Donnerstag, 30. Januar 2014

Back with a broken leg

Na guuuut, ganz so schlimm ist es dann doch nicht. Es ist nur ein Zeh und nicht das ganze Bein (aber "toe" reimt sich ja nicht auf back ;-) ). Und es ist auch nicht beim Skifahren passiert, sondern in der Sauna, oder um genauer zu sein, davor.
Doch der Reihe nach:
Tag 2 unseres gut gestarteten Winterurlaubs. Ich habe einen wunderbaren Tag auf der Piste hinter mir, es fetzt, Wetter passt, alle sind nett....einfach gut. Dieser Abend muss natürlich mit einem herrlichen Gang in die Sauna beendet werden.
Also rein in die Dusche, ordentlich abgeseift, wieder raus aus der Dusche und dann forschen Schrittes Richtung Sauna. Dann kommt alles zusammen (im wahrsten Sinne des Wortes): mein nackter Fuß gleitet über die glitschigen Fliesen, mein ebenfalls nacktes Hinterteil landet mit einem lauten platsch auf dem Boden und mein linker Fuß versucht noch mit aller Kraft die Saunatür aus dem Weg zu räumen....tja, die Saunatür war dann wohl unnachgiebiger als mein mittlerer Zeh, welcher nach der Kollision in eine Richtung zeigt, die er vorher so noch nie angezeigt hat. AUTSCH!
In einem Anflug von Wahnsinn (auch Schock genannt) greife ich nach meinem schiefen Zeh und richte ihn wieder auf. Mein Großhirn vermittelt mir die irrsinnige Vorstellung, alles würde einfach wieder gut sein, wenn nur der Zeh erstmal wieder gerade wäre. War es aber nicht! Zumal ich die komplette Aufrichtung dann doch irgendwie nicht hinbekommen habe.
Mein Mann hilft mir auf einen Stuhl...einen Korbstuhl mit Frontneigung. Was ich damit sagen will...nun ja, ich sitze heulend und zitternd, gerade mal notdürftig mit einem Handtuch bedeckt auf diesem Stuhl und starre auf meinen schiefen Zeh, ein zukünftiger Chirurg versucht sich in erster Diagnose und beguckt ebenfalls meinen Zeh...da kippt der Stuhl unter mir weg....ich sitze wieder mit nacktem Hinterteil auf dem Boden und denke innerlich, wie bescheuert die hier alle eigentlich sind, mich auf SO einen Stuhl zu setzen.
Mein Schamgefühl habe ich schon bei meinem Sturz vor der Saunatür mit dem Fuß weggeschleudert, also was solls.
Nachdem alle mal meinen Zeh beguckt haben, mir ihr Mitgefühl ausgedrückt haben, hilft mein Mann mir in Klamotten und ins Auto, mit welchem wir dann zum Arzt fahren.
Mein Zeh bekommt eine Betäubungsspritze bevor er noch das letzte Stück wieder gerade gerückt und mit Tape am Nachbarzeh festgebunden wird.
Von nun an darf ich die Berge, den Schnee, die Sonne und alles was es sonst noch so im Winterurlaub gibt, von der Talstation, durchs Fenster unserer Hütte oder durch Autoscheiben bewundern. Herrlich, soviel Zeit zum lesen, häkeln, rumsitzen, nachdenken. Ganz toll!
Aber hey...die ARME Schwangere konnte ja auch nicht Skifahren. Sie hatte mein vollstes Mitgefühl!

So viel zu meinem Urlaub....ich bin tiefentspannt und auch sonst ist alles total toll *grins von einem Ohr zum anderen* /Ironie aus!

Außerdem möchte ich euch noch was mit auf den Weg geben....den gestrigen Spruch des Tages, einer Freundin, die ganz plötzlich und unerwartet einen Untermieter im Uterus hat:
"Damit ist ja meine Theorie, dass es am besten ist, wenn man so gar nicht daran denkt, bestätigt!"

Ihr lieben Mitfühlenden, ich denke, der Großteil von euch wird meine Worte verstehen und sich in etwa vorstellen können, wie es mir geht und was mir bei solchen Worten im Kopf rum geht.

Für alle Anderen:
No Way!

Schönen Abend noch!

Freitag, 17. Januar 2014

Fachsimpeln II und Sorgenwellen

Teil 2 der Kategorie Fachsimpeln. Und heute, meine lieben LeserInnen widmen wir uns der Genetik. *Brille hochschieb*
Ein hochspannendes Thema, welches auch bei unerfülltem Kinderwunsch eine nicht unerhebliche Rolle spielt. *räusper*
Warum untersucht man die Genetik?
 Nun ja, wie wir alle schon im Biologieunterricht gelernt haben, werden bei der Befruchtung einer Eizelle die Chromosomen der Frau und des Mannes zusammengewürfelt, auf das was Neues entstehe.
Nun können schon dort Ursachen liegen, warum es zum Beispiel erst gar nicht zu einer Verschmelzung kommt oder die Weiterentwicklung einer befruchteten Eizelle stören.
Die genetische Beratung dient somit der Abklärung eventueller genetischer Ursachen der Sterilität sowie eventuell erhöhter genetischer Risiken für ein Kind.
Mit anderen Worten, man schaut ganz tief rein und weiß dann, ob es passt und wenn es passt, ob es Risiken für das Ungeborene gibt.
Kann einem sowas Angst machen? Ja! Mir schon.
Was ist wenn es nicht passt? Wenn es von ganz tief drinnen schon vorbestimmt ist, dass wir zwei uns nicht verschmelzen sollen?
Was ist wenn es passt und sich aber Risiken für das Ungeborene ergeben? Aufgeben? Trotzdem weiter machen und auf Glück hoffen, was uns schließlich schon lange genug verwehrt bleibt?
Ich weiß es nicht. Wir werden sehen, sagte der Stumme zum Blinden.
Am 04.Februar ist der Termin bei der Humangenetik. Das Ergebnis wird dann sicher eine Weile auf sich warten lassen.

Und sonst so?
Wir fahren morgen in den Winterurlaub. Bis hierhin alles gut. Bis gestern Vormittag alles gut. Gestern Abend hat sie mich dann gnadenlos überrollt, die Sorgenwelle.
Wir fahren mit einer ganzen Gruppe von Leuten in den Winterurlaub. Viele Menschen in unserem Alter und jünger. Viele davon schon Eltern, eine Schwangere.
Versteht ihr jetzt was ich meine?
Letztes Jahr war einer davon noch Single, dieses Jahr bringt er seine schwangere Freundin mit.
Letztes Jahr war ich felsenfest überzeugt, dieses Jahr schwanger zu sein. Ich bin es nicht, noch nicht.

Bis gestern Vormittag war alles bestens, ich war ganz und gar bei mir, glücklich in meinem Dasein. Doch dann kam, völlig unbeeindruckt von meinem neuen Lebensmut, die Sorgenwelle. Ich weiß, ich wiederhole mich. Ich finde nur grad eben nicht so die richtigen Worte. Ich frage mich halt, wie es sein wird, die ganze Zeit das junge Glück der werdenden Mutter und des werdenden Vaters und ihren Bauch vor meiner Nase zu haben. Klar, ich werde mein Nicht-Mutter-Dasein genießen, unbeeinflusst Skifahren, lange auf bleiben, mir den ein oder anderen Drink genehmigen...aber trotzdem....

Ski Heil!

Donnerstag, 16. Januar 2014

You'll be blessed


Eine Blogschwester hatte die wunderbare Idee, eine KiWu-Playlist ins Leben zu rufen. Danke dafür, liebe ZweiLinien!!
Lieder, deren Melodien und Texte uns bewegen, berühren, in denen wir uns in dieser Lebensphase wiederfinden, die uns auf dem Weg, den wir ungewollt gehen müssen, begleiten, die mit uns trauern oder uns aufmuntern.
Ein Lied aus dieser Liste hat mich zutiefst berührt. Es gibt meinem Wunsch Worte.
Elton John - You'll be blessed



Für meine lieben Leser, die sich nicht erst ausführlich mit dem Song auseinander setzen wollen und keinen Übersetzer bemühen möchten, hier der Text in deutsch. 

Hey, du, du bist ein Kind in meinem Kopf 
Du bist noch nicht gelaufen 
Deine ersten Worte müssen noch gesagt werden 
Doch ich schwöre, du wirst gesegnet sein

Ich weiß, noch bist du nur ein Traum 
Vielleicht sind deine Augen grün 
oder die blausten, die ich jemals sah 
Auf jeden Fall wirst du gesegnet sein

Und du, du wirst gesegnet sein 
Du wirst das Beste haben 
das verspreche ich dir 
Ich werde dir einen Stern vom Himmel holen 
Deinen Namen aus einem Hut ziehen

Ich verspreche dir, verspreche dir, verspreche dir 
Du wirst gesegnet sein

Ich brauche dich, bevor ich zu alt bin, 
um dich zu haben und zu halten, 
mit dir zu gehen und dich wachsen zu sehen 
Und zu wissen, dass du gesegnet bist

Mittwoch, 15. Januar 2014

Fachsimpeln I

Ich hatte ja zugesichert, dass ich auf den ein oder anderen Begriff aus unserem Fahrplan noch genauer eingehen werde.
Was ich nun hiermit tun werde.

Thema heute: Gerinnung
Warum ist die Untersuchung der Blutgerinnung relevant bei unerfülltem Kinderwunsch?
Hauptsächlich findet man die Ursache für verhäuft auftretende Frühaborte in der Blutgerinnung. Eine erhöhte Gerinnungsneigung kann zu Störungen der Plazentaentwicklung und Versorgung des Embryos führen. Doch so weit sind wir ja noch gar nicht.
Beim schwanger werden kann die Gerinnungsneigung trotzdem eine Rolle spielen.
Es gibt angeborene und erworbene Störungen im Gerinnungssystem, die diese erhöhte Gerinnungsneigung verstärken. Diese Veränderungen können eine Schwangerschaft auch verhindern. Kleine Thrombosen in den Plazentagefäßen können durch Nährstoffmangel dazu führen, dass die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut ausbleibt.

So viel dazu. Ich finde das klingt alles ziemlich logisch und mich wundert, dass das bisher noch nicht kontrolliert wurde. Da wurde lieber aufgeschnippelt und reingeguckt, als mal einfach 5 Röhrchen Blut mehr abzuzapfen und das auf Gerinnung zu untersuchen.
Zitat Ärztin: "ach das haben wir bei ihnen noch nicht kontrolliert?" 
Na ja, es ist wie es ist. Nun wird es auf jeden Fall kontrolliert. Blut dafür habe ich letzte Woche schon abgegeben und beim nächsten Termin werde ich den Befund erfahren.
Sorgen mach ich mir darum keine. Wenn es so ist, ist es gut, dass wir es gefunden haben und noch einen Ansatzpunkt mehr haben. Wenn es nicht so ist, auch gut.


Donnerstag, 9. Januar 2014

Abkürzungen- und Fremdwörter-Bingo

Wir haben noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, zumindest noch nicht ganz. Da gibts noch was, was wir tun können. Klar, weitermachen auch jeden Fall. Aber auch diagnostisch gibts noch ein paar offene Dinge und behandlungstechnisch haben wir auch ein paar Möglichkeiten.
Doch der Reihe nach.
Heut ist Beratungstermin in der Klinik. Erst kurz nach 10. Was mach ich denn mit dem gewonnenen halben Vormittag? Häkeln, was sonst ;-) ! Im Moment mein liebstes Hobby und die beste Ablenkung überhaupt. Doch zurück zum Thema.
Erstmal fesselt mich mein Körper ans Klo...da er denkt, unbedingt aufgeregt sein zu müssen, dabei haben wir nur einen Gesprächstermin. Man ey, der soll sich mal nicht so anstellen, da kommt noch einiges härteres als ein Gesprächstermin auf uns zu. Soooo unfreundlich ist die Ärztin nun auch wieder nicht.
Dann geh ich zum Sport (Neujahrsvorsatz ;-) ) und schon ist die Zeit bis zum Termin wie im Fluge vorbei und ich treffe meinen Mann super pünktlich vor der Klinik.
Nach moderater Wartezeit holt die Ärztin uns ins Sprechzimmer und ihr erster Satz, auf meine Frage, was wir noch tun können, ist "So viele Möglichkeiten gibts es da nicht mehr wirklich".
Doch dann ergibt sich eins nach dem anderen.
Ich fasse den Fahrplan hier mal kurz zusammen. Wenn ich das jetzt alles im Detail erkläre, wären das unheimlich viele medizinische Details auf einem Haufen. Aber ich möchte und werde es erklären, da auch Menschen meinen Blog lesen (also hoffe ich zumindest), die nicht so tief in dieser Materie stecken, wie ich es tue.
Daher die Fakten nur kurz gelistet und die Erklärung der einzelnen Punkte erkläre ich in einzelnen Beiträgen.
Danke für euer Verständnis.

1. Untersuchung der Gerinnung bei mir.
2. Untersuchung der Genetik bei uns beiden.
3. Scratching im Zyklus der Downregulierung
4. ICSI mit besser auf mich angepasster Stimu (Erfahrungen aus der 1. ICSI) um mehr Eizellen zu bekommen
5. ICSI eventuell mit PICSI (die Samenzellen werden auf "Bindunsgeignung" überprüft und dann nur Ausgewählte für die Befruchtung verwendet) und Assisted Hatching bei Bedarf (die Eizellen werden, je nach Härte der Schale, geritzt, wie schon bei den Kryos geschehen)

Zu viele Fremdwörter und Abkürzungen? Versteh ich.
Demnächst mehr dazu.
Zum Abschluss des Gesprächs meint die Ärztin, dass die Anzahl unserer Transfere noch absolut im Rahmen ist und wir uns keine Sorgen machen brauchen: "nach 2 großen Behandlungen sind 80% der Frauen schwanger". Nur 80%?!

Auf jeden Fall geht es weiter...ob mein Körper will oder nicht!

Freitag, 3. Januar 2014

Wir schreiben das Jahr 2014...

....ein weiteres Jahr geht in das Kapitel Kinderwunsch ein.

Ich wünsche euch allen, die hier immer mal einen Blick rein werfen, ein gesundes neues Jahr, mit vielen positiven Momenten!!

Ich fühle mich entzwei.
Die eine Seite denkt: ach komm ist doch alles wunderbar so, so entspannt, wir können Pläne von großen Reisen machen, ausschlafen, ich kann tun, wonach mir der Sinn steht, mein Hobby ausleben...es kann ruhig so bleiben, wie es grad ist.
Die andere Seite denkt: oh Gott, uns rennt die Zeit davon, schon wieder war Silvester ohne auch nur den kleinsten Funken einer Lösung für unser "KiWu-Problem". Ich sehe den Zwerg von Freunden und denke daran, wie ich geweint habe, bei der Verkündung der Schwangerschaft...der Zwerg läuft inzwischen und spricht in ganzen Sätzen...Nummer 2 wird in dieser Familie sicher nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Und wir? Wo bleibt unsere Nummer 1?

Manchmal sagt mein Trotzkopf "ach dann eben nicht, dann haben wir eben keine Kinder....mir doch egal, da schei* ich drauf, sollen die mir alle mal den Buckel runterrutschen mit ihrem Kinderkram..." Schutzreaktion? Vielleicht.

Natürlich machen wir weiter...Mitte Januar haben wir einen Termin zum erneuten Beratungsgespräch bei unserer Ärztin. Es gibt ein paar Dinge, die ich noch ansprechen und abklären lassen will. Mal sehen, wie das läuft.
Dann ist erstmal Winterurlaub und somit wirds mit der nächsten ICSI nichts vor März. Tja...ist halt so. Wieder ein viertel Jahr dahin.

Prosit Neujahr...

Montag, 16. Dezember 2013

Resignation?!

[Resignation, die]: das Resignieren; das Sichfügen in das unabänderlich Scheinende
Quelle: Duden.de

Seit Tagen ist da so ein Gefühl in mir...nun kann ich es endlich betiteln. Resignation.

Ich beschreibe mal kurz, wie es mir geht und dann begebe ich mich auf die Suche nach einem Grund.
Ein Kind zeugen, sich als Paar bewusst dafür zu entscheiden, ein Kind bekommen zu wollen, das sollte etwas schönes sein. Etwas was mit Glück, Freude und froher Erwartung zu tun hat. Zumindest entspricht das meiner romantischen Vorstellung vom "Eltern werden".
Bei uns hat der Kinderwunsch zu 90% mit Ängsten, Ärzten und Enttäuschungen zu tun. Im Moment bin ich an einem Punkt, wo ich denke, ich kann das nicht noch mal durchstehen! Durch die Pause habe ich wohl gemerkt, wie anstrengend und belastend die letzten Monate mit den Versuchen schwanger zu werden, wirklich waren. Das Auf und Ab der Emotionen, die Hoffnung und die erneute Enttäuschung, das kostet scheinbar doch enorme Kraft. Mehr, als einem in dem Moment bewusst wird.
Heute streubt sich alles in mir, das nochmal durchmachen zu müssen. Die Gedanken an die erneute Behandlung im Januar, die vielen Arzttermine, das Leben danach auszurichten, dass bangen, das hoffen, das warten, die Tränen...all das jagt mir jetzt schon einen Schauer über den Rücken.
Schaff ich das alles nochmal? Und wenn ja...wird es sich dann lohnen oder wird am Ende wieder nur Enttäuschung sein?


Und nun zur Ursachenforschung:
Weihnachtszeit? Gefühle werden mindestens 3fach so stark wahrgenommen wie zu "normalen" Zeiten? Alles und jeder ist hypersensibilisiert...es knirscht und kracht an allen Ecken und Enden. "Jahresendkoller" hat eine Freundin es gestern genannt. Kann es einfach "nur" das sein und ab Januar ist alles wieder gut? Kann ich dann wieder Hoffnung haben? Bin ich dann wieder stark genug für den weiteren Weg?



Mittwoch, 11. Dezember 2013

*Meld*

Ich dachte, ich melde mich noch mal. Meine letzter Eintrag ist ja schon ein Weile her und ihr fragt euch sicherlich warum ich euch so schändlich vernachlässige.
Das ist ganz einfach...es gibt nichts zum Thema Kinderwunsch zu schreiben, zumindest nichts Neues. Wir machen ja immer noch Pause....
Wie es mir damit im Moment geht? ...mal so mal so.
Die Vorweihnachtszeit zerrt gnadenlos an meinen Nerven und stellt meine Kräfte doch hin und wieder auf eine harte Probe. Ich schlender über den Weihnachtsmarkt und sehe leuchtende Kinderaugen, Mütter die kleine Heimlichkeiten für den Nachwuchs versorgen, Papas mit dick eingepackten Zwergen an der Hand....da wird mir schon mein kleines Kinderwunsch-kränkelndes Herzchen schwer. Um nur mal eine der 1000 Situationen zu beschreiben...
Es wird das Dritte Weihnachten sein, an dem ich mir nichts anderes als ein eigenes kleines Zwerglein wünsche. Wenn mir das in den letzten Tagen vermehrt ins Bewusstsein rückt, macht mir das Angst. Wohin rennt die Zeit? Was haben wir geschafft im letzten Jahr? Wir haben einiges geschafft....klar auf jeden Fall. Aber auf unseren Kinderwunsch bezogen? Nicht sehr viel, würde ich mal sagen:
Januar: Zwangspause wegen Winterurlaub
Februar: 3. IUI
März: 4. IUI
April: 5. IUI
Mai: 6. IUI
Juni: Donwregulierung für die ICSI
Juli: 1. ICSI
August: Zwangspause nach ICSI
September: 1. Kryo
Oktober: 2. Kryo

...weg ist es, das Jahr 2013. Ein in "Versuchen" gezähltes Jahr. Mehr ging nicht...für meinen Geschmack. Die Zeiten ausgenutzt, die Nerven strapaziert, auf vieles verzichtet...für nichts. Na ja, nicht ganz. Wir sind um einiges reicher...reicher an Erfahrungen. Wir sind gewachsen am Erlebten, sind stärker geworden, haben wieder etwas mehr gelernt damit umzugehen....bla bla bla!

Der Winter Anfang 2013 war lang, immer wieder schneite es und es war kalt. Ein schöner langer Winter, genau nach meinem Geschmack. Ich weiß noch, wie ich im Winter immer gesagt habe "von mir aus kann der Winter noch lange bleiben". Warum ich das gesagt habe? Nicht weil ich so ein riesiger Winterfan bin, sondern weil es mir das Gefühl gab, noch lange Zeit zu haben. So lange Winter war, war es noch früh im Jahr.
Doch der Frühling kam, und auch der Sommer und der Herbst.

Eigentlich wollte ich irgendwie noch mehr schreiben, aber ich finde grad nicht so die richtigen Worte.
Ich kann die Ängste und Gedanken, die im Zusammenhang mit der verrinnenden Zeit, was mir gerade zur Vorweihnachtszeit sehr bewusst wird, schwer beschreiben. Alles was ich sagen kann, dass ich das Gefühl habe, mir rinnt die Zeit durch die Finger und ich sehe irgendwie keine Chance etwas dagegen zu tun. Vielleicht habe ich auch Angst davor, weil ich nicht weiß, was wir noch machen können?! Was haben wir denn noch für Möglichkeiten? Wie kann es für uns weiter gehen?
Im Januar haben wir ein Gesprächstermin mit unserer Ärztin...wir werden sehen.

Desweiteren schluck ich jetzt den dicken Kloß in meinem Hals wieder runter und lege den Schalter "Verdrängung" wieder auf "An".

Meine lieben Leser/-innen,
ich wünsche euch ein ganz wundervolles Weihnachtsfest im Kreise eurer Liebsten! Genießt die Zeit der Ruhe und Besinnung, rückt nah zusammen und besinnt euch der vielen kleinen glücklichen Momente, die uns unser Leben jeden Tag schenkt, während wir auf das große Glück warten.





Liebe Grüße!!!

Donnerstag, 14. November 2013

Es geht mir gut....es geht mir gut!

Bei diesem Post-Titel habe ich den Song von Marius Müller Westernhagen "Es geht mir gut" im Kopf.
Soll ich den mal hier verlinken...? Ich probier es mal.


Hui, das war total easy. Ok, der Text passt jetzt nicht ganz so...aber der Refrain ist super! Das könnt ihr jetzt schön beim lesen des Eintrags hören.

Neulich im Fitness-Studio treffe ich einen Freund. Er fragt mich direkt nach der Begrüßung, wie es mir geht. Im gleichen Satz sagt er: "bestimmt beschissen, oder?"
Ich frage ihn warum es mir beschissen gehen soll. Er meint, sie (er und seine Freundin) hätten neulich im Blog gelesen....

Dieses Gespräch hat mich zu diesem Post veranlasst (fühl dich gegrüßt...'Freund' ;-) ) !
Auf jeden Fall möchte ich euch nur kurz wissen lassen, dass es mir gut geht. Sehr gut sogar. Ich genieße diese Pause ungemein. Ich mache nur Dinge, die mir gut tun und die ich gern mache. Es gibt nichts worüber ich mich ärgern muss, was mich traurig macht. Ich freue mich auf Weihnachten, ich habe so viel vor, so viele Ideen, was ich alles machen möchte, basteln, häkeln, unternehmen....viel zu viel für meinen kurzen Feierabend.
Es geht mir einfach nur gut.
Ich tanze sogar beim Frühstück machen ;-) !

Es grüßt euch, die (im Moment) zufriedene Webril!

Ach ja, da fällt mir noch was ein.
Neulich kam ein kleines Päckchen von Freunden bei uns an. Sie waren im Oktober bei uns zu Besuch und da haben wir das erste Mal mit ihnen über unserer Kinderwunschbehandlung gesprochen.
In diesem kleinen Päckchen war ein Buch, welches den Titel "Verliere nicht den Mut" trägt. In dem Buch standen ein paar persönliche Zeilen, dass wir den Mut und die Hoffnung niemals aufgeben sollen, da es sich auf jeden Fall lohnt.
Es ist ein ganz wunderbares Buch mit vielen tollen Sprüchen zu Mut, Hoffnung und Durchhalten. Vielen lieben Dank, wir haben uns so sehr darüber gefreut.
Es tut gut, zu erfahren, wie andere Menschen mit uns fühlen, sich um uns sorgen und an uns denken!

Donnerstag, 7. November 2013

Wenn du denkst, es geht nichts mehr...

...kommt von irgendwo ein Lichtlein her.
Dieses Lichtlein leuchtete mir gestern in der Form eines netten Herrn unserer Krankenkasse.

Mein Telefon klingelt, hmmm, fremde Nummer? Wer will mir denn nun schon wieder etwas aufschwatzen? Mit einem skeptischen "Ja???" gehe ich ans Telefon.
"Hallo hier ist Herr Nett von ihrer Krankenkasse, spreche ich mit Frau Webril? Haben Sie einen Moment Zeit für mich?"
Ich, immer noch skeptisch "äh, ja, einen kleinen Moment schon."
Herr Nett: "Sie haben doch gekündigt, wegen der Bezahlung der künstlichen Befruchtung, richtig? Und sie wollten doch zur Kasse XY wechseln, richtig? Und da läuft doch auch ein Widerspruch, weil wir das nicht zu 100% übernehmen, richtig?"
Ich: "ja alles richtig"
Herr Nett: "Nun, ich habe gute Neuigkeiten für Sie! Ab nächstem Jahr werden wir die Kosten ebenfalls zu 100% übernehmen! Dann müssen Sie nicht mehr kündigen und der Widerspruch hat sich somit auch erledigt!"
Ich, mit einem noch etwas skeptischen wo-ist-der-Haken-Lächeln auf dem Gesicht: "Ach was, na das sind ja mal wirklich gute Neuigkeiten!"

Somit zahlen wir für die ICSI ab nächstes Jahr nichts, niente, nano, nothing....juchhu. Klar, die Kryo-Versuche müssen wir nach wie vor komplett zahlen, aber die kostenintensiveren ICSI bekommen wir bezahlt.
Und noch besser: er denkt sogar, dass die Anzahl der Versuche unbeschränkt ist. Allerdings wusste er das nicht ganz sicher. Aber wir bekommen dazu noch eine schriftliche Information.

Herr Nett dann noch so: "Also wenn es geht, dann warten Sie doch noch bis nächstes Jahr. Und dann wünsche ich Ihnen ganz viel Glück, dass es bald klappt."

Danke für das Lichtlein, Herr Nett!


Dienstag, 5. November 2013

Und nun?

Ich weiß gar nicht richtig, ob und wie und was ich überhaupt schreiben soll.
Auf jeden Fall weiche ich heute wohl mal von meinem üblichen "Erzähl-Schreibstil" ab. Ich sag es einfach gerade heraus und kurz und knapp: auch die 2. Kryo ist ohne Schwangerschaft ausgegangen.
Und damit ist es erstmal vorbei. Die erste ICSI und alle daraus entstandenen Eizellen und Embryonen sind aufgebraucht. Und ich bin es auch...meine Nerven sind durch. Ich habe gestern vor dem Termin nur auf dem Klo gehockt, mit Magenkrämpfen und Durchfall. Die Ärztin meinte nur "ich seh elend aus" und hat mich krank geschrieben, zum Glück. So konnte ich nach dem Anruf und der Mitteilung, dass es ein (Zitat) "nicht so gutes Ergebnis" sei, einfach auf dem Sofa liegen bleiben, musste kein gezwungenes Lächeln aufsetzen oder auch noch Konversation betreiben, nach der mir nicht war.
Ich lag einfach da und habe mich vom TV berieseln lassen. Da waren keine Tränen, es kamen einfach keine. Nur tiefe Enttäuschung und Traurigkeit und Ratlosigkeit.

Und nun? Tja, was machen wir jetzt? Wie gehts weiter?
Erstmal gar nicht...ich / wir brauchen eine Pause. Mein Körper braucht eine Pause von all dem Zeugs, von den Behandlungen und meine Psyche braucht definitiv auch eine Pause. Wir möchten eine ruhige Vor- und Weihnachtszeit, ohne hibbeln, bangen, hoffen, zittern.
Bis dahin werden wir noch mal einen Gesprächstermin mit unserer Frau Ärztin machen, damit sie uns auch ihre Meinung kund tun kann. Vielleicht hat sie ja noch ein Ideen-Ass im Ärmel. Aber eigentlich gibt es keine andere Möglichkeit, wir sind auf Level 3 von 3 möglichen angekommen. Da ist nichts mehr, entweder es klappt damit oder nicht.

Aufgeben? Aufgeben ist keine Option. So lange noch einen Funken Hoffnung auf ein eigenes Kind besteht, kommt aufgeben nicht in Frage. Ich ertrage all die negativen Tests, so lange da ein bisschen Hoffnung auf einen Positiven ist.

Wir machen jetzt Pause...Pause vom Kinderwunsch, falls das überhaupt geht.

Dienstag, 22. Oktober 2013

vom Folli-TV bis zum Transfer

Donnerstag:
Ahhh, sehr gut, ich kann heute etwas länger schlafen, denn ich habe meinen Termin zum Ultraschall erst 9:45 Uhr. Und was mache ich mit dem angebrochenen Morgen nach dem ich meinen Mann zur Arbeit geschickt habe? Ich setze erstmal Quittengelee an. Alle Quitten zerteilen und gut einkochen, das kann dann schön ziehen bis heut Abend.
Nun aber los zum Ultraschall.
Das Wartezimmer ist schön leer und ich komme schnell dran. Links habe ich einen Leitfollikel von knapp 18mm Größe. Mein innerer Zähler läuft sofort an und rechnet mit Transfer in der kommenden Woche so ca. am Mittwoch. Doch die Ärztin hat andere Vorstellungen: "wir lösen heut Abend gleich aus, dann können wir Montag den Transfer machen." Ui, so schnell schon. Na gut, von mir aus.
Die Schwester an der Rezeption gibt mir alles nötige mit, Spritze und die Anweisungen für Montag. In dem Moment als sie mir den Zettel geben will, wo drauf steht, was ich am Montag alles mitbringen muss (Nachthemd, Hausschuhe...) sagt sie zu mir "eine medizinische Studie hat ergeben, dass das hinlegen nach dem Transfer keinerlei Einfluss auf die Schwangerschaft hat. Also müssen sie das nicht machen, außer sie wollen es."
Ich bin etwas verunsichert. Sonst immer ein HickHack mit direkt danach auf den Bauch legen und 20 Minuten so liegen bleiben, und nun plötzlich gar nichts mehr?? Wo ist der Haken? Müssen Ressourcen eingespart werden, sind keine Betten mehr frei? Ihre Antwort auf meine Zweifel: "medizinische Tests haben das ergeben." Aha....na dann eben nicht mehr hinlegen danach.

Freitag:
Zwischen 13 und 14 Uhr darf ich anrufen und fragen, wann ich am Montag zum Transfer kommen soll. Früher steht der OP-Plan noch nicht endgültig. 10 Minuten nach 14 Uhr fängt mein Herz anzurasen...ich habe vergessen anzurufen!! Oh je, was nun? Werden meine Eisbärchen gar nicht erst aufgetaut? Müssten die mich dann nicht anrufen, wenn ich nicht anrufe? Ich rufe mit zitternden Händen an....Anrufbeantworter. Klar, Freitag ist 14 Uhr Schluss mit Kinderwunsch. Vielleicht ist das Büro ja noch besetzt, ich schreibe eine Email. Keine Antwort. Also los, rein in ein langes Wochenende voller Ungewissheit, wann und ob ich überhaupt am Montag zum Transfer kommen kann.

Montag:
7:55 Uhr rufe ich in der Klinik an, Anrufbeantworter. 7:57 Uhr rufe ich nochmal in der Klinik an. Ich bin völlig überrascht, als es klingelt und nach kurzer Zeit tatsächlich jemand den Hörer abnimmt. Aha, ja ok, da komm ich dann 9:45 Uhr in die Klinik, vielen Dank, Tschüß.
Noch allerhand Zeit, schön. Ich fange an das Bad zu putzen, ich muss spontan erhaltene freie Zeit immer effektiv nutzen.
9:30 Uhr, ich mache mich auf den Weg. Ich radel gemütlich zur Klinik und bin frohen Mutes. Gleich bekomm ich meine Babys wieder. Direkt nach der Anmeldung darf ich zur Kasse gehen und die Rechnung bezahlen. Ja, da sind sie immer schnell.
Dann darf ich nochmal im Wartezimmer Platz nehmen, wie freundlich. Dort sitze ich dann für die nächsten 2 (!!) Stunden. Inzwischen war ich 3 mal auf der Toilette und bekomm langsam echt Hunger. Auf so eine lange Wartezeit war ich wirklich nicht eingestellt. Meine Laune sinkt mit jeder Minute weiter in den Keller.
Dann werden wir 3 Kryo-Frauen (eine davon erkenne ich vom letzten Versuch wieder) in den Flur vor den OP gerufen, um dort noch ein wenig weiter zu warten. Klar machen wir ja gern...wir haben ja eh nichts anderes vor (grrrr).
Endlich werde ich aufgerufen. Ich mach mich untenrum frei und schon sitze ich auf dem Stuhl. Der Biologe steht schon bereit um mir Auskunft zu geben.
Wir haben nur noch 2 Eisbärchen im Gefrierfach gehabt...beide haben das auftauen überlebt, einer hat sich dann aber nicht weiter entwickelt. Mir friert mein Gesicht ein. Ich bin zutiefst enttäuscht. Klar damit muss man immer rechnen, doch wenn es dann wirklich so ist, trifft es einen hart. Den anderen schau ich mir gleich noch mal an, meint der Biologe.
Die Ärztin schiebt den Katheder durch meinen Muttermund in meine Gebärmutter. Dann kommt der Biologe mit dem kleinen Kämpfer in einer Kanüle. Es ist ein schöner 6 Zeller. Na immerhin was. Der Kämpfer wird in meine Gebärmutter entlassen und dann heißt es "Viel Glück" und bis in 2 Wochen.
Ich ziehe mich wieder an und gehe draußen an den wartenden Frauen mit den Worten "Ich sage nicht auf Wiedersehen sondern nur Tschüß und viel Glück" vorbei.

Kaum bin ich draußen, kullern schon die Tränen. Ein kleiner Eisbär hat es nicht geschafft. Auch das gibt es also. Stimmt, das hatten wir ja noch nicht und wir nehmen schließlich alles mit...warum auch nicht, wenn schon denn schon.
Ich bin traurig für unser verlorenes Eisbärchen, was gar nicht erst die Chance bekommen hat, bei mir einzuziehen.
Aber: ich setze alles auf unseren kleinen Kämpfer. Es ist wie es ist und wir können es nicht ändern.
Hallo Warteschleife....

Dienstag, 15. Oktober 2013

Und sonst so?

Manchmal weiß man nicht, ob der Gegenüber wirklich wissen will, wie es einem geht, wenn er einem die Frage nach dem Befinden stellt. Handelt es sich um eine Floskel oder will derjenige jetzt wirklich wissen, wie es mir geht?
Und wenn er wirklich wissen wie es mir geht, antworte ich dann ehrlich? Sag ich ihm wirklich, naja, es geht so, wenn es nur so geht? Gesundheitlich gehts mir gut, aber in mir ist alles schwarz und grau und ähnelt eher einer alten verlassenen Burg, um die im Dämmerlicht Vögel kreisen und ein Käuzchen schreit? Oder ist das dann schon wieder zu viel des Internen?
Oder lächel ich gequält und antworte mit einem "alles gut"?

Prinzipiell freue ich mich immer, wenn jemand fragt, wie es mir geht. Denn in erster Linie gibt es mir das Gefühl, mein Gegenüber interessiert sich für mein Befinden. Erst in zweiter Instanz kommt die Frage auf, ob wirkliches Interesse hinter dieser Frage steht.
Ich habe irgendwann mal beschlossen, diese Frage nicht als Floskel zu betrachten und immer ehrlich zu antworten. Egal, was der Gegenüber dann mit meiner Antwort anfängt.

Also...wie geht es dir?
Mir gehts gut (ehrliche Antwort ;-) )!
Im Moment ist wirklich alles im Gleichgewicht. Ich fühle mich ausgeglichen und ja, man könnte sogar sagen, ich bin fröhlich und positiv und irgendwie leicht (Achtung, jetzt hebt sie gleich ab).

Ich wollte euch nur wissen lassen, dass es mir gut geht. Alles im Lot. Ich fahre Fahrrad, bei Wind und Wetter, ich häkel wie ein Weltmeister, ich treffe Freundinnen, ich koche Marmelade...und am Donnerstag geh ich zum Folli-TV.

Und wie geht es euch??

Montag, 7. Oktober 2013

"...leider keine guten Nachrichten."

Freitagmorgen 8:10Uhr, ich mache mich auf den Weg in die Klinik. Ich bin nervös, sehr nervös. Bis gestern Abend hatte ich ein so gutes Gefühl, heute morgen ist davon nichts mehr übrig geblieben. Mein Gefühl ist wirklich kein Gutes und ich habe einfach nur ANGST.
Als erstes gehts zum Kontroll-Ultraschall. Die GMSH sieht gut aus, 16mm. Sonst keinerlei Auffälligkeiten. Ich kann es nicht lassen, die Ärztin zu fragen, ob man schon was sehen könnte / kann.
Sie meint, der Befund (die Dicke der GMSH) lässt alles offen, damit kann man schwanger sein, muss man aber nicht. "Wenn ich etwas sehen würde, würde ich es ihnen sagen". Hmm...ok, also weiter zittern.
Mit meinem Zettel mit Infos für die Schwester steh ich wieder an der Anmeldung. Hinter mir geht die Tür auf, ein Paar kommt rein...wir kennen uns. Eine kurze Schrecksekunde zieht meinen Bauch zusammen. Wie komisch es sich anfühlt, hier jemanden Bekanntes zu treffen, obwohl ich eigentlich schon die ganze Zeit damit gerechnet habe.
Im Wartezimmer setzen wir uns zusammen und reden etwas über belanglose Dinge. Dieses Thema bedarf an diesem Ort keiner Worte....jeder weiß warum man hier ist. Es rührt mich ziemlich, als er sich zu mir rüber beugt und flüstert "wir sind nicht allein"...es tröstet mich irgendwie in meiner momentan doch sehr angespannten Situation und meine Nerven beruhigen sich etwas.
Dann werde ich zum Blut abnehmen gerufen. Die Schwester versucht krampfhaft ein Röhrchen Blut aus meinem Arm zu bekommen. Ich bin scheinbar leer. Sie zieht und piekst und stochert. Immerhin das halbe Röhrchen können wir mit Ach und Krach füllen. Es reicht, sie muss mich nicht weiter quälen.
In 2 Stunden kann ich wegen dem Ergebnis anrufen.

Sehr exakt diese 2 Stunden später rufe ich in der Klinik an.
"Ich habe leider keinen guten Nachrichten. Der Test war negativ. Es tut mir leid."
Ja...uns auch.

Donnerstag, 26. September 2013

Kinderwunsch und Kinesiologie

Ok, das wird jetzt ein wenig esoterisch und spirituell, nur schon mal zur Vorabinfo.

Ich habe eine Freundin. Diese Freundin meint es wohl ganz gut mit mir...auf jeden Fall liegen ihr meine Sorgen, Wünsche und Ängste scheinbar sehr am Herzen. Woher ich das weiß? Nun ja, es ist ihr sehr wichtig mir oder besser gesagt uns, zu helfen. Sie sucht immer wieder nach  Wegen und Möglichkeiten uns auf unserem Weg zu unterstützen.
Das war noch nicht das esoterische ;-) !
Auf jeden Fall hat sie schon vor einer ganzen Weile einen Termin für uns gemacht. Einen Termin bei einer Physiotherapeutin, die auch Kinesiologie zu ihren Fachgebieten zählt.
Wir gehen absolut unvorbereitet in diesen Termin. Ich denke bis zu den ersten Sätzen, wir versuchen osteopathisch Verspannungen zu lösen. Nun gut, damit liege ich wohl falsch.

Vielleicht eine kurze Erklärung mit meinen eigenen Worten, was Kinesiologie ist oder macht.
Kinesiologie hat etwas mit Energie zu tun (wie der Name schon erahnen lässt). Es hat etwas mit den Energieströmen im Körper zu tun, deren störungsfreiem Fließen und dem Auffinden von Blockaden, die das störungsfreie Fließen der Energien behindern.
Diese Blockaden können durch bestimmte Techniken gefunden und harmonisiert werden, was das Fließen der Energieströme wieder ermöglicht.

Ich will gar nicht allzu sehr ins Detail gehen und nein, ich möchte hier auch nicht erläutern, was ich da genau erlebt habe, denn das ist mir, ehrlich gesagt, dann doch etwas zu privat.
Auf jeden Fall hat die Therapeutin Blockaden in meinem Inneren gefunden, die durchaus dafür verantwortlich sein können, dass ich bisher nicht schwanger werden konnte, ganz unabhängig von der schul-medizinischen Diagnose. Wir haben zusammen die Blockaden gelöst.
Hinterher fragt sie mich, wie ich mich fühle. Ich fühle mich unheimlich ruhig, das ist das erste Wort was mir zu meinem Empfinden einfällt.

Was da passiert ist, kann ich mit den Worten seltsam, ein wenig unheimlich, aber absolut beeindruckend beschreiben.
Es hat in mir ein unheimlich positives Gefühl und eine innere Ruhe hinterlassen. Ja, ich möchte sogar behaupten, es hat mir Kraft gegeben. Und das ist doch eigentlich alles was zählt. Esoterik und Spirit hin wie her, für mich zählt, wie ich mich fühle.

Ich kann es nur jedem empfehlen, der auf seinem Lebensweg, egal ob unerfüllter Kinderwunsch oder irgendwas anderes, vielleicht an einem Punkt steht, wo es nicht wirklich weiter geht, probiert Kinesiologie.
Auch ist dafür kein extremer Glauben an Heilpraktiker, Homöopathie oder ähnliches notwendig. Einfach ein bisschen Vertrauen, sonst nichts.

Wer mehr darüber erfahren möchte, kann mich gern anschreiben.
Liebe Grüße