Hallo!
Ich habe gerade noch mal meine Blogeinträge von der letzten ICSI gelesen. Eigentlich habe ich das Gefühl, es war gerade erst gewesen, doch es ist schon 8 Monate her...
Das hätte ich nicht gedacht, dass mal so viel Zeit dazwischen liegen würde.
Heute habe ich meine Tage bekommen, ZT 1 des ICSI-Zyklus.
Nach einer sehr kurzen Nacht wache ich mit Kreislaufproblemen auf. Ich spüre es schon, dass es nicht nur am wenigen Schlaf liegt. Es zieht und krampft im Unterleib.
Gestern habe ich noch ständig nachgeschaut, ob denn endlich Blut zu sehen ist, wobei mir jedes mal wieder schmerzlich ins Bewusstsein gerückt ist, dass ich schon wieder auf etwas warte. Jetzt geht das GEWARTE wieder los...!
Warten auf die Mens, warten auf Stimu-Beginn, warten auf Folli-TV-Termine, warten auf Punktion, warten auf Transfert...und das schlimmste warten: warten auf den Bluttest!
Auf jeden Fall ist das zu erste bewartende Etwas heut morgen nun eingetroffen.
Kurz vor Mittag rufe ich in der Klinik an und bin während des Telefonats dann doch wieder arg aufgeregt. Warum denn? Ich kenn das alles doch schon. Die 10 Minuten in der Warteschleife machen es nicht besser!
Endlich. Sie entschuldigt sich dafür, dass ich warten musste (hahahahahahaaahahaa) und sagt mir, dass ich am Samstag mit dem Spritzen anfangen soll. okay okay okay...ich bin nervös, im Kopf spiele ich das Spritz-Szenario durch, weiß ich noch wie das geht, welche Uhrzeit war das nochmal, Dosis, ach ja steht auf dem Spritzenplan. Nach außen wirke ich natürlich routiniert und gelassen.
Ich bekomme auch gleich noch mehrere Termine zum Folli-TV für die nächsten 2 Wochen.
Hey...hättet ihr Interesse an einer Fotoserie zum Spritzen? Oder ist das schon abgenutzt und jeder weiß wie es geht bzw. die andere Hälfte möchte das nicht unebdingt sehen?
Ihr könnt gern kommentieren oder mir schreiben.
Ein Blog über den langen Weg des Kinderwunsches, bis hin zur Erfüllung des Traumes und nun über das Leben mit Kindern, als Familie.
Donnerstag, 27. Februar 2014
Donnerstag, 20. Februar 2014
Ultraschall, Scratching, Blut abgeben
Gestern war seit langem mal wieder ein Termin in der KiWu-Klinik. Es geht ja jetzt wieder los, die 2.ICSI steht an.
Bei dem Termin war der Kontroll-US und das Scratching der GMSH geplant. Außerdem muss Blut abgenommen werden.
Ich bin also pünktlich in der Klinik und bin doch arg überrascht, wie leer es ist. Außer mir sitzt nur noch ein Mann im Wartezimmer. Ich mache es mir gerade auf dem Wartesofa gemütlich und hole mein Häkelzeug raus, da holt die Frau Doktor mich schon zum Kontroll-US. Wir schauen ob die Eierstöcke gesund aussehen und besprechen die weitere Vorgehensweise. Ich bekomme wieder einen Spritzenplan und ein Rezept für viele teure künstliche Hormone.
Wieder im Wartezimmer, inzwischen sind noch einige Paare dazu gekommen. Kaum sitze ich, werde ich in den OP gerufen. Das läuft ja mal richtig gut.
Ich unterschreibe die Einverständniserklärung, dass sie mich im Notfall aufschnippeln dürfen und schon sitze ich wieder auf dem Stuhl. Eine andere Ärztin desinfiziert mich und erklärt mir noch, dass die Kanüle etwas dicker ist als die Kanüle, die für die Insemination verwendet wird. Dann geht es los. Die erste Hürde, der äußere Muttermund ist schnell genommen. Doch dann gehts nicht weiter. Durch den inneren Muttermund kommt sie mit der Kanüle nicht durch. Ich erinnere mich, dass eine andere Ärztin bei einer Insemination gemeint hat, dass ich eine "Kurve" im Gebrämutterhals habe, was das einfädeln erschwert. Ich werde weiter bergab gelagert, um die Schwerkraft zur Streckung der Gebärmutter zu nutzen. Meine Augen halte ich nun geschlossen, meine Hände halte ich gefaltet auf dem Oberbauch und ich atme in meinen Bauch, merke wie ich verkrampfe und versuche einigermaßen entspannt zu bleiben.
Die Ärztin gibt vorerst auf und versucht es mit der Kanüle, die zur Insemination verwendet wird, die ist ja dünner. Doch auch für diese hält sich mein innerer Muttermund versperrt. Meine Hände sind inzwischen klatschnass....
Eine liebe Schwester streichelt mir immer wieder dieWange und fragt, ob es geht... es muss ja...
Dann fällt der Ärztin noch ein, dass die Kanüle, die für den Embryotransfer verwendet wird, dünn ist aber eine stabilere Spitze hat. Also versuchen wir diese auch noch. Nun klappt es, damit bekommt sie die "Kurve".
Ein paar Sekunden später zieht es stark in meiner Gebärmutter, so dass ich kurz erschrecke. Das wird das Scratching gewesen sein.
Geschafft.
Sie versucht es dann noch mal mit der dicken ersten Kanüle...aber damit ist kein reinkommen. Dann meint sie, dass es mit der dünneren Kanüle auch reicht, hauptsache, es ist eine Mini-Verletzung zugefügt. Doch warum hat sie dann die dickere Kanüle noch mal probiert??
Auf jeden Fall entlässt sie mich vom Stuhl. Meine Beine kleben in den Schalen fest, weil ich so geschwitzt habe, meine Hände sind immer noch schweißnass. Alle machen sich Sorgen um meinen Kreislauf, doch der ist fit, zum Glück.
Im Patientenzimmer darf ich mich noch 15 Minuten ausruhen, damit der Kreislauf stabil bleibt. Dort liegen 2 junge Frauen, die die Prüfung der Eileiterdurchlässigkeit hinter sich haben. Auf die Frage, was wir schon alles gemacht haben lassen, zähle ich auf: 6 Inseminationen, 1 ICSI, 2 Kryo (so ähnlich wie: mein Haus, mein Auto, meine Yacht :D ).
Darauf fragt mich eine der beiden, ob denn nicht künstliche Befruchtung eine Alternative wäre, wenn wir doch schon so viel probiert haben....??!!
Äääääh ja...wäre wirklich mal ein Gedanke wert ;-)
Naja, vor 3 Jahren hätte ich auch nichts damit anfangen können, wenn mir einer die Begrifflichkeiten um die Ohren schleudert hätte.
Leicht durch den Wind wackel ich nun wieder ins Wartezimmer. Ich muss ja noch Blut abgeben. Blut abgeben ist ja auch so ne spezielle Sache bei mir...ich habe zarte Venen, die auch gern mal wegschnipsen, wenn eine Nadel auf sie zu kommt. Doch mit drücken und schieben und dagegen halten, hat die Schwester die Nadel in die Vene bekommen und konnte mir immerhin 4 von 5 Ampullen entziehen.
Das also auch geschafft.
Total entnervt und fix und fertig verlasse ich nach 2,5 Stunden die Klinik.
Nun bin ich also wieder in der Downregulierung. Das bedeutet wieder 4x täglich Nasenspray zum Ausschalten meiner körpereigenen Hormone bis zur Punktion, die aber noch ne Weile hin ist. Erstmal warten wir auf die Mens. Aber unser Kühlschrank liegt schon voll mit Medis...ich bin also bereit.
Bei dem Termin war der Kontroll-US und das Scratching der GMSH geplant. Außerdem muss Blut abgenommen werden.
Ich bin also pünktlich in der Klinik und bin doch arg überrascht, wie leer es ist. Außer mir sitzt nur noch ein Mann im Wartezimmer. Ich mache es mir gerade auf dem Wartesofa gemütlich und hole mein Häkelzeug raus, da holt die Frau Doktor mich schon zum Kontroll-US. Wir schauen ob die Eierstöcke gesund aussehen und besprechen die weitere Vorgehensweise. Ich bekomme wieder einen Spritzenplan und ein Rezept für viele teure künstliche Hormone.
Wieder im Wartezimmer, inzwischen sind noch einige Paare dazu gekommen. Kaum sitze ich, werde ich in den OP gerufen. Das läuft ja mal richtig gut.
Ich unterschreibe die Einverständniserklärung, dass sie mich im Notfall aufschnippeln dürfen und schon sitze ich wieder auf dem Stuhl. Eine andere Ärztin desinfiziert mich und erklärt mir noch, dass die Kanüle etwas dicker ist als die Kanüle, die für die Insemination verwendet wird. Dann geht es los. Die erste Hürde, der äußere Muttermund ist schnell genommen. Doch dann gehts nicht weiter. Durch den inneren Muttermund kommt sie mit der Kanüle nicht durch. Ich erinnere mich, dass eine andere Ärztin bei einer Insemination gemeint hat, dass ich eine "Kurve" im Gebrämutterhals habe, was das einfädeln erschwert. Ich werde weiter bergab gelagert, um die Schwerkraft zur Streckung der Gebärmutter zu nutzen. Meine Augen halte ich nun geschlossen, meine Hände halte ich gefaltet auf dem Oberbauch und ich atme in meinen Bauch, merke wie ich verkrampfe und versuche einigermaßen entspannt zu bleiben.
Die Ärztin gibt vorerst auf und versucht es mit der Kanüle, die zur Insemination verwendet wird, die ist ja dünner. Doch auch für diese hält sich mein innerer Muttermund versperrt. Meine Hände sind inzwischen klatschnass....
Eine liebe Schwester streichelt mir immer wieder dieWange und fragt, ob es geht... es muss ja...
Dann fällt der Ärztin noch ein, dass die Kanüle, die für den Embryotransfer verwendet wird, dünn ist aber eine stabilere Spitze hat. Also versuchen wir diese auch noch. Nun klappt es, damit bekommt sie die "Kurve".
Ein paar Sekunden später zieht es stark in meiner Gebärmutter, so dass ich kurz erschrecke. Das wird das Scratching gewesen sein.
Geschafft.
Sie versucht es dann noch mal mit der dicken ersten Kanüle...aber damit ist kein reinkommen. Dann meint sie, dass es mit der dünneren Kanüle auch reicht, hauptsache, es ist eine Mini-Verletzung zugefügt. Doch warum hat sie dann die dickere Kanüle noch mal probiert??
Auf jeden Fall entlässt sie mich vom Stuhl. Meine Beine kleben in den Schalen fest, weil ich so geschwitzt habe, meine Hände sind immer noch schweißnass. Alle machen sich Sorgen um meinen Kreislauf, doch der ist fit, zum Glück.
Im Patientenzimmer darf ich mich noch 15 Minuten ausruhen, damit der Kreislauf stabil bleibt. Dort liegen 2 junge Frauen, die die Prüfung der Eileiterdurchlässigkeit hinter sich haben. Auf die Frage, was wir schon alles gemacht haben lassen, zähle ich auf: 6 Inseminationen, 1 ICSI, 2 Kryo (so ähnlich wie: mein Haus, mein Auto, meine Yacht :D ).
Darauf fragt mich eine der beiden, ob denn nicht künstliche Befruchtung eine Alternative wäre, wenn wir doch schon so viel probiert haben....??!!
Äääääh ja...wäre wirklich mal ein Gedanke wert ;-)
Naja, vor 3 Jahren hätte ich auch nichts damit anfangen können, wenn mir einer die Begrifflichkeiten um die Ohren schleudert hätte.
Leicht durch den Wind wackel ich nun wieder ins Wartezimmer. Ich muss ja noch Blut abgeben. Blut abgeben ist ja auch so ne spezielle Sache bei mir...ich habe zarte Venen, die auch gern mal wegschnipsen, wenn eine Nadel auf sie zu kommt. Doch mit drücken und schieben und dagegen halten, hat die Schwester die Nadel in die Vene bekommen und konnte mir immerhin 4 von 5 Ampullen entziehen.
Das also auch geschafft.
Total entnervt und fix und fertig verlasse ich nach 2,5 Stunden die Klinik.
Nun bin ich also wieder in der Downregulierung. Das bedeutet wieder 4x täglich Nasenspray zum Ausschalten meiner körpereigenen Hormone bis zur Punktion, die aber noch ne Weile hin ist. Erstmal warten wir auf die Mens. Aber unser Kühlschrank liegt schon voll mit Medis...ich bin also bereit.
Freitag, 7. Februar 2014
Chromosomen und Stammbaum
Der Mensch hat 46 Chromosomen mit entweder 2X-Chromosomen (weiblich) oder 1X- und 1Y-Chromosom (männlich).
Ja, jetzt gehts ans Eingemachte oder ans Innerste. Auf jeden Fall wagen wir einen tiefen Blick. Am Mittwoch war unser Termin bei der "humangenetischen Beratung".
Kennt ihr das gute Gefühl, wenn man rechtzeitig losgefahren ist, man noch genügend Zeit und den perfekten Parkplatz direkt vor dem Eingang in die Klinik hat und dann merkt, dass man das Wichtigste zu Hause hat liegen gelassen? Ich sag euch....ab da war inneres Chaos angesagt.
Schon am Vorabend lege ich die Mappe mit den notwendigen Unterlagen auf den Küchentisch, direkt neben mein Handy. Früh morgens legt mein Mann mein Handy dann auf die Unterlagen, damit ich es nicht vergesse. Dann lege ich die Unterlagen auf die Garderobe und packe mein Handy in meinen Rucksack. Dann verlassen wir die Wohnung, steigen ins Auto, fahren gemütlich zur Klinik, suchen in aller Ruhe einen Parkplatz (was mit unserem neuen, doch etwas größeren Auto, bei weitem nicht so einfach ist, wie mit unserem vorherigen Auto). Wir sitzen noch eine Weilchen gemütlich im Auto, denn wir haben noch Zeit. Doch dann suche ich die Mappe mit den Unterlagen und sehe sie vor meinem inneren Auge auf der Garderobe liegen. Mist....!
Ich steige aus und geh schon mal zur Anmeldung, damit der Termin nicht weg ist. Und mein Mann fährt los, wieder heim um die Unterlagen zu holen.
Im Wartezimmer sitze ich wie auf heißen Kohlen, bin hibbelig, schaue alle 10 Sekunden zur Uhr und fahre in Gedanken mit meinem Mann mit. Natürlich findet er keinen Parkplatz mehr und muss ewig weit weg parken.
Aber dann hat er es endlich geschafft und kommt total außer Atem im Wartezimmer an. Ich fühl mich ganz schlecht für meine Dusseligkeit.
Im Sprechzimmer erklärt uns die Frau Ärztin, warum es beim unerfüllten KiWu sinnvoll sein kann, die Genetik zu überprüfen. Wegen dem Zusammensetzen der X- und Y-Chromosomen bei der Befruchtung. Wenn einer von uns nämlich einen Fehler in der Programmierung des X oder des Y hat, kann es da zu Problemen bei der neuen Zusammensetzung kommen.
Doch als erstes tauchen wir ab in die Vergangenheit. Wir zeichnen einen Stammbaum, bis zu unseren Großeltern, Tanten und Onkeln, Cousins und Cousinen, Schwestern und Brüdern. Immer wieder die Frage "...und haben die Kinder? ....und leben die alle? ....und alle gesund?"
Die Ärztin sucht nach Hinweisen auf geistige oder körperliche Behinderungen in unseren Familien, etwas das ihr einen Anhaltspunkt geben kann. Doch nichts...es sieht alles gut aus, so weit.
Sowohl bei mir in der Familie als auch in der meines Mannes gibts es kinderlose Paare. Doch wir kennen die Ursachen nicht.
Auf Grund der Befragung kann die Ärztin sagen, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% unsere Chromosomen korrekt programmiert sind. Da bleiben noch die 5% übrig, bei denen etwas nicht in Ordnung ist. Und diese 5% werden eben häufig bei kinderlosen Paaren gefunden....grmpf.
Sie nimmt uns Blut ab und erklärt den Ablauf der Untersuchung so:
Es liegen 46 USB-Sticks vor ihnen (die Chromosomen). Auf diesen USB-Sticks liegen 20.000 Dateien verteilt. Eine Datei davon wird geöffnet und auf das korrekte Aussehen von XX oder XY kontrolliert.
In 4-6 Wochen bekommen wir entweder einen Anruf zur Terminabsprache für eine Wiedervorstellung oder wir bekommen nur einen Brief.
Ich hätte gern einen Brief.
Ja, jetzt gehts ans Eingemachte oder ans Innerste. Auf jeden Fall wagen wir einen tiefen Blick. Am Mittwoch war unser Termin bei der "humangenetischen Beratung".
Kennt ihr das gute Gefühl, wenn man rechtzeitig losgefahren ist, man noch genügend Zeit und den perfekten Parkplatz direkt vor dem Eingang in die Klinik hat und dann merkt, dass man das Wichtigste zu Hause hat liegen gelassen? Ich sag euch....ab da war inneres Chaos angesagt.
Schon am Vorabend lege ich die Mappe mit den notwendigen Unterlagen auf den Küchentisch, direkt neben mein Handy. Früh morgens legt mein Mann mein Handy dann auf die Unterlagen, damit ich es nicht vergesse. Dann lege ich die Unterlagen auf die Garderobe und packe mein Handy in meinen Rucksack. Dann verlassen wir die Wohnung, steigen ins Auto, fahren gemütlich zur Klinik, suchen in aller Ruhe einen Parkplatz (was mit unserem neuen, doch etwas größeren Auto, bei weitem nicht so einfach ist, wie mit unserem vorherigen Auto). Wir sitzen noch eine Weilchen gemütlich im Auto, denn wir haben noch Zeit. Doch dann suche ich die Mappe mit den Unterlagen und sehe sie vor meinem inneren Auge auf der Garderobe liegen. Mist....!
Ich steige aus und geh schon mal zur Anmeldung, damit der Termin nicht weg ist. Und mein Mann fährt los, wieder heim um die Unterlagen zu holen.
Im Wartezimmer sitze ich wie auf heißen Kohlen, bin hibbelig, schaue alle 10 Sekunden zur Uhr und fahre in Gedanken mit meinem Mann mit. Natürlich findet er keinen Parkplatz mehr und muss ewig weit weg parken.
Aber dann hat er es endlich geschafft und kommt total außer Atem im Wartezimmer an. Ich fühl mich ganz schlecht für meine Dusseligkeit.
Im Sprechzimmer erklärt uns die Frau Ärztin, warum es beim unerfüllten KiWu sinnvoll sein kann, die Genetik zu überprüfen. Wegen dem Zusammensetzen der X- und Y-Chromosomen bei der Befruchtung. Wenn einer von uns nämlich einen Fehler in der Programmierung des X oder des Y hat, kann es da zu Problemen bei der neuen Zusammensetzung kommen.
Doch als erstes tauchen wir ab in die Vergangenheit. Wir zeichnen einen Stammbaum, bis zu unseren Großeltern, Tanten und Onkeln, Cousins und Cousinen, Schwestern und Brüdern. Immer wieder die Frage "...und haben die Kinder? ....und leben die alle? ....und alle gesund?"
Die Ärztin sucht nach Hinweisen auf geistige oder körperliche Behinderungen in unseren Familien, etwas das ihr einen Anhaltspunkt geben kann. Doch nichts...es sieht alles gut aus, so weit.
Sowohl bei mir in der Familie als auch in der meines Mannes gibts es kinderlose Paare. Doch wir kennen die Ursachen nicht.
Auf Grund der Befragung kann die Ärztin sagen, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% unsere Chromosomen korrekt programmiert sind. Da bleiben noch die 5% übrig, bei denen etwas nicht in Ordnung ist. Und diese 5% werden eben häufig bei kinderlosen Paaren gefunden....grmpf.
Sie nimmt uns Blut ab und erklärt den Ablauf der Untersuchung so:
Es liegen 46 USB-Sticks vor ihnen (die Chromosomen). Auf diesen USB-Sticks liegen 20.000 Dateien verteilt. Eine Datei davon wird geöffnet und auf das korrekte Aussehen von XX oder XY kontrolliert.
In 4-6 Wochen bekommen wir entweder einen Anruf zur Terminabsprache für eine Wiedervorstellung oder wir bekommen nur einen Brief.
Ich hätte gern einen Brief.
Samstag, 1. Februar 2014
Fachsimpeln III
Teil 3 der Kategorie Fachsimpeln.
Worüber sprechen wir heute? Über das Scratching.
Wer dabei an Menschen mit Kopfhörern, die mit ihren Händen die Schallplatten unter der Nadel hin und her bewegen, denkt, der liegt leider komplett falsch!
Scratching / to scratch = kratzen, ritzen, schrammen, aufschrammen (Quelle: dict.leo.org)
Klingt krass, ist es aber nicht. ;-)
Im Zyklus der Downregulierung, also jetzt in diesem Zyklus, in der Zeit nach dem Eisprung, wird die Gebärmutterschleimhaut angeritzt. Es wird dazu ein kleiner Katheter verwendet, der in die Gebärmutter eingeführt wird. Mit einer Spritze wird etwas Unterdruck erzeugt und beim Herausziehen des kleinen Schlauchs wird Gewebe “herausgeschabt”.
Und wozu soll das gut sein?
Die Theorie ist, dass das Anritzen der Gebärmutterschleimhaut eine entzündungsähnliche Reaktion hervorruft. Diese “Entzündung” führt zu einer vermehrten Einwanderung weißer Blutkörperchen und Zellen der Immunabwehr. Diese Reaktion soll die Einnistung begünstigen.
Worüber sprechen wir heute? Über das Scratching.
Wer dabei an Menschen mit Kopfhörern, die mit ihren Händen die Schallplatten unter der Nadel hin und her bewegen, denkt, der liegt leider komplett falsch!
Scratching / to scratch = kratzen, ritzen, schrammen, aufschrammen (Quelle: dict.leo.org)
Klingt krass, ist es aber nicht. ;-)
Im Zyklus der Downregulierung, also jetzt in diesem Zyklus, in der Zeit nach dem Eisprung, wird die Gebärmutterschleimhaut angeritzt. Es wird dazu ein kleiner Katheter verwendet, der in die Gebärmutter eingeführt wird. Mit einer Spritze wird etwas Unterdruck erzeugt und beim Herausziehen des kleinen Schlauchs wird Gewebe “herausgeschabt”.
Und wozu soll das gut sein?
Die Theorie ist, dass das Anritzen der Gebärmutterschleimhaut eine entzündungsähnliche Reaktion hervorruft. Diese “Entzündung” führt zu einer vermehrten Einwanderung weißer Blutkörperchen und Zellen der Immunabwehr. Diese Reaktion soll die Einnistung begünstigen.
Soweit die Theorie! Es gibt verschiedene Studien dazu. Die einen besagen, dass die Schwangerschaftsraten doppelt so hoch waren. Die anderen können keinen direkten Zusammenhang zwischen Erfolgschancen und dem Scratching erkennen. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen.
Aber wie es so ist, die Hoffnung stirbt zuletzt und erst recht wollen wir nichts unversucht lassen.
Let´s scratch ;-)!
Ende Februar hab ich den Termin in der Klinik.
Informativ für meine Blogschwestern: das Scratching ist eine Privatleistung und wir nicht von der Krankenkasse unterstützt. Die Kosten belaufen sich auf ca. 45€.
Donnerstag, 30. Januar 2014
Back with a broken leg
Na guuuut, ganz so schlimm ist es dann doch nicht. Es ist nur ein Zeh und nicht das ganze Bein (aber "toe" reimt sich ja nicht auf back ;-) ). Und es ist auch nicht beim Skifahren passiert, sondern in der Sauna, oder um genauer zu sein, davor.
Doch der Reihe nach:
Tag 2 unseres gut gestarteten Winterurlaubs. Ich habe einen wunderbaren Tag auf der Piste hinter mir, es fetzt, Wetter passt, alle sind nett....einfach gut. Dieser Abend muss natürlich mit einem herrlichen Gang in die Sauna beendet werden.
Also rein in die Dusche, ordentlich abgeseift, wieder raus aus der Dusche und dann forschen Schrittes Richtung Sauna. Dann kommt alles zusammen (im wahrsten Sinne des Wortes): mein nackter Fuß gleitet über die glitschigen Fliesen, mein ebenfalls nacktes Hinterteil landet mit einem lauten platsch auf dem Boden und mein linker Fuß versucht noch mit aller Kraft die Saunatür aus dem Weg zu räumen....tja, die Saunatür war dann wohl unnachgiebiger als mein mittlerer Zeh, welcher nach der Kollision in eine Richtung zeigt, die er vorher so noch nie angezeigt hat. AUTSCH!
In einem Anflug von Wahnsinn (auch Schock genannt) greife ich nach meinem schiefen Zeh und richte ihn wieder auf. Mein Großhirn vermittelt mir die irrsinnige Vorstellung, alles würde einfach wieder gut sein, wenn nur der Zeh erstmal wieder gerade wäre. War es aber nicht! Zumal ich die komplette Aufrichtung dann doch irgendwie nicht hinbekommen habe.
Mein Mann hilft mir auf einen Stuhl...einen Korbstuhl mit Frontneigung. Was ich damit sagen will...nun ja, ich sitze heulend und zitternd, gerade mal notdürftig mit einem Handtuch bedeckt auf diesem Stuhl und starre auf meinen schiefen Zeh, ein zukünftiger Chirurg versucht sich in erster Diagnose und beguckt ebenfalls meinen Zeh...da kippt der Stuhl unter mir weg....ich sitze wieder mit nacktem Hinterteil auf dem Boden und denke innerlich, wie bescheuert die hier alle eigentlich sind, mich auf SO einen Stuhl zu setzen.
Mein Schamgefühl habe ich schon bei meinem Sturz vor der Saunatür mit dem Fuß weggeschleudert, also was solls.
Nachdem alle mal meinen Zeh beguckt haben, mir ihr Mitgefühl ausgedrückt haben, hilft mein Mann mir in Klamotten und ins Auto, mit welchem wir dann zum Arzt fahren.
Mein Zeh bekommt eine Betäubungsspritze bevor er noch das letzte Stück wieder gerade gerückt und mit Tape am Nachbarzeh festgebunden wird.
Von nun an darf ich die Berge, den Schnee, die Sonne und alles was es sonst noch so im Winterurlaub gibt, von der Talstation, durchs Fenster unserer Hütte oder durch Autoscheiben bewundern. Herrlich, soviel Zeit zum lesen, häkeln, rumsitzen, nachdenken. Ganz toll!
Aber hey...die ARME Schwangere konnte ja auch nicht Skifahren. Sie hatte mein vollstes Mitgefühl!
So viel zu meinem Urlaub....ich bin tiefentspannt und auch sonst ist alles total toll *grins von einem Ohr zum anderen* /Ironie aus!
Außerdem möchte ich euch noch was mit auf den Weg geben....den gestrigen Spruch des Tages, einer Freundin, die ganz plötzlich und unerwartet einen Untermieter im Uterus hat:
"Damit ist ja meine Theorie, dass es am besten ist, wenn man so gar nicht daran denkt, bestätigt!"
Ihr lieben Mitfühlenden, ich denke, der Großteil von euch wird meine Worte verstehen und sich in etwa vorstellen können, wie es mir geht und was mir bei solchen Worten im Kopf rum geht.
Für alle Anderen:
No Way!
Schönen Abend noch!
Doch der Reihe nach:
Tag 2 unseres gut gestarteten Winterurlaubs. Ich habe einen wunderbaren Tag auf der Piste hinter mir, es fetzt, Wetter passt, alle sind nett....einfach gut. Dieser Abend muss natürlich mit einem herrlichen Gang in die Sauna beendet werden.
Also rein in die Dusche, ordentlich abgeseift, wieder raus aus der Dusche und dann forschen Schrittes Richtung Sauna. Dann kommt alles zusammen (im wahrsten Sinne des Wortes): mein nackter Fuß gleitet über die glitschigen Fliesen, mein ebenfalls nacktes Hinterteil landet mit einem lauten platsch auf dem Boden und mein linker Fuß versucht noch mit aller Kraft die Saunatür aus dem Weg zu räumen....tja, die Saunatür war dann wohl unnachgiebiger als mein mittlerer Zeh, welcher nach der Kollision in eine Richtung zeigt, die er vorher so noch nie angezeigt hat. AUTSCH!
In einem Anflug von Wahnsinn (auch Schock genannt) greife ich nach meinem schiefen Zeh und richte ihn wieder auf. Mein Großhirn vermittelt mir die irrsinnige Vorstellung, alles würde einfach wieder gut sein, wenn nur der Zeh erstmal wieder gerade wäre. War es aber nicht! Zumal ich die komplette Aufrichtung dann doch irgendwie nicht hinbekommen habe.
Mein Mann hilft mir auf einen Stuhl...einen Korbstuhl mit Frontneigung. Was ich damit sagen will...nun ja, ich sitze heulend und zitternd, gerade mal notdürftig mit einem Handtuch bedeckt auf diesem Stuhl und starre auf meinen schiefen Zeh, ein zukünftiger Chirurg versucht sich in erster Diagnose und beguckt ebenfalls meinen Zeh...da kippt der Stuhl unter mir weg....ich sitze wieder mit nacktem Hinterteil auf dem Boden und denke innerlich, wie bescheuert die hier alle eigentlich sind, mich auf SO einen Stuhl zu setzen.
Mein Schamgefühl habe ich schon bei meinem Sturz vor der Saunatür mit dem Fuß weggeschleudert, also was solls.
Nachdem alle mal meinen Zeh beguckt haben, mir ihr Mitgefühl ausgedrückt haben, hilft mein Mann mir in Klamotten und ins Auto, mit welchem wir dann zum Arzt fahren.
Mein Zeh bekommt eine Betäubungsspritze bevor er noch das letzte Stück wieder gerade gerückt und mit Tape am Nachbarzeh festgebunden wird.
Von nun an darf ich die Berge, den Schnee, die Sonne und alles was es sonst noch so im Winterurlaub gibt, von der Talstation, durchs Fenster unserer Hütte oder durch Autoscheiben bewundern. Herrlich, soviel Zeit zum lesen, häkeln, rumsitzen, nachdenken. Ganz toll!
Aber hey...die ARME Schwangere konnte ja auch nicht Skifahren. Sie hatte mein vollstes Mitgefühl!
So viel zu meinem Urlaub....ich bin tiefentspannt und auch sonst ist alles total toll *grins von einem Ohr zum anderen* /Ironie aus!
Außerdem möchte ich euch noch was mit auf den Weg geben....den gestrigen Spruch des Tages, einer Freundin, die ganz plötzlich und unerwartet einen Untermieter im Uterus hat:
"Damit ist ja meine Theorie, dass es am besten ist, wenn man so gar nicht daran denkt, bestätigt!"
Ihr lieben Mitfühlenden, ich denke, der Großteil von euch wird meine Worte verstehen und sich in etwa vorstellen können, wie es mir geht und was mir bei solchen Worten im Kopf rum geht.
Für alle Anderen:
No Way!
Schönen Abend noch!
Freitag, 17. Januar 2014
Fachsimpeln II und Sorgenwellen
Teil 2 der Kategorie Fachsimpeln. Und heute, meine lieben LeserInnen widmen wir uns der Genetik. *Brille hochschieb*
Ein hochspannendes Thema, welches auch bei unerfülltem Kinderwunsch eine nicht unerhebliche Rolle spielt. *räusper*
Warum untersucht man die Genetik?
Nun ja, wie wir alle schon im Biologieunterricht gelernt haben, werden bei der Befruchtung einer Eizelle die Chromosomen der Frau und des Mannes zusammengewürfelt, auf das was Neues entstehe.
Nun können schon dort Ursachen liegen, warum es zum Beispiel erst gar nicht zu einer Verschmelzung kommt oder die Weiterentwicklung einer befruchteten Eizelle stören.
Die genetische Beratung dient somit der Abklärung eventueller genetischer Ursachen der Sterilität sowie eventuell erhöhter genetischer Risiken für ein Kind.
Mit anderen Worten, man schaut ganz tief rein und weiß dann, ob es passt und wenn es passt, ob es Risiken für das Ungeborene gibt.
Kann einem sowas Angst machen? Ja! Mir schon.
Was ist wenn es nicht passt? Wenn es von ganz tief drinnen schon vorbestimmt ist, dass wir zwei uns nicht verschmelzen sollen?
Was ist wenn es passt und sich aber Risiken für das Ungeborene ergeben? Aufgeben? Trotzdem weiter machen und auf Glück hoffen, was uns schließlich schon lange genug verwehrt bleibt?
Ich weiß es nicht. Wir werden sehen, sagte der Stumme zum Blinden.
Am 04.Februar ist der Termin bei der Humangenetik. Das Ergebnis wird dann sicher eine Weile auf sich warten lassen.
Und sonst so?
Wir fahren morgen in den Winterurlaub. Bis hierhin alles gut. Bis gestern Vormittag alles gut. Gestern Abend hat sie mich dann gnadenlos überrollt, die Sorgenwelle.
Wir fahren mit einer ganzen Gruppe von Leuten in den Winterurlaub. Viele Menschen in unserem Alter und jünger. Viele davon schon Eltern, eine Schwangere.
Versteht ihr jetzt was ich meine?
Letztes Jahr war einer davon noch Single, dieses Jahr bringt er seine schwangere Freundin mit.
Letztes Jahr war ich felsenfest überzeugt, dieses Jahr schwanger zu sein. Ich bin es nicht, noch nicht.
Bis gestern Vormittag war alles bestens, ich war ganz und gar bei mir, glücklich in meinem Dasein. Doch dann kam, völlig unbeeindruckt von meinem neuen Lebensmut, die Sorgenwelle. Ich weiß, ich wiederhole mich. Ich finde nur grad eben nicht so die richtigen Worte. Ich frage mich halt, wie es sein wird, die ganze Zeit das junge Glück der werdenden Mutter und des werdenden Vaters und ihren Bauch vor meiner Nase zu haben. Klar, ich werde mein Nicht-Mutter-Dasein genießen, unbeeinflusst Skifahren, lange auf bleiben, mir den ein oder anderen Drink genehmigen...aber trotzdem....
Ski Heil!
Ein hochspannendes Thema, welches auch bei unerfülltem Kinderwunsch eine nicht unerhebliche Rolle spielt. *räusper*
Warum untersucht man die Genetik?
Nun ja, wie wir alle schon im Biologieunterricht gelernt haben, werden bei der Befruchtung einer Eizelle die Chromosomen der Frau und des Mannes zusammengewürfelt, auf das was Neues entstehe.
Nun können schon dort Ursachen liegen, warum es zum Beispiel erst gar nicht zu einer Verschmelzung kommt oder die Weiterentwicklung einer befruchteten Eizelle stören.
Die genetische Beratung dient somit der Abklärung eventueller genetischer Ursachen der Sterilität sowie eventuell erhöhter genetischer Risiken für ein Kind.
Mit anderen Worten, man schaut ganz tief rein und weiß dann, ob es passt und wenn es passt, ob es Risiken für das Ungeborene gibt.
Kann einem sowas Angst machen? Ja! Mir schon.
Was ist wenn es nicht passt? Wenn es von ganz tief drinnen schon vorbestimmt ist, dass wir zwei uns nicht verschmelzen sollen?
Was ist wenn es passt und sich aber Risiken für das Ungeborene ergeben? Aufgeben? Trotzdem weiter machen und auf Glück hoffen, was uns schließlich schon lange genug verwehrt bleibt?
Ich weiß es nicht. Wir werden sehen, sagte der Stumme zum Blinden.
Am 04.Februar ist der Termin bei der Humangenetik. Das Ergebnis wird dann sicher eine Weile auf sich warten lassen.
Und sonst so?
Wir fahren morgen in den Winterurlaub. Bis hierhin alles gut. Bis gestern Vormittag alles gut. Gestern Abend hat sie mich dann gnadenlos überrollt, die Sorgenwelle.
Wir fahren mit einer ganzen Gruppe von Leuten in den Winterurlaub. Viele Menschen in unserem Alter und jünger. Viele davon schon Eltern, eine Schwangere.
Versteht ihr jetzt was ich meine?
Letztes Jahr war einer davon noch Single, dieses Jahr bringt er seine schwangere Freundin mit.
Letztes Jahr war ich felsenfest überzeugt, dieses Jahr schwanger zu sein. Ich bin es nicht, noch nicht.
Bis gestern Vormittag war alles bestens, ich war ganz und gar bei mir, glücklich in meinem Dasein. Doch dann kam, völlig unbeeindruckt von meinem neuen Lebensmut, die Sorgenwelle. Ich weiß, ich wiederhole mich. Ich finde nur grad eben nicht so die richtigen Worte. Ich frage mich halt, wie es sein wird, die ganze Zeit das junge Glück der werdenden Mutter und des werdenden Vaters und ihren Bauch vor meiner Nase zu haben. Klar, ich werde mein Nicht-Mutter-Dasein genießen, unbeeinflusst Skifahren, lange auf bleiben, mir den ein oder anderen Drink genehmigen...aber trotzdem....
Ski Heil!
Donnerstag, 16. Januar 2014
You'll be blessed
Eine Blogschwester hatte die wunderbare Idee, eine KiWu-Playlist ins Leben zu rufen. Danke dafür, liebe ZweiLinien!!
Lieder, deren Melodien und Texte uns bewegen, berühren, in denen wir uns in dieser Lebensphase wiederfinden, die uns auf dem Weg, den wir ungewollt gehen müssen, begleiten, die mit uns trauern oder uns aufmuntern.
Ein Lied aus dieser Liste hat mich zutiefst berührt. Es gibt meinem Wunsch Worte.
Elton John - You'll be blessed
Für meine lieben Leser, die sich nicht erst ausführlich mit dem Song auseinander setzen wollen und keinen Übersetzer bemühen möchten, hier der Text in deutsch.
Hey, du, du bist ein Kind in meinem Kopf
Du bist noch nicht gelaufen
Deine ersten Worte müssen noch gesagt werden
Doch ich schwöre, du wirst gesegnet sein
Ich weiß, noch bist du nur ein Traum
Vielleicht sind deine Augen grün
oder die blausten, die ich jemals sah
Auf jeden Fall wirst du gesegnet sein
Und du, du wirst gesegnet sein
Du wirst das Beste haben
das verspreche ich dir
Ich werde dir einen Stern vom Himmel holen
Deinen Namen aus einem Hut ziehen
Ich verspreche dir, verspreche dir, verspreche dir
Du wirst gesegnet sein
Ich brauche dich, bevor ich zu alt bin,
um dich zu haben und zu halten,
mit dir zu gehen und dich wachsen zu sehen
Und zu wissen, dass du gesegnet bist
Mittwoch, 15. Januar 2014
Fachsimpeln I
Ich hatte ja zugesichert, dass ich auf den ein oder anderen Begriff aus unserem Fahrplan noch genauer eingehen werde.
Was ich nun hiermit tun werde.
Thema heute: Gerinnung
Warum ist die Untersuchung der Blutgerinnung relevant bei unerfülltem Kinderwunsch?
Hauptsächlich findet man die Ursache für verhäuft auftretende Frühaborte in der Blutgerinnung. Eine erhöhte Gerinnungsneigung kann zu Störungen der Plazentaentwicklung und Versorgung des Embryos führen. Doch so weit sind wir ja noch gar nicht.
Beim schwanger werden kann die Gerinnungsneigung trotzdem eine Rolle spielen.
Es gibt angeborene und erworbene Störungen im Gerinnungssystem, die diese erhöhte Gerinnungsneigung verstärken. Diese Veränderungen können eine Schwangerschaft auch verhindern. Kleine Thrombosen in den Plazentagefäßen können durch Nährstoffmangel dazu führen, dass die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut ausbleibt.
Was ich nun hiermit tun werde.
Thema heute: Gerinnung
Warum ist die Untersuchung der Blutgerinnung relevant bei unerfülltem Kinderwunsch?
Hauptsächlich findet man die Ursache für verhäuft auftretende Frühaborte in der Blutgerinnung. Eine erhöhte Gerinnungsneigung kann zu Störungen der Plazentaentwicklung und Versorgung des Embryos führen. Doch so weit sind wir ja noch gar nicht.
Beim schwanger werden kann die Gerinnungsneigung trotzdem eine Rolle spielen.
Es gibt angeborene und erworbene Störungen im Gerinnungssystem, die diese erhöhte Gerinnungsneigung verstärken. Diese Veränderungen können eine Schwangerschaft auch verhindern. Kleine Thrombosen in den Plazentagefäßen können durch Nährstoffmangel dazu führen, dass die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut ausbleibt.
So viel dazu. Ich finde das klingt alles ziemlich logisch und mich wundert, dass das bisher noch nicht kontrolliert wurde. Da wurde lieber aufgeschnippelt und reingeguckt, als mal einfach 5 Röhrchen Blut mehr abzuzapfen und das auf Gerinnung zu untersuchen.
Zitat Ärztin: "ach das haben wir bei ihnen noch nicht kontrolliert?"
Na ja, es ist wie es ist. Nun wird es auf jeden Fall kontrolliert. Blut dafür habe ich letzte Woche schon abgegeben und beim nächsten Termin werde ich den Befund erfahren.
Sorgen mach ich mir darum keine. Wenn es so ist, ist es gut, dass wir es gefunden haben und noch einen Ansatzpunkt mehr haben. Wenn es nicht so ist, auch gut.
Donnerstag, 9. Januar 2014
Abkürzungen- und Fremdwörter-Bingo
Wir haben noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, zumindest noch nicht ganz. Da gibts noch was, was wir tun können. Klar, weitermachen auch jeden Fall. Aber auch diagnostisch gibts noch ein paar offene Dinge und behandlungstechnisch haben wir auch ein paar Möglichkeiten.
Doch der Reihe nach.
Heut ist Beratungstermin in der Klinik. Erst kurz nach 10. Was mach ich denn mit dem gewonnenen halben Vormittag? Häkeln, was sonst ;-) ! Im Moment mein liebstes Hobby und die beste Ablenkung überhaupt. Doch zurück zum Thema.
Erstmal fesselt mich mein Körper ans Klo...da er denkt, unbedingt aufgeregt sein zu müssen, dabei haben wir nur einen Gesprächstermin. Man ey, der soll sich mal nicht so anstellen, da kommt noch einiges härteres als ein Gesprächstermin auf uns zu. Soooo unfreundlich ist die Ärztin nun auch wieder nicht.
Dann geh ich zum Sport (Neujahrsvorsatz ;-) ) und schon ist die Zeit bis zum Termin wie im Fluge vorbei und ich treffe meinen Mann super pünktlich vor der Klinik.
Nach moderater Wartezeit holt die Ärztin uns ins Sprechzimmer und ihr erster Satz, auf meine Frage, was wir noch tun können, ist "So viele Möglichkeiten gibts es da nicht mehr wirklich".
Doch dann ergibt sich eins nach dem anderen.
Ich fasse den Fahrplan hier mal kurz zusammen. Wenn ich das jetzt alles im Detail erkläre, wären das unheimlich viele medizinische Details auf einem Haufen. Aber ich möchte und werde es erklären, da auch Menschen meinen Blog lesen (also hoffe ich zumindest), die nicht so tief in dieser Materie stecken, wie ich es tue.
Daher die Fakten nur kurz gelistet und die Erklärung der einzelnen Punkte erkläre ich in einzelnen Beiträgen.
Danke für euer Verständnis.
1. Untersuchung der Gerinnung bei mir.
2. Untersuchung der Genetik bei uns beiden.
3. Scratching im Zyklus der Downregulierung
4. ICSI mit besser auf mich angepasster Stimu (Erfahrungen aus der 1. ICSI) um mehr Eizellen zu bekommen
5. ICSI eventuell mit PICSI (die Samenzellen werden auf "Bindunsgeignung" überprüft und dann nur Ausgewählte für die Befruchtung verwendet) und Assisted Hatching bei Bedarf (die Eizellen werden, je nach Härte der Schale, geritzt, wie schon bei den Kryos geschehen)
Zu viele Fremdwörter und Abkürzungen? Versteh ich.
Demnächst mehr dazu.
Zum Abschluss des Gesprächs meint die Ärztin, dass die Anzahl unserer Transfere noch absolut im Rahmen ist und wir uns keine Sorgen machen brauchen: "nach 2 großen Behandlungen sind 80% der Frauen schwanger". Nur 80%?!
Auf jeden Fall geht es weiter...ob mein Körper will oder nicht!
Doch der Reihe nach.
Heut ist Beratungstermin in der Klinik. Erst kurz nach 10. Was mach ich denn mit dem gewonnenen halben Vormittag? Häkeln, was sonst ;-) ! Im Moment mein liebstes Hobby und die beste Ablenkung überhaupt. Doch zurück zum Thema.
Erstmal fesselt mich mein Körper ans Klo...da er denkt, unbedingt aufgeregt sein zu müssen, dabei haben wir nur einen Gesprächstermin. Man ey, der soll sich mal nicht so anstellen, da kommt noch einiges härteres als ein Gesprächstermin auf uns zu. Soooo unfreundlich ist die Ärztin nun auch wieder nicht.
Dann geh ich zum Sport (Neujahrsvorsatz ;-) ) und schon ist die Zeit bis zum Termin wie im Fluge vorbei und ich treffe meinen Mann super pünktlich vor der Klinik.
Nach moderater Wartezeit holt die Ärztin uns ins Sprechzimmer und ihr erster Satz, auf meine Frage, was wir noch tun können, ist "So viele Möglichkeiten gibts es da nicht mehr wirklich".
Doch dann ergibt sich eins nach dem anderen.
Ich fasse den Fahrplan hier mal kurz zusammen. Wenn ich das jetzt alles im Detail erkläre, wären das unheimlich viele medizinische Details auf einem Haufen. Aber ich möchte und werde es erklären, da auch Menschen meinen Blog lesen (also hoffe ich zumindest), die nicht so tief in dieser Materie stecken, wie ich es tue.
Daher die Fakten nur kurz gelistet und die Erklärung der einzelnen Punkte erkläre ich in einzelnen Beiträgen.
Danke für euer Verständnis.
1. Untersuchung der Gerinnung bei mir.
2. Untersuchung der Genetik bei uns beiden.
3. Scratching im Zyklus der Downregulierung
4. ICSI mit besser auf mich angepasster Stimu (Erfahrungen aus der 1. ICSI) um mehr Eizellen zu bekommen
5. ICSI eventuell mit PICSI (die Samenzellen werden auf "Bindunsgeignung" überprüft und dann nur Ausgewählte für die Befruchtung verwendet) und Assisted Hatching bei Bedarf (die Eizellen werden, je nach Härte der Schale, geritzt, wie schon bei den Kryos geschehen)
Zu viele Fremdwörter und Abkürzungen? Versteh ich.
Demnächst mehr dazu.
Zum Abschluss des Gesprächs meint die Ärztin, dass die Anzahl unserer Transfere noch absolut im Rahmen ist und wir uns keine Sorgen machen brauchen: "nach 2 großen Behandlungen sind 80% der Frauen schwanger". Nur 80%?!
Auf jeden Fall geht es weiter...ob mein Körper will oder nicht!
Freitag, 3. Januar 2014
Wir schreiben das Jahr 2014...
....ein weiteres Jahr geht in das Kapitel Kinderwunsch ein.
Ich fühle mich entzwei.
Die eine Seite denkt: ach komm ist doch alles wunderbar so, so entspannt, wir können Pläne von großen Reisen machen, ausschlafen, ich kann tun, wonach mir der Sinn steht, mein Hobby ausleben...es kann ruhig so bleiben, wie es grad ist.
Die andere Seite denkt: oh Gott, uns rennt die Zeit davon, schon wieder war Silvester ohne auch nur den kleinsten Funken einer Lösung für unser "KiWu-Problem". Ich sehe den Zwerg von Freunden und denke daran, wie ich geweint habe, bei der Verkündung der Schwangerschaft...der Zwerg läuft inzwischen und spricht in ganzen Sätzen...Nummer 2 wird in dieser Familie sicher nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Und wir? Wo bleibt unsere Nummer 1?
Manchmal sagt mein Trotzkopf "ach dann eben nicht, dann haben wir eben keine Kinder....mir doch egal, da schei* ich drauf, sollen die mir alle mal den Buckel runterrutschen mit ihrem Kinderkram..." Schutzreaktion? Vielleicht.
Natürlich machen wir weiter...Mitte Januar haben wir einen Termin zum erneuten Beratungsgespräch bei unserer Ärztin. Es gibt ein paar Dinge, die ich noch ansprechen und abklären lassen will. Mal sehen, wie das läuft.
Dann ist erstmal Winterurlaub und somit wirds mit der nächsten ICSI nichts vor März. Tja...ist halt so. Wieder ein viertel Jahr dahin.
Prosit Neujahr...
Ich wünsche euch allen, die hier immer mal einen Blick rein werfen, ein gesundes neues Jahr, mit vielen positiven Momenten!!
Ich fühle mich entzwei.
Die eine Seite denkt: ach komm ist doch alles wunderbar so, so entspannt, wir können Pläne von großen Reisen machen, ausschlafen, ich kann tun, wonach mir der Sinn steht, mein Hobby ausleben...es kann ruhig so bleiben, wie es grad ist.
Die andere Seite denkt: oh Gott, uns rennt die Zeit davon, schon wieder war Silvester ohne auch nur den kleinsten Funken einer Lösung für unser "KiWu-Problem". Ich sehe den Zwerg von Freunden und denke daran, wie ich geweint habe, bei der Verkündung der Schwangerschaft...der Zwerg läuft inzwischen und spricht in ganzen Sätzen...Nummer 2 wird in dieser Familie sicher nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Und wir? Wo bleibt unsere Nummer 1?
Manchmal sagt mein Trotzkopf "ach dann eben nicht, dann haben wir eben keine Kinder....mir doch egal, da schei* ich drauf, sollen die mir alle mal den Buckel runterrutschen mit ihrem Kinderkram..." Schutzreaktion? Vielleicht.
Natürlich machen wir weiter...Mitte Januar haben wir einen Termin zum erneuten Beratungsgespräch bei unserer Ärztin. Es gibt ein paar Dinge, die ich noch ansprechen und abklären lassen will. Mal sehen, wie das läuft.
Dann ist erstmal Winterurlaub und somit wirds mit der nächsten ICSI nichts vor März. Tja...ist halt so. Wieder ein viertel Jahr dahin.
Prosit Neujahr...
Montag, 16. Dezember 2013
Resignation?!
[Resignation, die]: das Resignieren; das Sichfügen in das unabänderlich Scheinende
Quelle: Duden.de
Seit Tagen ist da so ein Gefühl in mir...nun kann ich es endlich betiteln. Resignation.
Ich beschreibe mal kurz, wie es mir geht und dann begebe ich mich auf die Suche nach einem Grund.
Ein Kind zeugen, sich als Paar bewusst dafür zu entscheiden, ein Kind bekommen zu wollen, das sollte etwas schönes sein. Etwas was mit Glück, Freude und froher Erwartung zu tun hat. Zumindest entspricht das meiner romantischen Vorstellung vom "Eltern werden".
Bei uns hat der Kinderwunsch zu 90% mit Ängsten, Ärzten und Enttäuschungen zu tun. Im Moment bin ich an einem Punkt, wo ich denke, ich kann das nicht noch mal durchstehen! Durch die Pause habe ich wohl gemerkt, wie anstrengend und belastend die letzten Monate mit den Versuchen schwanger zu werden, wirklich waren. Das Auf und Ab der Emotionen, die Hoffnung und die erneute Enttäuschung, das kostet scheinbar doch enorme Kraft. Mehr, als einem in dem Moment bewusst wird.
Heute streubt sich alles in mir, das nochmal durchmachen zu müssen. Die Gedanken an die erneute Behandlung im Januar, die vielen Arzttermine, das Leben danach auszurichten, dass bangen, das hoffen, das warten, die Tränen...all das jagt mir jetzt schon einen Schauer über den Rücken.
Schaff ich das alles nochmal? Und wenn ja...wird es sich dann lohnen oder wird am Ende wieder nur Enttäuschung sein?
Und nun zur Ursachenforschung:
Weihnachtszeit? Gefühle werden mindestens 3fach so stark wahrgenommen wie zu "normalen" Zeiten? Alles und jeder ist hypersensibilisiert...es knirscht und kracht an allen Ecken und Enden. "Jahresendkoller" hat eine Freundin es gestern genannt. Kann es einfach "nur" das sein und ab Januar ist alles wieder gut? Kann ich dann wieder Hoffnung haben? Bin ich dann wieder stark genug für den weiteren Weg?
Quelle: Duden.de
Seit Tagen ist da so ein Gefühl in mir...nun kann ich es endlich betiteln. Resignation.
Ich beschreibe mal kurz, wie es mir geht und dann begebe ich mich auf die Suche nach einem Grund.
Ein Kind zeugen, sich als Paar bewusst dafür zu entscheiden, ein Kind bekommen zu wollen, das sollte etwas schönes sein. Etwas was mit Glück, Freude und froher Erwartung zu tun hat. Zumindest entspricht das meiner romantischen Vorstellung vom "Eltern werden".
Bei uns hat der Kinderwunsch zu 90% mit Ängsten, Ärzten und Enttäuschungen zu tun. Im Moment bin ich an einem Punkt, wo ich denke, ich kann das nicht noch mal durchstehen! Durch die Pause habe ich wohl gemerkt, wie anstrengend und belastend die letzten Monate mit den Versuchen schwanger zu werden, wirklich waren. Das Auf und Ab der Emotionen, die Hoffnung und die erneute Enttäuschung, das kostet scheinbar doch enorme Kraft. Mehr, als einem in dem Moment bewusst wird.
Heute streubt sich alles in mir, das nochmal durchmachen zu müssen. Die Gedanken an die erneute Behandlung im Januar, die vielen Arzttermine, das Leben danach auszurichten, dass bangen, das hoffen, das warten, die Tränen...all das jagt mir jetzt schon einen Schauer über den Rücken.
Schaff ich das alles nochmal? Und wenn ja...wird es sich dann lohnen oder wird am Ende wieder nur Enttäuschung sein?
Und nun zur Ursachenforschung:
Weihnachtszeit? Gefühle werden mindestens 3fach so stark wahrgenommen wie zu "normalen" Zeiten? Alles und jeder ist hypersensibilisiert...es knirscht und kracht an allen Ecken und Enden. "Jahresendkoller" hat eine Freundin es gestern genannt. Kann es einfach "nur" das sein und ab Januar ist alles wieder gut? Kann ich dann wieder Hoffnung haben? Bin ich dann wieder stark genug für den weiteren Weg?
Mittwoch, 11. Dezember 2013
*Meld*
Ich dachte, ich melde mich noch mal. Meine letzter Eintrag ist ja schon ein Weile her und ihr fragt euch sicherlich warum ich euch so schändlich vernachlässige.
Das ist ganz einfach...es gibt nichts zum Thema Kinderwunsch zu schreiben, zumindest nichts Neues. Wir machen ja immer noch Pause....
Wie es mir damit im Moment geht? ...mal so mal so.
Die Vorweihnachtszeit zerrt gnadenlos an meinen Nerven und stellt meine Kräfte doch hin und wieder auf eine harte Probe. Ich schlender über den Weihnachtsmarkt und sehe leuchtende Kinderaugen, Mütter die kleine Heimlichkeiten für den Nachwuchs versorgen, Papas mit dick eingepackten Zwergen an der Hand....da wird mir schon mein kleines Kinderwunsch-kränkelndes Herzchen schwer. Um nur mal eine der 1000 Situationen zu beschreiben...
Es wird das Dritte Weihnachten sein, an dem ich mir nichts anderes als ein eigenes kleines Zwerglein wünsche. Wenn mir das in den letzten Tagen vermehrt ins Bewusstsein rückt, macht mir das Angst. Wohin rennt die Zeit? Was haben wir geschafft im letzten Jahr? Wir haben einiges geschafft....klar auf jeden Fall. Aber auf unseren Kinderwunsch bezogen? Nicht sehr viel, würde ich mal sagen:
Januar: Zwangspause wegen Winterurlaub
Februar: 3. IUI
März: 4. IUI
April: 5. IUI
Mai: 6. IUI
Juni: Donwregulierung für die ICSI
Juli: 1. ICSI
August: Zwangspause nach ICSI
September: 1. Kryo
Oktober: 2. Kryo
...weg ist es, das Jahr 2013. Ein in "Versuchen" gezähltes Jahr. Mehr ging nicht...für meinen Geschmack. Die Zeiten ausgenutzt, die Nerven strapaziert, auf vieles verzichtet...für nichts. Na ja, nicht ganz. Wir sind um einiges reicher...reicher an Erfahrungen. Wir sind gewachsen am Erlebten, sind stärker geworden, haben wieder etwas mehr gelernt damit umzugehen....bla bla bla!
Der Winter Anfang 2013 war lang, immer wieder schneite es und es war kalt. Ein schöner langer Winter, genau nach meinem Geschmack. Ich weiß noch, wie ich im Winter immer gesagt habe "von mir aus kann der Winter noch lange bleiben". Warum ich das gesagt habe? Nicht weil ich so ein riesiger Winterfan bin, sondern weil es mir das Gefühl gab, noch lange Zeit zu haben. So lange Winter war, war es noch früh im Jahr.
Doch der Frühling kam, und auch der Sommer und der Herbst.
Eigentlich wollte ich irgendwie noch mehr schreiben, aber ich finde grad nicht so die richtigen Worte.
Ich kann die Ängste und Gedanken, die im Zusammenhang mit der verrinnenden Zeit, was mir gerade zur Vorweihnachtszeit sehr bewusst wird, schwer beschreiben. Alles was ich sagen kann, dass ich das Gefühl habe, mir rinnt die Zeit durch die Finger und ich sehe irgendwie keine Chance etwas dagegen zu tun. Vielleicht habe ich auch Angst davor, weil ich nicht weiß, was wir noch machen können?! Was haben wir denn noch für Möglichkeiten? Wie kann es für uns weiter gehen?
Im Januar haben wir ein Gesprächstermin mit unserer Ärztin...wir werden sehen.
Desweiteren schluck ich jetzt den dicken Kloß in meinem Hals wieder runter und lege den Schalter "Verdrängung" wieder auf "An".
Meine lieben Leser/-innen,
ich wünsche euch ein ganz wundervolles Weihnachtsfest im Kreise eurer Liebsten! Genießt die Zeit der Ruhe und Besinnung, rückt nah zusammen und besinnt euch der vielen kleinen glücklichen Momente, die uns unser Leben jeden Tag schenkt, während wir auf das große Glück warten.
Liebe Grüße!!!
Das ist ganz einfach...es gibt nichts zum Thema Kinderwunsch zu schreiben, zumindest nichts Neues. Wir machen ja immer noch Pause....
Wie es mir damit im Moment geht? ...mal so mal so.
Die Vorweihnachtszeit zerrt gnadenlos an meinen Nerven und stellt meine Kräfte doch hin und wieder auf eine harte Probe. Ich schlender über den Weihnachtsmarkt und sehe leuchtende Kinderaugen, Mütter die kleine Heimlichkeiten für den Nachwuchs versorgen, Papas mit dick eingepackten Zwergen an der Hand....da wird mir schon mein kleines Kinderwunsch-kränkelndes Herzchen schwer. Um nur mal eine der 1000 Situationen zu beschreiben...
Es wird das Dritte Weihnachten sein, an dem ich mir nichts anderes als ein eigenes kleines Zwerglein wünsche. Wenn mir das in den letzten Tagen vermehrt ins Bewusstsein rückt, macht mir das Angst. Wohin rennt die Zeit? Was haben wir geschafft im letzten Jahr? Wir haben einiges geschafft....klar auf jeden Fall. Aber auf unseren Kinderwunsch bezogen? Nicht sehr viel, würde ich mal sagen:
Januar: Zwangspause wegen Winterurlaub
Februar: 3. IUI
März: 4. IUI
April: 5. IUI
Mai: 6. IUI
Juni: Donwregulierung für die ICSI
Juli: 1. ICSI
August: Zwangspause nach ICSI
September: 1. Kryo
Oktober: 2. Kryo
...weg ist es, das Jahr 2013. Ein in "Versuchen" gezähltes Jahr. Mehr ging nicht...für meinen Geschmack. Die Zeiten ausgenutzt, die Nerven strapaziert, auf vieles verzichtet...für nichts. Na ja, nicht ganz. Wir sind um einiges reicher...reicher an Erfahrungen. Wir sind gewachsen am Erlebten, sind stärker geworden, haben wieder etwas mehr gelernt damit umzugehen....bla bla bla!
Der Winter Anfang 2013 war lang, immer wieder schneite es und es war kalt. Ein schöner langer Winter, genau nach meinem Geschmack. Ich weiß noch, wie ich im Winter immer gesagt habe "von mir aus kann der Winter noch lange bleiben". Warum ich das gesagt habe? Nicht weil ich so ein riesiger Winterfan bin, sondern weil es mir das Gefühl gab, noch lange Zeit zu haben. So lange Winter war, war es noch früh im Jahr.
Doch der Frühling kam, und auch der Sommer und der Herbst.
Eigentlich wollte ich irgendwie noch mehr schreiben, aber ich finde grad nicht so die richtigen Worte.
Ich kann die Ängste und Gedanken, die im Zusammenhang mit der verrinnenden Zeit, was mir gerade zur Vorweihnachtszeit sehr bewusst wird, schwer beschreiben. Alles was ich sagen kann, dass ich das Gefühl habe, mir rinnt die Zeit durch die Finger und ich sehe irgendwie keine Chance etwas dagegen zu tun. Vielleicht habe ich auch Angst davor, weil ich nicht weiß, was wir noch machen können?! Was haben wir denn noch für Möglichkeiten? Wie kann es für uns weiter gehen?
Im Januar haben wir ein Gesprächstermin mit unserer Ärztin...wir werden sehen.
Desweiteren schluck ich jetzt den dicken Kloß in meinem Hals wieder runter und lege den Schalter "Verdrängung" wieder auf "An".
Meine lieben Leser/-innen,
ich wünsche euch ein ganz wundervolles Weihnachtsfest im Kreise eurer Liebsten! Genießt die Zeit der Ruhe und Besinnung, rückt nah zusammen und besinnt euch der vielen kleinen glücklichen Momente, die uns unser Leben jeden Tag schenkt, während wir auf das große Glück warten.
Liebe Grüße!!!
Donnerstag, 14. November 2013
Es geht mir gut....es geht mir gut!
Bei diesem Post-Titel habe ich den Song von Marius Müller Westernhagen "Es geht mir gut" im Kopf.
Soll ich den mal hier verlinken...? Ich probier es mal.
Hui, das war total easy. Ok, der Text passt jetzt nicht ganz so...aber der Refrain ist super! Das könnt ihr jetzt schön beim lesen des Eintrags hören.
Neulich im Fitness-Studio treffe ich einen Freund. Er fragt mich direkt nach der Begrüßung, wie es mir geht. Im gleichen Satz sagt er: "bestimmt beschissen, oder?"
Ich frage ihn warum es mir beschissen gehen soll. Er meint, sie (er und seine Freundin) hätten neulich im Blog gelesen....
Dieses Gespräch hat mich zu diesem Post veranlasst (fühl dich gegrüßt...'Freund' ;-) ) !
Auf jeden Fall möchte ich euch nur kurz wissen lassen, dass es mir gut geht. Sehr gut sogar. Ich genieße diese Pause ungemein. Ich mache nur Dinge, die mir gut tun und die ich gern mache. Es gibt nichts worüber ich mich ärgern muss, was mich traurig macht. Ich freue mich auf Weihnachten, ich habe so viel vor, so viele Ideen, was ich alles machen möchte, basteln, häkeln, unternehmen....viel zu viel für meinen kurzen Feierabend.
Es geht mir einfach nur gut.
Ich tanze sogar beim Frühstück machen ;-) !
Es grüßt euch, die (im Moment) zufriedene Webril!
Ach ja, da fällt mir noch was ein.
Neulich kam ein kleines Päckchen von Freunden bei uns an. Sie waren im Oktober bei uns zu Besuch und da haben wir das erste Mal mit ihnen über unserer Kinderwunschbehandlung gesprochen.
In diesem kleinen Päckchen war ein Buch, welches den Titel "Verliere nicht den Mut" trägt. In dem Buch standen ein paar persönliche Zeilen, dass wir den Mut und die Hoffnung niemals aufgeben sollen, da es sich auf jeden Fall lohnt.
Es ist ein ganz wunderbares Buch mit vielen tollen Sprüchen zu Mut, Hoffnung und Durchhalten. Vielen lieben Dank, wir haben uns so sehr darüber gefreut.
Es tut gut, zu erfahren, wie andere Menschen mit uns fühlen, sich um uns sorgen und an uns denken!
Soll ich den mal hier verlinken...? Ich probier es mal.
Hui, das war total easy. Ok, der Text passt jetzt nicht ganz so...aber der Refrain ist super! Das könnt ihr jetzt schön beim lesen des Eintrags hören.
Neulich im Fitness-Studio treffe ich einen Freund. Er fragt mich direkt nach der Begrüßung, wie es mir geht. Im gleichen Satz sagt er: "bestimmt beschissen, oder?"
Ich frage ihn warum es mir beschissen gehen soll. Er meint, sie (er und seine Freundin) hätten neulich im Blog gelesen....
Dieses Gespräch hat mich zu diesem Post veranlasst (fühl dich gegrüßt...'Freund' ;-) ) !
Auf jeden Fall möchte ich euch nur kurz wissen lassen, dass es mir gut geht. Sehr gut sogar. Ich genieße diese Pause ungemein. Ich mache nur Dinge, die mir gut tun und die ich gern mache. Es gibt nichts worüber ich mich ärgern muss, was mich traurig macht. Ich freue mich auf Weihnachten, ich habe so viel vor, so viele Ideen, was ich alles machen möchte, basteln, häkeln, unternehmen....viel zu viel für meinen kurzen Feierabend.
Es geht mir einfach nur gut.
Ich tanze sogar beim Frühstück machen ;-) !
Es grüßt euch, die (im Moment) zufriedene Webril!
Ach ja, da fällt mir noch was ein.
Neulich kam ein kleines Päckchen von Freunden bei uns an. Sie waren im Oktober bei uns zu Besuch und da haben wir das erste Mal mit ihnen über unserer Kinderwunschbehandlung gesprochen.
In diesem kleinen Päckchen war ein Buch, welches den Titel "Verliere nicht den Mut" trägt. In dem Buch standen ein paar persönliche Zeilen, dass wir den Mut und die Hoffnung niemals aufgeben sollen, da es sich auf jeden Fall lohnt.
Es ist ein ganz wunderbares Buch mit vielen tollen Sprüchen zu Mut, Hoffnung und Durchhalten. Vielen lieben Dank, wir haben uns so sehr darüber gefreut.
Es tut gut, zu erfahren, wie andere Menschen mit uns fühlen, sich um uns sorgen und an uns denken!
Donnerstag, 7. November 2013
Wenn du denkst, es geht nichts mehr...
...kommt von irgendwo ein Lichtlein her.
Dieses Lichtlein leuchtete mir gestern in der Form eines netten Herrn unserer Krankenkasse.
Mein Telefon klingelt, hmmm, fremde Nummer? Wer will mir denn nun schon wieder etwas aufschwatzen? Mit einem skeptischen "Ja???" gehe ich ans Telefon.
"Hallo hier ist Herr Nett von ihrer Krankenkasse, spreche ich mit Frau Webril? Haben Sie einen Moment Zeit für mich?"
Ich, immer noch skeptisch "äh, ja, einen kleinen Moment schon."
Herr Nett: "Sie haben doch gekündigt, wegen der Bezahlung der künstlichen Befruchtung, richtig? Und sie wollten doch zur Kasse XY wechseln, richtig? Und da läuft doch auch ein Widerspruch, weil wir das nicht zu 100% übernehmen, richtig?"
Ich: "ja alles richtig"
Herr Nett: "Nun, ich habe gute Neuigkeiten für Sie! Ab nächstem Jahr werden wir die Kosten ebenfalls zu 100% übernehmen! Dann müssen Sie nicht mehr kündigen und der Widerspruch hat sich somit auch erledigt!"
Ich, mit einem noch etwas skeptischen wo-ist-der-Haken-Lächeln auf dem Gesicht: "Ach was, na das sind ja mal wirklich gute Neuigkeiten!"
Somit zahlen wir für die ICSI ab nächstes Jahr nichts, niente, nano, nothing....juchhu. Klar, die Kryo-Versuche müssen wir nach wie vor komplett zahlen, aber die kostenintensiveren ICSI bekommen wir bezahlt.
Und noch besser: er denkt sogar, dass die Anzahl der Versuche unbeschränkt ist. Allerdings wusste er das nicht ganz sicher. Aber wir bekommen dazu noch eine schriftliche Information.
Herr Nett dann noch so: "Also wenn es geht, dann warten Sie doch noch bis nächstes Jahr. Und dann wünsche ich Ihnen ganz viel Glück, dass es bald klappt."
Danke für das Lichtlein, Herr Nett!
Dieses Lichtlein leuchtete mir gestern in der Form eines netten Herrn unserer Krankenkasse.
Mein Telefon klingelt, hmmm, fremde Nummer? Wer will mir denn nun schon wieder etwas aufschwatzen? Mit einem skeptischen "Ja???" gehe ich ans Telefon.
"Hallo hier ist Herr Nett von ihrer Krankenkasse, spreche ich mit Frau Webril? Haben Sie einen Moment Zeit für mich?"
Ich, immer noch skeptisch "äh, ja, einen kleinen Moment schon."
Herr Nett: "Sie haben doch gekündigt, wegen der Bezahlung der künstlichen Befruchtung, richtig? Und sie wollten doch zur Kasse XY wechseln, richtig? Und da läuft doch auch ein Widerspruch, weil wir das nicht zu 100% übernehmen, richtig?"
Ich: "ja alles richtig"
Herr Nett: "Nun, ich habe gute Neuigkeiten für Sie! Ab nächstem Jahr werden wir die Kosten ebenfalls zu 100% übernehmen! Dann müssen Sie nicht mehr kündigen und der Widerspruch hat sich somit auch erledigt!"
Ich, mit einem noch etwas skeptischen wo-ist-der-Haken-Lächeln auf dem Gesicht: "Ach was, na das sind ja mal wirklich gute Neuigkeiten!"
Somit zahlen wir für die ICSI ab nächstes Jahr nichts, niente, nano, nothing....juchhu. Klar, die Kryo-Versuche müssen wir nach wie vor komplett zahlen, aber die kostenintensiveren ICSI bekommen wir bezahlt.
Und noch besser: er denkt sogar, dass die Anzahl der Versuche unbeschränkt ist. Allerdings wusste er das nicht ganz sicher. Aber wir bekommen dazu noch eine schriftliche Information.
Herr Nett dann noch so: "Also wenn es geht, dann warten Sie doch noch bis nächstes Jahr. Und dann wünsche ich Ihnen ganz viel Glück, dass es bald klappt."
Danke für das Lichtlein, Herr Nett!
Dienstag, 5. November 2013
Und nun?
Ich weiß gar nicht richtig, ob und wie und was ich überhaupt schreiben soll.
Auf jeden Fall weiche ich heute wohl mal von meinem üblichen "Erzähl-Schreibstil" ab. Ich sag es einfach gerade heraus und kurz und knapp: auch die 2. Kryo ist ohne Schwangerschaft ausgegangen.
Und damit ist es erstmal vorbei. Die erste ICSI und alle daraus entstandenen Eizellen und Embryonen sind aufgebraucht. Und ich bin es auch...meine Nerven sind durch. Ich habe gestern vor dem Termin nur auf dem Klo gehockt, mit Magenkrämpfen und Durchfall. Die Ärztin meinte nur "ich seh elend aus" und hat mich krank geschrieben, zum Glück. So konnte ich nach dem Anruf und der Mitteilung, dass es ein (Zitat) "nicht so gutes Ergebnis" sei, einfach auf dem Sofa liegen bleiben, musste kein gezwungenes Lächeln aufsetzen oder auch noch Konversation betreiben, nach der mir nicht war.
Ich lag einfach da und habe mich vom TV berieseln lassen. Da waren keine Tränen, es kamen einfach keine. Nur tiefe Enttäuschung und Traurigkeit und Ratlosigkeit.
Und nun? Tja, was machen wir jetzt? Wie gehts weiter?
Erstmal gar nicht...ich / wir brauchen eine Pause. Mein Körper braucht eine Pause von all dem Zeugs, von den Behandlungen und meine Psyche braucht definitiv auch eine Pause. Wir möchten eine ruhige Vor- und Weihnachtszeit, ohne hibbeln, bangen, hoffen, zittern.
Bis dahin werden wir noch mal einen Gesprächstermin mit unserer Frau Ärztin machen, damit sie uns auch ihre Meinung kund tun kann. Vielleicht hat sie ja noch ein Ideen-Ass im Ärmel. Aber eigentlich gibt es keine andere Möglichkeit, wir sind auf Level 3 von 3 möglichen angekommen. Da ist nichts mehr, entweder es klappt damit oder nicht.
Aufgeben? Aufgeben ist keine Option. So lange noch einen Funken Hoffnung auf ein eigenes Kind besteht, kommt aufgeben nicht in Frage. Ich ertrage all die negativen Tests, so lange da ein bisschen Hoffnung auf einen Positiven ist.
Wir machen jetzt Pause...Pause vom Kinderwunsch, falls das überhaupt geht.
Auf jeden Fall weiche ich heute wohl mal von meinem üblichen "Erzähl-Schreibstil" ab. Ich sag es einfach gerade heraus und kurz und knapp: auch die 2. Kryo ist ohne Schwangerschaft ausgegangen.
Und damit ist es erstmal vorbei. Die erste ICSI und alle daraus entstandenen Eizellen und Embryonen sind aufgebraucht. Und ich bin es auch...meine Nerven sind durch. Ich habe gestern vor dem Termin nur auf dem Klo gehockt, mit Magenkrämpfen und Durchfall. Die Ärztin meinte nur "ich seh elend aus" und hat mich krank geschrieben, zum Glück. So konnte ich nach dem Anruf und der Mitteilung, dass es ein (Zitat) "nicht so gutes Ergebnis" sei, einfach auf dem Sofa liegen bleiben, musste kein gezwungenes Lächeln aufsetzen oder auch noch Konversation betreiben, nach der mir nicht war.
Ich lag einfach da und habe mich vom TV berieseln lassen. Da waren keine Tränen, es kamen einfach keine. Nur tiefe Enttäuschung und Traurigkeit und Ratlosigkeit.
Und nun? Tja, was machen wir jetzt? Wie gehts weiter?
Erstmal gar nicht...ich / wir brauchen eine Pause. Mein Körper braucht eine Pause von all dem Zeugs, von den Behandlungen und meine Psyche braucht definitiv auch eine Pause. Wir möchten eine ruhige Vor- und Weihnachtszeit, ohne hibbeln, bangen, hoffen, zittern.
Bis dahin werden wir noch mal einen Gesprächstermin mit unserer Frau Ärztin machen, damit sie uns auch ihre Meinung kund tun kann. Vielleicht hat sie ja noch ein Ideen-Ass im Ärmel. Aber eigentlich gibt es keine andere Möglichkeit, wir sind auf Level 3 von 3 möglichen angekommen. Da ist nichts mehr, entweder es klappt damit oder nicht.
Aufgeben? Aufgeben ist keine Option. So lange noch einen Funken Hoffnung auf ein eigenes Kind besteht, kommt aufgeben nicht in Frage. Ich ertrage all die negativen Tests, so lange da ein bisschen Hoffnung auf einen Positiven ist.
Wir machen jetzt Pause...Pause vom Kinderwunsch, falls das überhaupt geht.
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