Dienstag, 15. Mai 2018

Styx - der schwarze Wasserfall

15.5.

Der erste Punkt des Tages ist natürlich frühstücken. Das Thermometer am Auto zeigt 13 Grad Außentemperatur. Wir hosen die Kinder viel zu warm an, denn die Sonne strahlt kräftig und wärmend.

Zweiter Punkt des Tages heißt abwaschen und Zähne putzen. Das wird am klaren und kalten Gebirgsbach erledigt. Da macht es sogar dem Matzel richtig Spaß und sie hilft fleißig mit.

Dritter Punkt des Tages ist die Wanderung zum Wasserfall Styx. Wir packen reichlich Mittagessen, Vesper und Trinkwasser in die Kraxen. Die Kinder können es kaum erwarten, endlich einzusteigen und schon wandern wir los. Gleich hinter unserem Stellplatz geht es in den Wald hinein. Wir wandern durch einen märchenhaften Wald, lauter knochige Bäume und alles so unangetastet. Locker eine Stunde geht es durch den Wald bergan.
Irgendwann wird der Wald lichter und erlaubt einen Blick auf die umliegende Berglandschaft.
Der Weg geht immer weiter hinauf. Inzwischen wechseln sich Geröll und Wald ab.
Die Kräfte schwinden langsam und deshalb machen wir in einer Scharte mit Blick auf einen tollen Talkessel Rast. In dem Talkessel sind allerhand Schneefelder und Bäche und ein Wasserfall zu sehen. Das ist aber noch nicht der Ziel-Wasserfall. Nach Nudelsalat und Sesamgebäck geht es weiter hinauf und oft fragen wir uns, wo es denn da noch weiter geht.
Der Mann meint, nur noch um die Ecke und dann müssten wir den Wasserfall sehen können. Man könnte dann noch weitere 200 Höhenmeter hoch wandern, zum Fuß des Wasserfalls, aber das muss nicht unbedingt sein.
Also gut, packen wir es.
Es geht nun über Geröllfelder, teils seilversichert. Wobei die Seile ihre besten Tage auch schon hinter sich haben. Der Pfad ist teilweise nicht vorhanden oder gerade mal Stiefelbreit. Eine gewisse Trittsicherheit sollte vorhanden sein. Ich merke, dass ich nicht mehr so trittsicher bin wie ich es mal war. Das liegt vielleicht daran, dass unsere letzte Hochalpin-Tour ne Weile her ist und höchstwahrscheinlich auch daran,dass ich die Motte auf dem Rücken trage. Ich trage nicht mehr nur mein Leben auf meinen Beinen.
Plötzlich schau ich nach rechts oben in die Wand und da ist er, der Wasserfall. Der hat seinen Namen wirklich verdient, denn die ganze Wand hinter dem Wasserfall ist wirklich schwarz. Der Wasserfall an sich ist wenig spektakulär, da fast versiegt. Im Sommer ist er bestimmt noch kleiner. Ich atme tief durch, denn nun geht es nur noch bergab. Aber erstmal machen wir noch eine Pause. Der Mann und das Matzel erkunden ausgiebig ein Schneefeld und die Motte und ich lassen uns mit Schneebällen bewerfen. Dann treten wir den Rückweg an.

Ich bin froh, als wir die Geröllfelder hinter uns gebracht haben und wieder auf dem super ausgebauten Wanderweg sind. Trotz erneuter Rast mit Keksen und Obst, sind die Knie schon ganz schön weich.
So langsam erkennt man dieses und jenes am Weg wieder und jedes mal denke ich, jetzt ist es nicht mehr weit. Der Weg durch den Wald zieht sich dann doch noch hin und ich bin nun ziemlich ko. Das zusätzliche Gewicht auf dem Rücken macht sich doch bemerkbar.
Noch ein letzter Fluss ist zu queren und dann sehen wir schon das Auto. Geschafft! Ich falle am Ufer des Gebirgsbachs auf einen Stein und beweg mich erstmal nicht mehr...also nachdem ich meine Schuhe ausgezogen hab. Der Mann räumt alles auf und kommt dann splitterfasernackt angelaufen um zu verkünden, dass er jetzt noch baden geht. Wir schauen uns das vom Ufer aus an. Sieht recht erfrischend aus. Schon tönt das Matzel...ich will auch und zieht sich schon die Hose runter. Der Mann geht mit ihr noch mal rein und das Matzel hält tapfer durch, obwohl sie schwer japst vor Kälte. Nun will ich es auch noch wissen. Ich hocke erstmal am Ufer und wasche mich so bisschen. Aber dann kommt Mann und meint, warum ich denn nicht die tolle Badewanne nutze, die er extra gebaut hat. Da lass ich mich nicht lange bitten und leg mich auch kurz ins eiskalte Wasser. Auch wenn einem schon auf dem Weg zur Badewanne fast die Füße abfrieren.

Nach diesem tollen Tag und dem erfrischenden Bad schlafen wir alle zeitig ein.

Gute Nacht
Eure Kati mit Familie

Montag, 14. Mai 2018

Korinthenkacker und Walderkunder

14.05.

Bei strahlend blauen Himmel und herrlich warmen Wetter, gehen wir alle noch Baden bevor wir den Campingplatz verlassen und Richtung Kanal von Korinth fahren.
Der Mann hat sich 3 Stellen am Kanal ausgesucht, die wir ansteuern wollen.

Die erste Stelle ist eine kaputte Hubbrücke. Hier ist alles total verlassen, die Restaurants, die hier sicher mal florierten, sind längst leer und ziemlich herunter gekommen. Vom Kanal ist hier noch nicht viel zu sehen, wir befinden uns an einer der Einfahrten.

Die zweite Stelle ist eine Fußgängerbrücke, die wir nur über sehr holprige Schotterwege erreichen. Die Brücke selbst hat auch schon bessere Zeiten gesehen und wird für zwei dicke Abwasserrohre zweckentfremdet. Der Geruch ist niederschmetternd.
Im Gelände rings um die Fußgängerbrücke stehen mehrere Verteidigungsbunker...nicht mehr benutzt, kaputt und trotzdem furchteinflössend.
Aber von dieser Brücke hat man einen tollen Blick auf den ganzen Kanal. Schon sehr beeindruckend, was die dort ins Land gehauen haben.

Die dritte Stelle ist die funktionierende Hubbrücke am anderen Ende des Kanals.
Gerade als wir ankommen, fährt die Brücke ins Wasser und wir erleben die Durchfahrt mehrerer kleiner Segelboote.

Nun suchen wir einen Platz zum Mittagessen. Direkt am Landende an der Kanaleinfahrt ist ein guter Parkplatz. Wir fahren dort hin und werden sofort von mehreren kläffenden Hunden begrüßt. Sie rennen ums Auto, an aussteigen ist gar nicht zu denken. Mir wird ganz Angst und Bange bei dem Gebell. Überhaupt sieht es hier unmöglich aus, Müll ohne Ende, rostige Autos, Autos mit seltsamen Aufbauten...scheinbar wohnen hier Menschen.
Wir wenden und fahren weg von hier. Um uns herum rennen die Hunde und kläffen wie verrückt. Ich hab Angst, wir würden einen überfahren. Zumindest touchiert haben wir einen...grauselig.

Bevor die Brücke wieder geschlossen wird, huschen wir noch schnell drüber und suchen uns auf der anderen Seite der Kanaleinfahrt einen Platz. Hier ist es ruhig und weniger dreckig. Mama kocht Mittagessen und Papa erkundet mit den Zwergen die Umgebung.
Wir beobachten wie ein Schlepper ein recht großes russisches Boot in den Kanal zieht...das ist spannend!

Schließlich fahren wir weiter. Es geht nun ins Landesinnere, ins Gebirge. Wir wollen ein bisschen wandern gehen und deshalb kurven wir über sehr enge und steile Straßen stundenlang durch die Berge. Je näher wir unserem Ziel kommen, desto enger werden die Straßen. Ich halte immer öfter die Luft an und klammer mich am Oberschenkel vom Matzel fest, was neben mir sitzt und ständig fragt, wann wir endlich da sind.
Dann biegen wir in einen Waldweg ab, es holpert und scheppert...noch 2 km stehen auf dem Navi. Wir kriechen vorwärts, mein Puls läuft auf Hochtouren...angeblich soll am Ende ein Parkplatz sein. Meter für Meter kämpfen wir uns vorwärts, Löcher und Steine, Schlamm und noch mehr Steine.
Doch schließlich tut sich ein größerer Platz vor uns auf...am Ende des Platzes fließt ein klarer Gebirgsbach...ringsherum überall Berge. Herrlich, ich bin hin und weg...die Aufregung hat sich gelohnt.
Hier bleiben wir!

Gute Nacht
Eure Kati mit Familie

Sonntag, 13. Mai 2018

Amphitheater und antike Stadt

13.05.

Heute Nachmittag soll es regnen. Darauf haben wir so gar keine Lust. Also satteln wir die Pferde und planen Kultur und Kilometer.

Den noch sonnigen Vormittag verbringen wir im und um dem Amphitheater von Epidaurus. Eine ganze antike Stadt haben die dort ausgebuddelt...mit Krankenhaus, Badehaus und Stadion für Sport-Wettkämpfe. Und die Attraktion stellt natürlich das Amphitheater dar. Es ist wirklich phänomenal. Es ist riesig und meiner Meinung nach sehr gut erhalten...wobei ich nicht die geringste Ahnung von so was hab.
Wir stiefeln die zahlreichen Stufen ganz nach oben und setzen uns oben hin...dort lassen wir das ganze erstmal auf uns wirken und beobachten das Geschehen auf der Bühne. Die  Bühne bildet ein Kreis in der Mitte des Theaters und in diesem Kreis ist der Mittelpunkt mit einem Stein markiert. Auf diesem Stein steht eine Frau, wahrscheinlich eine Touristenführerin, und erzählt etwas auf griechisch. Aber es ist gar nicht so schlimm, dass wir nicht verstehen, was sie sagt...denn was sie tut, ist viel aussagekräftiger. Sie lässt Münzen fallen, zuerst eine 1 Euro Münze, dann 50 Cent und schließlich 1 Cent. Man glaubt es kaum, doch man hört jede Münze auf den Boden fallen, selbst in der letzten Sitzreihe! Beeindruckend!

Wir erkunden noch ausführlich das Theater, bevor wir wieder hinab steigen und uns den Rest der Stadt ansehen. Das Matzel läuft fleißig mit und guckt sich auch die alten Mauern, Säulen und Steine an. Wobei sie da meist andere Dinge drin sieht, meistens Tische mit Stühlen oder Bänken oder Teller und Schüsseln. Ihrer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Irgendwann haben wir genug alte Steine angeguckt. Da wir Mittagshunger haben, genießen wir noch ein opulentes Mahl im Hafen von Ac. Epidaurus.
So gestärkt können wir die kurze Fahrt nach Korinth starten...die Kinder halten Mittagsschlaf und ich kann die Landschaft genießen.

Wir checken auf dem Campingplatz ein und finden zwischen den zahlreichen Campern auch noch ein Plätzchen. Doch ziemlich schnell wird uns klar...hier bleiben wir nicht lange. Der Campingplatz ist ziemlich runter gewirtschaftet, es ist total voll und das Meer ist hier auch nicht so toll...der Blick auf den Industrieteil der Stadt Korinth lässt erahnen warum.

Aber tolle Muscheln finden wir hier.

Bis ganz bald
Eure Kati mit dem Rest!

Freitag, 11. Mai 2018

Nafplio

10.05.

Heute steht mal Sightseeing auf dem Programm. Endlich mal ne Stadt anschauen. Eine größere Stadt, nicht nur so kleine Dörfer, wo man keine Menschenseele trifft und nicht richtig erkennt, ob hier überhaupt noch jemand wohnt.
Wir packen alles zusammen, checken aus und fahren mit dem Auto nach Nafplio rein. Die Stadt ist schon ordentlich groß, doch uns interessiert nur die Altstadt.
Am Hafen finden wir einen Parkplatz. Die Motte kommt in die Trage, das Matzel will Puky fahren.

Zuerst laufen wir an der Strandpromenade entlang. Dort ist es noch recht weitläufig und relativ leer. Am Ende angekommen, biegen wir zweimal nach links ab und laufen durch die Altstadt. Es wird enger, voller und lauter.
Was aber hauptsächlich an den Jugendlichen liegt, die überall unterwegs sind und laut schreien und quietschen und außerdem haben sie kleine Lautsprecher aus denen laut plärrend Musik schallt. Doch wir lassen uns davon nicht die Laune verderben und laufen weiter gemütlich durch die Gassen. Die Altstadt ist voller Schnick Schnack Läden die ihren Glimmbimm los werden wollen. An denen können wir das Matzel nur mit Mühe vorbei lotsen. Doch es gibt auch viele tolle handwerkliche Geschäfte mit einer Werkstatt hinten dran. Die Fassaden und Schaufenster sind wunderschön gestaltet. Es sieht sehr traditionell aus. Solche Läden gefallen mir sehr gut und ziehen meine Aufmerksamkeit auf sich.

Während wir so schlendern, treffen wir zufällig eine Familie vom Mücken - Campingplatz. Deren Kind ist im Alter vom Matzel und die beiden ziehen gut zusammen los! Ein schöner Zufall. Auch dass gerade Mittagszeit ist und alle hungrig sind und die Familie ein gutes Lokal kennt. Und schon sitzen wir wieder beisammen und erzählen und essen gut.

Nach dem Mittagessen ziehen wir gemeinsam los. Die Kinder immer vorneweg. Manchmal so schnell, dass einer von uns die Beine in die Hände nehmen und einen ordentlichen Sprint hinlegen muss, um die zwei kleinen Raser wieder einzuholen. Zu Zweit hat man doppelt Mut!
Der erste Stopp ist ein Schuhladen. Ein toller Laden mit Werkstatt nebenan. Die Kinder liegen auf dem Boden und robben über Sitzbänke, die Papas warten geduldig und die Mamas probieren Sandalen. Natürlich kaufen wir auch welche.
Nächster Stopp Gelateria...Eis geht immer.
Die Familie kennt einen tollen Spielplatz, wo für Kinder jeden Alters das passende Spielgerät zu finden ist. Dort verweilen wir natürlich auch noch ein bisschen. Aber irgendwann wird es Zeit. Der Mann holt das Auto und dann heißt es Abschied nehmen. Wir winken und wünschen gute Weiterfahrt. Vielleicht trifft man sich ja mal wieder.

Unser nächstes Ziel ist nur eine halbe Stunde entfernt. Wir erreichen Epidaurus am frühen Abend.

Liebe Grüße
Eure Kati mit Mann, mutigem Matzel und starker Motte.

P.S. : die besten Fotos von der Stadt hab ich leider mit der Kamera gemacht.

Mittwoch, 9. Mai 2018

Halbzeit...ein Resümee

11.05.

Schon 6 Wochen sind wir nun auf Tour. 12 Wochen wollen wir unterwegs sein...Zeit für ein Halbzeit-Resümee.

Was wir auf jeden Fall festgestellt haben...wir hätten mit der Fähre von Ankona nach Patras fahren sollen. Eigentlich jeder, den wir getroffen haben, hat diesen Weg gewählt und nur positiv darüber berichtet. Es wäre total gemütlich, spannend für die Kinder, es gibt ein Spielzimmer und preislich ist es auch absolut ok. Wir hätten uns und den Kindern damit sicher viel Fahrstress erspart.

Wichtigstes Reiseutensil
Für mich ist das Wichtigste, was wir mitgenommen haben...mein Handy. Geb ich ehrlich zu...es erlaubt auf leichtem Weg die Kommunikation mit zu Hause und ich bin nun mal ein Heimtier...obwohl ich das Reisen und Camping liebe...trotzdem bekomm ich auch leicht Heimweh und brauche den Kontakt zu lieben Menschen in der Heimat.
Das Vielseitigste ist auf jeden Fall unsere Abwaschschüssel. Sie ist Badewanne, Abwaschschüssel, Wäschekorb, Planschbecken und Spielzeug in einem. Das Teil würde ich echt vermissen.
Ansonsten kann ich nicht behaupten, dass wir etwas vergessen hätten. Alles dabei...alles recht nützlich. Wobei...die Wanderschuhe haben wir bisher gar nicht gebraucht. Wenn wir uns trotz Wärme mal für eine Wanderung entschieden haben, sind wir meistens in Crocs oder Outdoor Sandalen los.

Schönster Übernachtungsplatz
Da möchte ich mal unterscheiden zwischen Campingplatz und Stellplatz. Der schönste Campingplatz war der in Finikounda. Da waren wir ja auch 9 Tage...das spricht für sich. Der war einfach schön, nah am Meer, viele Familien und die Nähe zu dem hübschen kleinen Ort war super. Die Tage dort sind nur so verflogen.
Der schönste Stellplatz war der in der Bucht in den Bergen. Das Wasser dort...die Berge ringsherum, das war einfach beeindruckend...und es war herrlich ruhig und leer. Dort haben wir zwei wunderschöne Tage verbracht. Wenn wir mehr Wasser, mehr Brot und Lebensmittel gehabt hätten, wären wir sicher noch länger da geblieben.

Schönster Strand
Dem hatten wir bisher auf jeden Fall in der Karibik, also ich meine auf Elafonisos. Der Sand, die Farbe des Wassers...ich schwärme!

Schönste Unternehmung
Und wenn wir gerade auf der Insel sind...dort haben wir auch eine der schönsten Wanderungen gemacht. Die Wanderung auf die Halbinsel, wo es aussah wie in der Wüste und man so einen tollen Blick auf die Sandbank hatte. Wenn ich wüsste, wie das mit dem verlinken hier in der App funktioniert...ich würde es machen.
Die andere tolle Wanderung, an die ich gern zurück denke, war bei Finikounda. Wir sind in diese einsame Bucht gewandert und haben dort herrlich gebadet. Das war wunderschön und meine Premiere im Kraxe tragen.

Erkenntnisse
Nur weil man im Süden ist, heißt das noch lange nicht, dass jeden Tag die Sonne scheint.
Was ich damit sagen will? Vier Menschen auf engstem Raum...auch wenn zwei davon nur halbe bzw. viertelste Portionen sind...da krachen früher oder später die Interessen und Nerven aneinander. Man zofft und zankt und die Kinder weinen auch mal und sind quengelig, ganz so als wäre man zu Hause...und draußen scheint die Sonne vom blauen Himmel und das Meer plätschert fröhlich als wäre alles wie immer.

Bleibt mir noch weitere 6 Wochen treu....!

Eure Kati mit dem Rest!

Burg und Beach

07.05.

Völlig übermüdet und schlecht gelaunt, aber mit sauberem Auto und frisch gewaschener Wäsche, verlassen wir heute den Campingplatz Semeli und machen uns auf Richtung Nafplio.

Dort angekommen ist das erste Ziel der Lidl. Wir füllen Vorräte auf und essen eine Kleinigkeit direkt auf dem Parkplatz.

Auf dem Weg zum nächsten Campingplatz kommen wir an der Einfahrt zu einer großen Burg vorbei. Spontan entscheiden wir uns dafür, die Burg zu besichtigen. Das Matzel ist hell auf begeistert. Also lösen wir ein Ticket und beginnen durch alte Gemäuer und über alte Mauern zu stiefeln. Keine Spur von Erschöpfung beim Matzel, sie läuft und steigt und klettert. Sie und der Mann finden immer noch eine Mauer zum besteigen oder noch eine dunkle Kammer zum rein kriechen. Das gefällt mir, tönt es mehrfach von dem Zwerg an meiner Hand.
Dann ist da auch noch ein Gefängnis. Ein dunkles Verlies, in das man nur halb kriechend rein kommt. Und da verlässt das Matzel das Verständnis...den Rest des Tages müssen wir immer wieder erklären, was ein Gefängnis ist...wer da rein kommt und wo der Mann jetzt ist, der da drin war...hmm, gar nicht so einfach zu erklären.

Nun wird es aber Zeit...wir fahren zu dem Campingplatz, den wir empfohlen bekommen haben und finden einen schönen Platz.
Als die Kinder schlafen, gehen wir auf Mückenjagd und finden doch noch allerhand im Camper. Unsere Hoffnung ist groß, dass wir die alle vom letzten Campingplatz mitgebracht haben.
Wir wollen schließlich mal wieder schlafen, zumindest ein bisschen....

Seid lieb gegrüßt
Eure Kati mit Mann, Matzel und Motte

Dienstag, 8. Mai 2018

Mücken Mücken Mücken

6.5.

Gestern sind wir ja alle ziemlich ko recht zeitig ins Bett gefallen und haben geschlafen. Doch diese Nacht war der absolute Horror...

Es fängt damit an, dass ich nicht einschlafen kann. Ich wälze mich hin und her, aber nichts ist gemütlich.
Dann komm ich langsam zur Ruhe, da wird die Motte ständig wach. Zwischendurch gehen wir immer wieder auf Jagd nach Mücken. So geht es die ganze Nacht weiter. Entweder ich kümmere mich um die Motte, die total unruhig schläft oder wir jagen Mücken.
Gegen Morgen kommen wir noch mal für 2 Stunden zur Ruhe.

Der nächste Tag wird auch nicht besser. Zwar ohne Mücken, dafür aber mit niederländischen Rentnerinnen...die sind mindestens genauso schlimm, wenn es ums vordrängeln an der Waschmaschine geht. Ich geh mit meinem riesigen Wäscheberg zur Waschmaschine, die natürlich schon läuft. Also stell ich den Wäscheberg direkt daneben und gehe nun alle 20 Minuten den wirklich weiten Weg zum Waschhaus um zu schauen, ob die Waschmaschine fertig ist.
Ich treffe die Frau, der die Wäsche gehört, sie meint...noch 15 Minuten.
Ok...ich bin nach 15 Minuten wieder da. Doch was seh ich da? Die Waschmaschine läuft schon wieder mit neuer Wäsche. Ich fass es nicht. Und dann meint die niederländische Rentnerin noch zu mir, sie hätte meine Wäsche angefasst und es hätte sich so nass angefühlt...bla bla...wer soll das denn glauben?
Also wieder warten.
Als ich dann endlich meine Wäsche in die Waschmaschine stecke, zieht sich der Himmel schon zu...
Als die Wäsche endlich hängt, grummelt es am immer dunkler werdenden Himmel. Ich prüfe ständig, ob irgendwas so trocken ist, dass ich es abnehmen kann. Doch dann fängt der Regen an. Ich renne zur Rezeption und versuche dem Typen dort zu erklären, dass ich einen Wäscheständer brauche. Leider weiß ich das englische Wort nicht, also umschreibe ich es und mache immer wieder die typische Handbewegung wie beim auf und zu klappen eines Wäscheständers. Er bietet mir eine Leine an...nein...einen Korb....nein....eine Plane....nein! Ich ziehe Google Translator zu Rate. Der hilft....aber er hat keinen Wäscheständer...alle Mühe umsonst.
Aber er meint, ich könne im Kochhaus aufhängen. Ah...gute Idee.
Ich renne zum Mann...er soll bitte mit der Wäscheleine ins Kochhaus kommen...ich nehme die Wäsche ab.
Gesagt, getan...kurze Zeit später hängt das ganze Kochhaus voller handgenähter Unikate Kinderkleidung...ich hoffe, sie hängen morgen noch da.

Zum Glück endet der Tag in einer tollen Taverne bei gutem Essen und netten Gesprächen mit Camping Nachbarn.

Nur leider wird die Nacht noch schlimmer. Bis 1:30 Uhr hält die Motte mich vom Tiefschlaf ab, danach der Mann mit seiner Taschenlampe auf Jagd nach Mücken. Bis kurz vor 5 Uhr sind wir mit der Jagd nach Mücken beschäftigt. Klar machen wir dazwischen mehrfach das Licht aus und legen uns nieder, immer voller guter Hoffnung, nun alle Mücken erledigt zu haben....aber kaum macht man die Augen zu...da summen sie einem wieder um die Ohren. Da kann man aggressiv werden, sag ich euch!

Eure genervte Kati mit den 3 Ms

Samstag, 5. Mai 2018

Die Motte wird ein Jahr

05.05.

Ein Jahr ist schon wieder vorbei. Vor einem Jahr hat uns das Glück das Zweite Mal geküsst und uns unsere Motte geschenkt. Wobei geschenkt arg untertrieben ist...es war Schwerstarbeit dieses Kind zu gebären. Ja, ok..gebären ist sicher bei keinem Kind ein Spaziergang. Aber die Motte hat es mir wirklich nicht leicht gemacht. Doch schon daran konnte man gut erahnen, dass wir eine kleine Kämpferin bekommen werden. Und das kann ich bis heute bestätigen...sie ist stark und lässt sich nicht die Wurst vom Brot klauen.

Den Tag, ihren Tag, haben wir gemütlich bei herrlichem Sonnenschein begonnen. Die Sonne war schon so gleißend hell, dass wir die Kerze auf dem Geburtstagszug gar nicht richtig brennen sehen konnten. Doch sie brannte und Geschenke gab es natürlich auch. Kleine Motte hatte am meisten Spaß am Geschenkpapier und die große Schwester hatte dafür den Spaß mit den Geschenken.

Nach dem Mittagessen sind wir zum nächsten geplanten Campingplatz gefahren...dort gab es dann Geburtstagskuchen.
Und eine Dusche...mit warmen Wasser und Seife. Die war dringend nötig nach zwei Tagen frei stehen.

Die total ubermüdeten Kinder schlafen dann bei Zeiten und die Eltern auch...aber leider nicht lange. Dazu bald mehr...

Liebe Grüße Eure Kati mit Kleinkind Motte und Kleinkind Matzel und Mann

Wo das Handy nicht mehr als ein Fotoapparat ist

03.05.

An einem stürmischen Tag verlassen wir die Insel Elafonisos mit der Fähre...fast so stürmisch wie bei der Ankunft.
Das erste geplante Ziel...Monumavasie, bestaunen wir nur durch das Autofenster. Die Kinder schlafen und da Schlaf tagsüber meist zu kurz kommt, lassen wir sie schlafen und fahren weiter. Ich kann mal auf den Beifahrersitz krabbeln und meine ganze Aufmerksamkeit der vorbei fahrenden Landschaft widmen.

Das nächste Ziel ist eine einsame Bucht bei Richea. Den Tipp haben wir von einer Familie am Stellplatz bei den Höhlen von Diros bekommen.
Die Landschaft ist wunderschön, aus den Hügeln werden nun richtige Berge von beachtlicher Höhe, wundervolle Täler dazwischen, mal eng und steil, mal weit und grün.
Wir fahren durch das Dorf Richea durch und kommen auf eine schmale Straße. Nun geht es steil nach unten. Über 8 km geht es in engen Serpentinen bergab. Die Berge sind beeindruckend.
Und dann tut sich zwischen den Bergen eine Bucht auf...klares Wasser, weiße Steine...wirklich schön. Für mich steht sofort fest...hier bleiben wir, gern auch länger als nur eine Nacht.
Ich checke erstmal die Vorräte, wie lange wir mit Brot und Co hinkommen...
Leider sieht es da etwas eng aus. Wir haben ja nirgends angehalten um die Kinder nicht zu wecken.

Aber wir erkunden erstmal den Strand und die nähere Umgebung.
Als wir zum Camper zurück kommen, kommt gerade das Motorrad vom Campingplatz in Finikounda, dessen Nummernschild wir gefunden hatten. Wie klein ist doch die Insel.
Auf jeden Fall entscheiden die sich auch hier zu bleiben und fahren noch mal hoch ins Dorf um das  Auto zu holen. Und frech wie wir sind, fragen wir sie, ob sie uns ein Brot mitbringen könnten. Gar kein Problem, natürlich machen sie das...brauchen wir sonst noch was.? Äh Tomaten? Na klar, kein Problem, bis später.

Super. Camper helfen sich!
Wir chillen den Nachmittag am Strand. Mann und Matzel erkunden durch klettern die Umgebung.
Es ist wirklich so schön hier! Und...es gibt keinen Empfang am Handy. Herrlich, endlich komm ich mal zum lesen.

04.05.

Strand, Steine, Sonne, schlafen, klettern, baden, essen...so sieht unser Tag aus. Einfach mal die Seele baumeln lassen.
Gegen Abend testen wir alle unsere Außendusche und krabbeln frisch geduscht ins Bett.

Eure müde Kati...denn die Motte schläft so unruhig und ist so oft wach...gähn.
Mit der auch müden Motte und dem Mann und dem Matzel.

Höhlenbewohner

02.05.

Hab ich erzählt, dass wir bei unserer Wanderung über die Düne auf die Hügel, eine Höhle im gegenüberliegenden Gebirge gesehen haben? Nicht?
Also gut...als wir die  Wanderung durch die Karibik gemacht haben, haben wir in dem gegenüberliegenden Gebirge eine Höhle entdeckt. Als wir gestern mit den Rädern auf der Straße dort vorbei gefahren sind, waren wir auch der Meinung einen Weg dorthin gesehen zu haben. So viel zur Theorie.
Heute wollen wir uns das nun mal genauer anschauen.
Wir beladen die Kraxen mit den Zwergen, Vesper und Getränken und los geht es. Kurz nachdem wir den Campingplatz verlassen haben, meint der Mann...lass uns doch mal hier hoch laufen, dort sieht es wie ein Weg aus, dahinter müsste doch schon die Höhle sein.
Also laufen wir querfeldein den Hügel hinauf. Auf halbem Weg meint der Mann, vielleicht sind wir doch zu früh in den Berg hinauf, vielleicht ist die Höhle erst hinterm nächsten Berg.
Das Gestolper durch das kniehohe Gestrüpp wird immer ungemütlicher, das Gestrüpp ist immer dichter und sehr kratzig. Ich hab schon unzählige Kratzer an den Waden. Das Matzel meint, gemütlich in der Kraxe hockend, das wäre eine schöne Wanderung. Hmm...mein Spaß-Kontingent ist so gut wie aufgebraucht.

Aus dem kniehohen Gestrüpp ist nun halshoher Buschbewuchs geworden, aber die Höhle ist nun immerhin schon in Sichtweite. Wir müssen nur noch ein bisschen durchhalten und die Zähne zusammen beißen. An meiner Wade läuft schon das Blut hinunter.

Noch ein bisschen durch vertrocknete Disteln kraxeln, kniehohes Gras platt trampeln, über einen ausgetrockneten Flußlauf hopsen und schon sind wir da...an der Höhle.

Und wie es hier aussieht, und wie die Höhle aussieht. Das glaubt man nicht. Vor der Höhle ist das Gras ordentlich abgeschnitten und weg geharkt, ein riesiger Stein in Tischhöhe ist weiß angemalt. Der passende Steinstuhl dazu ebenso.

Links neben dem Eingang ist die Kochnische. Mehrere Kochstellen zum abstellen von Töpfen, mit Holz zu befeuern.

Eine gemauerte Treppe führt zum Eingang der Höhle. Die komplette Höhle ist bis 2 m Höhe weiß angemalt. Der Fußboden ist mit Steinfliesen ausgelegt. Im ersten breiten Bereich steht ein Tisch, ein Stuhl, zwei Kisten. Auf dem Tisch stehen Gläser als Blumenvasen, die Blumen sind vertrocknet.
Neben dem Tisch ist eine größere erhöhte Fläche. Vielleicht ein Bett? Ein schmaler Gang führt in einen anderen etwas breiteren Bereich. Hier liegt etwas gut verschnürtes. Könnte eine Matratze sein.
Am hinteren Ende befindet sich in der Höhlenwand ein Loch, in dem ein Bild von der Jungfrau Maria und eine Kerze steht. Sehr hübsch.

Wir vespern erstmal an dem schönen weißen Tisch vor der Höhle. Eine grandiose Aussicht auf den Traumstrand.
Dann treibt uns die Neugierde wieder in die Höhle. Der Mann schaut in die erste der zwei Kisten...voller Porzellangeschirr. Alles schön abgewaschen.
Dann öffnet er die zweite Kiste:  Trinkwasser, Olivenöl, Nudeln, diverser anderer Kram und ein Buch. Wir stöbern in dem Buch. Einträge von anderen Besuchern der Höhle in allen möglichen Sprachen.
Auf der ersten Seite steht nur etwas in griechisch. Groß steht die Adresse einer Internetseite: AKADAMIA.GR
Keine Ahnung...

Es bleiben viele Fragen offen und wir spekulieren ordentlich herum auf unserem Weg nach unten. Der übrigens über einen super tollen Wanderweg führt. Geschnittenes Gras, Treppen, Markierungen. Herrlich.
Wir kommen noch an diversen Wasserauffangstellen bzw. Wassertanks, einer Schubkarre, einem Stuhl neben einem Fass vorbei. Alles ziemlich seltsam, aber irgendwann hören wir auf, zu rätseln...spätestens als wir den Traumstrand erreichen.

Liebe Grüße
Eure Kati mit den zerkratzten Waden
und den 3 Ms.

Insel-Rundtour

01.05.

Heute wollen wir die Insel per Fahrrad erkunden. Die Insel ist nicht so groß. Wir planen zum Mittagessen zurück zu sein. Also packen wir nur einen Snack in den Anhänger, etwas zu trinken, die Kinder und schon geht es los.
Raus aus dem Campingplatz und dann im Uhrzeigersinn nach links.
Ja sehr spannend ist das jetzt nicht unbedingt. Das Gute ist, dass beide Kinder relativ zügig einschlafen und wir somit in Ruhe radeln können.
Um auf die andere Seite der Insel zu kommen, müssen wir über einen Berg. Aber nichts wirklich anstrengendes.

Dort liegt die Stadt, oder eher das Dorf Kata Nisi. Es sieht total verlassen aus. Wir treffen keinen einzigen Menschen. Nur zwei Hunde kläffen uns an und in mitten einer Ruine steht ein Pferd.
Viele halbfertige Häuser. Viele sehen aus wie seit Jahren nicht angerührt. Etliche leere Hotels und Apartmentanlagen...kein Mensch. Liegt das an der Vorsaison oder an der Krise? Keine Ahnung. Ich find es spannend und beängstigend.

Wir radeln weiter und erreichen ziemlich flott den Ort mit dem Fähranleger, Elofanisos. Hier radeln wir gemütlich durch die Gassen und wollen noch Lebensmittel einkaufen. Doch dann entdecke ich einen Laden voll mit Sonnenhüten und allerhand anderem Schnick Schnack. Ich kann nicht vorbei radeln.
Ich steige ab und fange an Hüte zu probieren. Die Ladeninhaberin spricht gut Englisch und berät mich nett.
Inzwischen ist die Motte aufgewacht und wackelt an Papas Hand in den Laden. Sofort ist die Dame hin und weg von unserer Motte.
Da wird geschäckert und gescherzt und ich probiere Hüte.
Bald darauf kommt auch das Matzel und erneut wallen Stürme der Begeisterung auf.
Während ich mich inzwischen für einen Hut entschieden habe und nun die Bikinis durch stöbere, werden den Kindern wunderschöne Armbänder angelegt. Hat sie selbst gemacht, meinte die nette Dame. It is a present, because they are so beautiful...meint sie außerdem. Nun liegt die Begeisterung auf meiner Seite.
Total glücklich verlassen wir den Laden.

Nun noch einkaufen und dann wieder zurück zum Campingplatz. Einmal die Runde rum. Ziemlich genau 15 km...wirklich nicht sehr groß.

Am Nachmittag baden wir wieder am Traumstrand.

Eure Kati mit neuem Hut...
Und Matzel und Motte und Mann, der leer ausging.

Mittwoch, 2. Mai 2018

Wanderung in der Karibik

30.04.

Der Strand hier ist so schön. Sobald man sich am Strand befindet, denkt man, man ist in der Karibik. Der Sand ist feinkörnig und ganz hellgelb. Das Wasser ist klar und türkis. Es geht ewig flach ins Wasser, einfach herrlich.

Ungefähr einen Kilometer vom Campingplatz aus befindet sich eine schmale Sandbank, über die man auf eine kleine Halbinsel kommt. Auf der Halbinsel sind ein paar kleine Berge. Genau dort wollen wir heute mal hin wandern.
Wir packen also die Kraxen und machen uns auf den Weg. Gekleidet sind wir eher wie Strandgänger als wie Wanderer....in kurzen Hosen und Schlappen.
Es ist nach wie vor sehr windig und wir kämpfen am Strand ordentlich gegen den Wind an. Der Sand peitscht uns gegen die nackten Beine. Es ist trotzdem sonnig und warm.

Als wir die Sandbank erreichen, sind dort auch allerhand andere Neugierige. Wir laufen über die Sandbank und gehen auf die Berge zu. Auf den ersten Blick sehen die Berge ziemlich steil aus...
Doch auf einer Seite geht es zwischen kniehohem Gestrüpp recht gemächlich bergan. Es scheint ein Trampelpfad auf den Berg zu führen. Wir folgen Diesem.
Und dann geht es recht schnell, schon stehen wir oben auf dem Berg. Der Wind weht richtig stark....wir haben Mühe einen guten Stand zu finden. Doch die Aussicht auf diesen tollen Strand und die Sandbank und die Insel...atemberaubend schön.

Ein weiterer Trampelpfad führt über den Grat des Berges zum anderen Ende, quasi mit Sicht zum Meer hin. Das kniehohe Gestrüpp zerkratzt uns ziemlich die Waden...doch eine Mama kennt keinen Schmerz...und ein Papa auch nicht.
Wir genießen auch den meerseitigen Ausblick. Hier steht sogar ein Steinmännlein auf einer Betonsäule.
Da der Wind uns fast umpustet, treten wir zeitnah den Rücktritt an. Am Fuße des Berges finden wir im Schatten eines Baumes den perfekten Rastplatz. Dort verweilen wir eine Weile. Es ist windgeschützt, schattig und sandig und die Kinder auch gleich allerhand zum spielen.

Gemütlich bummeln wir am Strand zurück zum Campingplatz. Es wird mit den Füßen geplanscht, der Sammeltrieb befriedigt, Spuren in den Sand gemalt.

Am frühen Nachmittag erreichen wir wieder den Camper. Das Mittagessen lassen wir ausfallen und mampfen gleich Kuchen. Dann macht die Motte mit dem Papa Mittagsschlaf und das Matzel und ich gehen baden.
Auch mal schön, Zeit nur für uns Zwei. Wir gehen ins Meer und buddeln dann fleißig im Sand. Und wenn das Matzel dann beim spielen sagt 'das ist schön mit dir Mama'...dann erblüht mein Herz, ein Kloß wächst in meinem Hals und ich bin einfach nur gerührt.

Sandige Grüße
Eure Kati mit den 3 Ms

Montag, 30. April 2018

Stürmische Überfahrt

Spontan entscheiden wir uns noch einen Abstecher auf die Insel Elafonisos zu machen. Gesagt, getan.
Wir erreichen den Fähranleger gegen Mittag. Es weht ein kräftiger Wind und es sind einige Surfer auf dem Meer unterwegs.
Am Anleger stehen allerhand Autos, so viele, dass ich mich frage, wie die alle auf die Fähre passen sollen.
Ich suche nach einem Fahrplan. Finde auch einen Aushang, aber alles in griechisch. Zum Glück merken zwei nette Deutsche, dass ich etwas dumm aus der Wäsche schaue und sage mir, dass die nächste Fähre wohl 13 Uhr fahren soll. Das ist nicht mehr lange hin...lassen wir uns überraschen.

Wir knabbern derweil Sesamgebäck und Äpfel und beobachten Surfer. Und dann sehen wir tatsächlich die Fähre am Inselhafen ablegen und auf uns zu steuern.

Nach dem die Fähre angelegt hat und der große Reisebus und alle anderen Autos runter gefahren sind, dürfen wir rauf fahren. Wir werden so dicht nebeneinander eingeparkt, dass man kaum noch aussteigen kann, geschweige denn zwischen den Autos laufen kann. Und trotzdem passen nicht alle Autos drauf, wie ich richtig vermutet hatte.

Dann geht es los. Eine kurze Überfahrt, die es in sich hat. Wir gehen mit den Kindern ein bisschen auf Deck hin und her, aber gemütlich ist anders. Der Wind weht uns fast um. Die Fähre wackelt ordentlich. Am Ufer steht eine Kirche und ich schau, an Deck stehend, immer zu der Kirche...Kirche da, Kirche weg, Kirche da, Kirche weg...wir schaukeln.

Doch schon ist die Fahrt vorüber und wir dürfen rückwärts das Auto vom Boot rangieren.

In der Nähe vom Hafen parken wir und suchen uns ein nettes Lokal zum Mittag essen. Wir entscheiden uns heute mal für Pizza und Pasta...typisch griechisch...! Egal, schmeckt trotzdem.

Nach dem Essen gehen wir noch ein bisschen im Hafen spazieren, wobei der Wind echt heftig weht und wir uns gut aneinander festhalten müssen.
Macht aber echt Spaß...so eine ordentliche Brise.

Auf dem einzigen Campingplatz auf der Insel, tun wir uns etwas schwer den idealen Platz zu finden, parken dreimal um und entscheiden uns schließlich für den Platz neben dem Spielplatz.

Nun will ich aber das Meer sehen. Badehose an, Gummiboot geschnappt und los geht's. Direkt hinterm Campingplatz beginnt eine riesige Düne...Sand, so herrlich weißer und feiner Sand.
Ein paar Meter laufen wir durch die Düne und da taucht er vor uns auf...der absolut schönste Strand unser bisherigen Reise. Das  Wasser ist türkis und es geht ewig lang ganz flach ins  Wasser. Ich bin hin und weg und kann mich die ganze Zeit nur immer wieder wiederholen...ist das toll!

Der Mann und das Matzel gehen baden...mir ist es zu stürmisch.

Samstag, 28. April 2018

Schiffswrack und Auto-Krack

So schnell es eben geht, bis wir gefrühstückt, uns gewaschen und alles wieder reisefertig verpackt haben, sind wir gestartet. Das alles dauert heute noch etwas länger, weil wir zuallererst, direkt nach dem Aufstehen ans Meer zum baden gehen. Die Sonne brennt schon zeitig vom strahlend blauen Himmel und das Meer ist spiegelglatt. Einfach herrlich.

Immerhin schon gegen 11 Uhr verlassen wir den Campingplatz. Das erste Ziel ist ein Schiffswrack, was direkt am Strand liegt und allmählich vor sich hin rostet. Es befindet sich nur ca. 4 km hinter Githio. Wir parken und laufen dann am Strand entlang dort hin.
Schon von weitem sieht das große Wrack sehr beeindruckend aus. Von nahem finde ich es fast unheimlich, wie es da so verlassen und rostend da liegt. Ich hab keine Ahnung, was für eine Geschichte dahinter steckt. Vielleicht recherchiere ich das mal, wenn ich wieder zu Hause bin.

Wir essen dort auf dem Parkplatz Mittag, bevor die Fahrt weiter geht. Nächstes Zwischenziel Lidl. Da soll es seit Donnerstag Picknickdecken geben...und wir brauchen dringend eine Neue. Und wir haben Glück, gibt sogar noch welche.

Nun sind wir auf der Suche nach einem Stellplatz für die Nacht. Am liebsten einen mit Stranddusche, denn wir wollen ja noch Baden gehen.
Wir erreichen schnell den Platz, den der Mann für uns raus gesucht hat. Dusche ist auch vorhanden. Nur leider liegt da sie viel Müll am Strand rum, dass wir lieber weiter fahren wollen.
Also sucht der Mann bei Google Maps schnell einen abgelegenen Strand, der mit dem Auto erreichbar ist. Die Kinder werden langsam ungeduldig, wir müssen zeitnah etwas finden.
Wir steuern diesen Strand an. Von der Hauptstraße biegen wir in einen Feldweg ein. Das Auto wird ordentlich durch geschaukelt. Aber zurück geht nicht...keine Wendemöglichkeit.
Wir schleppen uns langsam aber sicher voran. Wobei das mit dem sicher ist in dem Moment vorbei, als es über uns ziemlich laut kracht. Der Mann hält an und schaut in den Rückspiegel. Ich schnall mich ab, um im Bad zu schauen, ob da was umgekippt ist. Doch der Mann sieht schon unsere Satelliten Schüssel auf dem Feldweg hinter uns liegen.
Der Weg führt durch einen sehr großen Olivenhain mit Bewässerungsanlage...und quer über den Feldweg war die Wasserleitung verlegt...5 cm zu niedrig für uns. Mist. Der Mann ist ordentlich am fluchen. Wir schauen kurz, ob das Badfenster einen Schaden hat. Nichts zu sehen. Also fahren wir erstmal weiter.

Wir kommen an dem einsamen Strand an...die Sonne hat sich inzwischen hinter Wolken verzogen. Himmel trüb, Stimmung auch.
Ich nehme die Kinder und wir erkunden ausführlich den  Strand. Der Mann steigt aufs Dach und inspiziert alles.

Nach einer Weile ist der Schreck verdaut, die Satelliten Schüssel verstaut...haben wir eh nicht gebraucht, und die Stimmung hellt sich wieder etwas auf.
Beim Abendessen können wir schon wieder lachen und rum albern.

Schiff ahoi...
Eure Kati mit den 3 Ms

Freitag, 27. April 2018

Erst Radetour, dann Chillaxen

25.4.

Wir verlassen die Höhlen von Diros schon gleich nach dem Frühstück. In dem nächsten Ort kaufen wir noch das Nötigste ein...unter anderem ein Souvenir für die Mama...eine schöne Keramik Schüssel verziert mit wundervollen bunten Fischen.
Gegen Mittag erreichen wir schon den nächsten Campingplatz in der Nähe von Githio. Wir treffen genau an der Einfahrt eine bekannte Familie vom letzten Campingplatz Finikounda. Abklatsch sozusagen.
Den restlichen Tag verbringen wir am Meer und auf dem Campingplatz...nüscht besonderes also.

26.4.

Die nähere Umgebung wartet darauf von uns erkundet zu werden. Also satteln wir die Räder, packen den Fahrradanhänger und los geht's. Am Strand entlang geht eine wenig befahrene Straße, der wir folgend. Eine Weile radeln wir entspannt am Meer entlang, doch irgendwann geht es ordentlich bergauf und wir schwitzen ganz schön.
Das erste Ziel, eine Halbinsel mit einem Leuchtturm, am Ortseingang von Githio, ist schnell erreicht. Wir besichtigen die Halbinsel, doch viel Herausragendes gibt es hier nicht zu sehen. Noch ein kurzer Stopp an einer Kapelle und weiter geht es.
Wir fahren durch ganz Githio hindurch, schauen uns den Hafen an. Die Restaurants sind alle geöffnet und wegen der noch geringen Anzahl von Touristen, wird um jeden Gast hart geworben. Im vorbei fahren wird man angesprochen, die Speisekarte wird einem entgegen gerufen, mögliche Parkplätze für die Räder gezeigt, beteuert, dass es zwei Kinderstühle gäbe...wir lächeln und winken zurück und fahren vorbei.
Am Ende vom Hafen kehren wir in ein Lokal direkt am Strand ein...mit hauseigener Ziege im Hof.
Essen schmeckt, alle werden satt...oder sogar mehr als das.

Zurück radeln wir gemütlich durch kleine Gassen zwischen den verlassen wirkenden Häusern.

Natürlich müssen wir unbedingt noch Baden gehen, sobald wir wieder am Campingplatz angekommen sind.

Morgen ist Strandtag angesagt.

27.7.
Strandtag...mit überraschendem Besuch von Bekannten aus Finikounda am späten Nachmittag.