Ich hab sie bei mir!! Ich hab am Freitag zwei schöne 4-Zeller zurück bekommen. Doch der Reihe nach...
Donnerstagabend:
Es geht mir gut, ich hatte die letzten Tage ein schönes Eisprungziehen auf der rechten Seite. Mein Eichen ist also brav gehüpft.
Ich freue mich auf den morgigen Tag, denn ich kann länger schlafen, denn ich verbringe der Tag mit einer lieben Freundin...und....irgendwas war doch noch?? Ach ja, ich bekomme Embryonen eingesetzt ;-) !
Freitag:
Trotz Vollmond und dem bevorstehenden Ereignis habe ich super geschlafen. Wie ein Stein. Ich fühle mich fit und ausgeruht. Ich verabschiede meinen Mann zur Arbeit und mache mich dann fertig für den Transfer. Sehr rechtzeitig kommt meine Freundin. Sie wird mich heut begleiten, zum Mut machen, optimistisch sein und Händchen halten.
Wir spazieren gemeinsam zur Klinik und so langsam bin ich nun doch aufgeregt. Ich habe eiskalte Hände, fühle mich durcheinander und unaufmerksam.
Nach einer kurzen Wartezeit dürfen wir das Zimmer beziehen. Ich zieh mich untenrum aus und mach es mir im Bett gemütlich. Wir spekulieren, wie viele ich eingesetzt bekomme. Denn eine Info vorher bekommt man nicht. Man erfährt alles erst zum Transfer. Folter könnte man das auch nennen.
So langsam füllt sich das Zimmer. Endlich werde ich geholt. Halbnackt hüpf ich über den Gang in den OP.
Die Biologin begrüßt mich und ich muss meinen Namen und mein Geburtstag sagen. Es scheint alles richtig zu sein, denn sie informiert mich, dass die 2 aufgetauten Eizellen alles gut überstanden haben. Ich bekomme also 2 Embryonen und dann haben wir immer noch 2 eingefroren, für das 2. Kind ;-) !
Alles weitere erfahre ich später. Ok...
Dann kommt die liebe Frau Doktor und macht nochmal einen Ultraschall, beide Eierstöcke unauffällig und die GMSH bei 11 mm. Schön, dann kanns ja los gehen.
Sie schiebt die Kanüle durch meinen Muttermund und sagt dann der Biologin bescheid, dass ich bereit bin. Keine 20 Sekunden später bringt diese eine etwas dünnere Kanüle, wo die 2 Embryonen drin sein sollen...drin sind. Es sind zwei schöne 4 Zeller, sagt sie.
4 Zeller, das heißt sie haben sich bisher 2x geteilt. Passt gut für die 2 Tage nach dem Auftauen.
Und dann ziehen sie bei mir ein. Kommt her meine zwei kleinen Eisbärchen, macht es euch gemütlich.
Die Ärztin gibt mir nebenbei allerhand Informationen, wann ich nochmal Predalon nachspritzen soll, wegen Utrogest und Terminen und und und. Ich kann ihr kaum richtig zuhören, ich bitte sie, mir alles aufzuschreiben. Natürlich schreiben die Schwestern mir alles noch genau auf.
Abschließend kontrolliert die Biologin noch die Kanüle, nicht dass sich einer noch in der Kanüle festkrallt. Aber alles gut, zumindest in der Kanüle ist keins mehr drin.
Ich rolle mich seitlich vom Stuhl in das bereitstehende Bett. Ich werde wieder ins Zimmer geschoben, wo schon meine Freundin wartet. Ich bleibe noch eine Weile so liegen und wir schicken gemeinsam ein Stoßgebet gen Himmel.
Ab jetzt können wir noch beten, hoffen und glauben. Denn von nun an haben wir es nicht mehr in der Hand.
In 14 Tagen darf ich zum Bluttest kommen.
Willkommen in der Warteschleife, wiedermal!
Ein Blog über den langen Weg des Kinderwunsches, bis hin zur Erfüllung des Traumes und nun über das Leben mit Kindern, als Familie.
Montag, 23. September 2013
Freitag, 13. September 2013
Informatives zum Folli-TV
Eigentlich bin ich gut drauf heut morgen. Schließlich kann ich dank des Arzttermines fast eine ganze Stunde länger schlafen. Die hab ich auch gebaucht nach dem Dirty Dancing-Abend gestern ;-) !
Ich fahr also zur Klinik und kaum betrete ich Diese und stehe in der Schlange zur Anmeldung, da überkommt sie mich...die Welle der Überlaunigkeit und Frustration.
Mit einem mal bin ich sowas von genervt von dieser ganzen Situation, wieder dort zu stehen, Follikel zu messen, hoffen, dass der Zeitpunkt klappt, Tage zählen, Spritzen , Utrogest, Termine...es nervt mich grad sowas von.
Dann verpass ich auch noch knapp meine Bahn, die nächste fällt aus...irgendwann komm ich dann endlich im Büro an, viel zu spät.
Es lebe Freitag der 13.!
Naja, nun zu den "wichtigen" Informationen:
Der Leitfollikel ist 15mm groß. Ich werde am Montag spät abends den Eisprung per Spritze auslösen.
Am Mittwoch werden dann unsere Eisbärchen aufgetaut. Und nächsten Freitag ziehen sie dann bei mir ein.
Ach ja...und dann bin ich heut auch noch zum 4. Mal Tante geworden!
So viel dazu.
Tschüssss
Ich fahr also zur Klinik und kaum betrete ich Diese und stehe in der Schlange zur Anmeldung, da überkommt sie mich...die Welle der Überlaunigkeit und Frustration.
Mit einem mal bin ich sowas von genervt von dieser ganzen Situation, wieder dort zu stehen, Follikel zu messen, hoffen, dass der Zeitpunkt klappt, Tage zählen, Spritzen , Utrogest, Termine...es nervt mich grad sowas von.
Dann verpass ich auch noch knapp meine Bahn, die nächste fällt aus...irgendwann komm ich dann endlich im Büro an, viel zu spät.
Es lebe Freitag der 13.!
Naja, nun zu den "wichtigen" Informationen:
Der Leitfollikel ist 15mm groß. Ich werde am Montag spät abends den Eisprung per Spritze auslösen.
Am Mittwoch werden dann unsere Eisbärchen aufgetaut. Und nächsten Freitag ziehen sie dann bei mir ein.
Ach ja...und dann bin ich heut auch noch zum 4. Mal Tante geworden!
So viel dazu.
Tschüssss
Mittwoch, 11. September 2013
Entscheidungen getroffen...mal so nebenbei?
Ach ja, am Freitag ist ja der erste Termin zum Folli-TV und wir müssen noch den "Kryo-Bogen" ausfüllen und mein Mann ist ab morgen nicht mehr da...fällt mir gestern auf dem Heimweg so ein.
Zwischen Kekse backen, duschen, Küche putzen, Vorstandssitzung (ich bin in einem Verein tätig) vergesse ich noch mindestens 3mal den Kryo-Bogen aus dem Ordner mit der Aufschrift "KiWu" rauszunehmen. Ich möchte alles ausgefüllt am Freitag mitnehmen, nicht dass dann irgendwas nicht gemacht werden kann, weil ein Bogen fehlt und mein Mann nicht da ist.
Also leg ich den Kryo-Bogen und die Einverständniserklärung für das Assisted Hatching auf den Küchentisch, unausgefüllt.
Irgendwann am Abend, zwischen nach hause kommen, den Tag besprechen und zu Bett gehen, fällt mein Blick wieder auf den blauen Kryo-Bogen und die gelbe Einverständniserklärung.
Ich halte meinem Mann die Zettel unter die Nase "hier musst du unterschreiben". Zack, Unterschrift im falschen Kästchen. Hmm, Brille nicht aufgehabt. Egal....
"Und was tragen wir ein?" frag ich meinen Mann. "Na das was wir besprochen haben"...Aha.
Ich trage also die Daten ein, hier eine 2, da eine 1 und dort eine 3, und noch das Kreuzchen bei "ja" machen.
Fertsch. Noch meinen Otto drunter gesetzt. Erledigt.
Schwerwiegende Entscheidungen, die vielleicht (hoffentlich) unser Leben verändern, mal schnell zwischen Tür und Angel getroffen?! Nein natürlich nicht, wir haben schon mehrmals drüber gesprochen, welche Zahlen wir in welche Felder eintragen werden. Aber in diesem Moment ist es trotzdem komisch, so im Nachhinein betrachtet. Werden wir zu abgestumpft, betrachten wir die "Sache" inzwischen zu pragmatisch?
Finden wir ein anderes Wort....wie wäre "routiniert"? Man gewöhnt sich einfach an all die Abläufe, die bunten Zettel, die Unterschriften, die Entscheidungen. Irgendwann wird es eben fast normal, wie Staub saugen, einkaufen, Wäsche waschen, Eizellen-Transfer. Aber deswegen nicht weniger bedeutend für uns.
Wofür haben wir uns entschieden?
Frage: Wie viele Embryonen möchten Sie eingesetzt bekommen?
Antwort: 2
Frage: Sollten Eizellen das auftauen nicht überstehen, ab wie vielen verbleibenden Eizellen wünschen Sie das Auftauen weiterer Eizellen?
Antwort: 1
Frage: Wie viele Embryonen sollen Ihnen dann nach dem eventuellen Auftauen weiterer Eizellen eingesetzt werden?
Antwort: 3
Frage: Wünschen Sie, dass Assisted Hatching an den Eizellen vorgenommen wird?
Antwort: Ja
Ludi incipiant - Die Spiele mögen beginnen!
Zwischen Kekse backen, duschen, Küche putzen, Vorstandssitzung (ich bin in einem Verein tätig) vergesse ich noch mindestens 3mal den Kryo-Bogen aus dem Ordner mit der Aufschrift "KiWu" rauszunehmen. Ich möchte alles ausgefüllt am Freitag mitnehmen, nicht dass dann irgendwas nicht gemacht werden kann, weil ein Bogen fehlt und mein Mann nicht da ist.
Also leg ich den Kryo-Bogen und die Einverständniserklärung für das Assisted Hatching auf den Küchentisch, unausgefüllt.
Irgendwann am Abend, zwischen nach hause kommen, den Tag besprechen und zu Bett gehen, fällt mein Blick wieder auf den blauen Kryo-Bogen und die gelbe Einverständniserklärung.
Ich halte meinem Mann die Zettel unter die Nase "hier musst du unterschreiben". Zack, Unterschrift im falschen Kästchen. Hmm, Brille nicht aufgehabt. Egal....
"Und was tragen wir ein?" frag ich meinen Mann. "Na das was wir besprochen haben"...Aha.
Ich trage also die Daten ein, hier eine 2, da eine 1 und dort eine 3, und noch das Kreuzchen bei "ja" machen.
Fertsch. Noch meinen Otto drunter gesetzt. Erledigt.
Schwerwiegende Entscheidungen, die vielleicht (hoffentlich) unser Leben verändern, mal schnell zwischen Tür und Angel getroffen?! Nein natürlich nicht, wir haben schon mehrmals drüber gesprochen, welche Zahlen wir in welche Felder eintragen werden. Aber in diesem Moment ist es trotzdem komisch, so im Nachhinein betrachtet. Werden wir zu abgestumpft, betrachten wir die "Sache" inzwischen zu pragmatisch?
Finden wir ein anderes Wort....wie wäre "routiniert"? Man gewöhnt sich einfach an all die Abläufe, die bunten Zettel, die Unterschriften, die Entscheidungen. Irgendwann wird es eben fast normal, wie Staub saugen, einkaufen, Wäsche waschen, Eizellen-Transfer. Aber deswegen nicht weniger bedeutend für uns.
Wofür haben wir uns entschieden?
Frage: Wie viele Embryonen möchten Sie eingesetzt bekommen?
Antwort: 2
Frage: Sollten Eizellen das auftauen nicht überstehen, ab wie vielen verbleibenden Eizellen wünschen Sie das Auftauen weiterer Eizellen?
Antwort: 1
Frage: Wie viele Embryonen sollen Ihnen dann nach dem eventuellen Auftauen weiterer Eizellen eingesetzt werden?
Antwort: 3
Frage: Wünschen Sie, dass Assisted Hatching an den Eizellen vorgenommen wird?
Antwort: Ja
Ludi incipiant - Die Spiele mögen beginnen!
Dienstag, 3. September 2013
Endlich!
Es geht wieder los...heute ist Zyklustag 1. Früher als erwartet, aber deshalb nicht mit weniger Freude empfangen, habe ich meine Mens bekommen.
Sogleich werde ich von einem euphorischem Hochgefühl erfasst. Solche Gefühle hab ich den letzten 2 Jahren unserer Kinderwunschzeit sehr selten mit der Mens in Verbindung gebracht. Aber man nimmt ja mit, was man bekommt.
Heut geht er nun zu Ende, der Chaoszyklus. Es war wirklich etwas zum abgewöhnen....ich bin sogar manchmal selbst ins zweifeln hinsichtlich meiner Temperaturmessungen und, was viel schwerwiegender ist, meines Körpergefühls gekommen. Doch letztendlich hab ich das Chaos hinter mich gebracht und kann alles wieder auf Anfang setzen. Ich hoffe inständig, der nächste Zyklus wird wieder normal!!
Ich habe direkt in der Klinik angerufen und einen Termin zum Ultraschall gemacht. Am Freitag den 13. gehts wieder mal zum Folli-TV. Hätte mir ja auch was gefehlt, so ohne.
Für diejenigen, die sich nicht mit all dem 'künstliche Befruchtung-Kram' auskennen, mal eine kurze Erläuterung was diesen Zyklus auf uns zu kommt.
Im Prinzip wird es für mich so ablaufen wie die IUIs die wir schon hinter uns gebracht haben. Für meinen Mann wirds ganz entspannt, er muss gar nichts machen, "nur" mich und meine Nervosität, Ängste und Gehibbel ertragen.
Ich gehe also ungefähr in der Mitte des Zyklus zum Ultraschall. Da wird wieder geschaut, wie groß der potentielle Follikel ist, in dem hoffentlich ein hübsches kleines Eichen wächst. Dieses Eichen werden wir aber diesen Zyklus nicht brauchen, wir brauchen nur den dazugehörigen Hormonspiegel.
Wenn der Follikel groß genug ist, wird der Eisprung mit einer Spritze ausgelöst (endlich darf ich mich mal wieder spritzen...da wird man echt zum Junkie).
2 Tage später werden 2 der eingefrorenen und schon befruchteten Eizellen aufgetaut. Und wenn diese das Einfrieren überleben und weiter wachsen, bekomm ich sie nach weiteren 2 Tagen in meine Gebärmutter injiziert. Das entspricht dann ungefähr dem Zeitpunkt, wo auch ein natürlich befruchtetes Ei den langen Weg durch den Eileiter geschafft hätte und in der Gebärmutter angekommen wäre.
Sind die 2 befruchteten Eizellen dann in meiner Gebärmutter, liegt es nicht mehr in unserer Hand...ab da können wir nichts mehr dafür und nichts mehr dagegen machen, nur hoffen und positiv denken.
So ist der Plan, Egon...packen wir es an!
Achja: Warum heißt es "Kryo"?
von griechisch κρύος, krýos = Kälte und lateinisch conservare = erhalten, bewahren
Sogleich werde ich von einem euphorischem Hochgefühl erfasst. Solche Gefühle hab ich den letzten 2 Jahren unserer Kinderwunschzeit sehr selten mit der Mens in Verbindung gebracht. Aber man nimmt ja mit, was man bekommt.
Heut geht er nun zu Ende, der Chaoszyklus. Es war wirklich etwas zum abgewöhnen....ich bin sogar manchmal selbst ins zweifeln hinsichtlich meiner Temperaturmessungen und, was viel schwerwiegender ist, meines Körpergefühls gekommen. Doch letztendlich hab ich das Chaos hinter mich gebracht und kann alles wieder auf Anfang setzen. Ich hoffe inständig, der nächste Zyklus wird wieder normal!!
Ich habe direkt in der Klinik angerufen und einen Termin zum Ultraschall gemacht. Am Freitag den 13. gehts wieder mal zum Folli-TV. Hätte mir ja auch was gefehlt, so ohne.
Für diejenigen, die sich nicht mit all dem 'künstliche Befruchtung-Kram' auskennen, mal eine kurze Erläuterung was diesen Zyklus auf uns zu kommt.
Im Prinzip wird es für mich so ablaufen wie die IUIs die wir schon hinter uns gebracht haben. Für meinen Mann wirds ganz entspannt, er muss gar nichts machen, "nur" mich und meine Nervosität, Ängste und Gehibbel ertragen.
Ich gehe also ungefähr in der Mitte des Zyklus zum Ultraschall. Da wird wieder geschaut, wie groß der potentielle Follikel ist, in dem hoffentlich ein hübsches kleines Eichen wächst. Dieses Eichen werden wir aber diesen Zyklus nicht brauchen, wir brauchen nur den dazugehörigen Hormonspiegel.
Wenn der Follikel groß genug ist, wird der Eisprung mit einer Spritze ausgelöst (endlich darf ich mich mal wieder spritzen...da wird man echt zum Junkie).
2 Tage später werden 2 der eingefrorenen und schon befruchteten Eizellen aufgetaut. Und wenn diese das Einfrieren überleben und weiter wachsen, bekomm ich sie nach weiteren 2 Tagen in meine Gebärmutter injiziert. Das entspricht dann ungefähr dem Zeitpunkt, wo auch ein natürlich befruchtetes Ei den langen Weg durch den Eileiter geschafft hätte und in der Gebärmutter angekommen wäre.
Sind die 2 befruchteten Eizellen dann in meiner Gebärmutter, liegt es nicht mehr in unserer Hand...ab da können wir nichts mehr dafür und nichts mehr dagegen machen, nur hoffen und positiv denken.
So ist der Plan, Egon...packen wir es an!
Achja: Warum heißt es "Kryo"?
von griechisch κρύος, krýos = Kälte und lateinisch conservare = erhalten, bewahren
Dienstag, 20. August 2013
Déjà-vu
Das hatten wir doch schon mal...an diesem Punkt war ich schon mal und doch ist es diesmal anders.
Ich habe einen Termin zur Nachuntersuchung. Mit gemischten Gefühlen mache ich mich auf den Weg zur Klinik. Auf der einen Seite freu ich mich, dass es nun wieder weiter geht, ich nicht mehr stumm und still der Dinge harren muss, der Dinge, die kommen wie sie sollen und so arg mein Sein bestimmen.
Auf der anderen Seite kommen all die "Erinnerungen" wieder hoch. Vielleicht klingt das einen Ticken zu theatralisch, aber doch so ist es, irgendwie.
Ich stehe an der Anmeldung und warte. Vor mir gibt eine junge Frau ihren Spritzenplan der Schwester an der Anmeldung. Das hatten wir schon...auch das Ergebnis in Form von Trauer und Enttäuschung hatten wir schon. Vielleicht bleibt es ihr ja erspart.
In den letzten Wochen hatte ich es scheinbar doch geschafft, ein wenig Abstand zu "all dem" zu bekommen. Der Termin heute wirft mich emotional zurück.
Nach nur kurzer Wartezeit ruft mich meine liebe Frau Ärztin rein und schaut nach, ob meine Eierstöcke wieder das tun, was sie sollen und gesund aussehen. Im Großen und Ganzen ist alles wieder gut, nur ein wenig langsam sind sie. Der Eisprung lässt arg auf sich warten. Na super, Zeit ist ja das was wir ohne Ende haben [/Ironie aus].
Dann besprechen wir die weitere Vorgehensweise. Sie meint, wir (ach sie auch?) geben die Hoffnung auf keinen Fall auf. Wir haben ja noch die Eisbärchen (also so hat sie es natürlich nicht gesagt, das ist frei zitiert / interpretiert) und damit noch 2 Versuche. Außerdem käme der Ablauf bei einem Kryo-(=Eis, eingefrorene Eizellen)versuch dem Eintreten einer normalen Schwangerschaft viel näher, da der Körper nicht so arg durch die Stimulation strapaziert ist. Ja ja....red nur weiter...am Ende müssen wir ganz allein alles durchstehen...naja sie meint es ja nur gut.
Sie rät uns zum sogenannten Assisted Hatching.
Zusatzinfo Assisted Hatching (= unterstütztes Schlüpfen):
Damit wird versucht, dem heranwachsenden Embryo das Verlassen der Zona pellucida (seiner Hülle) zu erleichtern. Der Embryo muss diese Hülle verlassen um sich einnisten zu können. Dazu wird die Hülle angeritzt oder ausgedünnt. Diese Methode wird unter anderem bei kryokonservierten Eizellen empfohlen, da die Hülle bei diesen Eizellen härter ist.
Dies kann zum Beispiel mittels eines Lasers (so wird es in unserer Klinik auch gemacht) gemacht werden. Diese Technik ist die sicherste, da der Defekt, der in der Glashaut erzeugt wird, sehr gezielt gesetzt werden kann und auch auch die Größe und Tiefe des Defekts ist exakt einstellbar. Verletzungen des Embryos sind praktisch ausgeschlossen.
Ich, für meine Teil, greife nach jedem Strohhalm und bin für jedes kleines Prozentchen auf der Wahrscheinlichkeitsskala dankbar. Zusätzliche Kosten hin oder her...
Am Ende des Gesprächs bekomme ich noch den sogenannten "Kryobogen". Wir müssen wieder allerhand Entscheidungen treffen.
Wie viele Embryonen möchten Sie eingesetzt bekommen?
Wenn Embryonen das auftauen nicht überleben, ab wie vielen Überlebenden sollen weitere Embryonen aufgetaut werden?
Wie viele sollen ihnen nach dem Auftauen weiterer Embryonen eingesetzt werden?
Warum kann man sowas nicht entscheiden, wenn es soweit ist? Sie tauen 2 auf (die gibts nur in 2er Päckchen), eins überlebt vielleicht nicht, dann rufen sie mich an und wir entscheiden dann was getan werden muss. Just-in-Time quasi. Das ist wie über ungelegte Eier sprechen, würde meine Mutter sagen.
Aber ja, ich versteh schon...die können dann einem nicht ewig hinterher telefonieren, die müssen handeln.
Über diese Fragen machen wir uns nach der nächsten Mens Gedanken. Aber bis dahin haben wir bestimmt noch 3 Wochen Zeit, Zeit zum durchatmen und Kraft tanken.
Nächsten Zyklus geht es dann weiter. Mit unseren Eisbärchen...ich freue mich auf euch!
Ich habe einen Termin zur Nachuntersuchung. Mit gemischten Gefühlen mache ich mich auf den Weg zur Klinik. Auf der einen Seite freu ich mich, dass es nun wieder weiter geht, ich nicht mehr stumm und still der Dinge harren muss, der Dinge, die kommen wie sie sollen und so arg mein Sein bestimmen.
Auf der anderen Seite kommen all die "Erinnerungen" wieder hoch. Vielleicht klingt das einen Ticken zu theatralisch, aber doch so ist es, irgendwie.
Ich stehe an der Anmeldung und warte. Vor mir gibt eine junge Frau ihren Spritzenplan der Schwester an der Anmeldung. Das hatten wir schon...auch das Ergebnis in Form von Trauer und Enttäuschung hatten wir schon. Vielleicht bleibt es ihr ja erspart.
In den letzten Wochen hatte ich es scheinbar doch geschafft, ein wenig Abstand zu "all dem" zu bekommen. Der Termin heute wirft mich emotional zurück.
Nach nur kurzer Wartezeit ruft mich meine liebe Frau Ärztin rein und schaut nach, ob meine Eierstöcke wieder das tun, was sie sollen und gesund aussehen. Im Großen und Ganzen ist alles wieder gut, nur ein wenig langsam sind sie. Der Eisprung lässt arg auf sich warten. Na super, Zeit ist ja das was wir ohne Ende haben [/Ironie aus].
Dann besprechen wir die weitere Vorgehensweise. Sie meint, wir (ach sie auch?) geben die Hoffnung auf keinen Fall auf. Wir haben ja noch die Eisbärchen (also so hat sie es natürlich nicht gesagt, das ist frei zitiert / interpretiert) und damit noch 2 Versuche. Außerdem käme der Ablauf bei einem Kryo-(=Eis, eingefrorene Eizellen)versuch dem Eintreten einer normalen Schwangerschaft viel näher, da der Körper nicht so arg durch die Stimulation strapaziert ist. Ja ja....red nur weiter...am Ende müssen wir ganz allein alles durchstehen...naja sie meint es ja nur gut.
Sie rät uns zum sogenannten Assisted Hatching.
Zusatzinfo Assisted Hatching (= unterstütztes Schlüpfen):
Damit wird versucht, dem heranwachsenden Embryo das Verlassen der Zona pellucida (seiner Hülle) zu erleichtern. Der Embryo muss diese Hülle verlassen um sich einnisten zu können. Dazu wird die Hülle angeritzt oder ausgedünnt. Diese Methode wird unter anderem bei kryokonservierten Eizellen empfohlen, da die Hülle bei diesen Eizellen härter ist.
Dies kann zum Beispiel mittels eines Lasers (so wird es in unserer Klinik auch gemacht) gemacht werden. Diese Technik ist die sicherste, da der Defekt, der in der Glashaut erzeugt wird, sehr gezielt gesetzt werden kann und auch auch die Größe und Tiefe des Defekts ist exakt einstellbar. Verletzungen des Embryos sind praktisch ausgeschlossen.
Ich, für meine Teil, greife nach jedem Strohhalm und bin für jedes kleines Prozentchen auf der Wahrscheinlichkeitsskala dankbar. Zusätzliche Kosten hin oder her...
Am Ende des Gesprächs bekomme ich noch den sogenannten "Kryobogen". Wir müssen wieder allerhand Entscheidungen treffen.
Wie viele Embryonen möchten Sie eingesetzt bekommen?
Wenn Embryonen das auftauen nicht überleben, ab wie vielen Überlebenden sollen weitere Embryonen aufgetaut werden?
Wie viele sollen ihnen nach dem Auftauen weiterer Embryonen eingesetzt werden?
Warum kann man sowas nicht entscheiden, wenn es soweit ist? Sie tauen 2 auf (die gibts nur in 2er Päckchen), eins überlebt vielleicht nicht, dann rufen sie mich an und wir entscheiden dann was getan werden muss. Just-in-Time quasi. Das ist wie über ungelegte Eier sprechen, würde meine Mutter sagen.
Aber ja, ich versteh schon...die können dann einem nicht ewig hinterher telefonieren, die müssen handeln.
Über diese Fragen machen wir uns nach der nächsten Mens Gedanken. Aber bis dahin haben wir bestimmt noch 3 Wochen Zeit, Zeit zum durchatmen und Kraft tanken.
Nächsten Zyklus geht es dann weiter. Mit unseren Eisbärchen...ich freue mich auf euch!
Mittwoch, 7. August 2013
Blick voraus ... oder wie man um Steine drumherum geht
Ein weiterer Stein, der sich unerwartet und selbst aus kurzer Distanz nicht erkennbar, auf unseren Weg gerollt hat. Wir haben uns eine kurze Zeit in den dunklen Schatten des Steins gelegt und keine Ahnung gehabt, wie wir den Stein wegschieben sollen oder wie wir einen Weg drumherum finden können. Nach einer Zeit im Dunklen haben wir am Stein vorbei geguckt und da schien uns ein heller Lichtstrahl ins Gesicht. Mit diesem Lichtstrahl sah alles wieder klarer aus. Dieser Stein ist nicht das Ende, dahinter geht der Weg weiter und es ist so hell und voller neuer Hoffnung.
Die Hoffnung ist nicht bloß ein Schimmer, sie ist eine eigene kleine Sonne, die uns mit ihren Strahlen wärmt und neue Kraft schenkt.
Kartini Diapari-Öngider
Es geht weiter. Nach einem Wartezyklus, in dem mein Körper sich von der Stimulation erholen darf, werden wir in unseren 1. Kryoversuch starten. Es heißt Kryoversuch, weil die 4 befruchteten und eingefrorenen Eizellen "kryokonserviert" sind. Für diesen Versuch werden also 2 der kleinen Eisprinzen oder Eisprinzessinnen aufgetaut und mir dann zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt. Mehr dazu dann zu gegebenen Zeitpunkten.
Was will ich mit diesem Post eigentlich sagen?
Es geht immer weiter, wir geben nicht auf. Es gibt Rückschläge, die einfach nur unendlich weh tun, doch es gibt immer einen Weg um den Stein herum!
Die Hoffnung ist nicht bloß ein Schimmer, sie ist eine eigene kleine Sonne, die uns mit ihren Strahlen wärmt und neue Kraft schenkt.
Kartini Diapari-Öngider
Es geht weiter. Nach einem Wartezyklus, in dem mein Körper sich von der Stimulation erholen darf, werden wir in unseren 1. Kryoversuch starten. Es heißt Kryoversuch, weil die 4 befruchteten und eingefrorenen Eizellen "kryokonserviert" sind. Für diesen Versuch werden also 2 der kleinen Eisprinzen oder Eisprinzessinnen aufgetaut und mir dann zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt. Mehr dazu dann zu gegebenen Zeitpunkten.
Was will ich mit diesem Post eigentlich sagen?
Es geht immer weiter, wir geben nicht auf. Es gibt Rückschläge, die einfach nur unendlich weh tun, doch es gibt immer einen Weg um den Stein herum!
Mittwoch, 31. Juli 2013
Verloren
Soll ich jetzt direkt zum Punkt kommen oder erstmal ne ordentliche Story drumherum labern? Ich entscheide mich fürs labern...
Wie war unser Urlaub? Er war schön, sehr schön. Wir hatten absolut perfektes Strandwetter, viel Sonne, viel blauen Himmel, fantastisches Wasser, gutes Essen, super liebe Menschen um uns und einfach mal ganz viel Zeit um einfach in den Tag hinein zu leben und uns treiben zu lassen.
Ich habe oft an die zwei kleinen Zellbündel in mir gedacht, auf meinen Bauch gefasst und gehofft, dass es ihnen gut geht und dass sie es sich schön gemütlich bei mir machen. Aber sonst: tiefenentspannt, würde ich es mal nennen. Ich bin positiv und absolut zuversichtlich, ich träume gute Träume, positive Träume. Das tut gut, fühlt sich so schön an.
Dann rückt der Testtag immer näher und in mir wächst die Unruhe.
Die dann folgenden 2 Tage waren absolut Nervenaufreibend. Ich habe nicht vor, die Tage nun im Detail wiederzugeben.
Um es zusammenzufassen: die beiden Schwangerschaftstests, die ich mache, zeigen hauchdünne, zarte Linien im "Testfeld".
Dank "Tante Google" schwanke ich damit 48 Stunden lang zwischen Hoffnung (denn "ein Strich ist ein Strich, egal wie dünn") und Angst (denn "der Test zeigt auch bei einem Glas Wasser an, dass es schwanger ist"). Es kommt immer nur auf die entsprechenden Wortkombinationen im Suchfenster an.
Mit diesem Ergebnis rufe ich in der Klinik an und lasse mir einen Termin für Blutuntersuchung und Ultraschall geben, in zwei Tagen. Zur Sicherheit decke ich mich weiteren Tests ein, für jeden Tag einen. Ja, nennt mich paranoid oder selbstzerstörerisch...ich bin Ingenieurin, ich brauche vollständige Testreihen.
In der folgenden Nacht habe ich einen Traum, doch das ist nun ein unschöner Traum. Ich bekomme schmerzvoll meine Mens und erlebe im Traum, wie ich mit dieser Information in der Klinik anrufe und neue Instruktionen bekomme. Gegen 6:30Uhr wache ich auf...es zieht im Unterleib. Ich geh ins Bad, eigentlich um meine Testreihe fortzusetzen. Und dann bin ich einfach nur geschockt und wundere mich, lache noch ein verzweifeltes Lachen "hah, das kann doch jetzt nicht wahr sein, gute Träume werden doch auch nie wahr"....ich habe meine Mens bekommen. Testreihe mit negativem Ergebnis abgeschlossen...
Wie unter Schock leg ich mich wieder ins Bett und schlafe nach einer gefühlten Ewigkeit sogar wieder ein. Bis dahin frage ich mich mehr als einmal, warum ich nicht weinen muss. Bin ich schon so abgestumpft, bin ich einfach irgendwie erleichtert Gewissheit nach den letzten zwei Chaostagen zu haben?
Ich kann mir die Fragen nicht beantworten.
Als mein Mann aufwacht, sag ich es ihm und dann kommen auch die Tränen...der Knoten des Frustes, der Wut, des Warums und der Traurigkeit platzt mit voller Wucht.
Was muss man dazu nun noch sagen? Mir fällt nichts weiter dazu ein.
Wie war unser Urlaub? Er war schön, sehr schön. Wir hatten absolut perfektes Strandwetter, viel Sonne, viel blauen Himmel, fantastisches Wasser, gutes Essen, super liebe Menschen um uns und einfach mal ganz viel Zeit um einfach in den Tag hinein zu leben und uns treiben zu lassen.
Ich habe oft an die zwei kleinen Zellbündel in mir gedacht, auf meinen Bauch gefasst und gehofft, dass es ihnen gut geht und dass sie es sich schön gemütlich bei mir machen. Aber sonst: tiefenentspannt, würde ich es mal nennen. Ich bin positiv und absolut zuversichtlich, ich träume gute Träume, positive Träume. Das tut gut, fühlt sich so schön an.
Dann rückt der Testtag immer näher und in mir wächst die Unruhe.
Die dann folgenden 2 Tage waren absolut Nervenaufreibend. Ich habe nicht vor, die Tage nun im Detail wiederzugeben.
Um es zusammenzufassen: die beiden Schwangerschaftstests, die ich mache, zeigen hauchdünne, zarte Linien im "Testfeld".
Dank "Tante Google" schwanke ich damit 48 Stunden lang zwischen Hoffnung (denn "ein Strich ist ein Strich, egal wie dünn") und Angst (denn "der Test zeigt auch bei einem Glas Wasser an, dass es schwanger ist"). Es kommt immer nur auf die entsprechenden Wortkombinationen im Suchfenster an.
Mit diesem Ergebnis rufe ich in der Klinik an und lasse mir einen Termin für Blutuntersuchung und Ultraschall geben, in zwei Tagen. Zur Sicherheit decke ich mich weiteren Tests ein, für jeden Tag einen. Ja, nennt mich paranoid oder selbstzerstörerisch...ich bin Ingenieurin, ich brauche vollständige Testreihen.
In der folgenden Nacht habe ich einen Traum, doch das ist nun ein unschöner Traum. Ich bekomme schmerzvoll meine Mens und erlebe im Traum, wie ich mit dieser Information in der Klinik anrufe und neue Instruktionen bekomme. Gegen 6:30Uhr wache ich auf...es zieht im Unterleib. Ich geh ins Bad, eigentlich um meine Testreihe fortzusetzen. Und dann bin ich einfach nur geschockt und wundere mich, lache noch ein verzweifeltes Lachen "hah, das kann doch jetzt nicht wahr sein, gute Träume werden doch auch nie wahr"....ich habe meine Mens bekommen. Testreihe mit negativem Ergebnis abgeschlossen...
Wie unter Schock leg ich mich wieder ins Bett und schlafe nach einer gefühlten Ewigkeit sogar wieder ein. Bis dahin frage ich mich mehr als einmal, warum ich nicht weinen muss. Bin ich schon so abgestumpft, bin ich einfach irgendwie erleichtert Gewissheit nach den letzten zwei Chaostagen zu haben?
Ich kann mir die Fragen nicht beantworten.
Als mein Mann aufwacht, sag ich es ihm und dann kommen auch die Tränen...der Knoten des Frustes, der Wut, des Warums und der Traurigkeit platzt mit voller Wucht.
Was muss man dazu nun noch sagen? Mir fällt nichts weiter dazu ein.
Freitag, 19. Juli 2013
Uuuuuuuurlaub
Bevor es ab in den Urlaub geht, mit 2 Wochen Strand, Sonne, Meer, blauem Himmel, zelten, grillen, spazieren gehen....und und und, bring ich den Blog noch schnell auf den neuesten Stand.
Heute war die 2. Nachkontrolle nach dem Transfer. Bei der Assistenzärztin...fragt nicht. Als ich das letzte mal, bei 5. oder 6. IUI, mit weit geöffneten Schenkeln vor ihr lag und sie hinter meiner Lieblingsärztin stand, gähnte sie aus Leibeskräften...scheint nicht so ein spannender Anblick zu sein.
Aber der Reihe nach. Am Mittwoch war ich ja nochmal beim Herrn Doktor, mit dem ich nun doch auch etwas wärmer geworden bin, auch wenn er mich immer noch nicht mit auf den Ultraschall schauen lässt und ich mir den Hals verrenken muss um was zu sehen. Na ja, er ist halt so.
Ich frage ihn, wie wir das am besten mit dem Bluttest machen, da wir zu dem Zeitpunkt im Urlaub sind. Er fragt wohin wir denn fahren und kaum habe ich den Urlaubsort ausgesprochen, erscheint ein Lächeln (huch) auf seinem Gesicht und er fängt an einen Schwank aus seiner Jugend und der dort verbrachten Zeit zu erzählen und was ich mir doch unbedingt alles anschauen sollte. Ich schaue ihn interessiert an und frage mich die ganze Zeit, wie ich ihn möglichst schonend wieder zu meiner Frage zurück bringe.
Aber irgendwann habe ich die ersehnte Antwort: ich mache einen normalen SST, keinen Bluttest. "wenn er negativ ist, setzen sie die Medikamente ab, wenn er positiv ist, nehmen sie die Medikamente weiter und wenn sie sich unsicher sind, machen sie einfach am nächsten Tag noch einen Test".
Mit diesen Instruktionen, guten Wünschen für den Urlaub und einem weiteren Kontrolltermin für Freitag verlasse ich nach kaum 10 Minuten die Praxis. Auf dem Heimweg gönne ich mir ein leckeres Eis.
Nun zur Assistenzärztin. Inzwischen durfte mir jeder in dieser Praxis mit einer medizinischen Ausbildung mal zwischen die Beine schauen. Juchhu! Schamgefühl ade.
Letztendlich gibt es von diesem Termin gar nichts weiter spannendes zu berichten. Meine Gelbkörper an den Eierstöcken sind ordentlich groß, die Gebärmutterschleimhaut ist zwischen 13 und 16 mm und es sieht "alles gut" aus. Ich kann mir die Frage "kann man schon was sehen?" nicht verkneifen....ähem, natürlich nicht!! Ich soll heute und übermorgen Predalon (künstliches HCG = Schwangerschaftshormon) spritzen um die Einnistung zu unterstützen. Ok, alles was nötig ist.
Gleich nach unserem Urlaub soll ich wieder zum Ultraschall kommen, egal was der SST sagt. Einfach um auf Nummer sicher zu gehen. Find ich gut. Ich fühl mich dadurch gut aufgehoben in der Praxis.
Und sonst so?
Alles bestens. Keine besonderen Vorkommnisse. Ich fühl mich nicht anders, alles ist wie es immer ist. Allerdings zähle ich schon die Tage bis zum Test....10 sinds noch (9,5 ;-) )! Ich hoffe darauf, dass ich es im Urlaub mal vergesse.
Also: machts gut und bis "demnächst"
Heute war die 2. Nachkontrolle nach dem Transfer. Bei der Assistenzärztin...fragt nicht. Als ich das letzte mal, bei 5. oder 6. IUI, mit weit geöffneten Schenkeln vor ihr lag und sie hinter meiner Lieblingsärztin stand, gähnte sie aus Leibeskräften...scheint nicht so ein spannender Anblick zu sein.
Aber der Reihe nach. Am Mittwoch war ich ja nochmal beim Herrn Doktor, mit dem ich nun doch auch etwas wärmer geworden bin, auch wenn er mich immer noch nicht mit auf den Ultraschall schauen lässt und ich mir den Hals verrenken muss um was zu sehen. Na ja, er ist halt so.
Ich frage ihn, wie wir das am besten mit dem Bluttest machen, da wir zu dem Zeitpunkt im Urlaub sind. Er fragt wohin wir denn fahren und kaum habe ich den Urlaubsort ausgesprochen, erscheint ein Lächeln (huch) auf seinem Gesicht und er fängt an einen Schwank aus seiner Jugend und der dort verbrachten Zeit zu erzählen und was ich mir doch unbedingt alles anschauen sollte. Ich schaue ihn interessiert an und frage mich die ganze Zeit, wie ich ihn möglichst schonend wieder zu meiner Frage zurück bringe.
Aber irgendwann habe ich die ersehnte Antwort: ich mache einen normalen SST, keinen Bluttest. "wenn er negativ ist, setzen sie die Medikamente ab, wenn er positiv ist, nehmen sie die Medikamente weiter und wenn sie sich unsicher sind, machen sie einfach am nächsten Tag noch einen Test".
Mit diesen Instruktionen, guten Wünschen für den Urlaub und einem weiteren Kontrolltermin für Freitag verlasse ich nach kaum 10 Minuten die Praxis. Auf dem Heimweg gönne ich mir ein leckeres Eis.
Nun zur Assistenzärztin. Inzwischen durfte mir jeder in dieser Praxis mit einer medizinischen Ausbildung mal zwischen die Beine schauen. Juchhu! Schamgefühl ade.
Letztendlich gibt es von diesem Termin gar nichts weiter spannendes zu berichten. Meine Gelbkörper an den Eierstöcken sind ordentlich groß, die Gebärmutterschleimhaut ist zwischen 13 und 16 mm und es sieht "alles gut" aus. Ich kann mir die Frage "kann man schon was sehen?" nicht verkneifen....ähem, natürlich nicht!! Ich soll heute und übermorgen Predalon (künstliches HCG = Schwangerschaftshormon) spritzen um die Einnistung zu unterstützen. Ok, alles was nötig ist.
Gleich nach unserem Urlaub soll ich wieder zum Ultraschall kommen, egal was der SST sagt. Einfach um auf Nummer sicher zu gehen. Find ich gut. Ich fühl mich dadurch gut aufgehoben in der Praxis.
Und sonst so?
Alles bestens. Keine besonderen Vorkommnisse. Ich fühl mich nicht anders, alles ist wie es immer ist. Allerdings zähle ich schon die Tage bis zum Test....10 sinds noch (9,5 ;-) )! Ich hoffe darauf, dass ich es im Urlaub mal vergesse.
Also: machts gut und bis "demnächst"
Dienstag, 16. Juli 2013
Transfer
Nachdem ich schon dezent darauf hingewiesen wurde, meinen Blog zu aktualisieren, möchte ich das nun auch tun. Ihr wartet sicher schon ungeduldig darauf, was es neues gibt und wie es beim Transfer war.
Mir fällt grad noch ein, hab ich eigentlich erzählt, wie das Telefonat mit dem Labor am Samstag war?
Nein....ok, dann hol ich das noch nach.
Auf einem kleinen Zettelchen, welches mein Mann vom Labor bekommen hat, steht eine Telefonnummer und "Sa 10Uhr". Heißt das jetzt, ich soll genau 10Uhr anrufen oder ich kann ab 10Uhr anrufen?? Egal, ab 9:45Uhr schaue ich minütlich auf die Uhr und Punkt 10Uhr wähle ich die auf dem Zettelchen notierte Nummer. Der Herr Biologe ist schnell dran und ich muss mein "Auskunftskennwort" sagen...sonst kann ja jeder anrufen und sich nach meinen Eizellen erkundigen.
Er sagt mir dann folgendes: "Es wurden 8 Eizellen entnommen, 7 konnten injiziert werden und aus 6 ist was geworden. Somit haben wir 4 Eizellen eingefroren und am Montag 9Uhr kommen Sie bitte zum Transfer um 2 Eizellen zurück zubekommen". Alles klar, vielen Dank...ich lege auf und freue mich! Ist doch ein guter Schnitt. So haben wir noch 4 Eizellen...fürs 2. und fürs 3. Kind ;-) (sagt der Optimist)! Den Rest des Tages bin ich immer mal wieder in Gedanken bei den 2 kleinen Eizellen, die nun hoffentlich fröhlich weiter wachsen!
Nun aber zum Transfer:
Ich fahre pünktlich 15 Minuten vor dem Termin in die Klinik. Ich werde direkt ins Zimmer zu meinem Bett gebracht, wo ich mich ausziehe (siehe Kleiderordnung ;-) ) und ins Bett setze. Ich schnappe mir allerhand Magazine und fange an diese durchzublättern. Ratzfatz hab ich 3 Magazine durchgeblättert und frage mich, warum die Zeitschrift "Instyle Men" hier rum liegt. Es geht immer noch nichts los, ich fang mit den Magazinen von vorn an. Zum Glück bin ich mental auf die Wartezeit eingestellt, 2 Frauen ging es am Freitag ähnlich, die mit bei mir im Zimmer lagen. Dann kommt die Schwester und meint zu mir "die warten nur noch auf den Doktor, wenn ich sie wäre, würde ich mal auf die Toilette gehen". Dann tu ich das, obwohl ich in der Stunde Wartezeit nun schon zum 3. Mal gehe. Egal, es lohnt sich jedes mal ;-) !
Dann gehts also los, eine andere Schwester holt mich und ich lauf in den OP. Mein Bett wird hinter mir her gefahren und direkt neben dem Behandlungsstuhl aufgestellt.
Der Herr Doktor fragt mich nach meinem Befinden, welches 1a ist. Es geht mir gut, von der Punktion merke ich kaum noch was. Nur meine angeschwollenen Eierstöcke merke ich natürlich ab und an.
Er macht einen Ultraschall und wir sehen allerhand dicke Blasen an meinen Eierstöcken. Zu jedem vorher vorhandenen Follikel hat sich nun ein Gelbkörper am Eierstock gebildet. Diese Gelbkörper produzieren Progesteron und sorgen im Falle einer Schwangerschaft dafür, dass die Eierstöcke keine neuen Eizellen reifen lassen. Schon schlau so ein Körper ;-) !
Dann kommt der Biologe. Ich muss wieder meinen Namen und Geburtsdatum sagen, erneut wiederholen, wie viele Embryonen ich eingesetzt bekommen habe möchte. Wobei ich mich für einen kurzen Moment frage, was er tun würde, wenn ich jetzt 3 sagen würde.... Dann erklärt mir der Biologe noch, dass ich somit nun einen 8-Zeller und einen 10-Zeller bekomme. Ich bin begeistert. Auf 8-Zeller hatte ich gehofft..aber ein 10-Zeller...ich zeige mich beeindruckt. Der Biologe meint, das ist schon recht gut gewachsen und mehr geht eigentlich gar nicht in der Zeit.
Dann setzt der Herr Doktor die Instrumente an und erklärt mir sehr freundlich jeden Schritt, den er tut. Er muss zuerst eine Führungskanüle in den Gebärmutterhals einführen. Die Führungskanüle ist quasi wie ein Tunnel für die eigentliche Kanüle mit den Eizellen drin, welche gaaanz dünn und beweglich ist und höchstwahrscheinlich umknicken würde, beim Versuch, diese so durch den Gebärmutterhals zu führen. Ich merke nach einigem Rumgestocher ziemlich deutlich, wie die Führungskanüle an ihre Bestimmungsort gelangt *autsch*.
Dann kommt der Biologe mit den Eizellen in einer weiteren Kanüle. Diese wird nun durch den Tunnel geführt und die darin befindliche Nährlösung inklusive Embryonen in meine Gebärmutter gespritzt.
Mein Mann wollte gern wissen, wie der Arzt sich sicher sein kann, dass die Beiden auch an dort hin kommen, wo sie hin sollen und nicht in der Kanüle verbleiben. Die Antwort folgt direkt. Der Biologe nimmt die Kanüle wieder mit und kontrolliert sie unter dem Mikroskop ob die Embryonen raus sind.
Erst nach dem Ok von ihm, macht der Herr Doktor nochmal Ultraschall und zeigt mir den hellen Bereich in meiner Gebärmutter.
Er wünscht mir noch alles Gute, viele positive Gedanken und dann bis Mittwoch. Da soll ich nochmal zur Nachkontrolle kommen.
Dann möchte ich vom Stuhl steigen, aber das wird direkt mit vehementen "nein nein" verhindert. Ich soll mich direkt auf das neben dem Stuhl stehende Bett kullern und dort 20-30 Minuten auf dem Bauch liegen bleiben. Keine Ahnung, ob dass was bringt und was es bringen soll...aber man hat das Gefühl, man tut etwas. Ich werde ins Zimmer zurück geschoben und da lieg ich nun. Ich spreche zu den 2 Kleinen, sie mögen es sich schön gemütlich machen.
Nach einer reichlichen halben Stunde fahre ich heim und verbringe den Rest des Tages liegend auf dem Sofa...von meinem Mann so verordnet.
Abends im Bett wünschen "wir 3" meinem Mann eine gute Nacht und im Halbschlaf schiebt er seine Hand rüber und legt sie auf meinen Bauch.
Hach ist det schön!
Tja und jetzt: Warteschleife willkommen! Ich wusste, dass du kommst und werde mit dir umzugehen wissen. Du kannst mir nichts, ich bin seelig mit den 2 Kleinen in mir....mögen sie oder wenigstens eins davon, bei mir bleiben!
Mir fällt grad noch ein, hab ich eigentlich erzählt, wie das Telefonat mit dem Labor am Samstag war?
Nein....ok, dann hol ich das noch nach.
Auf einem kleinen Zettelchen, welches mein Mann vom Labor bekommen hat, steht eine Telefonnummer und "Sa 10Uhr". Heißt das jetzt, ich soll genau 10Uhr anrufen oder ich kann ab 10Uhr anrufen?? Egal, ab 9:45Uhr schaue ich minütlich auf die Uhr und Punkt 10Uhr wähle ich die auf dem Zettelchen notierte Nummer. Der Herr Biologe ist schnell dran und ich muss mein "Auskunftskennwort" sagen...sonst kann ja jeder anrufen und sich nach meinen Eizellen erkundigen.
Er sagt mir dann folgendes: "Es wurden 8 Eizellen entnommen, 7 konnten injiziert werden und aus 6 ist was geworden. Somit haben wir 4 Eizellen eingefroren und am Montag 9Uhr kommen Sie bitte zum Transfer um 2 Eizellen zurück zubekommen". Alles klar, vielen Dank...ich lege auf und freue mich! Ist doch ein guter Schnitt. So haben wir noch 4 Eizellen...fürs 2. und fürs 3. Kind ;-) (sagt der Optimist)! Den Rest des Tages bin ich immer mal wieder in Gedanken bei den 2 kleinen Eizellen, die nun hoffentlich fröhlich weiter wachsen!
Nun aber zum Transfer:
Ich fahre pünktlich 15 Minuten vor dem Termin in die Klinik. Ich werde direkt ins Zimmer zu meinem Bett gebracht, wo ich mich ausziehe (siehe Kleiderordnung ;-) ) und ins Bett setze. Ich schnappe mir allerhand Magazine und fange an diese durchzublättern. Ratzfatz hab ich 3 Magazine durchgeblättert und frage mich, warum die Zeitschrift "Instyle Men" hier rum liegt. Es geht immer noch nichts los, ich fang mit den Magazinen von vorn an. Zum Glück bin ich mental auf die Wartezeit eingestellt, 2 Frauen ging es am Freitag ähnlich, die mit bei mir im Zimmer lagen. Dann kommt die Schwester und meint zu mir "die warten nur noch auf den Doktor, wenn ich sie wäre, würde ich mal auf die Toilette gehen". Dann tu ich das, obwohl ich in der Stunde Wartezeit nun schon zum 3. Mal gehe. Egal, es lohnt sich jedes mal ;-) !
Dann gehts also los, eine andere Schwester holt mich und ich lauf in den OP. Mein Bett wird hinter mir her gefahren und direkt neben dem Behandlungsstuhl aufgestellt.
Der Herr Doktor fragt mich nach meinem Befinden, welches 1a ist. Es geht mir gut, von der Punktion merke ich kaum noch was. Nur meine angeschwollenen Eierstöcke merke ich natürlich ab und an.
Er macht einen Ultraschall und wir sehen allerhand dicke Blasen an meinen Eierstöcken. Zu jedem vorher vorhandenen Follikel hat sich nun ein Gelbkörper am Eierstock gebildet. Diese Gelbkörper produzieren Progesteron und sorgen im Falle einer Schwangerschaft dafür, dass die Eierstöcke keine neuen Eizellen reifen lassen. Schon schlau so ein Körper ;-) !
Dann kommt der Biologe. Ich muss wieder meinen Namen und Geburtsdatum sagen, erneut wiederholen, wie viele Embryonen ich eingesetzt bekommen habe möchte. Wobei ich mich für einen kurzen Moment frage, was er tun würde, wenn ich jetzt 3 sagen würde.... Dann erklärt mir der Biologe noch, dass ich somit nun einen 8-Zeller und einen 10-Zeller bekomme. Ich bin begeistert. Auf 8-Zeller hatte ich gehofft..aber ein 10-Zeller...ich zeige mich beeindruckt. Der Biologe meint, das ist schon recht gut gewachsen und mehr geht eigentlich gar nicht in der Zeit.
Dann setzt der Herr Doktor die Instrumente an und erklärt mir sehr freundlich jeden Schritt, den er tut. Er muss zuerst eine Führungskanüle in den Gebärmutterhals einführen. Die Führungskanüle ist quasi wie ein Tunnel für die eigentliche Kanüle mit den Eizellen drin, welche gaaanz dünn und beweglich ist und höchstwahrscheinlich umknicken würde, beim Versuch, diese so durch den Gebärmutterhals zu führen. Ich merke nach einigem Rumgestocher ziemlich deutlich, wie die Führungskanüle an ihre Bestimmungsort gelangt *autsch*.
Dann kommt der Biologe mit den Eizellen in einer weiteren Kanüle. Diese wird nun durch den Tunnel geführt und die darin befindliche Nährlösung inklusive Embryonen in meine Gebärmutter gespritzt.
Mein Mann wollte gern wissen, wie der Arzt sich sicher sein kann, dass die Beiden auch an dort hin kommen, wo sie hin sollen und nicht in der Kanüle verbleiben. Die Antwort folgt direkt. Der Biologe nimmt die Kanüle wieder mit und kontrolliert sie unter dem Mikroskop ob die Embryonen raus sind.
Erst nach dem Ok von ihm, macht der Herr Doktor nochmal Ultraschall und zeigt mir den hellen Bereich in meiner Gebärmutter.
Er wünscht mir noch alles Gute, viele positive Gedanken und dann bis Mittwoch. Da soll ich nochmal zur Nachkontrolle kommen.
Dann möchte ich vom Stuhl steigen, aber das wird direkt mit vehementen "nein nein" verhindert. Ich soll mich direkt auf das neben dem Stuhl stehende Bett kullern und dort 20-30 Minuten auf dem Bauch liegen bleiben. Keine Ahnung, ob dass was bringt und was es bringen soll...aber man hat das Gefühl, man tut etwas. Ich werde ins Zimmer zurück geschoben und da lieg ich nun. Ich spreche zu den 2 Kleinen, sie mögen es sich schön gemütlich machen.
Nach einer reichlichen halben Stunde fahre ich heim und verbringe den Rest des Tages liegend auf dem Sofa...von meinem Mann so verordnet.
Abends im Bett wünschen "wir 3" meinem Mann eine gute Nacht und im Halbschlaf schiebt er seine Hand rüber und legt sie auf meinen Bauch.
Hach ist det schön!
Tja und jetzt: Warteschleife willkommen! Ich wusste, dass du kommst und werde mit dir umzugehen wissen. Du kannst mir nichts, ich bin seelig mit den 2 Kleinen in mir....mögen sie oder wenigstens eins davon, bei mir bleiben!
Freitag, 12. Juli 2013
Punktion
12 Stunden nichts essen ist gar nicht so schlimm wenn man 8 davon schläft, fällt mir heut morgen auf, als ich meinem Mann beim frühstücken zu schaue. Ich bin eh viel zu aufgeregt um Hunger zu fühlen.
Viel zu früh stehen wir vor der noch verschlossenen Tür der Klinik. Kurz nach der bestellten Zeit 7:30 Uhr erlaube ich mir, den Klingelknopf an der Tür der Klinik zu betätigen....eine nicht so gute Idee. Die herbeieilende Schwester weist mich bestimmt und gerade noch freundlich darauf hin, dass ich bitte nicht klingeln soll "die ist nur für uns intern". Aha, steht aber nicht dran...
Egal! Wir warten kurz im Wartezimmer und dann darf ich auch schon mein Bett für heute beziehen. Ich lege meine Imbiss für "danach" bereit und schon eilt ein älterer Herr ins Zimmer. Er stellt sich als Narkosearzt vor und erklärt mir die Kleiderordnung für heute: "ein Hemd bis hier (zeichnet dabei eine Linie auf seinem Oberschenkel kurz unterhalb des Schritts), keine Unterwäsche aber Brille ist erlaubt".
Ich ziehe mich also aus und lege mich schön gemütlich ins Bett. Dann baut sich der Narkosearzt schon wieder vor mir auf und schwingt eine Rede über den Verlauf der Narkose, der Bedeutung für den Körper, zwischendurch ist er bei Piloten und Flugzeugen....bla bla...mir erschließt sich der Zusammenhang nicht, wo soll ich unterschreiben?
Und dann gehts schon los. Ich lauf über den Gang in den OP, setz mich auf den Stuhl. Der "nette" Herr Doktor erwartet mich schon. Der Laborchef stellt mir noch mal ein paar Fragen, Name, Geburtstag, Anzahl einzupflanzender Embryonen, Name meines Mannes, noch eine Unterschrift.
Ich leg mich zurück und der gesprächige Narkosearzt fängt an in meinem linken Arm eine Ader zu suchen, erfolglos. Nach einigem rumgestocher wechselt er zum rechten Arm, wo er erfolgreich einen Zugang legt. Mit den Worten "jetzt bekommen sie erstmal einen Schnaps" wird mir von rechts kommend sehr warm und ein seltsames grinsen im Gesicht kann ich nicht verhindern.
Als nächstes wache ich in meinem Bett auf und alles ist schon vorbei. Ich schlafe immer mal wieder ein und eine liebe Schwester kommt alle 30 Minuten vorbei zum Blutdruck messen.
Von nun an soll ich viel trinken, mich langsam hinsetzen und meinen Imbiss zu mir nehmen. Ich tu dem so. Den restlichen Vormittag döse ich vor mich hin und bin erstaunt, wie gut es mir geht. Ich blute nicht, Kreislauf ist ok, Pippimachen funktioniert 1a. Langsam wird mir langweilig.
Ich bin froh als meine Mama erscheint um mich abzuholen. Es tut gut, ein vertrautes Gesicht zu sehen. Kurze Zeit später kommt auch die Assistenzärztin und führt das Nachgespräch mit mir.
Es wurden mir 8 Eizellen entnommen, von denen 6-7 reif waren. Morgen früh 10 Uhr darf ich im Labor anrufen und fragen, wie viele sich davon befruchten ließen.
Wie geht es mir?
Den ganzen Nachmittag liege ich auf dem Sofa rum und lass mich von meiner Mama verwöhnen. Mein Unterleib fühlt sich inzwischen an, als ob jemand von innen einen Ballon aufgepustet hätte...die Eierstöcke merke ich, es fühlt sich alles irgendwie aufgebläht an.
Die nächsten Tage werde ich mich schonen und voller Vorfreude auf Montag warten, wenn ich endlich die zwei kleinen wunderbaren Embryonen zurück bekomme.
Viel zu früh stehen wir vor der noch verschlossenen Tür der Klinik. Kurz nach der bestellten Zeit 7:30 Uhr erlaube ich mir, den Klingelknopf an der Tür der Klinik zu betätigen....eine nicht so gute Idee. Die herbeieilende Schwester weist mich bestimmt und gerade noch freundlich darauf hin, dass ich bitte nicht klingeln soll "die ist nur für uns intern". Aha, steht aber nicht dran...
Egal! Wir warten kurz im Wartezimmer und dann darf ich auch schon mein Bett für heute beziehen. Ich lege meine Imbiss für "danach" bereit und schon eilt ein älterer Herr ins Zimmer. Er stellt sich als Narkosearzt vor und erklärt mir die Kleiderordnung für heute: "ein Hemd bis hier (zeichnet dabei eine Linie auf seinem Oberschenkel kurz unterhalb des Schritts), keine Unterwäsche aber Brille ist erlaubt".
Ich ziehe mich also aus und lege mich schön gemütlich ins Bett. Dann baut sich der Narkosearzt schon wieder vor mir auf und schwingt eine Rede über den Verlauf der Narkose, der Bedeutung für den Körper, zwischendurch ist er bei Piloten und Flugzeugen....bla bla...mir erschließt sich der Zusammenhang nicht, wo soll ich unterschreiben?
Und dann gehts schon los. Ich lauf über den Gang in den OP, setz mich auf den Stuhl. Der "nette" Herr Doktor erwartet mich schon. Der Laborchef stellt mir noch mal ein paar Fragen, Name, Geburtstag, Anzahl einzupflanzender Embryonen, Name meines Mannes, noch eine Unterschrift.
Ich leg mich zurück und der gesprächige Narkosearzt fängt an in meinem linken Arm eine Ader zu suchen, erfolglos. Nach einigem rumgestocher wechselt er zum rechten Arm, wo er erfolgreich einen Zugang legt. Mit den Worten "jetzt bekommen sie erstmal einen Schnaps" wird mir von rechts kommend sehr warm und ein seltsames grinsen im Gesicht kann ich nicht verhindern.
Als nächstes wache ich in meinem Bett auf und alles ist schon vorbei. Ich schlafe immer mal wieder ein und eine liebe Schwester kommt alle 30 Minuten vorbei zum Blutdruck messen.
Von nun an soll ich viel trinken, mich langsam hinsetzen und meinen Imbiss zu mir nehmen. Ich tu dem so. Den restlichen Vormittag döse ich vor mich hin und bin erstaunt, wie gut es mir geht. Ich blute nicht, Kreislauf ist ok, Pippimachen funktioniert 1a. Langsam wird mir langweilig.
Ich bin froh als meine Mama erscheint um mich abzuholen. Es tut gut, ein vertrautes Gesicht zu sehen. Kurze Zeit später kommt auch die Assistenzärztin und führt das Nachgespräch mit mir.
Es wurden mir 8 Eizellen entnommen, von denen 6-7 reif waren. Morgen früh 10 Uhr darf ich im Labor anrufen und fragen, wie viele sich davon befruchten ließen.
Wie geht es mir?
Den ganzen Nachmittag liege ich auf dem Sofa rum und lass mich von meiner Mama verwöhnen. Mein Unterleib fühlt sich inzwischen an, als ob jemand von innen einen Ballon aufgepustet hätte...die Eierstöcke merke ich, es fühlt sich alles irgendwie aufgebläht an.
Die nächsten Tage werde ich mich schonen und voller Vorfreude auf Montag warten, wenn ich endlich die zwei kleinen wunderbaren Embryonen zurück bekomme.
Mittwoch, 10. Juli 2013
Follikel messen
Oh man, ich bin so aufgeregt, ich weiß kaum noch, wie ich still sitzen soll, geschweige denn mich konzentrieren.
Heute ist noch mal eine letzte Kontrolle vor der Punktion. Die Ärztin ist hellauf begeistert....und ich erst ;-) !
Die GMSH ist bei 12 (!!) mm, das ist echt super klasse. Alle relevanten Follikel sind bei 19 - 21 mm., also auch alle super schön ausgereift. Perfekte Voraussetzungen würde ich mal sagen.
Ich frage die Ärztin noch ein paar Details zur Punktion und Befruchtung ab. Mir werden also alle Eizellen entnommen, alle befruchtet und dann die 2 besten wieder zurückgegeben. Der Rest wird eingefroren für weitere Versuche ohne Stimulation.
Die Punktion wird der Herr Doktor übernehmen, von mir aus, da schlaf ich ja ;-) ! Den Transfer wird auch der Doktor machen, denn meine Ärztin hat Urlaub. Ich wünsche ihr einen schönen Urlaub. "Wir sehen uns" meinte sie...ich hoffe nicht so schnell wieder...
Heut Abend soll ich mir den Rest aus dem Spritzenpen pünktlich 18Uhr spritzen. Dan pünktlich 20:15Uhr soll ich per Spritze den Eisprung auslösen. Durch diese Spritze wird das Ei in dem Follikel darauf vorbereitet, dass es Diesen demnächst verlassen wird. Das muss genau 36 Stunden vor der Punktion passieren. Diese Spritze darf mein lieber Mann mir wieder geben, denn die ist länger und dicker und beinhaltet viel mehr Flüssigkeit. Das schaff ich nicht allein...
Alles organisatorische bespricht die Schwester mit mir.
Ich bekomme allerhand Listen und Fragebögen (wieder mal). Am Freitag 7:30Uhr sollen wir da sein. Ich darf 12 Stunden vorher nichts essen, 6 Stunde vorher nichts trinken...kein Bonbon, kein Kaugummi...nichts. Oha...
Ich bin viel zu aufgeregt um zu wissen, ob ich irgendeine Frage gerade vergesse zustellen. War da noch was? Ich habe nicht die geringste Ahnung...
Zusatzinfo Punktion:
Bei der Punktion werden alle Eizellen aus den Follikeln entnommen. Dabei werden entsprechende Werkzeuge eingeführt und durch die Scheidenwand "gebohrt". Per Ultraschall sieht der Herr Doktor, wo sich die Eizellen befinden und kann diese dann absaugen. Es wird nichts aufgeschnitten und es muss nichts genäht werden. Das ganze wird unter Vollnarkose gemacht.
Ich bin aufgeregt, ich bin aufgeregt....äh nein falsch....ich bin gaaanz ruhig und entspannt... (das wird mein neues Mantra).
So denn, ich meld mich Freitag...bestimmt.
Heute ist noch mal eine letzte Kontrolle vor der Punktion. Die Ärztin ist hellauf begeistert....und ich erst ;-) !
Die GMSH ist bei 12 (!!) mm, das ist echt super klasse. Alle relevanten Follikel sind bei 19 - 21 mm., also auch alle super schön ausgereift. Perfekte Voraussetzungen würde ich mal sagen.
Ich frage die Ärztin noch ein paar Details zur Punktion und Befruchtung ab. Mir werden also alle Eizellen entnommen, alle befruchtet und dann die 2 besten wieder zurückgegeben. Der Rest wird eingefroren für weitere Versuche ohne Stimulation.
Die Punktion wird der Herr Doktor übernehmen, von mir aus, da schlaf ich ja ;-) ! Den Transfer wird auch der Doktor machen, denn meine Ärztin hat Urlaub. Ich wünsche ihr einen schönen Urlaub. "Wir sehen uns" meinte sie...ich hoffe nicht so schnell wieder...
Heut Abend soll ich mir den Rest aus dem Spritzenpen pünktlich 18Uhr spritzen. Dan pünktlich 20:15Uhr soll ich per Spritze den Eisprung auslösen. Durch diese Spritze wird das Ei in dem Follikel darauf vorbereitet, dass es Diesen demnächst verlassen wird. Das muss genau 36 Stunden vor der Punktion passieren. Diese Spritze darf mein lieber Mann mir wieder geben, denn die ist länger und dicker und beinhaltet viel mehr Flüssigkeit. Das schaff ich nicht allein...
Alles organisatorische bespricht die Schwester mit mir.
Ich bekomme allerhand Listen und Fragebögen (wieder mal). Am Freitag 7:30Uhr sollen wir da sein. Ich darf 12 Stunden vorher nichts essen, 6 Stunde vorher nichts trinken...kein Bonbon, kein Kaugummi...nichts. Oha...
Ich bin viel zu aufgeregt um zu wissen, ob ich irgendeine Frage gerade vergesse zustellen. War da noch was? Ich habe nicht die geringste Ahnung...
Zusatzinfo Punktion:
Bei der Punktion werden alle Eizellen aus den Follikeln entnommen. Dabei werden entsprechende Werkzeuge eingeführt und durch die Scheidenwand "gebohrt". Per Ultraschall sieht der Herr Doktor, wo sich die Eizellen befinden und kann diese dann absaugen. Es wird nichts aufgeschnitten und es muss nichts genäht werden. Das ganze wird unter Vollnarkose gemacht.
Ich bin aufgeregt, ich bin aufgeregt....äh nein falsch....ich bin gaaanz ruhig und entspannt... (das wird mein neues Mantra).
So denn, ich meld mich Freitag...bestimmt.
Dienstag, 9. Juli 2013
Follikel zählen Klappe die Vierte
Ich komme abgehetzt in der Klinik an, da ich irgendwie doch schon spät dran bin. Aber egal, vor mir stehen eh erstmal noch allerhand Frauen an der Anmeldung. Dann steh ich ganz vorn und schau die Schwester an und dann kommts..."Komm Sie ruhige ran, Frau XY"....sie spricht mich mit Namen an ohne vorher in meine Akte geschaut zu haben. Hmm, einerseits freu ich mich natürlich, dass die Schwester so nett zu mir ist, aber andererseits...will man das? Will man in der Kinderwunschklinik mit Namen angesprochen werden. Es gibt einem ein Gefühl von "du bist zu oft hier" und "so häuslich werden willst du hier nun wirklich nicht". Auf jeden Fall bin ich jetzt also Frau XY in der Klinik und jeder kennt mich...toll oder nicht oder wie auch immer.
Kaum dass ich sitze und meine ständig arbeitenden Gehirnwindungen in ein Nachrichtenmagazin vergraben habe, ruft mich die Ärztin auch schon auf. Ich erzähle ihr gleich von meiner Unsicherheit, dass ich kaum noch etwas von meine Eierstöcken spüre. Sie meint, sie hätte das schon mehrfach von Frauen gehört und das wäre kein Grund zur Sorge.
Also rauf auf den Stuhl und nachgeschaut. Wow, die GMSH sieht super aus, 10mm...ein schönes weiches Polster.
Dann sehen wir rechts 3 schöne große Follikel, so um die 18 - 19mm groß, und einen Kleineren bei 15mm.
Links sehen wir 4 Follikel, alle so um die 15 - 17mm groß. Links braucht also noch etwas und rechts wartet derweil.
Die rechten Follikel sind schon recht groß mit 19mm und eigentlich schon sprungreif, so dass ich Angst habe, dass die Eier bis Freitag (Punktion) hüpfen. Aber das können sie nicht unter dem Nasenspray, meint die Ärztin. Mein Körper kann unter dem Nasenspray sozusagen gar nichts allein. Ich brauche ein anderes Hormon, welches ebenfalls künstlich zugeführt werden muss, um den Eisprung auszulösen. Aber dazu am Mittwoch mehr.
Ich spritze also noch 2 Tage weiter die gleiche Dosis wie bisher und somit können die noch nicht ganz so reifen Follikel noch schön nachreifen!
Erleichtert verlasse ich das Sprechzimmer. Ich muss noch Blut abgeben für einen HIV- und Hepatitis-Test. Oh nein, die Schwester, die mich letztes mal so zerstochen hat, hat heut Dienst...aber mit etwas gutem Willen und Konzentration bekommt sie das heut besser hin...zum Glück, es ist schließlich T-Shirt-Wetter!
Termin für Mittwoch ist gemacht, da wird dann zusätzlich zum Folli-TV alles weitere zur Punktion am Freitag besprochen.
Jetzt gönn ich mir erstmal ein leckeres Eis und chille in der Sonne...ich bin zuversichtlich und gut gelaunt...alles wird gut!
Freitag, 5. Juli 2013
Follikel zählen Klappe die Dritte
Jetzt bin ich doch ein wenig enttäuscht. Doch der Reihe nach.
Heut morgen mach ich wieder fleißig Budenschwung, bevor ich zu meinem Ultraschalltermin gehe. Gemütlich radel ich zur Klinik und bin baff, ab 8Uhr ist Sprechstunde und ich bin 8:05Uhr da: das Wartezimmer ist gerammelt voll, ich bekomm gerade noch so einen Platz.
Leider muss ich heut auch etwas länger warten. Aber was solls, die Apotheke im Erdgeschoss macht ja eh erst 9Uhr auf.
Die Ärztin ruft mich auf und ich bin froh heute wieder ihr mein Intimstes offenbaren zu dürfen. Man wählt ja bekanntlich das geringere Übel...und das ist sie, im Vergleich zum Herrn Doktor.
Um es kurz zu machen: es stagniert etwas und es sind wohl nur 7 Follikel wirklich aktiv weiter gewachsen. Da bin ich jetzt doch etwas enttäuscht, ich hatte schon so mit 10 Follis gerechnet. Aber naja, lieber 7 Eier der Klasse 1a, als 15 der Klasse b. Man muss nehmen was man bekommt.
Aber natürlich versuchen wir, die Follikel, die noch unter 10mm sind, weiter zum wachsen zu bringen. Wir erhöhen die Dosis weiter, diesmal um einen deutlich größeren Sprung als bisher. Montag sehen wir weiter.
Die Ärztin gibt mir noch auf den Weg, ich solle mich schonen, viel trinken, mich wenig bewegen, nur leichten Sport, kein Gehüpfe (schade ;-) ) und nur Radfahren auf ebenen Strecken (da muss ich die Mountainbike-Tour wohl verschieben ;-) ).
Mein nächster Weg führt mich wieder mal zur Apotheke. Nachdem ich 10 Minuten bis zur Öffnungszeit davor rumgehangen habe wie ein Junkie, erkläre ich dem überfreundlichen Apotheker, dass ich 2 Spritzenpens brauche...ja jetzt drehen wir ordentlich auf. Er tütet alles ein, macht ein super Geschäft mit mir und entlässt mich in einen "schönen Tag".
Auf dem Bahnsteig rette ich einen wunderbaren großen braunen Käfer vor den viel zu hastigen und unaufmerksamen Füßen der Fahrgäste.
Damit entlasse ich euch ebenfalls in ein schönes Wochenende. Ich geh weiter brüten.
Heut morgen mach ich wieder fleißig Budenschwung, bevor ich zu meinem Ultraschalltermin gehe. Gemütlich radel ich zur Klinik und bin baff, ab 8Uhr ist Sprechstunde und ich bin 8:05Uhr da: das Wartezimmer ist gerammelt voll, ich bekomm gerade noch so einen Platz.
Leider muss ich heut auch etwas länger warten. Aber was solls, die Apotheke im Erdgeschoss macht ja eh erst 9Uhr auf.
Die Ärztin ruft mich auf und ich bin froh heute wieder ihr mein Intimstes offenbaren zu dürfen. Man wählt ja bekanntlich das geringere Übel...und das ist sie, im Vergleich zum Herrn Doktor.
Um es kurz zu machen: es stagniert etwas und es sind wohl nur 7 Follikel wirklich aktiv weiter gewachsen. Da bin ich jetzt doch etwas enttäuscht, ich hatte schon so mit 10 Follis gerechnet. Aber naja, lieber 7 Eier der Klasse 1a, als 15 der Klasse b. Man muss nehmen was man bekommt.
Aber natürlich versuchen wir, die Follikel, die noch unter 10mm sind, weiter zum wachsen zu bringen. Wir erhöhen die Dosis weiter, diesmal um einen deutlich größeren Sprung als bisher. Montag sehen wir weiter.
Die Ärztin gibt mir noch auf den Weg, ich solle mich schonen, viel trinken, mich wenig bewegen, nur leichten Sport, kein Gehüpfe (schade ;-) ) und nur Radfahren auf ebenen Strecken (da muss ich die Mountainbike-Tour wohl verschieben ;-) ).
Mein nächster Weg führt mich wieder mal zur Apotheke. Nachdem ich 10 Minuten bis zur Öffnungszeit davor rumgehangen habe wie ein Junkie, erkläre ich dem überfreundlichen Apotheker, dass ich 2 Spritzenpens brauche...ja jetzt drehen wir ordentlich auf. Er tütet alles ein, macht ein super Geschäft mit mir und entlässt mich in einen "schönen Tag".
Auf dem Bahnsteig rette ich einen wunderbaren großen braunen Käfer vor den viel zu hastigen und unaufmerksamen Füßen der Fahrgäste.
Damit entlasse ich euch ebenfalls in ein schönes Wochenende. Ich geh weiter brüten.
Mittwoch, 3. Juli 2013
Follikel zählen Klappe die Zweite
Ich hab nun also 2 Tage die nächsthöhere Dosis gespritzt und fein gebrütet ;-) !
Und heut war ich wieder beim Folli-TV.
Es geht mir nach wie vor gut, ich habe nur wenig Nebenwirkungen (leichte Kopfschmerzen, ab und an etwas Übelkeit und Haarausfall), es zieht und ziept weiterhin nur leicht im Unterleib, worüber ich doch recht froh bin. Ich habe vorher gedacht, dass mich die Stimu mehr einschränken oder beeinflussen wird. Aber ich kann alles genauso machen wie sonst auch, nur halt einmal täglich pieken und viermal täglich Nasenspray nehmen.
Ich bin heut morgen also zu selben Zeit wie immer aufgestanden und hatte dann noch ne Stunde Zeit, bis ich zur Klinik musste. Zum Glück ist die Klinik keine 5 Radlminuten von uns entfernt! Also hab ich erstmal das Bad geputzt, freie Zeit effektiv nutzen, sag ich da nur ;-) . Länger schlafen kann ja jeder =) !
Dann bin ich zur Klinik geradelt und nach kaum 5 Minuten Wartezeit werde ich aufgerufen. Eine Schwester bringt mich zum Herrn Doktor, der ne Weile braucht, bis er checkt, dass ich untenrum befreit dastehe und auf sein geschultes Auge warte....
Warum ich heut beim Doktor war? Naja, ich wollte halt einen zeitigen Termin und da war meine liebe Ärztin schon ausgebucht, aber am Freitag dann wieder.
Wenig einfühlsam wird die "Dildokamera" an den Ort ihres Einsatzes gebracht und dann gehts ans Follikel zählen und messen.
Ohne ein Wort zu mir zählt er einfach stupide auf und die Schwester schreibt mit:
"rechts 3+1, 12, 13, 12 ähh, 3+2, 2 unter 10; links 5, 12, 13, 11, 12, 10, noch weitere unter 8, Endo 6mm" Dann zu mir: "Sie können sich wieder anziehen und dann besprechen wir das weitere Vorgehen"
Um das mal zusammen zu fassen: es bleibt bei 8-10 etwa gleichgroßen Follikeln, wenn alle so schön gleichmäßig wachsen. Die GMSH ist immer noch bei 6mm, das sollte noch etwas mehr werden, es soll doch ein schönes weiches Bettchen für die Eizellen geben. Aber das wird schon noch...
Die Dosis wird für heute und morgen erhöht und Freitag schauen wir wieder nach. "Bis Freitag dann" ruft der Doktor mir noch hinterher...
Leicht traumatisiert verlasse ich das Sprechzimmer und erkundige mich nochmal an der Anmeldung, bei wem mein Termin am Freitag ist. Ach bei der Ärztin, na Gott sei Dank!
Und heut war ich wieder beim Folli-TV.
Es geht mir nach wie vor gut, ich habe nur wenig Nebenwirkungen (leichte Kopfschmerzen, ab und an etwas Übelkeit und Haarausfall), es zieht und ziept weiterhin nur leicht im Unterleib, worüber ich doch recht froh bin. Ich habe vorher gedacht, dass mich die Stimu mehr einschränken oder beeinflussen wird. Aber ich kann alles genauso machen wie sonst auch, nur halt einmal täglich pieken und viermal täglich Nasenspray nehmen.
Ich bin heut morgen also zu selben Zeit wie immer aufgestanden und hatte dann noch ne Stunde Zeit, bis ich zur Klinik musste. Zum Glück ist die Klinik keine 5 Radlminuten von uns entfernt! Also hab ich erstmal das Bad geputzt, freie Zeit effektiv nutzen, sag ich da nur ;-) . Länger schlafen kann ja jeder =) !
Dann bin ich zur Klinik geradelt und nach kaum 5 Minuten Wartezeit werde ich aufgerufen. Eine Schwester bringt mich zum Herrn Doktor, der ne Weile braucht, bis er checkt, dass ich untenrum befreit dastehe und auf sein geschultes Auge warte....
Warum ich heut beim Doktor war? Naja, ich wollte halt einen zeitigen Termin und da war meine liebe Ärztin schon ausgebucht, aber am Freitag dann wieder.
Wenig einfühlsam wird die "Dildokamera" an den Ort ihres Einsatzes gebracht und dann gehts ans Follikel zählen und messen.
Ohne ein Wort zu mir zählt er einfach stupide auf und die Schwester schreibt mit:
"rechts 3+1, 12, 13, 12 ähh, 3+2, 2 unter 10; links 5, 12, 13, 11, 12, 10, noch weitere unter 8, Endo 6mm" Dann zu mir: "Sie können sich wieder anziehen und dann besprechen wir das weitere Vorgehen"
Um das mal zusammen zu fassen: es bleibt bei 8-10 etwa gleichgroßen Follikeln, wenn alle so schön gleichmäßig wachsen. Die GMSH ist immer noch bei 6mm, das sollte noch etwas mehr werden, es soll doch ein schönes weiches Bettchen für die Eizellen geben. Aber das wird schon noch...
Die Dosis wird für heute und morgen erhöht und Freitag schauen wir wieder nach. "Bis Freitag dann" ruft der Doktor mir noch hinterher...
Leicht traumatisiert verlasse ich das Sprechzimmer und erkundige mich nochmal an der Anmeldung, bei wem mein Termin am Freitag ist. Ach bei der Ärztin, na Gott sei Dank!
Dienstag, 2. Juli 2013
Follikel zählen Klappe die Erste
Ich bin so aufgeregt, kann mir mal einer sagen, warum ich so aufgeregt bin?
Ich mach mich eine Stunde früher von Arbeit auf den Weg zur Klinik und bin nervös. Warum nur? Zum Folli-TV war ich ja nun inzwischen oft genug, dass sich etwas Routine eingestellt haben könnte. Aber trotzdem ist es diesmal wohl etwas anderes, bedeutenderes. Es scheint mir einfach so surreal, dass da nun plötzlich mehr als der übliche eine oder maximal zwei Follikel in mir wachsen sollen.
Es ziept und zieht schon immer mal leicht, auf beiden Seiten, aber alles noch im Rahmen und nichts unerträgliches. Ich bin neugierig, wie die Stimu angeschlagen hat.
Nach nur wenigen Minuten Wartezeit werd ich aufgerufen. Die Ärztin meint, wir schauen einfach erstmal und besprechen dann das weitere Vorgehen. Gut so, ich will wissen was abgeht in mir.
Sie fragt auch, wie es mir geht, wie ich mich fühle. Die leichten Kopfschmerzen, die Übelkeit, der Kreislauf...ja, das wäre alles auf die Stimu zurückzuführen.
Zuerst misst sie die Gebärmutterschleimhaut (GMSH), die ist schon bei 6mm. Sehr schön. Beim Eisprung sollte sie so bei 10mm sein, das läuft also schon mal gut.
Dann zählt sie rechts 3 Follikel und links 5 Follikel. Macht nach Adam Ries 8 Follikel. Die Ärztin meint dann leicht entschuldigend, dass wir ja mit einer sehr geringen Dosis angefangen haben, da ich ja noch jung (aha) und schlank (oha) bin und somit statistisch zu denen gehöre, die sehr gut auf eine Stimu reagieren. Sie meint, ich soll nicht enttäuscht sein. Bin ich nicht. Lieber langsam rantasten als volle Kanüle und dann abbrechen müssen. Wahrscheinlich hatte sie mehr erwartet. Sie meint dann noch, dass die jetzige Anzahl noch gar nichts über die endgültige Anzahl aussagt. Wir erhöhen die Dosis noch etwas und es können noch weitere Follikel nachziehen. Also noch alles drin.
Ideal wären so zwischen 10 - 15 reife Follikel. Ich bin dahingehend optimistisch, da geht sicher noch was. Noch habe ich Reserven, sagt zumindest mein AMH-Wert.
Zusatzinfo AMH-Wert:
Das Anti-Müller-Hormon kann zur Fertilitäts (Fruchtbarkeits-)diagnostik verwendet werden. Es korreliert mit der Funktion der Eierstöcke. Mit zunehmenden Alter sinkt der AMH-Spiegel der Frau entsprechend dem Verlust ovarieller Funktionsreserve ab. Mit anderen Worten: wenn die Reserve der im Eierstock noch vorhandenen Eizellen abnimmt, sinkt auch der AMH-Wert. Denn wir Frauen bekommen alle Eizellen schon bei der Geburt mit und bilden keine neuen Eizellen nach.
Am Ende des Gesprächs bekomme ich noch ein neues Rezept für einen neuen Spritzen-Pen und schon bin ich wieder draußen. Die Sonne scheint, ich trage (vorerst) 8 reifende Eichen mit mir rum, die Welt ist ok (für heute).
Am Mittwoch geh ich wieder zum Folli-TV. Mal schauen, was wir dann sehen.
Abonnieren
Posts (Atom)