Montag, 30. April 2018

Stürmische Überfahrt

Spontan entscheiden wir uns noch einen Abstecher auf die Insel Elafonisos zu machen. Gesagt, getan.
Wir erreichen den Fähranleger gegen Mittag. Es weht ein kräftiger Wind und es sind einige Surfer auf dem Meer unterwegs.
Am Anleger stehen allerhand Autos, so viele, dass ich mich frage, wie die alle auf die Fähre passen sollen.
Ich suche nach einem Fahrplan. Finde auch einen Aushang, aber alles in griechisch. Zum Glück merken zwei nette Deutsche, dass ich etwas dumm aus der Wäsche schaue und sage mir, dass die nächste Fähre wohl 13 Uhr fahren soll. Das ist nicht mehr lange hin...lassen wir uns überraschen.

Wir knabbern derweil Sesamgebäck und Äpfel und beobachten Surfer. Und dann sehen wir tatsächlich die Fähre am Inselhafen ablegen und auf uns zu steuern.

Nach dem die Fähre angelegt hat und der große Reisebus und alle anderen Autos runter gefahren sind, dürfen wir rauf fahren. Wir werden so dicht nebeneinander eingeparkt, dass man kaum noch aussteigen kann, geschweige denn zwischen den Autos laufen kann. Und trotzdem passen nicht alle Autos drauf, wie ich richtig vermutet hatte.

Dann geht es los. Eine kurze Überfahrt, die es in sich hat. Wir gehen mit den Kindern ein bisschen auf Deck hin und her, aber gemütlich ist anders. Der Wind weht uns fast um. Die Fähre wackelt ordentlich. Am Ufer steht eine Kirche und ich schau, an Deck stehend, immer zu der Kirche...Kirche da, Kirche weg, Kirche da, Kirche weg...wir schaukeln.

Doch schon ist die Fahrt vorüber und wir dürfen rückwärts das Auto vom Boot rangieren.

In der Nähe vom Hafen parken wir und suchen uns ein nettes Lokal zum Mittag essen. Wir entscheiden uns heute mal für Pizza und Pasta...typisch griechisch...! Egal, schmeckt trotzdem.

Nach dem Essen gehen wir noch ein bisschen im Hafen spazieren, wobei der Wind echt heftig weht und wir uns gut aneinander festhalten müssen.
Macht aber echt Spaß...so eine ordentliche Brise.

Auf dem einzigen Campingplatz auf der Insel, tun wir uns etwas schwer den idealen Platz zu finden, parken dreimal um und entscheiden uns schließlich für den Platz neben dem Spielplatz.

Nun will ich aber das Meer sehen. Badehose an, Gummiboot geschnappt und los geht's. Direkt hinterm Campingplatz beginnt eine riesige Düne...Sand, so herrlich weißer und feiner Sand.
Ein paar Meter laufen wir durch die Düne und da taucht er vor uns auf...der absolut schönste Strand unser bisherigen Reise. Das  Wasser ist türkis und es geht ewig lang ganz flach ins  Wasser. Ich bin hin und weg und kann mich die ganze Zeit nur immer wieder wiederholen...ist das toll!

Der Mann und das Matzel gehen baden...mir ist es zu stürmisch.