Donnerstag:
Ahhh, sehr gut, ich kann heute etwas länger schlafen, denn ich habe meinen Termin zum Ultraschall erst 9:45 Uhr. Und was mache ich mit dem angebrochenen Morgen nach dem ich meinen Mann zur Arbeit geschickt habe? Ich setze erstmal Quittengelee an. Alle Quitten zerteilen und gut einkochen, das kann dann schön ziehen bis heut Abend.
Nun aber los zum Ultraschall.
Das Wartezimmer ist schön leer und ich komme schnell dran. Links habe ich einen Leitfollikel von knapp 18mm Größe. Mein innerer Zähler läuft sofort an und rechnet mit Transfer in der kommenden Woche so ca. am Mittwoch. Doch die Ärztin hat andere Vorstellungen: "wir lösen heut Abend gleich aus, dann können wir Montag den Transfer machen." Ui, so schnell schon. Na gut, von mir aus.
Die Schwester an der Rezeption gibt mir alles nötige mit, Spritze und die Anweisungen für Montag. In dem Moment als sie mir den Zettel geben will, wo drauf steht, was ich am Montag alles mitbringen muss (Nachthemd, Hausschuhe...) sagt sie zu mir "eine medizinische Studie hat ergeben, dass das hinlegen nach dem Transfer keinerlei Einfluss auf die Schwangerschaft hat. Also müssen sie das nicht machen, außer sie wollen es."
Ich bin etwas verunsichert. Sonst immer ein HickHack mit direkt danach auf den Bauch legen und 20 Minuten so liegen bleiben, und nun plötzlich gar nichts mehr?? Wo ist der Haken? Müssen Ressourcen eingespart werden, sind keine Betten mehr frei? Ihre Antwort auf meine Zweifel: "medizinische Tests haben das ergeben." Aha....na dann eben nicht mehr hinlegen danach.
Freitag:
Zwischen 13 und 14 Uhr darf ich anrufen und fragen, wann ich am Montag zum Transfer kommen soll. Früher steht der OP-Plan noch nicht endgültig. 10 Minuten nach 14 Uhr fängt mein Herz anzurasen...ich habe vergessen anzurufen!! Oh je, was nun? Werden meine Eisbärchen gar nicht erst aufgetaut? Müssten die mich dann nicht anrufen, wenn ich nicht anrufe? Ich rufe mit zitternden Händen an....Anrufbeantworter. Klar, Freitag ist 14 Uhr Schluss mit Kinderwunsch. Vielleicht ist das Büro ja noch besetzt, ich schreibe eine Email. Keine Antwort. Also los, rein in ein langes Wochenende voller Ungewissheit, wann und ob ich überhaupt am Montag zum Transfer kommen kann.
Montag:
7:55 Uhr rufe ich in der Klinik an, Anrufbeantworter. 7:57 Uhr rufe ich nochmal in der Klinik an. Ich bin völlig überrascht, als es klingelt und nach kurzer Zeit tatsächlich jemand den Hörer abnimmt. Aha, ja ok, da komm ich dann 9:45 Uhr in die Klinik, vielen Dank, Tschüß.
Noch allerhand Zeit, schön. Ich fange an das Bad zu putzen, ich muss spontan erhaltene freie Zeit immer effektiv nutzen.
9:30 Uhr, ich mache mich auf den Weg. Ich radel gemütlich zur Klinik und bin frohen Mutes. Gleich bekomm ich meine Babys wieder. Direkt nach der Anmeldung darf ich zur Kasse gehen und die Rechnung bezahlen. Ja, da sind sie immer schnell.
Dann darf ich nochmal im Wartezimmer Platz nehmen, wie freundlich. Dort sitze ich dann für die nächsten 2 (!!) Stunden. Inzwischen war ich 3 mal auf der Toilette und bekomm langsam echt Hunger. Auf so eine lange Wartezeit war ich wirklich nicht eingestellt. Meine Laune sinkt mit jeder Minute weiter in den Keller.
Dann werden wir 3 Kryo-Frauen (eine davon erkenne ich vom letzten Versuch wieder) in den Flur vor den OP gerufen, um dort noch ein wenig weiter zu warten. Klar machen wir ja gern...wir haben ja eh nichts anderes vor (grrrr).
Endlich werde ich aufgerufen. Ich mach mich untenrum frei und schon sitze ich auf dem Stuhl. Der Biologe steht schon bereit um mir Auskunft zu geben.
Wir haben nur noch 2 Eisbärchen im Gefrierfach gehabt...beide haben das auftauen überlebt, einer hat sich dann aber nicht weiter entwickelt. Mir friert mein Gesicht ein. Ich bin zutiefst enttäuscht. Klar damit muss man immer rechnen, doch wenn es dann wirklich so ist, trifft es einen hart. Den anderen schau ich mir gleich noch mal an, meint der Biologe.
Die Ärztin schiebt den Katheder durch meinen Muttermund in meine Gebärmutter. Dann kommt der Biologe mit dem kleinen Kämpfer in einer Kanüle. Es ist ein schöner 6 Zeller. Na immerhin was. Der Kämpfer wird in meine Gebärmutter entlassen und dann heißt es "Viel Glück" und bis in 2 Wochen.
Ich ziehe mich wieder an und gehe draußen an den wartenden Frauen mit den Worten "Ich sage nicht auf Wiedersehen sondern nur Tschüß und viel Glück" vorbei.
Kaum bin ich draußen, kullern schon die Tränen. Ein kleiner Eisbär hat es nicht geschafft. Auch das gibt es also. Stimmt, das hatten wir ja noch nicht und wir nehmen schließlich alles mit...warum auch nicht, wenn schon denn schon.
Ich bin traurig für unser verlorenes Eisbärchen, was gar nicht erst die Chance bekommen hat, bei mir einzuziehen.
Aber: ich setze alles auf unseren kleinen Kämpfer. Es ist wie es ist und wir können es nicht ändern.
Hallo Warteschleife....
Ein Blog über den langen Weg des Kinderwunsches, bis hin zur Erfüllung des Traumes und nun über das Leben mit Kindern, als Familie.
Dienstag, 22. Oktober 2013
Dienstag, 15. Oktober 2013
Und sonst so?
Manchmal weiß man nicht, ob der Gegenüber wirklich wissen will, wie es einem geht, wenn er einem die Frage nach dem Befinden stellt. Handelt es sich um eine Floskel oder will derjenige jetzt wirklich wissen, wie es mir geht?
Und wenn er wirklich wissen wie es mir geht, antworte ich dann ehrlich? Sag ich ihm wirklich, naja, es geht so, wenn es nur so geht? Gesundheitlich gehts mir gut, aber in mir ist alles schwarz und grau und ähnelt eher einer alten verlassenen Burg, um die im Dämmerlicht Vögel kreisen und ein Käuzchen schreit? Oder ist das dann schon wieder zu viel des Internen?
Oder lächel ich gequält und antworte mit einem "alles gut"?
Prinzipiell freue ich mich immer, wenn jemand fragt, wie es mir geht. Denn in erster Linie gibt es mir das Gefühl, mein Gegenüber interessiert sich für mein Befinden. Erst in zweiter Instanz kommt die Frage auf, ob wirkliches Interesse hinter dieser Frage steht.
Ich habe irgendwann mal beschlossen, diese Frage nicht als Floskel zu betrachten und immer ehrlich zu antworten. Egal, was der Gegenüber dann mit meiner Antwort anfängt.
Also...wie geht es dir?
Mir gehts gut (ehrliche Antwort ;-) )!
Im Moment ist wirklich alles im Gleichgewicht. Ich fühle mich ausgeglichen und ja, man könnte sogar sagen, ich bin fröhlich und positiv und irgendwie leicht (Achtung, jetzt hebt sie gleich ab).
Ich wollte euch nur wissen lassen, dass es mir gut geht. Alles im Lot. Ich fahre Fahrrad, bei Wind und Wetter, ich häkel wie ein Weltmeister, ich treffe Freundinnen, ich koche Marmelade...und am Donnerstag geh ich zum Folli-TV.
Und wie geht es euch??
Und wenn er wirklich wissen wie es mir geht, antworte ich dann ehrlich? Sag ich ihm wirklich, naja, es geht so, wenn es nur so geht? Gesundheitlich gehts mir gut, aber in mir ist alles schwarz und grau und ähnelt eher einer alten verlassenen Burg, um die im Dämmerlicht Vögel kreisen und ein Käuzchen schreit? Oder ist das dann schon wieder zu viel des Internen?
Oder lächel ich gequält und antworte mit einem "alles gut"?
Prinzipiell freue ich mich immer, wenn jemand fragt, wie es mir geht. Denn in erster Linie gibt es mir das Gefühl, mein Gegenüber interessiert sich für mein Befinden. Erst in zweiter Instanz kommt die Frage auf, ob wirkliches Interesse hinter dieser Frage steht.
Ich habe irgendwann mal beschlossen, diese Frage nicht als Floskel zu betrachten und immer ehrlich zu antworten. Egal, was der Gegenüber dann mit meiner Antwort anfängt.
Also...wie geht es dir?
Mir gehts gut (ehrliche Antwort ;-) )!
Im Moment ist wirklich alles im Gleichgewicht. Ich fühle mich ausgeglichen und ja, man könnte sogar sagen, ich bin fröhlich und positiv und irgendwie leicht (Achtung, jetzt hebt sie gleich ab).
Ich wollte euch nur wissen lassen, dass es mir gut geht. Alles im Lot. Ich fahre Fahrrad, bei Wind und Wetter, ich häkel wie ein Weltmeister, ich treffe Freundinnen, ich koche Marmelade...und am Donnerstag geh ich zum Folli-TV.
Und wie geht es euch??
Montag, 7. Oktober 2013
"...leider keine guten Nachrichten."
Freitagmorgen 8:10Uhr, ich mache mich auf den Weg in die Klinik. Ich bin nervös, sehr nervös. Bis gestern Abend hatte ich ein so gutes Gefühl, heute morgen ist davon nichts mehr übrig geblieben. Mein Gefühl ist wirklich kein Gutes und ich habe einfach nur ANGST.
Als erstes gehts zum Kontroll-Ultraschall. Die GMSH sieht gut aus, 16mm. Sonst keinerlei Auffälligkeiten. Ich kann es nicht lassen, die Ärztin zu fragen, ob man schon was sehen könnte / kann.
Sie meint, der Befund (die Dicke der GMSH) lässt alles offen, damit kann man schwanger sein, muss man aber nicht. "Wenn ich etwas sehen würde, würde ich es ihnen sagen". Hmm...ok, also weiter zittern.
Mit meinem Zettel mit Infos für die Schwester steh ich wieder an der Anmeldung. Hinter mir geht die Tür auf, ein Paar kommt rein...wir kennen uns. Eine kurze Schrecksekunde zieht meinen Bauch zusammen. Wie komisch es sich anfühlt, hier jemanden Bekanntes zu treffen, obwohl ich eigentlich schon die ganze Zeit damit gerechnet habe.
Im Wartezimmer setzen wir uns zusammen und reden etwas über belanglose Dinge. Dieses Thema bedarf an diesem Ort keiner Worte....jeder weiß warum man hier ist. Es rührt mich ziemlich, als er sich zu mir rüber beugt und flüstert "wir sind nicht allein"...es tröstet mich irgendwie in meiner momentan doch sehr angespannten Situation und meine Nerven beruhigen sich etwas.
Dann werde ich zum Blut abnehmen gerufen. Die Schwester versucht krampfhaft ein Röhrchen Blut aus meinem Arm zu bekommen. Ich bin scheinbar leer. Sie zieht und piekst und stochert. Immerhin das halbe Röhrchen können wir mit Ach und Krach füllen. Es reicht, sie muss mich nicht weiter quälen.
In 2 Stunden kann ich wegen dem Ergebnis anrufen.
Sehr exakt diese 2 Stunden später rufe ich in der Klinik an.
"Ich habe leider keinen guten Nachrichten. Der Test war negativ. Es tut mir leid."
Ja...uns auch.
Als erstes gehts zum Kontroll-Ultraschall. Die GMSH sieht gut aus, 16mm. Sonst keinerlei Auffälligkeiten. Ich kann es nicht lassen, die Ärztin zu fragen, ob man schon was sehen könnte / kann.
Sie meint, der Befund (die Dicke der GMSH) lässt alles offen, damit kann man schwanger sein, muss man aber nicht. "Wenn ich etwas sehen würde, würde ich es ihnen sagen". Hmm...ok, also weiter zittern.
Mit meinem Zettel mit Infos für die Schwester steh ich wieder an der Anmeldung. Hinter mir geht die Tür auf, ein Paar kommt rein...wir kennen uns. Eine kurze Schrecksekunde zieht meinen Bauch zusammen. Wie komisch es sich anfühlt, hier jemanden Bekanntes zu treffen, obwohl ich eigentlich schon die ganze Zeit damit gerechnet habe.
Im Wartezimmer setzen wir uns zusammen und reden etwas über belanglose Dinge. Dieses Thema bedarf an diesem Ort keiner Worte....jeder weiß warum man hier ist. Es rührt mich ziemlich, als er sich zu mir rüber beugt und flüstert "wir sind nicht allein"...es tröstet mich irgendwie in meiner momentan doch sehr angespannten Situation und meine Nerven beruhigen sich etwas.
Dann werde ich zum Blut abnehmen gerufen. Die Schwester versucht krampfhaft ein Röhrchen Blut aus meinem Arm zu bekommen. Ich bin scheinbar leer. Sie zieht und piekst und stochert. Immerhin das halbe Röhrchen können wir mit Ach und Krach füllen. Es reicht, sie muss mich nicht weiter quälen.
In 2 Stunden kann ich wegen dem Ergebnis anrufen.
Sehr exakt diese 2 Stunden später rufe ich in der Klinik an.
"Ich habe leider keinen guten Nachrichten. Der Test war negativ. Es tut mir leid."
Ja...uns auch.
Donnerstag, 26. September 2013
Kinderwunsch und Kinesiologie
Ok, das wird jetzt ein wenig esoterisch und spirituell, nur schon mal zur Vorabinfo.
Ich habe eine Freundin. Diese Freundin meint es wohl ganz gut mit mir...auf jeden Fall liegen ihr meine Sorgen, Wünsche und Ängste scheinbar sehr am Herzen. Woher ich das weiß? Nun ja, es ist ihr sehr wichtig mir oder besser gesagt uns, zu helfen. Sie sucht immer wieder nach Wegen und Möglichkeiten uns auf unserem Weg zu unterstützen.
Das war noch nicht das esoterische ;-) !
Auf jeden Fall hat sie schon vor einer ganzen Weile einen Termin für uns gemacht. Einen Termin bei einer Physiotherapeutin, die auch Kinesiologie zu ihren Fachgebieten zählt.
Wir gehen absolut unvorbereitet in diesen Termin. Ich denke bis zu den ersten Sätzen, wir versuchen osteopathisch Verspannungen zu lösen. Nun gut, damit liege ich wohl falsch.
Vielleicht eine kurze Erklärung mit meinen eigenen Worten, was Kinesiologie ist oder macht.
Kinesiologie hat etwas mit Energie zu tun (wie der Name schon erahnen lässt). Es hat etwas mit den Energieströmen im Körper zu tun, deren störungsfreiem Fließen und dem Auffinden von Blockaden, die das störungsfreie Fließen der Energien behindern.
Diese Blockaden können durch bestimmte Techniken gefunden und harmonisiert werden, was das Fließen der Energieströme wieder ermöglicht.
Ich will gar nicht allzu sehr ins Detail gehen und nein, ich möchte hier auch nicht erläutern, was ich da genau erlebt habe, denn das ist mir, ehrlich gesagt, dann doch etwas zu privat.
Auf jeden Fall hat die Therapeutin Blockaden in meinem Inneren gefunden, die durchaus dafür verantwortlich sein können, dass ich bisher nicht schwanger werden konnte, ganz unabhängig von der schul-medizinischen Diagnose. Wir haben zusammen die Blockaden gelöst.
Hinterher fragt sie mich, wie ich mich fühle. Ich fühle mich unheimlich ruhig, das ist das erste Wort was mir zu meinem Empfinden einfällt.
Was da passiert ist, kann ich mit den Worten seltsam, ein wenig unheimlich, aber absolut beeindruckend beschreiben.
Es hat in mir ein unheimlich positives Gefühl und eine innere Ruhe hinterlassen. Ja, ich möchte sogar behaupten, es hat mir Kraft gegeben. Und das ist doch eigentlich alles was zählt. Esoterik und Spirit hin wie her, für mich zählt, wie ich mich fühle.
Ich kann es nur jedem empfehlen, der auf seinem Lebensweg, egal ob unerfüllter Kinderwunsch oder irgendwas anderes, vielleicht an einem Punkt steht, wo es nicht wirklich weiter geht, probiert Kinesiologie.
Auch ist dafür kein extremer Glauben an Heilpraktiker, Homöopathie oder ähnliches notwendig. Einfach ein bisschen Vertrauen, sonst nichts.
Wer mehr darüber erfahren möchte, kann mich gern anschreiben.
Liebe Grüße
Ich habe eine Freundin. Diese Freundin meint es wohl ganz gut mit mir...auf jeden Fall liegen ihr meine Sorgen, Wünsche und Ängste scheinbar sehr am Herzen. Woher ich das weiß? Nun ja, es ist ihr sehr wichtig mir oder besser gesagt uns, zu helfen. Sie sucht immer wieder nach Wegen und Möglichkeiten uns auf unserem Weg zu unterstützen.
Das war noch nicht das esoterische ;-) !
Auf jeden Fall hat sie schon vor einer ganzen Weile einen Termin für uns gemacht. Einen Termin bei einer Physiotherapeutin, die auch Kinesiologie zu ihren Fachgebieten zählt.
Wir gehen absolut unvorbereitet in diesen Termin. Ich denke bis zu den ersten Sätzen, wir versuchen osteopathisch Verspannungen zu lösen. Nun gut, damit liege ich wohl falsch.
Vielleicht eine kurze Erklärung mit meinen eigenen Worten, was Kinesiologie ist oder macht.
Kinesiologie hat etwas mit Energie zu tun (wie der Name schon erahnen lässt). Es hat etwas mit den Energieströmen im Körper zu tun, deren störungsfreiem Fließen und dem Auffinden von Blockaden, die das störungsfreie Fließen der Energien behindern.
Diese Blockaden können durch bestimmte Techniken gefunden und harmonisiert werden, was das Fließen der Energieströme wieder ermöglicht.
Ich will gar nicht allzu sehr ins Detail gehen und nein, ich möchte hier auch nicht erläutern, was ich da genau erlebt habe, denn das ist mir, ehrlich gesagt, dann doch etwas zu privat.
Auf jeden Fall hat die Therapeutin Blockaden in meinem Inneren gefunden, die durchaus dafür verantwortlich sein können, dass ich bisher nicht schwanger werden konnte, ganz unabhängig von der schul-medizinischen Diagnose. Wir haben zusammen die Blockaden gelöst.
Hinterher fragt sie mich, wie ich mich fühle. Ich fühle mich unheimlich ruhig, das ist das erste Wort was mir zu meinem Empfinden einfällt.
Was da passiert ist, kann ich mit den Worten seltsam, ein wenig unheimlich, aber absolut beeindruckend beschreiben.
Es hat in mir ein unheimlich positives Gefühl und eine innere Ruhe hinterlassen. Ja, ich möchte sogar behaupten, es hat mir Kraft gegeben. Und das ist doch eigentlich alles was zählt. Esoterik und Spirit hin wie her, für mich zählt, wie ich mich fühle.
Ich kann es nur jedem empfehlen, der auf seinem Lebensweg, egal ob unerfüllter Kinderwunsch oder irgendwas anderes, vielleicht an einem Punkt steht, wo es nicht wirklich weiter geht, probiert Kinesiologie.
Auch ist dafür kein extremer Glauben an Heilpraktiker, Homöopathie oder ähnliches notwendig. Einfach ein bisschen Vertrauen, sonst nichts.
Wer mehr darüber erfahren möchte, kann mich gern anschreiben.
Liebe Grüße
Montag, 23. September 2013
Kryo-Transfer
Ich hab sie bei mir!! Ich hab am Freitag zwei schöne 4-Zeller zurück bekommen. Doch der Reihe nach...
Donnerstagabend:
Es geht mir gut, ich hatte die letzten Tage ein schönes Eisprungziehen auf der rechten Seite. Mein Eichen ist also brav gehüpft.
Ich freue mich auf den morgigen Tag, denn ich kann länger schlafen, denn ich verbringe der Tag mit einer lieben Freundin...und....irgendwas war doch noch?? Ach ja, ich bekomme Embryonen eingesetzt ;-) !
Freitag:
Trotz Vollmond und dem bevorstehenden Ereignis habe ich super geschlafen. Wie ein Stein. Ich fühle mich fit und ausgeruht. Ich verabschiede meinen Mann zur Arbeit und mache mich dann fertig für den Transfer. Sehr rechtzeitig kommt meine Freundin. Sie wird mich heut begleiten, zum Mut machen, optimistisch sein und Händchen halten.
Wir spazieren gemeinsam zur Klinik und so langsam bin ich nun doch aufgeregt. Ich habe eiskalte Hände, fühle mich durcheinander und unaufmerksam.
Nach einer kurzen Wartezeit dürfen wir das Zimmer beziehen. Ich zieh mich untenrum aus und mach es mir im Bett gemütlich. Wir spekulieren, wie viele ich eingesetzt bekomme. Denn eine Info vorher bekommt man nicht. Man erfährt alles erst zum Transfer. Folter könnte man das auch nennen.
So langsam füllt sich das Zimmer. Endlich werde ich geholt. Halbnackt hüpf ich über den Gang in den OP.
Die Biologin begrüßt mich und ich muss meinen Namen und mein Geburtstag sagen. Es scheint alles richtig zu sein, denn sie informiert mich, dass die 2 aufgetauten Eizellen alles gut überstanden haben. Ich bekomme also 2 Embryonen und dann haben wir immer noch 2 eingefroren, für das 2. Kind ;-) !
Alles weitere erfahre ich später. Ok...
Dann kommt die liebe Frau Doktor und macht nochmal einen Ultraschall, beide Eierstöcke unauffällig und die GMSH bei 11 mm. Schön, dann kanns ja los gehen.
Sie schiebt die Kanüle durch meinen Muttermund und sagt dann der Biologin bescheid, dass ich bereit bin. Keine 20 Sekunden später bringt diese eine etwas dünnere Kanüle, wo die 2 Embryonen drin sein sollen...drin sind. Es sind zwei schöne 4 Zeller, sagt sie.
4 Zeller, das heißt sie haben sich bisher 2x geteilt. Passt gut für die 2 Tage nach dem Auftauen.
Und dann ziehen sie bei mir ein. Kommt her meine zwei kleinen Eisbärchen, macht es euch gemütlich.
Die Ärztin gibt mir nebenbei allerhand Informationen, wann ich nochmal Predalon nachspritzen soll, wegen Utrogest und Terminen und und und. Ich kann ihr kaum richtig zuhören, ich bitte sie, mir alles aufzuschreiben. Natürlich schreiben die Schwestern mir alles noch genau auf.
Abschließend kontrolliert die Biologin noch die Kanüle, nicht dass sich einer noch in der Kanüle festkrallt. Aber alles gut, zumindest in der Kanüle ist keins mehr drin.
Ich rolle mich seitlich vom Stuhl in das bereitstehende Bett. Ich werde wieder ins Zimmer geschoben, wo schon meine Freundin wartet. Ich bleibe noch eine Weile so liegen und wir schicken gemeinsam ein Stoßgebet gen Himmel.
Ab jetzt können wir noch beten, hoffen und glauben. Denn von nun an haben wir es nicht mehr in der Hand.
In 14 Tagen darf ich zum Bluttest kommen.
Willkommen in der Warteschleife, wiedermal!
Donnerstagabend:
Es geht mir gut, ich hatte die letzten Tage ein schönes Eisprungziehen auf der rechten Seite. Mein Eichen ist also brav gehüpft.
Ich freue mich auf den morgigen Tag, denn ich kann länger schlafen, denn ich verbringe der Tag mit einer lieben Freundin...und....irgendwas war doch noch?? Ach ja, ich bekomme Embryonen eingesetzt ;-) !
Freitag:
Trotz Vollmond und dem bevorstehenden Ereignis habe ich super geschlafen. Wie ein Stein. Ich fühle mich fit und ausgeruht. Ich verabschiede meinen Mann zur Arbeit und mache mich dann fertig für den Transfer. Sehr rechtzeitig kommt meine Freundin. Sie wird mich heut begleiten, zum Mut machen, optimistisch sein und Händchen halten.
Wir spazieren gemeinsam zur Klinik und so langsam bin ich nun doch aufgeregt. Ich habe eiskalte Hände, fühle mich durcheinander und unaufmerksam.
Nach einer kurzen Wartezeit dürfen wir das Zimmer beziehen. Ich zieh mich untenrum aus und mach es mir im Bett gemütlich. Wir spekulieren, wie viele ich eingesetzt bekomme. Denn eine Info vorher bekommt man nicht. Man erfährt alles erst zum Transfer. Folter könnte man das auch nennen.
So langsam füllt sich das Zimmer. Endlich werde ich geholt. Halbnackt hüpf ich über den Gang in den OP.
Die Biologin begrüßt mich und ich muss meinen Namen und mein Geburtstag sagen. Es scheint alles richtig zu sein, denn sie informiert mich, dass die 2 aufgetauten Eizellen alles gut überstanden haben. Ich bekomme also 2 Embryonen und dann haben wir immer noch 2 eingefroren, für das 2. Kind ;-) !
Alles weitere erfahre ich später. Ok...
Dann kommt die liebe Frau Doktor und macht nochmal einen Ultraschall, beide Eierstöcke unauffällig und die GMSH bei 11 mm. Schön, dann kanns ja los gehen.
Sie schiebt die Kanüle durch meinen Muttermund und sagt dann der Biologin bescheid, dass ich bereit bin. Keine 20 Sekunden später bringt diese eine etwas dünnere Kanüle, wo die 2 Embryonen drin sein sollen...drin sind. Es sind zwei schöne 4 Zeller, sagt sie.
4 Zeller, das heißt sie haben sich bisher 2x geteilt. Passt gut für die 2 Tage nach dem Auftauen.
Und dann ziehen sie bei mir ein. Kommt her meine zwei kleinen Eisbärchen, macht es euch gemütlich.
Die Ärztin gibt mir nebenbei allerhand Informationen, wann ich nochmal Predalon nachspritzen soll, wegen Utrogest und Terminen und und und. Ich kann ihr kaum richtig zuhören, ich bitte sie, mir alles aufzuschreiben. Natürlich schreiben die Schwestern mir alles noch genau auf.
Abschließend kontrolliert die Biologin noch die Kanüle, nicht dass sich einer noch in der Kanüle festkrallt. Aber alles gut, zumindest in der Kanüle ist keins mehr drin.
Ich rolle mich seitlich vom Stuhl in das bereitstehende Bett. Ich werde wieder ins Zimmer geschoben, wo schon meine Freundin wartet. Ich bleibe noch eine Weile so liegen und wir schicken gemeinsam ein Stoßgebet gen Himmel.
Ab jetzt können wir noch beten, hoffen und glauben. Denn von nun an haben wir es nicht mehr in der Hand.
In 14 Tagen darf ich zum Bluttest kommen.
Willkommen in der Warteschleife, wiedermal!
Freitag, 13. September 2013
Informatives zum Folli-TV
Eigentlich bin ich gut drauf heut morgen. Schließlich kann ich dank des Arzttermines fast eine ganze Stunde länger schlafen. Die hab ich auch gebaucht nach dem Dirty Dancing-Abend gestern ;-) !
Ich fahr also zur Klinik und kaum betrete ich Diese und stehe in der Schlange zur Anmeldung, da überkommt sie mich...die Welle der Überlaunigkeit und Frustration.
Mit einem mal bin ich sowas von genervt von dieser ganzen Situation, wieder dort zu stehen, Follikel zu messen, hoffen, dass der Zeitpunkt klappt, Tage zählen, Spritzen , Utrogest, Termine...es nervt mich grad sowas von.
Dann verpass ich auch noch knapp meine Bahn, die nächste fällt aus...irgendwann komm ich dann endlich im Büro an, viel zu spät.
Es lebe Freitag der 13.!
Naja, nun zu den "wichtigen" Informationen:
Der Leitfollikel ist 15mm groß. Ich werde am Montag spät abends den Eisprung per Spritze auslösen.
Am Mittwoch werden dann unsere Eisbärchen aufgetaut. Und nächsten Freitag ziehen sie dann bei mir ein.
Ach ja...und dann bin ich heut auch noch zum 4. Mal Tante geworden!
So viel dazu.
Tschüssss
Ich fahr also zur Klinik und kaum betrete ich Diese und stehe in der Schlange zur Anmeldung, da überkommt sie mich...die Welle der Überlaunigkeit und Frustration.
Mit einem mal bin ich sowas von genervt von dieser ganzen Situation, wieder dort zu stehen, Follikel zu messen, hoffen, dass der Zeitpunkt klappt, Tage zählen, Spritzen , Utrogest, Termine...es nervt mich grad sowas von.
Dann verpass ich auch noch knapp meine Bahn, die nächste fällt aus...irgendwann komm ich dann endlich im Büro an, viel zu spät.
Es lebe Freitag der 13.!
Naja, nun zu den "wichtigen" Informationen:
Der Leitfollikel ist 15mm groß. Ich werde am Montag spät abends den Eisprung per Spritze auslösen.
Am Mittwoch werden dann unsere Eisbärchen aufgetaut. Und nächsten Freitag ziehen sie dann bei mir ein.
Ach ja...und dann bin ich heut auch noch zum 4. Mal Tante geworden!
So viel dazu.
Tschüssss
Mittwoch, 11. September 2013
Entscheidungen getroffen...mal so nebenbei?
Ach ja, am Freitag ist ja der erste Termin zum Folli-TV und wir müssen noch den "Kryo-Bogen" ausfüllen und mein Mann ist ab morgen nicht mehr da...fällt mir gestern auf dem Heimweg so ein.
Zwischen Kekse backen, duschen, Küche putzen, Vorstandssitzung (ich bin in einem Verein tätig) vergesse ich noch mindestens 3mal den Kryo-Bogen aus dem Ordner mit der Aufschrift "KiWu" rauszunehmen. Ich möchte alles ausgefüllt am Freitag mitnehmen, nicht dass dann irgendwas nicht gemacht werden kann, weil ein Bogen fehlt und mein Mann nicht da ist.
Also leg ich den Kryo-Bogen und die Einverständniserklärung für das Assisted Hatching auf den Küchentisch, unausgefüllt.
Irgendwann am Abend, zwischen nach hause kommen, den Tag besprechen und zu Bett gehen, fällt mein Blick wieder auf den blauen Kryo-Bogen und die gelbe Einverständniserklärung.
Ich halte meinem Mann die Zettel unter die Nase "hier musst du unterschreiben". Zack, Unterschrift im falschen Kästchen. Hmm, Brille nicht aufgehabt. Egal....
"Und was tragen wir ein?" frag ich meinen Mann. "Na das was wir besprochen haben"...Aha.
Ich trage also die Daten ein, hier eine 2, da eine 1 und dort eine 3, und noch das Kreuzchen bei "ja" machen.
Fertsch. Noch meinen Otto drunter gesetzt. Erledigt.
Schwerwiegende Entscheidungen, die vielleicht (hoffentlich) unser Leben verändern, mal schnell zwischen Tür und Angel getroffen?! Nein natürlich nicht, wir haben schon mehrmals drüber gesprochen, welche Zahlen wir in welche Felder eintragen werden. Aber in diesem Moment ist es trotzdem komisch, so im Nachhinein betrachtet. Werden wir zu abgestumpft, betrachten wir die "Sache" inzwischen zu pragmatisch?
Finden wir ein anderes Wort....wie wäre "routiniert"? Man gewöhnt sich einfach an all die Abläufe, die bunten Zettel, die Unterschriften, die Entscheidungen. Irgendwann wird es eben fast normal, wie Staub saugen, einkaufen, Wäsche waschen, Eizellen-Transfer. Aber deswegen nicht weniger bedeutend für uns.
Wofür haben wir uns entschieden?
Frage: Wie viele Embryonen möchten Sie eingesetzt bekommen?
Antwort: 2
Frage: Sollten Eizellen das auftauen nicht überstehen, ab wie vielen verbleibenden Eizellen wünschen Sie das Auftauen weiterer Eizellen?
Antwort: 1
Frage: Wie viele Embryonen sollen Ihnen dann nach dem eventuellen Auftauen weiterer Eizellen eingesetzt werden?
Antwort: 3
Frage: Wünschen Sie, dass Assisted Hatching an den Eizellen vorgenommen wird?
Antwort: Ja
Ludi incipiant - Die Spiele mögen beginnen!
Zwischen Kekse backen, duschen, Küche putzen, Vorstandssitzung (ich bin in einem Verein tätig) vergesse ich noch mindestens 3mal den Kryo-Bogen aus dem Ordner mit der Aufschrift "KiWu" rauszunehmen. Ich möchte alles ausgefüllt am Freitag mitnehmen, nicht dass dann irgendwas nicht gemacht werden kann, weil ein Bogen fehlt und mein Mann nicht da ist.
Also leg ich den Kryo-Bogen und die Einverständniserklärung für das Assisted Hatching auf den Küchentisch, unausgefüllt.
Irgendwann am Abend, zwischen nach hause kommen, den Tag besprechen und zu Bett gehen, fällt mein Blick wieder auf den blauen Kryo-Bogen und die gelbe Einverständniserklärung.
Ich halte meinem Mann die Zettel unter die Nase "hier musst du unterschreiben". Zack, Unterschrift im falschen Kästchen. Hmm, Brille nicht aufgehabt. Egal....
"Und was tragen wir ein?" frag ich meinen Mann. "Na das was wir besprochen haben"...Aha.
Ich trage also die Daten ein, hier eine 2, da eine 1 und dort eine 3, und noch das Kreuzchen bei "ja" machen.
Fertsch. Noch meinen Otto drunter gesetzt. Erledigt.
Schwerwiegende Entscheidungen, die vielleicht (hoffentlich) unser Leben verändern, mal schnell zwischen Tür und Angel getroffen?! Nein natürlich nicht, wir haben schon mehrmals drüber gesprochen, welche Zahlen wir in welche Felder eintragen werden. Aber in diesem Moment ist es trotzdem komisch, so im Nachhinein betrachtet. Werden wir zu abgestumpft, betrachten wir die "Sache" inzwischen zu pragmatisch?
Finden wir ein anderes Wort....wie wäre "routiniert"? Man gewöhnt sich einfach an all die Abläufe, die bunten Zettel, die Unterschriften, die Entscheidungen. Irgendwann wird es eben fast normal, wie Staub saugen, einkaufen, Wäsche waschen, Eizellen-Transfer. Aber deswegen nicht weniger bedeutend für uns.
Wofür haben wir uns entschieden?
Frage: Wie viele Embryonen möchten Sie eingesetzt bekommen?
Antwort: 2
Frage: Sollten Eizellen das auftauen nicht überstehen, ab wie vielen verbleibenden Eizellen wünschen Sie das Auftauen weiterer Eizellen?
Antwort: 1
Frage: Wie viele Embryonen sollen Ihnen dann nach dem eventuellen Auftauen weiterer Eizellen eingesetzt werden?
Antwort: 3
Frage: Wünschen Sie, dass Assisted Hatching an den Eizellen vorgenommen wird?
Antwort: Ja
Ludi incipiant - Die Spiele mögen beginnen!
Dienstag, 3. September 2013
Endlich!
Es geht wieder los...heute ist Zyklustag 1. Früher als erwartet, aber deshalb nicht mit weniger Freude empfangen, habe ich meine Mens bekommen.
Sogleich werde ich von einem euphorischem Hochgefühl erfasst. Solche Gefühle hab ich den letzten 2 Jahren unserer Kinderwunschzeit sehr selten mit der Mens in Verbindung gebracht. Aber man nimmt ja mit, was man bekommt.
Heut geht er nun zu Ende, der Chaoszyklus. Es war wirklich etwas zum abgewöhnen....ich bin sogar manchmal selbst ins zweifeln hinsichtlich meiner Temperaturmessungen und, was viel schwerwiegender ist, meines Körpergefühls gekommen. Doch letztendlich hab ich das Chaos hinter mich gebracht und kann alles wieder auf Anfang setzen. Ich hoffe inständig, der nächste Zyklus wird wieder normal!!
Ich habe direkt in der Klinik angerufen und einen Termin zum Ultraschall gemacht. Am Freitag den 13. gehts wieder mal zum Folli-TV. Hätte mir ja auch was gefehlt, so ohne.
Für diejenigen, die sich nicht mit all dem 'künstliche Befruchtung-Kram' auskennen, mal eine kurze Erläuterung was diesen Zyklus auf uns zu kommt.
Im Prinzip wird es für mich so ablaufen wie die IUIs die wir schon hinter uns gebracht haben. Für meinen Mann wirds ganz entspannt, er muss gar nichts machen, "nur" mich und meine Nervosität, Ängste und Gehibbel ertragen.
Ich gehe also ungefähr in der Mitte des Zyklus zum Ultraschall. Da wird wieder geschaut, wie groß der potentielle Follikel ist, in dem hoffentlich ein hübsches kleines Eichen wächst. Dieses Eichen werden wir aber diesen Zyklus nicht brauchen, wir brauchen nur den dazugehörigen Hormonspiegel.
Wenn der Follikel groß genug ist, wird der Eisprung mit einer Spritze ausgelöst (endlich darf ich mich mal wieder spritzen...da wird man echt zum Junkie).
2 Tage später werden 2 der eingefrorenen und schon befruchteten Eizellen aufgetaut. Und wenn diese das Einfrieren überleben und weiter wachsen, bekomm ich sie nach weiteren 2 Tagen in meine Gebärmutter injiziert. Das entspricht dann ungefähr dem Zeitpunkt, wo auch ein natürlich befruchtetes Ei den langen Weg durch den Eileiter geschafft hätte und in der Gebärmutter angekommen wäre.
Sind die 2 befruchteten Eizellen dann in meiner Gebärmutter, liegt es nicht mehr in unserer Hand...ab da können wir nichts mehr dafür und nichts mehr dagegen machen, nur hoffen und positiv denken.
So ist der Plan, Egon...packen wir es an!
Achja: Warum heißt es "Kryo"?
von griechisch κρύος, krýos = Kälte und lateinisch conservare = erhalten, bewahren
Sogleich werde ich von einem euphorischem Hochgefühl erfasst. Solche Gefühle hab ich den letzten 2 Jahren unserer Kinderwunschzeit sehr selten mit der Mens in Verbindung gebracht. Aber man nimmt ja mit, was man bekommt.
Heut geht er nun zu Ende, der Chaoszyklus. Es war wirklich etwas zum abgewöhnen....ich bin sogar manchmal selbst ins zweifeln hinsichtlich meiner Temperaturmessungen und, was viel schwerwiegender ist, meines Körpergefühls gekommen. Doch letztendlich hab ich das Chaos hinter mich gebracht und kann alles wieder auf Anfang setzen. Ich hoffe inständig, der nächste Zyklus wird wieder normal!!
Ich habe direkt in der Klinik angerufen und einen Termin zum Ultraschall gemacht. Am Freitag den 13. gehts wieder mal zum Folli-TV. Hätte mir ja auch was gefehlt, so ohne.
Für diejenigen, die sich nicht mit all dem 'künstliche Befruchtung-Kram' auskennen, mal eine kurze Erläuterung was diesen Zyklus auf uns zu kommt.
Im Prinzip wird es für mich so ablaufen wie die IUIs die wir schon hinter uns gebracht haben. Für meinen Mann wirds ganz entspannt, er muss gar nichts machen, "nur" mich und meine Nervosität, Ängste und Gehibbel ertragen.
Ich gehe also ungefähr in der Mitte des Zyklus zum Ultraschall. Da wird wieder geschaut, wie groß der potentielle Follikel ist, in dem hoffentlich ein hübsches kleines Eichen wächst. Dieses Eichen werden wir aber diesen Zyklus nicht brauchen, wir brauchen nur den dazugehörigen Hormonspiegel.
Wenn der Follikel groß genug ist, wird der Eisprung mit einer Spritze ausgelöst (endlich darf ich mich mal wieder spritzen...da wird man echt zum Junkie).
2 Tage später werden 2 der eingefrorenen und schon befruchteten Eizellen aufgetaut. Und wenn diese das Einfrieren überleben und weiter wachsen, bekomm ich sie nach weiteren 2 Tagen in meine Gebärmutter injiziert. Das entspricht dann ungefähr dem Zeitpunkt, wo auch ein natürlich befruchtetes Ei den langen Weg durch den Eileiter geschafft hätte und in der Gebärmutter angekommen wäre.
Sind die 2 befruchteten Eizellen dann in meiner Gebärmutter, liegt es nicht mehr in unserer Hand...ab da können wir nichts mehr dafür und nichts mehr dagegen machen, nur hoffen und positiv denken.
So ist der Plan, Egon...packen wir es an!
Achja: Warum heißt es "Kryo"?
von griechisch κρύος, krýos = Kälte und lateinisch conservare = erhalten, bewahren
Dienstag, 20. August 2013
Déjà-vu
Das hatten wir doch schon mal...an diesem Punkt war ich schon mal und doch ist es diesmal anders.
Ich habe einen Termin zur Nachuntersuchung. Mit gemischten Gefühlen mache ich mich auf den Weg zur Klinik. Auf der einen Seite freu ich mich, dass es nun wieder weiter geht, ich nicht mehr stumm und still der Dinge harren muss, der Dinge, die kommen wie sie sollen und so arg mein Sein bestimmen.
Auf der anderen Seite kommen all die "Erinnerungen" wieder hoch. Vielleicht klingt das einen Ticken zu theatralisch, aber doch so ist es, irgendwie.
Ich stehe an der Anmeldung und warte. Vor mir gibt eine junge Frau ihren Spritzenplan der Schwester an der Anmeldung. Das hatten wir schon...auch das Ergebnis in Form von Trauer und Enttäuschung hatten wir schon. Vielleicht bleibt es ihr ja erspart.
In den letzten Wochen hatte ich es scheinbar doch geschafft, ein wenig Abstand zu "all dem" zu bekommen. Der Termin heute wirft mich emotional zurück.
Nach nur kurzer Wartezeit ruft mich meine liebe Frau Ärztin rein und schaut nach, ob meine Eierstöcke wieder das tun, was sie sollen und gesund aussehen. Im Großen und Ganzen ist alles wieder gut, nur ein wenig langsam sind sie. Der Eisprung lässt arg auf sich warten. Na super, Zeit ist ja das was wir ohne Ende haben [/Ironie aus].
Dann besprechen wir die weitere Vorgehensweise. Sie meint, wir (ach sie auch?) geben die Hoffnung auf keinen Fall auf. Wir haben ja noch die Eisbärchen (also so hat sie es natürlich nicht gesagt, das ist frei zitiert / interpretiert) und damit noch 2 Versuche. Außerdem käme der Ablauf bei einem Kryo-(=Eis, eingefrorene Eizellen)versuch dem Eintreten einer normalen Schwangerschaft viel näher, da der Körper nicht so arg durch die Stimulation strapaziert ist. Ja ja....red nur weiter...am Ende müssen wir ganz allein alles durchstehen...naja sie meint es ja nur gut.
Sie rät uns zum sogenannten Assisted Hatching.
Zusatzinfo Assisted Hatching (= unterstütztes Schlüpfen):
Damit wird versucht, dem heranwachsenden Embryo das Verlassen der Zona pellucida (seiner Hülle) zu erleichtern. Der Embryo muss diese Hülle verlassen um sich einnisten zu können. Dazu wird die Hülle angeritzt oder ausgedünnt. Diese Methode wird unter anderem bei kryokonservierten Eizellen empfohlen, da die Hülle bei diesen Eizellen härter ist.
Dies kann zum Beispiel mittels eines Lasers (so wird es in unserer Klinik auch gemacht) gemacht werden. Diese Technik ist die sicherste, da der Defekt, der in der Glashaut erzeugt wird, sehr gezielt gesetzt werden kann und auch auch die Größe und Tiefe des Defekts ist exakt einstellbar. Verletzungen des Embryos sind praktisch ausgeschlossen.
Ich, für meine Teil, greife nach jedem Strohhalm und bin für jedes kleines Prozentchen auf der Wahrscheinlichkeitsskala dankbar. Zusätzliche Kosten hin oder her...
Am Ende des Gesprächs bekomme ich noch den sogenannten "Kryobogen". Wir müssen wieder allerhand Entscheidungen treffen.
Wie viele Embryonen möchten Sie eingesetzt bekommen?
Wenn Embryonen das auftauen nicht überleben, ab wie vielen Überlebenden sollen weitere Embryonen aufgetaut werden?
Wie viele sollen ihnen nach dem Auftauen weiterer Embryonen eingesetzt werden?
Warum kann man sowas nicht entscheiden, wenn es soweit ist? Sie tauen 2 auf (die gibts nur in 2er Päckchen), eins überlebt vielleicht nicht, dann rufen sie mich an und wir entscheiden dann was getan werden muss. Just-in-Time quasi. Das ist wie über ungelegte Eier sprechen, würde meine Mutter sagen.
Aber ja, ich versteh schon...die können dann einem nicht ewig hinterher telefonieren, die müssen handeln.
Über diese Fragen machen wir uns nach der nächsten Mens Gedanken. Aber bis dahin haben wir bestimmt noch 3 Wochen Zeit, Zeit zum durchatmen und Kraft tanken.
Nächsten Zyklus geht es dann weiter. Mit unseren Eisbärchen...ich freue mich auf euch!
Ich habe einen Termin zur Nachuntersuchung. Mit gemischten Gefühlen mache ich mich auf den Weg zur Klinik. Auf der einen Seite freu ich mich, dass es nun wieder weiter geht, ich nicht mehr stumm und still der Dinge harren muss, der Dinge, die kommen wie sie sollen und so arg mein Sein bestimmen.
Auf der anderen Seite kommen all die "Erinnerungen" wieder hoch. Vielleicht klingt das einen Ticken zu theatralisch, aber doch so ist es, irgendwie.
Ich stehe an der Anmeldung und warte. Vor mir gibt eine junge Frau ihren Spritzenplan der Schwester an der Anmeldung. Das hatten wir schon...auch das Ergebnis in Form von Trauer und Enttäuschung hatten wir schon. Vielleicht bleibt es ihr ja erspart.
In den letzten Wochen hatte ich es scheinbar doch geschafft, ein wenig Abstand zu "all dem" zu bekommen. Der Termin heute wirft mich emotional zurück.
Nach nur kurzer Wartezeit ruft mich meine liebe Frau Ärztin rein und schaut nach, ob meine Eierstöcke wieder das tun, was sie sollen und gesund aussehen. Im Großen und Ganzen ist alles wieder gut, nur ein wenig langsam sind sie. Der Eisprung lässt arg auf sich warten. Na super, Zeit ist ja das was wir ohne Ende haben [/Ironie aus].
Dann besprechen wir die weitere Vorgehensweise. Sie meint, wir (ach sie auch?) geben die Hoffnung auf keinen Fall auf. Wir haben ja noch die Eisbärchen (also so hat sie es natürlich nicht gesagt, das ist frei zitiert / interpretiert) und damit noch 2 Versuche. Außerdem käme der Ablauf bei einem Kryo-(=Eis, eingefrorene Eizellen)versuch dem Eintreten einer normalen Schwangerschaft viel näher, da der Körper nicht so arg durch die Stimulation strapaziert ist. Ja ja....red nur weiter...am Ende müssen wir ganz allein alles durchstehen...naja sie meint es ja nur gut.
Sie rät uns zum sogenannten Assisted Hatching.
Zusatzinfo Assisted Hatching (= unterstütztes Schlüpfen):
Damit wird versucht, dem heranwachsenden Embryo das Verlassen der Zona pellucida (seiner Hülle) zu erleichtern. Der Embryo muss diese Hülle verlassen um sich einnisten zu können. Dazu wird die Hülle angeritzt oder ausgedünnt. Diese Methode wird unter anderem bei kryokonservierten Eizellen empfohlen, da die Hülle bei diesen Eizellen härter ist.
Dies kann zum Beispiel mittels eines Lasers (so wird es in unserer Klinik auch gemacht) gemacht werden. Diese Technik ist die sicherste, da der Defekt, der in der Glashaut erzeugt wird, sehr gezielt gesetzt werden kann und auch auch die Größe und Tiefe des Defekts ist exakt einstellbar. Verletzungen des Embryos sind praktisch ausgeschlossen.
Ich, für meine Teil, greife nach jedem Strohhalm und bin für jedes kleines Prozentchen auf der Wahrscheinlichkeitsskala dankbar. Zusätzliche Kosten hin oder her...
Am Ende des Gesprächs bekomme ich noch den sogenannten "Kryobogen". Wir müssen wieder allerhand Entscheidungen treffen.
Wie viele Embryonen möchten Sie eingesetzt bekommen?
Wenn Embryonen das auftauen nicht überleben, ab wie vielen Überlebenden sollen weitere Embryonen aufgetaut werden?
Wie viele sollen ihnen nach dem Auftauen weiterer Embryonen eingesetzt werden?
Warum kann man sowas nicht entscheiden, wenn es soweit ist? Sie tauen 2 auf (die gibts nur in 2er Päckchen), eins überlebt vielleicht nicht, dann rufen sie mich an und wir entscheiden dann was getan werden muss. Just-in-Time quasi. Das ist wie über ungelegte Eier sprechen, würde meine Mutter sagen.
Aber ja, ich versteh schon...die können dann einem nicht ewig hinterher telefonieren, die müssen handeln.
Über diese Fragen machen wir uns nach der nächsten Mens Gedanken. Aber bis dahin haben wir bestimmt noch 3 Wochen Zeit, Zeit zum durchatmen und Kraft tanken.
Nächsten Zyklus geht es dann weiter. Mit unseren Eisbärchen...ich freue mich auf euch!
Mittwoch, 7. August 2013
Blick voraus ... oder wie man um Steine drumherum geht
Ein weiterer Stein, der sich unerwartet und selbst aus kurzer Distanz nicht erkennbar, auf unseren Weg gerollt hat. Wir haben uns eine kurze Zeit in den dunklen Schatten des Steins gelegt und keine Ahnung gehabt, wie wir den Stein wegschieben sollen oder wie wir einen Weg drumherum finden können. Nach einer Zeit im Dunklen haben wir am Stein vorbei geguckt und da schien uns ein heller Lichtstrahl ins Gesicht. Mit diesem Lichtstrahl sah alles wieder klarer aus. Dieser Stein ist nicht das Ende, dahinter geht der Weg weiter und es ist so hell und voller neuer Hoffnung.
Die Hoffnung ist nicht bloß ein Schimmer, sie ist eine eigene kleine Sonne, die uns mit ihren Strahlen wärmt und neue Kraft schenkt.
Kartini Diapari-Öngider
Es geht weiter. Nach einem Wartezyklus, in dem mein Körper sich von der Stimulation erholen darf, werden wir in unseren 1. Kryoversuch starten. Es heißt Kryoversuch, weil die 4 befruchteten und eingefrorenen Eizellen "kryokonserviert" sind. Für diesen Versuch werden also 2 der kleinen Eisprinzen oder Eisprinzessinnen aufgetaut und mir dann zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt. Mehr dazu dann zu gegebenen Zeitpunkten.
Was will ich mit diesem Post eigentlich sagen?
Es geht immer weiter, wir geben nicht auf. Es gibt Rückschläge, die einfach nur unendlich weh tun, doch es gibt immer einen Weg um den Stein herum!
Die Hoffnung ist nicht bloß ein Schimmer, sie ist eine eigene kleine Sonne, die uns mit ihren Strahlen wärmt und neue Kraft schenkt.
Kartini Diapari-Öngider
Es geht weiter. Nach einem Wartezyklus, in dem mein Körper sich von der Stimulation erholen darf, werden wir in unseren 1. Kryoversuch starten. Es heißt Kryoversuch, weil die 4 befruchteten und eingefrorenen Eizellen "kryokonserviert" sind. Für diesen Versuch werden also 2 der kleinen Eisprinzen oder Eisprinzessinnen aufgetaut und mir dann zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt. Mehr dazu dann zu gegebenen Zeitpunkten.
Was will ich mit diesem Post eigentlich sagen?
Es geht immer weiter, wir geben nicht auf. Es gibt Rückschläge, die einfach nur unendlich weh tun, doch es gibt immer einen Weg um den Stein herum!
Mittwoch, 31. Juli 2013
Verloren
Soll ich jetzt direkt zum Punkt kommen oder erstmal ne ordentliche Story drumherum labern? Ich entscheide mich fürs labern...
Wie war unser Urlaub? Er war schön, sehr schön. Wir hatten absolut perfektes Strandwetter, viel Sonne, viel blauen Himmel, fantastisches Wasser, gutes Essen, super liebe Menschen um uns und einfach mal ganz viel Zeit um einfach in den Tag hinein zu leben und uns treiben zu lassen.
Ich habe oft an die zwei kleinen Zellbündel in mir gedacht, auf meinen Bauch gefasst und gehofft, dass es ihnen gut geht und dass sie es sich schön gemütlich bei mir machen. Aber sonst: tiefenentspannt, würde ich es mal nennen. Ich bin positiv und absolut zuversichtlich, ich träume gute Träume, positive Träume. Das tut gut, fühlt sich so schön an.
Dann rückt der Testtag immer näher und in mir wächst die Unruhe.
Die dann folgenden 2 Tage waren absolut Nervenaufreibend. Ich habe nicht vor, die Tage nun im Detail wiederzugeben.
Um es zusammenzufassen: die beiden Schwangerschaftstests, die ich mache, zeigen hauchdünne, zarte Linien im "Testfeld".
Dank "Tante Google" schwanke ich damit 48 Stunden lang zwischen Hoffnung (denn "ein Strich ist ein Strich, egal wie dünn") und Angst (denn "der Test zeigt auch bei einem Glas Wasser an, dass es schwanger ist"). Es kommt immer nur auf die entsprechenden Wortkombinationen im Suchfenster an.
Mit diesem Ergebnis rufe ich in der Klinik an und lasse mir einen Termin für Blutuntersuchung und Ultraschall geben, in zwei Tagen. Zur Sicherheit decke ich mich weiteren Tests ein, für jeden Tag einen. Ja, nennt mich paranoid oder selbstzerstörerisch...ich bin Ingenieurin, ich brauche vollständige Testreihen.
In der folgenden Nacht habe ich einen Traum, doch das ist nun ein unschöner Traum. Ich bekomme schmerzvoll meine Mens und erlebe im Traum, wie ich mit dieser Information in der Klinik anrufe und neue Instruktionen bekomme. Gegen 6:30Uhr wache ich auf...es zieht im Unterleib. Ich geh ins Bad, eigentlich um meine Testreihe fortzusetzen. Und dann bin ich einfach nur geschockt und wundere mich, lache noch ein verzweifeltes Lachen "hah, das kann doch jetzt nicht wahr sein, gute Träume werden doch auch nie wahr"....ich habe meine Mens bekommen. Testreihe mit negativem Ergebnis abgeschlossen...
Wie unter Schock leg ich mich wieder ins Bett und schlafe nach einer gefühlten Ewigkeit sogar wieder ein. Bis dahin frage ich mich mehr als einmal, warum ich nicht weinen muss. Bin ich schon so abgestumpft, bin ich einfach irgendwie erleichtert Gewissheit nach den letzten zwei Chaostagen zu haben?
Ich kann mir die Fragen nicht beantworten.
Als mein Mann aufwacht, sag ich es ihm und dann kommen auch die Tränen...der Knoten des Frustes, der Wut, des Warums und der Traurigkeit platzt mit voller Wucht.
Was muss man dazu nun noch sagen? Mir fällt nichts weiter dazu ein.
Wie war unser Urlaub? Er war schön, sehr schön. Wir hatten absolut perfektes Strandwetter, viel Sonne, viel blauen Himmel, fantastisches Wasser, gutes Essen, super liebe Menschen um uns und einfach mal ganz viel Zeit um einfach in den Tag hinein zu leben und uns treiben zu lassen.
Ich habe oft an die zwei kleinen Zellbündel in mir gedacht, auf meinen Bauch gefasst und gehofft, dass es ihnen gut geht und dass sie es sich schön gemütlich bei mir machen. Aber sonst: tiefenentspannt, würde ich es mal nennen. Ich bin positiv und absolut zuversichtlich, ich träume gute Träume, positive Träume. Das tut gut, fühlt sich so schön an.
Dann rückt der Testtag immer näher und in mir wächst die Unruhe.
Die dann folgenden 2 Tage waren absolut Nervenaufreibend. Ich habe nicht vor, die Tage nun im Detail wiederzugeben.
Um es zusammenzufassen: die beiden Schwangerschaftstests, die ich mache, zeigen hauchdünne, zarte Linien im "Testfeld".
Dank "Tante Google" schwanke ich damit 48 Stunden lang zwischen Hoffnung (denn "ein Strich ist ein Strich, egal wie dünn") und Angst (denn "der Test zeigt auch bei einem Glas Wasser an, dass es schwanger ist"). Es kommt immer nur auf die entsprechenden Wortkombinationen im Suchfenster an.
Mit diesem Ergebnis rufe ich in der Klinik an und lasse mir einen Termin für Blutuntersuchung und Ultraschall geben, in zwei Tagen. Zur Sicherheit decke ich mich weiteren Tests ein, für jeden Tag einen. Ja, nennt mich paranoid oder selbstzerstörerisch...ich bin Ingenieurin, ich brauche vollständige Testreihen.
In der folgenden Nacht habe ich einen Traum, doch das ist nun ein unschöner Traum. Ich bekomme schmerzvoll meine Mens und erlebe im Traum, wie ich mit dieser Information in der Klinik anrufe und neue Instruktionen bekomme. Gegen 6:30Uhr wache ich auf...es zieht im Unterleib. Ich geh ins Bad, eigentlich um meine Testreihe fortzusetzen. Und dann bin ich einfach nur geschockt und wundere mich, lache noch ein verzweifeltes Lachen "hah, das kann doch jetzt nicht wahr sein, gute Träume werden doch auch nie wahr"....ich habe meine Mens bekommen. Testreihe mit negativem Ergebnis abgeschlossen...
Wie unter Schock leg ich mich wieder ins Bett und schlafe nach einer gefühlten Ewigkeit sogar wieder ein. Bis dahin frage ich mich mehr als einmal, warum ich nicht weinen muss. Bin ich schon so abgestumpft, bin ich einfach irgendwie erleichtert Gewissheit nach den letzten zwei Chaostagen zu haben?
Ich kann mir die Fragen nicht beantworten.
Als mein Mann aufwacht, sag ich es ihm und dann kommen auch die Tränen...der Knoten des Frustes, der Wut, des Warums und der Traurigkeit platzt mit voller Wucht.
Was muss man dazu nun noch sagen? Mir fällt nichts weiter dazu ein.
Freitag, 19. Juli 2013
Uuuuuuuurlaub
Bevor es ab in den Urlaub geht, mit 2 Wochen Strand, Sonne, Meer, blauem Himmel, zelten, grillen, spazieren gehen....und und und, bring ich den Blog noch schnell auf den neuesten Stand.
Heute war die 2. Nachkontrolle nach dem Transfer. Bei der Assistenzärztin...fragt nicht. Als ich das letzte mal, bei 5. oder 6. IUI, mit weit geöffneten Schenkeln vor ihr lag und sie hinter meiner Lieblingsärztin stand, gähnte sie aus Leibeskräften...scheint nicht so ein spannender Anblick zu sein.
Aber der Reihe nach. Am Mittwoch war ich ja nochmal beim Herrn Doktor, mit dem ich nun doch auch etwas wärmer geworden bin, auch wenn er mich immer noch nicht mit auf den Ultraschall schauen lässt und ich mir den Hals verrenken muss um was zu sehen. Na ja, er ist halt so.
Ich frage ihn, wie wir das am besten mit dem Bluttest machen, da wir zu dem Zeitpunkt im Urlaub sind. Er fragt wohin wir denn fahren und kaum habe ich den Urlaubsort ausgesprochen, erscheint ein Lächeln (huch) auf seinem Gesicht und er fängt an einen Schwank aus seiner Jugend und der dort verbrachten Zeit zu erzählen und was ich mir doch unbedingt alles anschauen sollte. Ich schaue ihn interessiert an und frage mich die ganze Zeit, wie ich ihn möglichst schonend wieder zu meiner Frage zurück bringe.
Aber irgendwann habe ich die ersehnte Antwort: ich mache einen normalen SST, keinen Bluttest. "wenn er negativ ist, setzen sie die Medikamente ab, wenn er positiv ist, nehmen sie die Medikamente weiter und wenn sie sich unsicher sind, machen sie einfach am nächsten Tag noch einen Test".
Mit diesen Instruktionen, guten Wünschen für den Urlaub und einem weiteren Kontrolltermin für Freitag verlasse ich nach kaum 10 Minuten die Praxis. Auf dem Heimweg gönne ich mir ein leckeres Eis.
Nun zur Assistenzärztin. Inzwischen durfte mir jeder in dieser Praxis mit einer medizinischen Ausbildung mal zwischen die Beine schauen. Juchhu! Schamgefühl ade.
Letztendlich gibt es von diesem Termin gar nichts weiter spannendes zu berichten. Meine Gelbkörper an den Eierstöcken sind ordentlich groß, die Gebärmutterschleimhaut ist zwischen 13 und 16 mm und es sieht "alles gut" aus. Ich kann mir die Frage "kann man schon was sehen?" nicht verkneifen....ähem, natürlich nicht!! Ich soll heute und übermorgen Predalon (künstliches HCG = Schwangerschaftshormon) spritzen um die Einnistung zu unterstützen. Ok, alles was nötig ist.
Gleich nach unserem Urlaub soll ich wieder zum Ultraschall kommen, egal was der SST sagt. Einfach um auf Nummer sicher zu gehen. Find ich gut. Ich fühl mich dadurch gut aufgehoben in der Praxis.
Und sonst so?
Alles bestens. Keine besonderen Vorkommnisse. Ich fühl mich nicht anders, alles ist wie es immer ist. Allerdings zähle ich schon die Tage bis zum Test....10 sinds noch (9,5 ;-) )! Ich hoffe darauf, dass ich es im Urlaub mal vergesse.
Also: machts gut und bis "demnächst"
Heute war die 2. Nachkontrolle nach dem Transfer. Bei der Assistenzärztin...fragt nicht. Als ich das letzte mal, bei 5. oder 6. IUI, mit weit geöffneten Schenkeln vor ihr lag und sie hinter meiner Lieblingsärztin stand, gähnte sie aus Leibeskräften...scheint nicht so ein spannender Anblick zu sein.
Aber der Reihe nach. Am Mittwoch war ich ja nochmal beim Herrn Doktor, mit dem ich nun doch auch etwas wärmer geworden bin, auch wenn er mich immer noch nicht mit auf den Ultraschall schauen lässt und ich mir den Hals verrenken muss um was zu sehen. Na ja, er ist halt so.
Ich frage ihn, wie wir das am besten mit dem Bluttest machen, da wir zu dem Zeitpunkt im Urlaub sind. Er fragt wohin wir denn fahren und kaum habe ich den Urlaubsort ausgesprochen, erscheint ein Lächeln (huch) auf seinem Gesicht und er fängt an einen Schwank aus seiner Jugend und der dort verbrachten Zeit zu erzählen und was ich mir doch unbedingt alles anschauen sollte. Ich schaue ihn interessiert an und frage mich die ganze Zeit, wie ich ihn möglichst schonend wieder zu meiner Frage zurück bringe.
Aber irgendwann habe ich die ersehnte Antwort: ich mache einen normalen SST, keinen Bluttest. "wenn er negativ ist, setzen sie die Medikamente ab, wenn er positiv ist, nehmen sie die Medikamente weiter und wenn sie sich unsicher sind, machen sie einfach am nächsten Tag noch einen Test".
Mit diesen Instruktionen, guten Wünschen für den Urlaub und einem weiteren Kontrolltermin für Freitag verlasse ich nach kaum 10 Minuten die Praxis. Auf dem Heimweg gönne ich mir ein leckeres Eis.
Nun zur Assistenzärztin. Inzwischen durfte mir jeder in dieser Praxis mit einer medizinischen Ausbildung mal zwischen die Beine schauen. Juchhu! Schamgefühl ade.
Letztendlich gibt es von diesem Termin gar nichts weiter spannendes zu berichten. Meine Gelbkörper an den Eierstöcken sind ordentlich groß, die Gebärmutterschleimhaut ist zwischen 13 und 16 mm und es sieht "alles gut" aus. Ich kann mir die Frage "kann man schon was sehen?" nicht verkneifen....ähem, natürlich nicht!! Ich soll heute und übermorgen Predalon (künstliches HCG = Schwangerschaftshormon) spritzen um die Einnistung zu unterstützen. Ok, alles was nötig ist.
Gleich nach unserem Urlaub soll ich wieder zum Ultraschall kommen, egal was der SST sagt. Einfach um auf Nummer sicher zu gehen. Find ich gut. Ich fühl mich dadurch gut aufgehoben in der Praxis.
Und sonst so?
Alles bestens. Keine besonderen Vorkommnisse. Ich fühl mich nicht anders, alles ist wie es immer ist. Allerdings zähle ich schon die Tage bis zum Test....10 sinds noch (9,5 ;-) )! Ich hoffe darauf, dass ich es im Urlaub mal vergesse.
Also: machts gut und bis "demnächst"
Dienstag, 16. Juli 2013
Transfer
Nachdem ich schon dezent darauf hingewiesen wurde, meinen Blog zu aktualisieren, möchte ich das nun auch tun. Ihr wartet sicher schon ungeduldig darauf, was es neues gibt und wie es beim Transfer war.
Mir fällt grad noch ein, hab ich eigentlich erzählt, wie das Telefonat mit dem Labor am Samstag war?
Nein....ok, dann hol ich das noch nach.
Auf einem kleinen Zettelchen, welches mein Mann vom Labor bekommen hat, steht eine Telefonnummer und "Sa 10Uhr". Heißt das jetzt, ich soll genau 10Uhr anrufen oder ich kann ab 10Uhr anrufen?? Egal, ab 9:45Uhr schaue ich minütlich auf die Uhr und Punkt 10Uhr wähle ich die auf dem Zettelchen notierte Nummer. Der Herr Biologe ist schnell dran und ich muss mein "Auskunftskennwort" sagen...sonst kann ja jeder anrufen und sich nach meinen Eizellen erkundigen.
Er sagt mir dann folgendes: "Es wurden 8 Eizellen entnommen, 7 konnten injiziert werden und aus 6 ist was geworden. Somit haben wir 4 Eizellen eingefroren und am Montag 9Uhr kommen Sie bitte zum Transfer um 2 Eizellen zurück zubekommen". Alles klar, vielen Dank...ich lege auf und freue mich! Ist doch ein guter Schnitt. So haben wir noch 4 Eizellen...fürs 2. und fürs 3. Kind ;-) (sagt der Optimist)! Den Rest des Tages bin ich immer mal wieder in Gedanken bei den 2 kleinen Eizellen, die nun hoffentlich fröhlich weiter wachsen!
Nun aber zum Transfer:
Ich fahre pünktlich 15 Minuten vor dem Termin in die Klinik. Ich werde direkt ins Zimmer zu meinem Bett gebracht, wo ich mich ausziehe (siehe Kleiderordnung ;-) ) und ins Bett setze. Ich schnappe mir allerhand Magazine und fange an diese durchzublättern. Ratzfatz hab ich 3 Magazine durchgeblättert und frage mich, warum die Zeitschrift "Instyle Men" hier rum liegt. Es geht immer noch nichts los, ich fang mit den Magazinen von vorn an. Zum Glück bin ich mental auf die Wartezeit eingestellt, 2 Frauen ging es am Freitag ähnlich, die mit bei mir im Zimmer lagen. Dann kommt die Schwester und meint zu mir "die warten nur noch auf den Doktor, wenn ich sie wäre, würde ich mal auf die Toilette gehen". Dann tu ich das, obwohl ich in der Stunde Wartezeit nun schon zum 3. Mal gehe. Egal, es lohnt sich jedes mal ;-) !
Dann gehts also los, eine andere Schwester holt mich und ich lauf in den OP. Mein Bett wird hinter mir her gefahren und direkt neben dem Behandlungsstuhl aufgestellt.
Der Herr Doktor fragt mich nach meinem Befinden, welches 1a ist. Es geht mir gut, von der Punktion merke ich kaum noch was. Nur meine angeschwollenen Eierstöcke merke ich natürlich ab und an.
Er macht einen Ultraschall und wir sehen allerhand dicke Blasen an meinen Eierstöcken. Zu jedem vorher vorhandenen Follikel hat sich nun ein Gelbkörper am Eierstock gebildet. Diese Gelbkörper produzieren Progesteron und sorgen im Falle einer Schwangerschaft dafür, dass die Eierstöcke keine neuen Eizellen reifen lassen. Schon schlau so ein Körper ;-) !
Dann kommt der Biologe. Ich muss wieder meinen Namen und Geburtsdatum sagen, erneut wiederholen, wie viele Embryonen ich eingesetzt bekommen habe möchte. Wobei ich mich für einen kurzen Moment frage, was er tun würde, wenn ich jetzt 3 sagen würde.... Dann erklärt mir der Biologe noch, dass ich somit nun einen 8-Zeller und einen 10-Zeller bekomme. Ich bin begeistert. Auf 8-Zeller hatte ich gehofft..aber ein 10-Zeller...ich zeige mich beeindruckt. Der Biologe meint, das ist schon recht gut gewachsen und mehr geht eigentlich gar nicht in der Zeit.
Dann setzt der Herr Doktor die Instrumente an und erklärt mir sehr freundlich jeden Schritt, den er tut. Er muss zuerst eine Führungskanüle in den Gebärmutterhals einführen. Die Führungskanüle ist quasi wie ein Tunnel für die eigentliche Kanüle mit den Eizellen drin, welche gaaanz dünn und beweglich ist und höchstwahrscheinlich umknicken würde, beim Versuch, diese so durch den Gebärmutterhals zu führen. Ich merke nach einigem Rumgestocher ziemlich deutlich, wie die Führungskanüle an ihre Bestimmungsort gelangt *autsch*.
Dann kommt der Biologe mit den Eizellen in einer weiteren Kanüle. Diese wird nun durch den Tunnel geführt und die darin befindliche Nährlösung inklusive Embryonen in meine Gebärmutter gespritzt.
Mein Mann wollte gern wissen, wie der Arzt sich sicher sein kann, dass die Beiden auch an dort hin kommen, wo sie hin sollen und nicht in der Kanüle verbleiben. Die Antwort folgt direkt. Der Biologe nimmt die Kanüle wieder mit und kontrolliert sie unter dem Mikroskop ob die Embryonen raus sind.
Erst nach dem Ok von ihm, macht der Herr Doktor nochmal Ultraschall und zeigt mir den hellen Bereich in meiner Gebärmutter.
Er wünscht mir noch alles Gute, viele positive Gedanken und dann bis Mittwoch. Da soll ich nochmal zur Nachkontrolle kommen.
Dann möchte ich vom Stuhl steigen, aber das wird direkt mit vehementen "nein nein" verhindert. Ich soll mich direkt auf das neben dem Stuhl stehende Bett kullern und dort 20-30 Minuten auf dem Bauch liegen bleiben. Keine Ahnung, ob dass was bringt und was es bringen soll...aber man hat das Gefühl, man tut etwas. Ich werde ins Zimmer zurück geschoben und da lieg ich nun. Ich spreche zu den 2 Kleinen, sie mögen es sich schön gemütlich machen.
Nach einer reichlichen halben Stunde fahre ich heim und verbringe den Rest des Tages liegend auf dem Sofa...von meinem Mann so verordnet.
Abends im Bett wünschen "wir 3" meinem Mann eine gute Nacht und im Halbschlaf schiebt er seine Hand rüber und legt sie auf meinen Bauch.
Hach ist det schön!
Tja und jetzt: Warteschleife willkommen! Ich wusste, dass du kommst und werde mit dir umzugehen wissen. Du kannst mir nichts, ich bin seelig mit den 2 Kleinen in mir....mögen sie oder wenigstens eins davon, bei mir bleiben!
Mir fällt grad noch ein, hab ich eigentlich erzählt, wie das Telefonat mit dem Labor am Samstag war?
Nein....ok, dann hol ich das noch nach.
Auf einem kleinen Zettelchen, welches mein Mann vom Labor bekommen hat, steht eine Telefonnummer und "Sa 10Uhr". Heißt das jetzt, ich soll genau 10Uhr anrufen oder ich kann ab 10Uhr anrufen?? Egal, ab 9:45Uhr schaue ich minütlich auf die Uhr und Punkt 10Uhr wähle ich die auf dem Zettelchen notierte Nummer. Der Herr Biologe ist schnell dran und ich muss mein "Auskunftskennwort" sagen...sonst kann ja jeder anrufen und sich nach meinen Eizellen erkundigen.
Er sagt mir dann folgendes: "Es wurden 8 Eizellen entnommen, 7 konnten injiziert werden und aus 6 ist was geworden. Somit haben wir 4 Eizellen eingefroren und am Montag 9Uhr kommen Sie bitte zum Transfer um 2 Eizellen zurück zubekommen". Alles klar, vielen Dank...ich lege auf und freue mich! Ist doch ein guter Schnitt. So haben wir noch 4 Eizellen...fürs 2. und fürs 3. Kind ;-) (sagt der Optimist)! Den Rest des Tages bin ich immer mal wieder in Gedanken bei den 2 kleinen Eizellen, die nun hoffentlich fröhlich weiter wachsen!
Nun aber zum Transfer:
Ich fahre pünktlich 15 Minuten vor dem Termin in die Klinik. Ich werde direkt ins Zimmer zu meinem Bett gebracht, wo ich mich ausziehe (siehe Kleiderordnung ;-) ) und ins Bett setze. Ich schnappe mir allerhand Magazine und fange an diese durchzublättern. Ratzfatz hab ich 3 Magazine durchgeblättert und frage mich, warum die Zeitschrift "Instyle Men" hier rum liegt. Es geht immer noch nichts los, ich fang mit den Magazinen von vorn an. Zum Glück bin ich mental auf die Wartezeit eingestellt, 2 Frauen ging es am Freitag ähnlich, die mit bei mir im Zimmer lagen. Dann kommt die Schwester und meint zu mir "die warten nur noch auf den Doktor, wenn ich sie wäre, würde ich mal auf die Toilette gehen". Dann tu ich das, obwohl ich in der Stunde Wartezeit nun schon zum 3. Mal gehe. Egal, es lohnt sich jedes mal ;-) !
Dann gehts also los, eine andere Schwester holt mich und ich lauf in den OP. Mein Bett wird hinter mir her gefahren und direkt neben dem Behandlungsstuhl aufgestellt.
Der Herr Doktor fragt mich nach meinem Befinden, welches 1a ist. Es geht mir gut, von der Punktion merke ich kaum noch was. Nur meine angeschwollenen Eierstöcke merke ich natürlich ab und an.
Er macht einen Ultraschall und wir sehen allerhand dicke Blasen an meinen Eierstöcken. Zu jedem vorher vorhandenen Follikel hat sich nun ein Gelbkörper am Eierstock gebildet. Diese Gelbkörper produzieren Progesteron und sorgen im Falle einer Schwangerschaft dafür, dass die Eierstöcke keine neuen Eizellen reifen lassen. Schon schlau so ein Körper ;-) !
Dann kommt der Biologe. Ich muss wieder meinen Namen und Geburtsdatum sagen, erneut wiederholen, wie viele Embryonen ich eingesetzt bekommen habe möchte. Wobei ich mich für einen kurzen Moment frage, was er tun würde, wenn ich jetzt 3 sagen würde.... Dann erklärt mir der Biologe noch, dass ich somit nun einen 8-Zeller und einen 10-Zeller bekomme. Ich bin begeistert. Auf 8-Zeller hatte ich gehofft..aber ein 10-Zeller...ich zeige mich beeindruckt. Der Biologe meint, das ist schon recht gut gewachsen und mehr geht eigentlich gar nicht in der Zeit.
Dann setzt der Herr Doktor die Instrumente an und erklärt mir sehr freundlich jeden Schritt, den er tut. Er muss zuerst eine Führungskanüle in den Gebärmutterhals einführen. Die Führungskanüle ist quasi wie ein Tunnel für die eigentliche Kanüle mit den Eizellen drin, welche gaaanz dünn und beweglich ist und höchstwahrscheinlich umknicken würde, beim Versuch, diese so durch den Gebärmutterhals zu führen. Ich merke nach einigem Rumgestocher ziemlich deutlich, wie die Führungskanüle an ihre Bestimmungsort gelangt *autsch*.
Dann kommt der Biologe mit den Eizellen in einer weiteren Kanüle. Diese wird nun durch den Tunnel geführt und die darin befindliche Nährlösung inklusive Embryonen in meine Gebärmutter gespritzt.
Mein Mann wollte gern wissen, wie der Arzt sich sicher sein kann, dass die Beiden auch an dort hin kommen, wo sie hin sollen und nicht in der Kanüle verbleiben. Die Antwort folgt direkt. Der Biologe nimmt die Kanüle wieder mit und kontrolliert sie unter dem Mikroskop ob die Embryonen raus sind.
Erst nach dem Ok von ihm, macht der Herr Doktor nochmal Ultraschall und zeigt mir den hellen Bereich in meiner Gebärmutter.
Er wünscht mir noch alles Gute, viele positive Gedanken und dann bis Mittwoch. Da soll ich nochmal zur Nachkontrolle kommen.
Dann möchte ich vom Stuhl steigen, aber das wird direkt mit vehementen "nein nein" verhindert. Ich soll mich direkt auf das neben dem Stuhl stehende Bett kullern und dort 20-30 Minuten auf dem Bauch liegen bleiben. Keine Ahnung, ob dass was bringt und was es bringen soll...aber man hat das Gefühl, man tut etwas. Ich werde ins Zimmer zurück geschoben und da lieg ich nun. Ich spreche zu den 2 Kleinen, sie mögen es sich schön gemütlich machen.
Nach einer reichlichen halben Stunde fahre ich heim und verbringe den Rest des Tages liegend auf dem Sofa...von meinem Mann so verordnet.
Abends im Bett wünschen "wir 3" meinem Mann eine gute Nacht und im Halbschlaf schiebt er seine Hand rüber und legt sie auf meinen Bauch.
Hach ist det schön!
Tja und jetzt: Warteschleife willkommen! Ich wusste, dass du kommst und werde mit dir umzugehen wissen. Du kannst mir nichts, ich bin seelig mit den 2 Kleinen in mir....mögen sie oder wenigstens eins davon, bei mir bleiben!
Freitag, 12. Juli 2013
Punktion
12 Stunden nichts essen ist gar nicht so schlimm wenn man 8 davon schläft, fällt mir heut morgen auf, als ich meinem Mann beim frühstücken zu schaue. Ich bin eh viel zu aufgeregt um Hunger zu fühlen.
Viel zu früh stehen wir vor der noch verschlossenen Tür der Klinik. Kurz nach der bestellten Zeit 7:30 Uhr erlaube ich mir, den Klingelknopf an der Tür der Klinik zu betätigen....eine nicht so gute Idee. Die herbeieilende Schwester weist mich bestimmt und gerade noch freundlich darauf hin, dass ich bitte nicht klingeln soll "die ist nur für uns intern". Aha, steht aber nicht dran...
Egal! Wir warten kurz im Wartezimmer und dann darf ich auch schon mein Bett für heute beziehen. Ich lege meine Imbiss für "danach" bereit und schon eilt ein älterer Herr ins Zimmer. Er stellt sich als Narkosearzt vor und erklärt mir die Kleiderordnung für heute: "ein Hemd bis hier (zeichnet dabei eine Linie auf seinem Oberschenkel kurz unterhalb des Schritts), keine Unterwäsche aber Brille ist erlaubt".
Ich ziehe mich also aus und lege mich schön gemütlich ins Bett. Dann baut sich der Narkosearzt schon wieder vor mir auf und schwingt eine Rede über den Verlauf der Narkose, der Bedeutung für den Körper, zwischendurch ist er bei Piloten und Flugzeugen....bla bla...mir erschließt sich der Zusammenhang nicht, wo soll ich unterschreiben?
Und dann gehts schon los. Ich lauf über den Gang in den OP, setz mich auf den Stuhl. Der "nette" Herr Doktor erwartet mich schon. Der Laborchef stellt mir noch mal ein paar Fragen, Name, Geburtstag, Anzahl einzupflanzender Embryonen, Name meines Mannes, noch eine Unterschrift.
Ich leg mich zurück und der gesprächige Narkosearzt fängt an in meinem linken Arm eine Ader zu suchen, erfolglos. Nach einigem rumgestocher wechselt er zum rechten Arm, wo er erfolgreich einen Zugang legt. Mit den Worten "jetzt bekommen sie erstmal einen Schnaps" wird mir von rechts kommend sehr warm und ein seltsames grinsen im Gesicht kann ich nicht verhindern.
Als nächstes wache ich in meinem Bett auf und alles ist schon vorbei. Ich schlafe immer mal wieder ein und eine liebe Schwester kommt alle 30 Minuten vorbei zum Blutdruck messen.
Von nun an soll ich viel trinken, mich langsam hinsetzen und meinen Imbiss zu mir nehmen. Ich tu dem so. Den restlichen Vormittag döse ich vor mich hin und bin erstaunt, wie gut es mir geht. Ich blute nicht, Kreislauf ist ok, Pippimachen funktioniert 1a. Langsam wird mir langweilig.
Ich bin froh als meine Mama erscheint um mich abzuholen. Es tut gut, ein vertrautes Gesicht zu sehen. Kurze Zeit später kommt auch die Assistenzärztin und führt das Nachgespräch mit mir.
Es wurden mir 8 Eizellen entnommen, von denen 6-7 reif waren. Morgen früh 10 Uhr darf ich im Labor anrufen und fragen, wie viele sich davon befruchten ließen.
Wie geht es mir?
Den ganzen Nachmittag liege ich auf dem Sofa rum und lass mich von meiner Mama verwöhnen. Mein Unterleib fühlt sich inzwischen an, als ob jemand von innen einen Ballon aufgepustet hätte...die Eierstöcke merke ich, es fühlt sich alles irgendwie aufgebläht an.
Die nächsten Tage werde ich mich schonen und voller Vorfreude auf Montag warten, wenn ich endlich die zwei kleinen wunderbaren Embryonen zurück bekomme.
Viel zu früh stehen wir vor der noch verschlossenen Tür der Klinik. Kurz nach der bestellten Zeit 7:30 Uhr erlaube ich mir, den Klingelknopf an der Tür der Klinik zu betätigen....eine nicht so gute Idee. Die herbeieilende Schwester weist mich bestimmt und gerade noch freundlich darauf hin, dass ich bitte nicht klingeln soll "die ist nur für uns intern". Aha, steht aber nicht dran...
Egal! Wir warten kurz im Wartezimmer und dann darf ich auch schon mein Bett für heute beziehen. Ich lege meine Imbiss für "danach" bereit und schon eilt ein älterer Herr ins Zimmer. Er stellt sich als Narkosearzt vor und erklärt mir die Kleiderordnung für heute: "ein Hemd bis hier (zeichnet dabei eine Linie auf seinem Oberschenkel kurz unterhalb des Schritts), keine Unterwäsche aber Brille ist erlaubt".
Ich ziehe mich also aus und lege mich schön gemütlich ins Bett. Dann baut sich der Narkosearzt schon wieder vor mir auf und schwingt eine Rede über den Verlauf der Narkose, der Bedeutung für den Körper, zwischendurch ist er bei Piloten und Flugzeugen....bla bla...mir erschließt sich der Zusammenhang nicht, wo soll ich unterschreiben?
Und dann gehts schon los. Ich lauf über den Gang in den OP, setz mich auf den Stuhl. Der "nette" Herr Doktor erwartet mich schon. Der Laborchef stellt mir noch mal ein paar Fragen, Name, Geburtstag, Anzahl einzupflanzender Embryonen, Name meines Mannes, noch eine Unterschrift.
Ich leg mich zurück und der gesprächige Narkosearzt fängt an in meinem linken Arm eine Ader zu suchen, erfolglos. Nach einigem rumgestocher wechselt er zum rechten Arm, wo er erfolgreich einen Zugang legt. Mit den Worten "jetzt bekommen sie erstmal einen Schnaps" wird mir von rechts kommend sehr warm und ein seltsames grinsen im Gesicht kann ich nicht verhindern.
Als nächstes wache ich in meinem Bett auf und alles ist schon vorbei. Ich schlafe immer mal wieder ein und eine liebe Schwester kommt alle 30 Minuten vorbei zum Blutdruck messen.
Von nun an soll ich viel trinken, mich langsam hinsetzen und meinen Imbiss zu mir nehmen. Ich tu dem so. Den restlichen Vormittag döse ich vor mich hin und bin erstaunt, wie gut es mir geht. Ich blute nicht, Kreislauf ist ok, Pippimachen funktioniert 1a. Langsam wird mir langweilig.
Ich bin froh als meine Mama erscheint um mich abzuholen. Es tut gut, ein vertrautes Gesicht zu sehen. Kurze Zeit später kommt auch die Assistenzärztin und führt das Nachgespräch mit mir.
Es wurden mir 8 Eizellen entnommen, von denen 6-7 reif waren. Morgen früh 10 Uhr darf ich im Labor anrufen und fragen, wie viele sich davon befruchten ließen.
Wie geht es mir?
Den ganzen Nachmittag liege ich auf dem Sofa rum und lass mich von meiner Mama verwöhnen. Mein Unterleib fühlt sich inzwischen an, als ob jemand von innen einen Ballon aufgepustet hätte...die Eierstöcke merke ich, es fühlt sich alles irgendwie aufgebläht an.
Die nächsten Tage werde ich mich schonen und voller Vorfreude auf Montag warten, wenn ich endlich die zwei kleinen wunderbaren Embryonen zurück bekomme.
Mittwoch, 10. Juli 2013
Follikel messen
Oh man, ich bin so aufgeregt, ich weiß kaum noch, wie ich still sitzen soll, geschweige denn mich konzentrieren.
Heute ist noch mal eine letzte Kontrolle vor der Punktion. Die Ärztin ist hellauf begeistert....und ich erst ;-) !
Die GMSH ist bei 12 (!!) mm, das ist echt super klasse. Alle relevanten Follikel sind bei 19 - 21 mm., also auch alle super schön ausgereift. Perfekte Voraussetzungen würde ich mal sagen.
Ich frage die Ärztin noch ein paar Details zur Punktion und Befruchtung ab. Mir werden also alle Eizellen entnommen, alle befruchtet und dann die 2 besten wieder zurückgegeben. Der Rest wird eingefroren für weitere Versuche ohne Stimulation.
Die Punktion wird der Herr Doktor übernehmen, von mir aus, da schlaf ich ja ;-) ! Den Transfer wird auch der Doktor machen, denn meine Ärztin hat Urlaub. Ich wünsche ihr einen schönen Urlaub. "Wir sehen uns" meinte sie...ich hoffe nicht so schnell wieder...
Heut Abend soll ich mir den Rest aus dem Spritzenpen pünktlich 18Uhr spritzen. Dan pünktlich 20:15Uhr soll ich per Spritze den Eisprung auslösen. Durch diese Spritze wird das Ei in dem Follikel darauf vorbereitet, dass es Diesen demnächst verlassen wird. Das muss genau 36 Stunden vor der Punktion passieren. Diese Spritze darf mein lieber Mann mir wieder geben, denn die ist länger und dicker und beinhaltet viel mehr Flüssigkeit. Das schaff ich nicht allein...
Alles organisatorische bespricht die Schwester mit mir.
Ich bekomme allerhand Listen und Fragebögen (wieder mal). Am Freitag 7:30Uhr sollen wir da sein. Ich darf 12 Stunden vorher nichts essen, 6 Stunde vorher nichts trinken...kein Bonbon, kein Kaugummi...nichts. Oha...
Ich bin viel zu aufgeregt um zu wissen, ob ich irgendeine Frage gerade vergesse zustellen. War da noch was? Ich habe nicht die geringste Ahnung...
Zusatzinfo Punktion:
Bei der Punktion werden alle Eizellen aus den Follikeln entnommen. Dabei werden entsprechende Werkzeuge eingeführt und durch die Scheidenwand "gebohrt". Per Ultraschall sieht der Herr Doktor, wo sich die Eizellen befinden und kann diese dann absaugen. Es wird nichts aufgeschnitten und es muss nichts genäht werden. Das ganze wird unter Vollnarkose gemacht.
Ich bin aufgeregt, ich bin aufgeregt....äh nein falsch....ich bin gaaanz ruhig und entspannt... (das wird mein neues Mantra).
So denn, ich meld mich Freitag...bestimmt.
Heute ist noch mal eine letzte Kontrolle vor der Punktion. Die Ärztin ist hellauf begeistert....und ich erst ;-) !
Die GMSH ist bei 12 (!!) mm, das ist echt super klasse. Alle relevanten Follikel sind bei 19 - 21 mm., also auch alle super schön ausgereift. Perfekte Voraussetzungen würde ich mal sagen.
Ich frage die Ärztin noch ein paar Details zur Punktion und Befruchtung ab. Mir werden also alle Eizellen entnommen, alle befruchtet und dann die 2 besten wieder zurückgegeben. Der Rest wird eingefroren für weitere Versuche ohne Stimulation.
Die Punktion wird der Herr Doktor übernehmen, von mir aus, da schlaf ich ja ;-) ! Den Transfer wird auch der Doktor machen, denn meine Ärztin hat Urlaub. Ich wünsche ihr einen schönen Urlaub. "Wir sehen uns" meinte sie...ich hoffe nicht so schnell wieder...
Heut Abend soll ich mir den Rest aus dem Spritzenpen pünktlich 18Uhr spritzen. Dan pünktlich 20:15Uhr soll ich per Spritze den Eisprung auslösen. Durch diese Spritze wird das Ei in dem Follikel darauf vorbereitet, dass es Diesen demnächst verlassen wird. Das muss genau 36 Stunden vor der Punktion passieren. Diese Spritze darf mein lieber Mann mir wieder geben, denn die ist länger und dicker und beinhaltet viel mehr Flüssigkeit. Das schaff ich nicht allein...
Alles organisatorische bespricht die Schwester mit mir.
Ich bekomme allerhand Listen und Fragebögen (wieder mal). Am Freitag 7:30Uhr sollen wir da sein. Ich darf 12 Stunden vorher nichts essen, 6 Stunde vorher nichts trinken...kein Bonbon, kein Kaugummi...nichts. Oha...
Ich bin viel zu aufgeregt um zu wissen, ob ich irgendeine Frage gerade vergesse zustellen. War da noch was? Ich habe nicht die geringste Ahnung...
Zusatzinfo Punktion:
Bei der Punktion werden alle Eizellen aus den Follikeln entnommen. Dabei werden entsprechende Werkzeuge eingeführt und durch die Scheidenwand "gebohrt". Per Ultraschall sieht der Herr Doktor, wo sich die Eizellen befinden und kann diese dann absaugen. Es wird nichts aufgeschnitten und es muss nichts genäht werden. Das ganze wird unter Vollnarkose gemacht.
Ich bin aufgeregt, ich bin aufgeregt....äh nein falsch....ich bin gaaanz ruhig und entspannt... (das wird mein neues Mantra).
So denn, ich meld mich Freitag...bestimmt.
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