtem Wetter.






Mittagessen genießen wir einem schönen und trockenem Restaurant und das Matzel erobert alle Herzen um uns herum im Sturm.
Den Gang über die Stadtmauer sparen wir uns, wir wären dort oben dem Regen komplett schutzlos ausgeliefert.
 Am frühen Nachmittag haben wir uns genug nasse Füße geholt und weiter geht die Fahrt. Erst wieder etwas nordwärts, dann biegen wir links ab auf die Halbinsel Peljesac. Gegen Abend erreichen wir bei Regen und Sturm den eher nicht so schönen Campingplatz in Prapratno.

Bis bald, Eure