Samstag, 5. Mai 2018

Wo das Handy nicht mehr als ein Fotoapparat ist

03.05.

An einem stürmischen Tag verlassen wir die Insel Elafonisos mit der Fähre...fast so stürmisch wie bei der Ankunft.
Das erste geplante Ziel...Monumavasie, bestaunen wir nur durch das Autofenster. Die Kinder schlafen und da Schlaf tagsüber meist zu kurz kommt, lassen wir sie schlafen und fahren weiter. Ich kann mal auf den Beifahrersitz krabbeln und meine ganze Aufmerksamkeit der vorbei fahrenden Landschaft widmen.

Das nächste Ziel ist eine einsame Bucht bei Richea. Den Tipp haben wir von einer Familie am Stellplatz bei den Höhlen von Diros bekommen.
Die Landschaft ist wunderschön, aus den Hügeln werden nun richtige Berge von beachtlicher Höhe, wundervolle Täler dazwischen, mal eng und steil, mal weit und grün.
Wir fahren durch das Dorf Richea durch und kommen auf eine schmale Straße. Nun geht es steil nach unten. Über 8 km geht es in engen Serpentinen bergab. Die Berge sind beeindruckend.
Und dann tut sich zwischen den Bergen eine Bucht auf...klares Wasser, weiße Steine...wirklich schön. Für mich steht sofort fest...hier bleiben wir, gern auch länger als nur eine Nacht.
Ich checke erstmal die Vorräte, wie lange wir mit Brot und Co hinkommen...
Leider sieht es da etwas eng aus. Wir haben ja nirgends angehalten um die Kinder nicht zu wecken.

Aber wir erkunden erstmal den Strand und die nähere Umgebung.
Als wir zum Camper zurück kommen, kommt gerade das Motorrad vom Campingplatz in Finikounda, dessen Nummernschild wir gefunden hatten. Wie klein ist doch die Insel.
Auf jeden Fall entscheiden die sich auch hier zu bleiben und fahren noch mal hoch ins Dorf um das  Auto zu holen. Und frech wie wir sind, fragen wir sie, ob sie uns ein Brot mitbringen könnten. Gar kein Problem, natürlich machen sie das...brauchen wir sonst noch was.? Äh Tomaten? Na klar, kein Problem, bis später.

Super. Camper helfen sich!
Wir chillen den Nachmittag am Strand. Mann und Matzel erkunden durch klettern die Umgebung.
Es ist wirklich so schön hier! Und...es gibt keinen Empfang am Handy. Herrlich, endlich komm ich mal zum lesen.

04.05.

Strand, Steine, Sonne, schlafen, klettern, baden, essen...so sieht unser Tag aus. Einfach mal die Seele baumeln lassen.
Gegen Abend testen wir alle unsere Außendusche und krabbeln frisch geduscht ins Bett.

Eure müde Kati...denn die Motte schläft so unruhig und ist so oft wach...gähn.
Mit der auch müden Motte und dem Mann und dem Matzel.

Höhlenbewohner

02.05.

Hab ich erzählt, dass wir bei unserer Wanderung über die Düne auf die Hügel, eine Höhle im gegenüberliegenden Gebirge gesehen haben? Nicht?
Also gut...als wir die  Wanderung durch die Karibik gemacht haben, haben wir in dem gegenüberliegenden Gebirge eine Höhle entdeckt. Als wir gestern mit den Rädern auf der Straße dort vorbei gefahren sind, waren wir auch der Meinung einen Weg dorthin gesehen zu haben. So viel zur Theorie.
Heute wollen wir uns das nun mal genauer anschauen.
Wir beladen die Kraxen mit den Zwergen, Vesper und Getränken und los geht es. Kurz nachdem wir den Campingplatz verlassen haben, meint der Mann...lass uns doch mal hier hoch laufen, dort sieht es wie ein Weg aus, dahinter müsste doch schon die Höhle sein.
Also laufen wir querfeldein den Hügel hinauf. Auf halbem Weg meint der Mann, vielleicht sind wir doch zu früh in den Berg hinauf, vielleicht ist die Höhle erst hinterm nächsten Berg.
Das Gestolper durch das kniehohe Gestrüpp wird immer ungemütlicher, das Gestrüpp ist immer dichter und sehr kratzig. Ich hab schon unzählige Kratzer an den Waden. Das Matzel meint, gemütlich in der Kraxe hockend, das wäre eine schöne Wanderung. Hmm...mein Spaß-Kontingent ist so gut wie aufgebraucht.

Aus dem kniehohen Gestrüpp ist nun halshoher Buschbewuchs geworden, aber die Höhle ist nun immerhin schon in Sichtweite. Wir müssen nur noch ein bisschen durchhalten und die Zähne zusammen beißen. An meiner Wade läuft schon das Blut hinunter.

Noch ein bisschen durch vertrocknete Disteln kraxeln, kniehohes Gras platt trampeln, über einen ausgetrockneten Flußlauf hopsen und schon sind wir da...an der Höhle.

Und wie es hier aussieht, und wie die Höhle aussieht. Das glaubt man nicht. Vor der Höhle ist das Gras ordentlich abgeschnitten und weg geharkt, ein riesiger Stein in Tischhöhe ist weiß angemalt. Der passende Steinstuhl dazu ebenso.

Links neben dem Eingang ist die Kochnische. Mehrere Kochstellen zum abstellen von Töpfen, mit Holz zu befeuern.

Eine gemauerte Treppe führt zum Eingang der Höhle. Die komplette Höhle ist bis 2 m Höhe weiß angemalt. Der Fußboden ist mit Steinfliesen ausgelegt. Im ersten breiten Bereich steht ein Tisch, ein Stuhl, zwei Kisten. Auf dem Tisch stehen Gläser als Blumenvasen, die Blumen sind vertrocknet.
Neben dem Tisch ist eine größere erhöhte Fläche. Vielleicht ein Bett? Ein schmaler Gang führt in einen anderen etwas breiteren Bereich. Hier liegt etwas gut verschnürtes. Könnte eine Matratze sein.
Am hinteren Ende befindet sich in der Höhlenwand ein Loch, in dem ein Bild von der Jungfrau Maria und eine Kerze steht. Sehr hübsch.

Wir vespern erstmal an dem schönen weißen Tisch vor der Höhle. Eine grandiose Aussicht auf den Traumstrand.
Dann treibt uns die Neugierde wieder in die Höhle. Der Mann schaut in die erste der zwei Kisten...voller Porzellangeschirr. Alles schön abgewaschen.
Dann öffnet er die zweite Kiste:  Trinkwasser, Olivenöl, Nudeln, diverser anderer Kram und ein Buch. Wir stöbern in dem Buch. Einträge von anderen Besuchern der Höhle in allen möglichen Sprachen.
Auf der ersten Seite steht nur etwas in griechisch. Groß steht die Adresse einer Internetseite: AKADAMIA.GR
Keine Ahnung...

Es bleiben viele Fragen offen und wir spekulieren ordentlich herum auf unserem Weg nach unten. Der übrigens über einen super tollen Wanderweg führt. Geschnittenes Gras, Treppen, Markierungen. Herrlich.
Wir kommen noch an diversen Wasserauffangstellen bzw. Wassertanks, einer Schubkarre, einem Stuhl neben einem Fass vorbei. Alles ziemlich seltsam, aber irgendwann hören wir auf, zu rätseln...spätestens als wir den Traumstrand erreichen.

Liebe Grüße
Eure Kati mit den zerkratzten Waden
und den 3 Ms.

Insel-Rundtour

01.05.

Heute wollen wir die Insel per Fahrrad erkunden. Die Insel ist nicht so groß. Wir planen zum Mittagessen zurück zu sein. Also packen wir nur einen Snack in den Anhänger, etwas zu trinken, die Kinder und schon geht es los.
Raus aus dem Campingplatz und dann im Uhrzeigersinn nach links.
Ja sehr spannend ist das jetzt nicht unbedingt. Das Gute ist, dass beide Kinder relativ zügig einschlafen und wir somit in Ruhe radeln können.
Um auf die andere Seite der Insel zu kommen, müssen wir über einen Berg. Aber nichts wirklich anstrengendes.

Dort liegt die Stadt, oder eher das Dorf Kata Nisi. Es sieht total verlassen aus. Wir treffen keinen einzigen Menschen. Nur zwei Hunde kläffen uns an und in mitten einer Ruine steht ein Pferd.
Viele halbfertige Häuser. Viele sehen aus wie seit Jahren nicht angerührt. Etliche leere Hotels und Apartmentanlagen...kein Mensch. Liegt das an der Vorsaison oder an der Krise? Keine Ahnung. Ich find es spannend und beängstigend.

Wir radeln weiter und erreichen ziemlich flott den Ort mit dem Fähranleger, Elofanisos. Hier radeln wir gemütlich durch die Gassen und wollen noch Lebensmittel einkaufen. Doch dann entdecke ich einen Laden voll mit Sonnenhüten und allerhand anderem Schnick Schnack. Ich kann nicht vorbei radeln.
Ich steige ab und fange an Hüte zu probieren. Die Ladeninhaberin spricht gut Englisch und berät mich nett.
Inzwischen ist die Motte aufgewacht und wackelt an Papas Hand in den Laden. Sofort ist die Dame hin und weg von unserer Motte.
Da wird geschäckert und gescherzt und ich probiere Hüte.
Bald darauf kommt auch das Matzel und erneut wallen Stürme der Begeisterung auf.
Während ich mich inzwischen für einen Hut entschieden habe und nun die Bikinis durch stöbere, werden den Kindern wunderschöne Armbänder angelegt. Hat sie selbst gemacht, meinte die nette Dame. It is a present, because they are so beautiful...meint sie außerdem. Nun liegt die Begeisterung auf meiner Seite.
Total glücklich verlassen wir den Laden.

Nun noch einkaufen und dann wieder zurück zum Campingplatz. Einmal die Runde rum. Ziemlich genau 15 km...wirklich nicht sehr groß.

Am Nachmittag baden wir wieder am Traumstrand.

Eure Kati mit neuem Hut...
Und Matzel und Motte und Mann, der leer ausging.

Mittwoch, 2. Mai 2018

Wanderung in der Karibik

30.04.

Der Strand hier ist so schön. Sobald man sich am Strand befindet, denkt man, man ist in der Karibik. Der Sand ist feinkörnig und ganz hellgelb. Das Wasser ist klar und türkis. Es geht ewig flach ins Wasser, einfach herrlich.

Ungefähr einen Kilometer vom Campingplatz aus befindet sich eine schmale Sandbank, über die man auf eine kleine Halbinsel kommt. Auf der Halbinsel sind ein paar kleine Berge. Genau dort wollen wir heute mal hin wandern.
Wir packen also die Kraxen und machen uns auf den Weg. Gekleidet sind wir eher wie Strandgänger als wie Wanderer....in kurzen Hosen und Schlappen.
Es ist nach wie vor sehr windig und wir kämpfen am Strand ordentlich gegen den Wind an. Der Sand peitscht uns gegen die nackten Beine. Es ist trotzdem sonnig und warm.

Als wir die Sandbank erreichen, sind dort auch allerhand andere Neugierige. Wir laufen über die Sandbank und gehen auf die Berge zu. Auf den ersten Blick sehen die Berge ziemlich steil aus...
Doch auf einer Seite geht es zwischen kniehohem Gestrüpp recht gemächlich bergan. Es scheint ein Trampelpfad auf den Berg zu führen. Wir folgen Diesem.
Und dann geht es recht schnell, schon stehen wir oben auf dem Berg. Der Wind weht richtig stark....wir haben Mühe einen guten Stand zu finden. Doch die Aussicht auf diesen tollen Strand und die Sandbank und die Insel...atemberaubend schön.

Ein weiterer Trampelpfad führt über den Grat des Berges zum anderen Ende, quasi mit Sicht zum Meer hin. Das kniehohe Gestrüpp zerkratzt uns ziemlich die Waden...doch eine Mama kennt keinen Schmerz...und ein Papa auch nicht.
Wir genießen auch den meerseitigen Ausblick. Hier steht sogar ein Steinmännlein auf einer Betonsäule.
Da der Wind uns fast umpustet, treten wir zeitnah den Rücktritt an. Am Fuße des Berges finden wir im Schatten eines Baumes den perfekten Rastplatz. Dort verweilen wir eine Weile. Es ist windgeschützt, schattig und sandig und die Kinder auch gleich allerhand zum spielen.

Gemütlich bummeln wir am Strand zurück zum Campingplatz. Es wird mit den Füßen geplanscht, der Sammeltrieb befriedigt, Spuren in den Sand gemalt.

Am frühen Nachmittag erreichen wir wieder den Camper. Das Mittagessen lassen wir ausfallen und mampfen gleich Kuchen. Dann macht die Motte mit dem Papa Mittagsschlaf und das Matzel und ich gehen baden.
Auch mal schön, Zeit nur für uns Zwei. Wir gehen ins Meer und buddeln dann fleißig im Sand. Und wenn das Matzel dann beim spielen sagt 'das ist schön mit dir Mama'...dann erblüht mein Herz, ein Kloß wächst in meinem Hals und ich bin einfach nur gerührt.

Sandige Grüße
Eure Kati mit den 3 Ms

Montag, 30. April 2018

Stürmische Überfahrt

Spontan entscheiden wir uns noch einen Abstecher auf die Insel Elafonisos zu machen. Gesagt, getan.
Wir erreichen den Fähranleger gegen Mittag. Es weht ein kräftiger Wind und es sind einige Surfer auf dem Meer unterwegs.
Am Anleger stehen allerhand Autos, so viele, dass ich mich frage, wie die alle auf die Fähre passen sollen.
Ich suche nach einem Fahrplan. Finde auch einen Aushang, aber alles in griechisch. Zum Glück merken zwei nette Deutsche, dass ich etwas dumm aus der Wäsche schaue und sage mir, dass die nächste Fähre wohl 13 Uhr fahren soll. Das ist nicht mehr lange hin...lassen wir uns überraschen.

Wir knabbern derweil Sesamgebäck und Äpfel und beobachten Surfer. Und dann sehen wir tatsächlich die Fähre am Inselhafen ablegen und auf uns zu steuern.

Nach dem die Fähre angelegt hat und der große Reisebus und alle anderen Autos runter gefahren sind, dürfen wir rauf fahren. Wir werden so dicht nebeneinander eingeparkt, dass man kaum noch aussteigen kann, geschweige denn zwischen den Autos laufen kann. Und trotzdem passen nicht alle Autos drauf, wie ich richtig vermutet hatte.

Dann geht es los. Eine kurze Überfahrt, die es in sich hat. Wir gehen mit den Kindern ein bisschen auf Deck hin und her, aber gemütlich ist anders. Der Wind weht uns fast um. Die Fähre wackelt ordentlich. Am Ufer steht eine Kirche und ich schau, an Deck stehend, immer zu der Kirche...Kirche da, Kirche weg, Kirche da, Kirche weg...wir schaukeln.

Doch schon ist die Fahrt vorüber und wir dürfen rückwärts das Auto vom Boot rangieren.

In der Nähe vom Hafen parken wir und suchen uns ein nettes Lokal zum Mittag essen. Wir entscheiden uns heute mal für Pizza und Pasta...typisch griechisch...! Egal, schmeckt trotzdem.

Nach dem Essen gehen wir noch ein bisschen im Hafen spazieren, wobei der Wind echt heftig weht und wir uns gut aneinander festhalten müssen.
Macht aber echt Spaß...so eine ordentliche Brise.

Auf dem einzigen Campingplatz auf der Insel, tun wir uns etwas schwer den idealen Platz zu finden, parken dreimal um und entscheiden uns schließlich für den Platz neben dem Spielplatz.

Nun will ich aber das Meer sehen. Badehose an, Gummiboot geschnappt und los geht's. Direkt hinterm Campingplatz beginnt eine riesige Düne...Sand, so herrlich weißer und feiner Sand.
Ein paar Meter laufen wir durch die Düne und da taucht er vor uns auf...der absolut schönste Strand unser bisherigen Reise. Das  Wasser ist türkis und es geht ewig lang ganz flach ins  Wasser. Ich bin hin und weg und kann mich die ganze Zeit nur immer wieder wiederholen...ist das toll!

Der Mann und das Matzel gehen baden...mir ist es zu stürmisch.

Samstag, 28. April 2018

Schiffswrack und Auto-Krack

So schnell es eben geht, bis wir gefrühstückt, uns gewaschen und alles wieder reisefertig verpackt haben, sind wir gestartet. Das alles dauert heute noch etwas länger, weil wir zuallererst, direkt nach dem Aufstehen ans Meer zum baden gehen. Die Sonne brennt schon zeitig vom strahlend blauen Himmel und das Meer ist spiegelglatt. Einfach herrlich.

Immerhin schon gegen 11 Uhr verlassen wir den Campingplatz. Das erste Ziel ist ein Schiffswrack, was direkt am Strand liegt und allmählich vor sich hin rostet. Es befindet sich nur ca. 4 km hinter Githio. Wir parken und laufen dann am Strand entlang dort hin.
Schon von weitem sieht das große Wrack sehr beeindruckend aus. Von nahem finde ich es fast unheimlich, wie es da so verlassen und rostend da liegt. Ich hab keine Ahnung, was für eine Geschichte dahinter steckt. Vielleicht recherchiere ich das mal, wenn ich wieder zu Hause bin.

Wir essen dort auf dem Parkplatz Mittag, bevor die Fahrt weiter geht. Nächstes Zwischenziel Lidl. Da soll es seit Donnerstag Picknickdecken geben...und wir brauchen dringend eine Neue. Und wir haben Glück, gibt sogar noch welche.

Nun sind wir auf der Suche nach einem Stellplatz für die Nacht. Am liebsten einen mit Stranddusche, denn wir wollen ja noch Baden gehen.
Wir erreichen schnell den Platz, den der Mann für uns raus gesucht hat. Dusche ist auch vorhanden. Nur leider liegt da sie viel Müll am Strand rum, dass wir lieber weiter fahren wollen.
Also sucht der Mann bei Google Maps schnell einen abgelegenen Strand, der mit dem Auto erreichbar ist. Die Kinder werden langsam ungeduldig, wir müssen zeitnah etwas finden.
Wir steuern diesen Strand an. Von der Hauptstraße biegen wir in einen Feldweg ein. Das Auto wird ordentlich durch geschaukelt. Aber zurück geht nicht...keine Wendemöglichkeit.
Wir schleppen uns langsam aber sicher voran. Wobei das mit dem sicher ist in dem Moment vorbei, als es über uns ziemlich laut kracht. Der Mann hält an und schaut in den Rückspiegel. Ich schnall mich ab, um im Bad zu schauen, ob da was umgekippt ist. Doch der Mann sieht schon unsere Satelliten Schüssel auf dem Feldweg hinter uns liegen.
Der Weg führt durch einen sehr großen Olivenhain mit Bewässerungsanlage...und quer über den Feldweg war die Wasserleitung verlegt...5 cm zu niedrig für uns. Mist. Der Mann ist ordentlich am fluchen. Wir schauen kurz, ob das Badfenster einen Schaden hat. Nichts zu sehen. Also fahren wir erstmal weiter.

Wir kommen an dem einsamen Strand an...die Sonne hat sich inzwischen hinter Wolken verzogen. Himmel trüb, Stimmung auch.
Ich nehme die Kinder und wir erkunden ausführlich den  Strand. Der Mann steigt aufs Dach und inspiziert alles.

Nach einer Weile ist der Schreck verdaut, die Satelliten Schüssel verstaut...haben wir eh nicht gebraucht, und die Stimmung hellt sich wieder etwas auf.
Beim Abendessen können wir schon wieder lachen und rum albern.

Schiff ahoi...
Eure Kati mit den 3 Ms

Freitag, 27. April 2018

Erst Radetour, dann Chillaxen

25.4.

Wir verlassen die Höhlen von Diros schon gleich nach dem Frühstück. In dem nächsten Ort kaufen wir noch das Nötigste ein...unter anderem ein Souvenir für die Mama...eine schöne Keramik Schüssel verziert mit wundervollen bunten Fischen.
Gegen Mittag erreichen wir schon den nächsten Campingplatz in der Nähe von Githio. Wir treffen genau an der Einfahrt eine bekannte Familie vom letzten Campingplatz Finikounda. Abklatsch sozusagen.
Den restlichen Tag verbringen wir am Meer und auf dem Campingplatz...nüscht besonderes also.

26.4.

Die nähere Umgebung wartet darauf von uns erkundet zu werden. Also satteln wir die Räder, packen den Fahrradanhänger und los geht's. Am Strand entlang geht eine wenig befahrene Straße, der wir folgend. Eine Weile radeln wir entspannt am Meer entlang, doch irgendwann geht es ordentlich bergauf und wir schwitzen ganz schön.
Das erste Ziel, eine Halbinsel mit einem Leuchtturm, am Ortseingang von Githio, ist schnell erreicht. Wir besichtigen die Halbinsel, doch viel Herausragendes gibt es hier nicht zu sehen. Noch ein kurzer Stopp an einer Kapelle und weiter geht es.
Wir fahren durch ganz Githio hindurch, schauen uns den Hafen an. Die Restaurants sind alle geöffnet und wegen der noch geringen Anzahl von Touristen, wird um jeden Gast hart geworben. Im vorbei fahren wird man angesprochen, die Speisekarte wird einem entgegen gerufen, mögliche Parkplätze für die Räder gezeigt, beteuert, dass es zwei Kinderstühle gäbe...wir lächeln und winken zurück und fahren vorbei.
Am Ende vom Hafen kehren wir in ein Lokal direkt am Strand ein...mit hauseigener Ziege im Hof.
Essen schmeckt, alle werden satt...oder sogar mehr als das.

Zurück radeln wir gemütlich durch kleine Gassen zwischen den verlassen wirkenden Häusern.

Natürlich müssen wir unbedingt noch Baden gehen, sobald wir wieder am Campingplatz angekommen sind.

Morgen ist Strandtag angesagt.

27.7.
Strandtag...mit überraschendem Besuch von Bekannten aus Finikounda am späten Nachmittag.

Dienstag, 24. April 2018

Diros und Duschen mit Aussicht

23.4.

Der Abschied ist uns wirklich schwer gefallen, doch zum späten Nachmittag haben wir es endlich geschafft...wir verlassen Finikounda.
Aber wir fahren nicht so weit. In der ziemlich großen Stadt Kalamata machen wir am Lidl Halt und füllen unsere Vorräte auf. Ein toller Lidl, riesig und total modern. Man findet unheimlich viele lokale Spezialitäten und auch Dinge, die man von zu Hause kennt.

Auf Grund der schon fortgeschrittenen Zeit, suchen wir uns im Hafen einen Stellplatz zum übernachten. Ich mach belegte Brote und dann essen wir im Hafen auf einer Bank Abendbrot und können dabei Schiffe, Fische und Enten beobachten.

Die Nacht ist eher ungemütlich, im nahegelegenen Yachtclub ist bis in die Morgenstunden Party...aber die Kids stört der Lärm immerhin nicht.

24.4.

Das Frühstück gestalten wir genauso. Da müssen wir nicht erst  Stühle und Tisch auspacken und haben keine Krümmelei im Auto! Außerdem ist frühstücken und dabei Fische beobachten total spannend. Vor allem, wenn man jedes mal fast einen Herzkasper bekommt, wenn sich das Matzel zu nah an die Kaimauer heran bewegt...

Nach dem Frühstück fahren wir weiter Richtung Südwesten. Die Fahrt führt durch die Berge, durch wunderschöne mediterrane Dörfer, vorbei an unzähligen Olivenhainen. Die Kinder schlafen ungefähr nach der Hälfte der Strecke, so dass ich auch noch bisschen gucken kann.

Wir brauchen 2 Stunden für reichlich 80 km und erreichen schließlich die Höhlen von Diros. Oder zumindest den Strand daneben. An dem Strand stehen schon andere Wohnmobile und wir gesellen uns dazu. Ich koch uns ein leckeres Mittagessen und danach schnallen wir mal die Kraxen an und laufen über einen kleinen Hügel zum Eingang der Höhlen. Es ist wirklich nur ein Spaziergang über einen Trampelpfad und schon steht man am Eingang.
Mehrere Griechen lungern davor rum und einer kommt auf uns zu und fragt nach unserem Ticket. Haben wir keins...wir dachten, wir kaufen es dort.
Nein nein...300 m den Berg hinauf, da ist eine Schranke und ein Kassenhaus, dort kauft man das Ticket.
Wir latschen also dort hoch und kaufen zwei Tickets für uns Erwachsene, die Kinder sind kostenfrei.
Dann laufen wir wieder zum Eingang der Höhlen, wo man uns mitteilt, dass es in 10 Minuten los geht.

Wir bekomme alle Schwimmwesten an und gehen durch eine große Tür in die Dunkelheit. Dort wartet schon ein Boot auf uns. Das Matzel quietscht vor Anspannung und Vorfreude. Wir steigen ein und schon geht die Fahrt los. Leider spricht der Steuermann nur griechisch, so dass wir nur schauen können und nichts darüber erfahren. Man hätte einen Audioguide erwerben können.
Ungefähr 25 Minuten geht die Fahrt durch die dunklen Höhlen. Überall wachsen Stalagtiten, es tropft von der Decke. Teilweise ist es sehr eng, teilweise geht es durch fast riesige Hallen voll mit kunstvollen Gebilden aus Kalk. Eindrucksvoll! Das Matzel staunt nicht schlecht.

Anschließend läuft man ca. 300 m durch die Höhlen bevor man wieder ans Tageslicht tritt.

Da es inzwischen schon ziemlich spät ist, ist die Höhle inzwischen geschlossen und wir machen uns langsam auf den Rückweg. Doch dann entdecken wir eine einsame Stranddusche und beschließen diese zum frisch machen zu nutzen. Das beste...die  Wasserleitung läuft ewig lang Überland, so dass dort nur warmes Wasser raus kommt.
Diese Dusche wird somit zu meinem persönlichen Highlight des Tages. Wir alle duschen und planschen und waschen uns ausführlich...bei toller Aussicht, komplett allein und bei herrlich warmen Wetter. Das einzige was fehlt: das Duschbad.
Aber man kann ja nicht alles haben.

Der kurze Rückweg zum Auto ist schnell hinter uns gebracht. Abendessen und Sonnenuntergang genießen und schon heißt es ab ins Bett...wo wir alle gern hingehen nach diesem schönen Tag.

Seid lieb gegrüßt
Eure Kati mit Mann, Matzel und Motte

Montag, 23. April 2018

Ein Strand ganz für uns allein

22.4.

Nach den letzten Tagen der Faulenzerei hatten wir heute richtig Lust etwas zu unternehmen. Der Mann kommt vom joggen zurück und meint, wir können auf den höchsten Berg in der Nähe oder zu einer einsamen Bucht wandern...wir entscheiden uns für die Bucht.

Gleich nach dem Frühstück packen wir die Kraxen. Eigentlich haben wir nur eine Kraxe, aber wir haben uns noch eine ausgeliehen. So können Matzel und Motte in den Kraxen hocken und Mama und Papa dürfen schleppen.
Wir packen also ein : belegte Brote, Wassersack, Obst, Gemüse, Kekse, Erste Hilfe Set, Wickelzeug, Sandspielzeug, Picknickdecke, Fotoapparat und Handys. Dann wandern wir los.

Es geht über den Berg, vorbei an der Kirche, hinein in den Ort Finikounda und auf der anderen Seite des Ortes wieder hinaus. Über eine Treppe erreichen wir etwas Höhe und haben somit endlich mal eine schöne Aussicht.

Das Matzel liebt ja ihre Kraxe. Sobald es heißt, wir gehen wandern, will sie sofort in das Ding rein. Das wird sicher noch einige Tränen geben, wenn sie mal zu schwer dafür wird und die Kraxe dann an die Motte abgeben muss. Oh je.

Zunächst laufen wir an einer Straße entlang, bevor wir in eine alte ruhige Straße einbiegen. Es geht ziemlich bergauf und wir schwitzen ganz schön.
Ich trage das erste mal die Motte in der Kraxe und muss erstmal die entsprechenden Muskeln aufbauen! Puh.

Wir passieren die örtliche inoffizielle Müllkippe, allerhand Bauschutt und alles mögliche andere wird einfach in eine ruhige Ecke gefahren und abgeladen...schlimm!

Inzwischen haben wir einen Schotterweg erreicht und peilen als Zwischenziel einen alten Turm an. Über einen schmalen Pfad durch einen Olivenhain erreichen wir diesen auch. Wir machen eine kleine Rast, genießen die Aussicht und schauen uns den Turm an.

Doch dann wollen wir zum Strand. Wir folgen einem schmalen Pfad bergab und erreichen ein paar Kletterfelsen, über die wir noch klettern müssen...doch die Bucht ist schon in Sichtweite.
Noch ein Sprung und wir stehen im Sand von einem herrlichen einsamen Strand.

Im einzigen schattigen Fleck lassen wir uns nieder und verputzen erstmal alle Leckerbissen, die wir eingepackt haben.
Dann machen wir uns alle nackig und gehen baden, buddeln uns nacheinander ein, joggen am Strand und sammeln Stöcke und Steine. Hat schon was so ein Strand ganz für uns allein!

Doch irgendwann müssen wir das Paradies trotzdem wieder verlassen. Wir packen alles wieder ein, lassen die Zwerge aufsitzen und los geht's. Wir finden einen schmalen Trampelpfad an der Küste entlang. Der ist zwar ziemlich zugewachsen und stachelig, aber wir sparen so reichlich Höhenmeter und Umweg. Der Mann schlägt immer mit einem langen Stock auf den Weg um Schlangen zu vertreiben.

So erreichen wir bedeutend schneller als auf dem Hinweg Finikounda, wo wir uns mit Camper Nachbarn zum Abendessen treffen.

Im Sonnenuntergang spazieren wir über den letzten Hügel hinüber zum Campingplatz.

Unter Geschrei werden die müden Kinder noch schnell geduscht, mein sonnenverbrannter Rücken wird noch eingecremt und dann liegen wir alle erschöpft in den Betten. Ein schöner Tag! Ein perfekter Abschied, denn morgen wollen wir weiter.

Es grüßt euch eure Kati mit Mann, Matzel und Motte

Freitag, 20. April 2018

Elternzeitler und Rentner

19.4.

Auf dem Campingplatz, auf dem wir gerade sind, sind wir schon ziemlich lange. So lange waren wir bisher auf keinem anderen Campingplatz. Was hält uns hier?

Zuerst natürlich die Lage. Der Platz liegt direkt am Meer und bis zum Strand laufen wir kaum 10 Schritte. Das Matzel kann gut auch mal allein am Strand spielen, wir sehen sie vom Camper immer gut.
Auch die Nähe zum nächsten Ort und damit zum Supermarkt, ist perfekt. Mit dem Rad ist der Mann 15 Minuten unterwegs, inklusive Einkauf.

Dann der Campingplatz an sich...es ist ordentlich, sauber und recht gut organisiert.

Und dann noch die netten Leute, mit denen wir hier die Zeit verbringen. Andere Familien, die ebenfalls in Elternzeit unterwegs sind.
Und damit komm ich auch mal zum Titel des Posts. Wen man um diese Jahreszeit so unterwegs trifft: Rentner und Elternzeitler. Und von ganz alleine entsteht eine Sortierung auf dem Campingplatz...die einen so wie die anderen suchen ihresgleichen.
In der einen Ecke sind wir inzwischen 4 Familien mit kleinen Babys und auch größeren Kindern. Das fetzt total, niemand stört es, wenn es mal lauter zu geht oder mal ein Baby schreit und man hat sich immer was zu erzählen.
Zuerst die grundsätzlichen Dinge, wo kommt man her, wo will man hin, wie lange ist man unterwegs, wie viel Zeit bleibt noch, wie alt ist das Kind...und um so mehr Zeit man zusammen verbringt, umso tiefgründiger werden dann auch mal die Gespräche.
Gestern saßen wir drei Mamas gemeinsam am Strand, die größeren Kinder spielten zusammen, die Babys bekrabbelten uns und wir konnten uns mal richtig schön unterhalten. Was macht man so beruflich, wie lange ist man denn zu mit Baby zu Hause, wie ging das mit der Elternzeit und der Arbeit....und und und...Frauen finden ja immer was zu quasseln.

Und in der anderen Ecke sammeln sich die Rentner aus allen Herren Länder...Deutschland, Schweiz, England, Niederlande...und da geht es bedeutend ruhiger und gemächlicher zu.
Von daher ist das alles gut so!

Mittwoch, 18. April 2018

Flamingos und Finderlohn

15.4. Finikounda

Wir müssen erstmal die nähere Umgebung erkunden. Also packen wir die Zwerge in den Fahrradanhänger und laufen los. Gleich nach der Einfahrt zu Campingplatz geht ein Weg ab, der führt über einen Berg, vorbei an einer Kirche, durch eine enge Gasse und schon steht man im Zentrum von Finikounda.
Wir schlendern die Hauptstraße entlang und beäugen skeptisch die vermeintlich offenen Läden und Restaurants. Dann verlassen wir schon wieder das Zentrum und entdecken einen tollen Spielplatz. Hier verweilen wir ein bisschen. Die Kids toben ordentlich rum.
Doch irgendwann bekommen wir Hunger und suchen nach einer Taverne, wo wir etwas zu essen bekommen.
Alles sieht so zu aus...oder zumindest nicht so, als ob man etwas zu essen bekommen könnte. Ich geh dann einfach in ein Fischrestaurant rein und frage, ob sie was zu essen für uns haben. Der Mann nickt und öffnet eine Kühlbox voll mit frischem Fisch. Wir suchen uns 3 Fische aus, bestellen noch Salat und Pommes und dann wird die Küche für uns angeheizt.
Am Ende stehen allerhand Leckereien auf unserem Tisch: Salat mit eingelegtem Feta, gegrillte Dorade mit Zitrone, Pommes und Brot. Es schmeckt alles hervorragend.

16.4. und 17.4.

Badetage auf dem Campingplatz. Nur unterbrochen von kleinen Ausflügen zum örtlichen Supermarkt, um frische Vorräte aufzufüllen. Der Supermarkt ist übrigens super ausgestattet hier...man bekommt wirklich alles, was man braucht.
Ist immer ganz lustig, da in dem Supermarkt nur eine, maximal zwei Personen arbeiten...wird man von der einen Person quasi verfolgt.
Man kommt rein und wird begrüßt. Man geht zum Obst und Gemüse, da steht der Mitarbeiter hinter der Waage und tütet das Obst ein und wiegt es ab. Man geht weiter zu Fleisch und Käse, da steht plötzlich der Mitarbeiter hinterm Tresen und bedient einen. Man geht weiter durch die Regale zur Kasse...tadaa...da steht er wieder wie hin gezaubert und wartet aufs abkassieren.

18.4. Methoni

Gestern habe ich beobachtet, wie eine Camper Nachbarin etwas mit Pinsel und Farbe bemalte. Ich bin dann einfach mal rüber gegangen und habe es mir angeschaut. Und ich fand wunderschöne Schlangen und Krokodile aus Stöcken in den schönsten Farben und toll verziert.
Ein tolles Hobby.
Heute morgen haben wir dann hier ein paar Fruchthülsen gefunden. Ich weiß leider weder, wie der Baum noch wie die Frucht heißt. Doch die Hülse hat einen langen Hals und einen dicken geschwungenen Körper und erinnert sofort an einen Schwan oder einen Flamingo. Also bring ich die Fruchthülsen zu der Nachbarin gebracht und frage, ob sie uns die anmalen würde. Sie ist sofort Feuer und Flamme.
Wir machen jetzt erstmal einen Ausflug. Mal sehen, was uns bei unserer Rückkehr erwartet.

Wir radeln inzwischen erstmal nach Methoni. Das ist ein ca. 10 km entfernter etwas größerer Ort mit einer großen Burg. Die Fahrt dort hin gestaltet sich recht beschwerlich, denn es geht ordentlich bergauf und bergab.
Die Burg kann man schon von weitem sehen, ein sehr imposanter Bau.
Wir radeln ein bisschen drumherum. Man könnte auch rein gehen, für ein Eintrittsgeld von nur 2 €...aber da die Kinder das nicht so interessiert, sparen wir uns das.
Noch ne kurze Rundfahrt durch das Zentrum und dann zum Spielplatz, dass interessiert die Kinder nämlich.
In der Nähe vom Spielplatz bekommen wir auch was leckeres zum Mittagessen. Obwohl auch hier die Restaurants recht einsam aussehen, ist alles aus der Karte bestellbar und frisch und sehr lecker!
Nach dem Mittagessen radeln wir wieder zurück und die Zwerge nutzen das gleich zum Mittagsschlaf. Zum Glück, denn da können wir mal in Ruhe radeln. Mal kein ständiges Gemecker...zu kalt, zu eng, zu langweilig, zu hungrig, Motte macht dies, Motte macht das, Durst und ich weiß nicht was noch alles...das meiste geht im Fahrtwind unter...hihi.
Auf jeden Fall seh ich doch auf einer kleinen Straße direkt am Meer, im vorbei fahren noch so im  Augenwinkel ein Nummernschild am Straßenrand liegen, welches ich dem Motorrad eines Nachbarn vom Campingplatz zuordnen kann. Ich pack es in den Fahrradanhänger und weiter geht die Fahrt.
Wir fahren noch nach Finikounda, essen ein leckeres E i s bevor wir schließlich wieder auf dem Campingplatz ankommen.
Auf unserem Tisch stehen schon zwei wunderbar rosarote Flamingos. Einer für die Motte, einer fürs Matzel. Echt toll sind die geworden!

Das Nummernschild bringen wir auch noch zu dem Motorradfahrer. Der hat den Verlust noch gar nicht bemerkt und freut sich sehr über das Mitbringsel. Zur Belohnung gibt's eine Tafel Schokolade für uns alle. Das Matzel freut sich scheckig. Alle glücklich, Tag vorbei!

Eure Kati plus Rest

Montag, 16. April 2018

Unser Tagesablauf

Inzwischen sind wir ja doch schon 2,5 Wochen unterwegs und wenn wir mal auf einem Campingplatz bleiben, dann pendelt sich ziemlich schnell ein Rhythmus ein...ich nenne es mal vorsichtig Alltag. Vielleicht interessiert es euch ja, wie unser Tag so aussieht.

Irgendwann zwischen 7 und 8 Uhr wachen die Kinder auf...gähn...ich könnte gut noch länger schlafen.
Dann tauschen wir erstmal die Kinder. Soll heißen, die Motte geht nach unten zu. Papa und das Matzel klettert rauf zu mir.
Dann ist erstmal kuscheln angesagt. Das Matzel und ich, wir müssen ja nachholen, dass wir uns die ganze Nacht nicht gesehen haben. Also kuscheln wir oder spielen ein Spiel oder schauen ein Buch an.

Dann wird Frühstück gemacht. Ich setze Teewasser auf und räume Geschirr hin und her. Der Mann setzt nacheinander die Kinder auf den Topf und zieht sie dann an.

Gefrühstückt wird natürlich draußen. Der Rest steht schnell auf dem Tisch und schon essen wir mehr oder weniger gemütlich...je nachdem wie die Kinder drauf sind.

Aufräumen, Zähne putzen und der Abwasch...das kann alles warten, jetzt geht es erstmal ans Meer. Steine werfen, Muscheln oder irgendwas anderes sammeln...das Wetter studieren, die Nachbarskinder begrüßen, Smalltalk halten.
Irgendwann wird die Mama dann doch mal aktiv und räumt auf. Spätestens kurz vorm Mittagessen.
Wenn wir etwas unternehmen wollen, kommen wir natürlich einigermaßen schneller in die Puschen. Wobei dann trotzdem immer so viel ansteht, dass wir nicht vor 10.30 oder 11 Uhr los kommen.

Die Kinder spielen dann hier vorm Camper und die Mama kocht das Mittagessen. Was es da bei uns immer so gibt..darauf will ich später noch mal gesondert eingehen. Weil die Möglichkeiten ja doch etwas begrenzt sind und hier Kreativität gefragt ist...wobei die Kinder sicherlich am wenigsten enttäuscht wären, wenn es jeden Tag Nudeln mit Tomatensauce gäbe.

Nach dem Mittagessen ist Ruhe angesagt. Entweder ich nehm die Motte in die Trage damit sie bisschen schläft. Oder wir packen beide in den Fahrradanhänger und drehen zu Fuß oder per Rad ne Runde.
Oder Mittagsschlaf fällt aus...zumindest für das Matzel ist das ab und an ok. Aber so nach 2 bis 3 Tagen, ist die Erschöpfung deutlich zu spüren und dann ist ein Mittagsschlaf mal wieder dringend notwendig.

Das letzte Essen liegt schon ewig zurück, also wird nun gevespert. Obst, Kuchen, Kekse...was unsere Vorräte so bieten.

Natürlich geht's dann wieder ans Meer. Außer wir waren bis dahin noch gar nicht unterwegs, dann machen wir uns spätestens jetzt noch mal in die Spur. Etwas einkaufen oder einfach nur so ein paar Meter laufen oder Fahrrad fahren. Das muss schon sein.

Nach dem Abendessen wird noch gespielt...meistens mit den anderen Kindern.

Später wird je nach Verschmutzungsgrad der Kinder geduscht oder nur das Gesicht und die Hände gewaschen. Zum duschen nehmen wir immer unsere Abwaschschüssel mit...die kann man gut zur Badewanne umfunktionieren. Da muss man die Motte nicht auf den Boden setzen oder die ganze Zeit auf dem Arm halten. Und das Matzel liebt es sowieso total in der kleinen Wanne zu hocken.

Mama und Motte verziehen 

Sonntag, 15. April 2018

Hafenstadt und Kirche

14.4.

Zügig nach dem Frühstück verlassen wir den lauten Campingplatz wieder und fahren in die Hafenstadt Pýlos.
Hier schauen wir uns ein bisschen um...nichts spektakuläres. Die Interessen von Groß und Klein unterscheiden sich etwas.
Groß möchte den Hafen und die Boote ansehen.
Klein möchte in dem Hubschrauber Fahrgerät hinter dem örtlichen Kiosk sitzen und am Lenkrad drehen und bunte Knöpfe drücken.
Also bilden wir Interessengemeinschaften...Mann spaziert durch den Hafen und ich bleibe mit Matzel und Motte am Hubschrauber und warte geduldig, bis genug Knöpfe gedrückt wurden.

Wir essen dann noch ein E i s...noch kann das Matzel nicht buchstabieren und so können wir uns so noch heimlich darüber austauschen, ob wir jetzt ein E i s essen wollen oder nicht.

Dann bekommt das Matzel noch einen neuen Sonnenhut mit rundum Schutz.
Und schon spazieren wir wieder zum Auto.

Für den frühen Nachmittag hatten wir eigentlich eine kleine Wanderung zu einer Kirche auf einem Berg hinter der Stadt geplant. Doch die Sonne sticht arg und es ist gefühlt so warm, dass wir uns dagegen entscheiden. Wir wollen den als Feldweg ausgeschriebenen Weg so weit wie möglich mit dem Auto hoch fahren und dann dort Picknick machen.

Gesagt, getan...unser Camper kämpft sich den Berg hoch...Kurve für Kurve geht es weiter hinauf. Plötzlich steigt uns ein unsäglicher Gestank in die Nase und überall schwirren Fliegen rum. Nach der nächsten Kurve wird der Grund dafür offensichtlich...die örtliche Müllkippe...mitten im Gebirge, ein Zaun, ein Bagger und Berge von Müll.

Na gut...wir fahren weiter bergauf, in der Hoffnung den Gestank hinter uns zu lassen.
Und nach weiteren zwei Kurven taucht schon die Kirche vor uns auf. Wir steigen aus und laufen zur Kirche. Leider ist sie verschlossen und der ganze Garten ringsherum ist voll mit Ziegenkacke...bäks.
Doch wir lassen uns die Laune nicht verderben. Der Mann verjagt noch einen streunenden Hund und dann machen wir es uns auf einer Mauer unter Olivenbäumen gemütlich und genießen unsere Leckereien.
Hinter der Kirche geht ein Wanderweg hinauf zu einem Aussichtspunkt. Den nehmen wir natürlich noch mit. Die Aussicht ist wirklich toll.
Das Matzel wandert den kurzen Weg an meiner Hand hinauf bis zum Aussichtspunkt und wieder hinunter und erklärt mir in Dauerschleife, dass sie ein richtiger Wandrer ist.
Inzwischen brennt die Sonne wirklich gnadenlos und wir wollen nur wieder zurück in den Schatten.

Zurück am Camper...wir fahren wieder hinab zur Hauptstraße und steuern unser letztes Ziel für heute, den nächsten Campingplatz, an.
Nach dem wir uns zwei angeschaut haben, werden wir beim dritten fündig...der perfekte Platz....oder naja, fast perfekt...gibt WLAN nur an der Rezeption. Aber das hat auch sein Gutes!
Der Platz ist direkt am Meer, ruhig, hat Wiese und Kies als Belag, super Sanitärräume...und es sind schon zwei andere Familien da...hier bleiben wir!

Nach einer ausführlichen Begrüßungsrunde bei den umliegenden Campern...kommen wir für heute langsam zur Ruhe.

Seid herzlich gegrüßt
Eure Kati mit Mann, Matzel und Motte

Samstag, 14. April 2018

Urlaubsamnesie

13.4.

Jetzt geht es langsam los...das Vergessen von Zeit und Datum und Wochentag. Ich will gerade schreiben, was wir gestern gemacht haben und starre auf die Buchstaben. Dabei versuche ich mir krampfhaft in Erinnerung zu rufen, was gestern für ein Tag war, wo wir waren und was wir gemacht haben.
Doch zum Glück fällt es mir wieder ein. Auch dank eines bestimmten Nachrichtendienstes...denn wir halten die Familie daheim regelmäßig auf dem Laufenden.

Also wir waren in einer Bucht...einer Lagune...an einem Traumstrand...am Voidokilia Beach. Ich hab mal ein Screenshot von Google Maps gemacht.

Der Weg dort hin ist nur ein Feldweg und ziemlich holprig. Als es nicht mehr weiter zu fahren geht, sehen wir, dass wir uns den Traumstrand wohl mit einigen anderen teilen werden müssen. Es parken dort allerhand Autos.

Ich koche schnell ein Mittagessen und dann packen wir alles für Picknick und Badespaß zusammen.
Den Nachmittag verbringen wir dann an diesem tollen Strand. Der Eindruck vom Paradies wird nur durch den starken Wind und die Berge an angeschwemmten Seegras getrübt.

Am späten Nachmittag suchen wir uns einen Campingplatz. Leider hat der, den wir uns raus gesucht hatten, noch geschlossen. Also landen wir auf dem nächstgelegenen Campingplatz. Der ist zwar direkt am Meer...aber leider auch direkt an der Straße. Und genau gegenüber von unserem Platz steht wohl ein Ferienhaus....scheinbar leer, doch irgendwie wurde die Alarmanlage ausgelöst. Alle 5 Minuten schallt ein Uiuiuiuiuiui zu uns rüber. Idylle ist anders...aber für eine Nacht ist es ok und die Müdigkeit macht die Ohren bald taub für dieses Geräusch.

Ruhige Nacht für euch...
Eure Kati nebst Rest

Freitag, 13. April 2018

Ein erster Abschied

12.4.

Kaum unterwegs schon müssen wir das erste Mal Abschied nehmen. Unsere lieb gewonnenen Camping Nachbarn reisen heute ab. Den ganzen Vormittag verbringen wir noch gemeinsam, die Kinder spielen noch herrlich zusammen, wir erzählen noch bisschen...und dann naht der Zeitpunkt, wo es heißt, wir müssen uns verabschieden.
Sie haben den Wohnanhänger gepackt, im Auto ist auch alles verstaut und schon stehen wir alle da und tauschen gute Wünsche und Telefonnummern aus.
Dann steigen sie ein...es wird fleißig gewunken, die Kinder winken auch was die Ärmchen her geben...und schon rollt das Gefährt vom Campingplatz.
Tschüss Ihr Lieben, wir haben uns sehr gefreut, mit euch ein paar Tage zu verbringen. Es war herrlich entspannt und die Kinder haben so toll zusammen gespielt und gezankt. Unser Grillabend war so lecker und gemütlich.
Vielleicht kreuzen sich unsere Lebenswege mal wieder!

Wir essen spät Mittag und verbringen den Rest des Nachmittags bei blauem Himmel am Strand...die Zwerge spielen ausdauernd im Sand und panieren sich gegenseitig.
Am Abend packen wir und verlassen diesen schönen Ort, an dem wir ein paar wunderschöne Tage verbracht haben.

Wir fahren nur eine Stunde zu einem Parkplatz direkt am Meer...essen gefülltes Maisbrot im Halbdunkel auf einer Bank direkt am Strand und beobachten die immer größer werdende Anzahl an Sternen.
Ich versuche dem Matzel Sternbilder zu erklären, aber sie starrt immer nur ins Dunkel und fragt....Wo?

Beim bettfertig machen fragt sie dann immer wieder... Mama, wie war das mit den Schnuppersternen?
Ich hatte versucht, ihr Sternschnuppen zu erklären.

Ein langer Tag geht zu Ende.

Liebe Grüße
Eure Kati mit Mann, Matzel und Motte