Samstag, 5. Mai 2018

Höhlenbewohner

02.05.

Hab ich erzählt, dass wir bei unserer Wanderung über die Düne auf die Hügel, eine Höhle im gegenüberliegenden Gebirge gesehen haben? Nicht?
Also gut...als wir die  Wanderung durch die Karibik gemacht haben, haben wir in dem gegenüberliegenden Gebirge eine Höhle entdeckt. Als wir gestern mit den Rädern auf der Straße dort vorbei gefahren sind, waren wir auch der Meinung einen Weg dorthin gesehen zu haben. So viel zur Theorie.
Heute wollen wir uns das nun mal genauer anschauen.
Wir beladen die Kraxen mit den Zwergen, Vesper und Getränken und los geht es. Kurz nachdem wir den Campingplatz verlassen haben, meint der Mann...lass uns doch mal hier hoch laufen, dort sieht es wie ein Weg aus, dahinter müsste doch schon die Höhle sein.
Also laufen wir querfeldein den Hügel hinauf. Auf halbem Weg meint der Mann, vielleicht sind wir doch zu früh in den Berg hinauf, vielleicht ist die Höhle erst hinterm nächsten Berg.
Das Gestolper durch das kniehohe Gestrüpp wird immer ungemütlicher, das Gestrüpp ist immer dichter und sehr kratzig. Ich hab schon unzählige Kratzer an den Waden. Das Matzel meint, gemütlich in der Kraxe hockend, das wäre eine schöne Wanderung. Hmm...mein Spaß-Kontingent ist so gut wie aufgebraucht.

Aus dem kniehohen Gestrüpp ist nun halshoher Buschbewuchs geworden, aber die Höhle ist nun immerhin schon in Sichtweite. Wir müssen nur noch ein bisschen durchhalten und die Zähne zusammen beißen. An meiner Wade läuft schon das Blut hinunter.

Noch ein bisschen durch vertrocknete Disteln kraxeln, kniehohes Gras platt trampeln, über einen ausgetrockneten Flußlauf hopsen und schon sind wir da...an der Höhle.

Und wie es hier aussieht, und wie die Höhle aussieht. Das glaubt man nicht. Vor der Höhle ist das Gras ordentlich abgeschnitten und weg geharkt, ein riesiger Stein in Tischhöhe ist weiß angemalt. Der passende Steinstuhl dazu ebenso.

Links neben dem Eingang ist die Kochnische. Mehrere Kochstellen zum abstellen von Töpfen, mit Holz zu befeuern.

Eine gemauerte Treppe führt zum Eingang der Höhle. Die komplette Höhle ist bis 2 m Höhe weiß angemalt. Der Fußboden ist mit Steinfliesen ausgelegt. Im ersten breiten Bereich steht ein Tisch, ein Stuhl, zwei Kisten. Auf dem Tisch stehen Gläser als Blumenvasen, die Blumen sind vertrocknet.
Neben dem Tisch ist eine größere erhöhte Fläche. Vielleicht ein Bett? Ein schmaler Gang führt in einen anderen etwas breiteren Bereich. Hier liegt etwas gut verschnürtes. Könnte eine Matratze sein.
Am hinteren Ende befindet sich in der Höhlenwand ein Loch, in dem ein Bild von der Jungfrau Maria und eine Kerze steht. Sehr hübsch.

Wir vespern erstmal an dem schönen weißen Tisch vor der Höhle. Eine grandiose Aussicht auf den Traumstrand.
Dann treibt uns die Neugierde wieder in die Höhle. Der Mann schaut in die erste der zwei Kisten...voller Porzellangeschirr. Alles schön abgewaschen.
Dann öffnet er die zweite Kiste:  Trinkwasser, Olivenöl, Nudeln, diverser anderer Kram und ein Buch. Wir stöbern in dem Buch. Einträge von anderen Besuchern der Höhle in allen möglichen Sprachen.
Auf der ersten Seite steht nur etwas in griechisch. Groß steht die Adresse einer Internetseite: AKADAMIA.GR
Keine Ahnung...

Es bleiben viele Fragen offen und wir spekulieren ordentlich herum auf unserem Weg nach unten. Der übrigens über einen super tollen Wanderweg führt. Geschnittenes Gras, Treppen, Markierungen. Herrlich.
Wir kommen noch an diversen Wasserauffangstellen bzw. Wassertanks, einer Schubkarre, einem Stuhl neben einem Fass vorbei. Alles ziemlich seltsam, aber irgendwann hören wir auf, zu rätseln...spätestens als wir den Traumstrand erreichen.

Liebe Grüße
Eure Kati mit den zerkratzten Waden
und den 3 Ms.